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	<title>#Dorfleben &#8211; Neuland21</title>
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	<description>Landleben für das 21. Jahrhundert</description>
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	<item>
		<title>Tradition im Wandel: Der Maibaum als Symbol für Gemeinschaft</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/dorfleben/tradition-im-wandel-der-maibaum-als-symbol-fuer-gemeinschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 10:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der Mai beginnt, werden in vielen Dörfern Deutschlands Maibäume aufgestellt – bunt geschmückt, aufgerichtet von der Dorfgemeinschaft, begleitet von Musik, Tanz und einem zünftigen Fest. Für viele ist es ein vertrautes Ritual, für andere ein lebendiges kulturelles Erbe, das über Generationen hinweg Gemeinschaft stiftet.]]></description>
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<p>Wenn der Mai beginnt, werden in vielen Dörfern Deutschlands Maibäume aufgestellt – bunt geschmückt, aufgerichtet von der Dorfgemeinschaft, begleitet von Musik, Tanz und einem zünftigen Fest. Für viele ist es ein vertrautes Ritual, für andere ein lebendiges kulturelles Erbe, das über Generationen hinweg Gemeinschaft stiftet.</p>



<p>Doch was passiert, wenn man diesen traditionsreichen Maibaum aus dem Dorf herausnimmt – und ihn auf eine der größten Digitalkonferenzen Europas stellt?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>Genau das tun wir in diesem Jahr: Mit unserer Installation „Maibaum der Generationen – Deine Träume für die Zukunft“ sind wir vom 26. bis 28. Mai 2025 auf der <a href="re:publica" target="_blank" rel="noreferrer noopener">re:publica</a> 25 in der STATION Berlin vertreten. Und wir bringen nicht nur den Birkenstamm und einen Kranz mit, sondern auch Lust auf Austausch – über Traditionen, Generationenfragen und das, was die verschiedenen Generationen heute und morgen prägt.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="RegionalerCharakter"><strong>Eine Tradition mit regionalem Charakter</strong></h2>



<p>Der Maibaum ist nicht überall gleich. Während im bayerischen Raum häufig hohe, entrindete Baumstämme mit Zunftzeichen aufgestellt und „bewacht“ werden, bevor sie feierlich in die Höhe gezogen werden, sind es in Teilen Nord- und Ostdeutschlands eher kleinere, geschmückte Birken, die in Vorgärten oder an öffentlichen Plätzen landen – teils auch heimlich als &#8222;Liebesmaien&#8220; &#8211; eine romantische Geste. In Nordrhein-Westfalen kennt man das „Maibaumklauen“, andernorts wiederum ist das Aufstellen vor allem ein Gemeinschaftsakt von Feuerwehr, Sportverein oder Jugendclub.</p>



<p>Diese Vielfalt zeigt: Der Maibaum ist kein starrer Brauch, sondern wird in verschiedenen Regionen unterschiedlich gelebt – mit eigenen Regeln, Bedeutungen und Symboliken. Auch wenn seine äußere Form oft stabil bleibt, lässt sich beobachten, dass sich sein Stellenwert und seine Funktion mit der Zeit verändern. Vielleicht ist der Maibaum gerade deshalb ein spannendes Symbol: Weil er offen genug ist, um immer wieder neue Fragen daran zu knüpfen – und weil er zeigt, dass Tradition und Wandel sich nicht ausschließen müssen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading MaibaumRe:publika"><strong>Maibaum trifft re:publica</strong></h2>



<p>In unserer Installation hängen neben den typischen bunten Bändern auch farbige Kärtchen mit Zukunftsträumen – gesammelt und formuliert von den Besucher:innen der re:publica. Was bewegt die Generationen X, Y und Z? Was sind ihre Hoffnungen für die Welt von morgen? Und wie unterschiedlich oder ähnlich sind diese Visionen wirklich?</p>



<p>Der Maibaum wird hier zum Ort der Begegnung: ein temporärer, symbolischer Treffpunkt, an dem Menschen ihre Perspektiven sichtbar machen – und vielleicht ins Gespräch kommen über das, was sie verbindet oder unterscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="LändlicherRaum"><strong>Was das mit dem ländlichen Raum zu tun hat</strong></h2>



<p>Bei neuland21 beschäftigen wir uns tagtäglich mit der Frage, wie digitale und soziale Innovationen den ländlichen Raum lebenswerter, gerechter und zukunftsfähiger machen können. Dabei stellen wir immer wieder fest: Es braucht neue Ideen – aber auch ein tiefes Verständnis für das, was schon da ist.</p>



<p>Traditionen wie der Maibaum können genau das sein: Ankerpunkte, an denen sich neue Formen von Beteiligung, Begegnung und Gemeinschaft entwickeln lassen. Sie schaffen Identität und Zusammenhalt – und sie geben uns die Möglichkeit, Transformation nicht nur zu gestalten, sondern auch zu verorten. Gerade im ländlichen Raum ist das entscheidend: Wenn Wandel gelingt, dann nicht im luftleeren Raum, sondern auf dem Boden gewachsener Kultur und gelebter Praxis.</p>



<p>Die zentrale Frage lautet also: Wie lassen sich solche gewachsenen Symbole für neue Formen der Beteiligung fruchtbar machen? Könnte ein digitaler Maibaum beispielsweise auf einer digitalen Ehrenamtsplattform &#8222;aufgestellt&#8220; werden –  eine Gruppe oder ein Space als Projektionsfläche für Zukunftswünsche, als Treffpunkt für Generationengespräche, als  Format für Jugendbeteiligung oder Dorfentwicklung? Wir glauben: Solche Brücken zwischen Tradition und Innovation verdienen mehr Aufmerksamkeit.</p>



<p>Dabei muss Transformation nicht immer radikal oder vollständig neu gedacht sein. Manchmal reicht eine behutsame Erweiterung, eine kreative Abwandlung oder eine gezielte Kommunikation des Bestehenden. So, wie wir unseren Maibaum mit den bunten Bändern um die Zukunftsträume der Besucher:innen ergänzt haben, könnten auch in ländlichen Räumen bestehende Traditionen neu inszeniert oder kontextualisiert werden. Der Maibaum ließe sich etwa stärker als das sichtbar machen, was er vielerorts ohnehin schon ist: ein lebendiges Symbol dörflicher Gemeinschaft, Zusammenhalt und Teilhabe.</p>



<p>Warum nicht bewusster darüber sprechen, was der Maibaum heute bedeutet – für Junge wie Alte, für Alteingesessene wie Zugezogene? Warum ihn nicht auch medial – lokal oder digital – begleiten, dokumentieren oder als Anlass für Gespräche über das „Wir“ im Dorf nutzen? Solche Impulse müssen nicht groß oder aufwändig sein – oft reicht ein neuer Blickwinkel, um aus einer traditionellen Praxis einen Resonanzraum für Zukunftsfragen zu machen. Denn gerade im ländlichen Raum steckt in diesen scheinbar alltäglichen Ritualen ein enormes Potenzial: für Verständigung, für Teilhabe – und für das, was wir gesellschaftliche Innovation nennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="MaibaumDenkfigur"><strong>Der Maibaum als Denkfigur</strong></h2>



<p>Mit unserem Maibaum auf der re:publica möchten wir zeigen: Tradition und Innovation schließen sich nicht aus – sie können sich gegenseitig befruchten. Der Maibaum wird so zur Denkfigur: ein Symbol für Wandel, der nicht alles Alte über Bord wirft, sondern mit dem Bestehendes neu gedeutet und weiterentwickelt werden kann. Vielleicht inspiriert unser Maibaum auch andere Menschen oder Orte – zu neuen Formen des Austauschs, zu mehr generationenübergreifendem Miteinander oder einfach zu einem neuen Blick auf das, was längst da ist.</p>



<p><a href="https://re-publica.com/de/session/maibaum-der-generationen-deine-traeume-fuer-die-zukunft" target="_blank" rel="noopener">Maibaum der Generationen: Deine Träume für die Zukunft<br></a>re:publica 25 – STATION Berlin, Expo Area / Halle 3</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrenamtsplattform digital.verein.t: Ein Blick auf das Transferprojekt zu Jahresbeginn</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/ehrenamtsplattform-digital-verein-t-ein-blick-auf-das-transferprojekt-zum-jahresbeginn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 10:31:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Während das Jahr 2023 nun hinter uns liegt, denken wir an den Beginn unseres Transferprojektes “Ehrenamtsplattform digital.verein.t” im August des vorangegangenen Jahres zurück. Trotz des vergleichsweise kurzen Zeitraums haben wir bisher bereits einige Fortschritte erzielt, die es wert sind, in diesem Rückblick betrachtet zu werden. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unser Ziel bei „<a href="https://neuland21.de/projekte/ehrenamtsplattform-digital-vereint/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://neuland21.de/projekte/ehrenamtsplattform-digital-vereint/" rel="noreferrer noopener">Ehrenamtsplattform digital verein.t</a>“ besteht darin, die Plattform, die im Modellprojekt „<a href="https://neuland21.de/projekte/herzberg-digitalvereint/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herzberg digital.verein.t</a>” entwickelt wurde, in die existierende Systemumgebung der Transferregionen Rüdersdorf bei Berlin, Havelland und Otterbach-Otterberg zu integrieren. Als Ergänzung zur Smart-Village-App basiert sie auf der quelloffenen Browser-Plattform HumHub. Diese Offenheit ermöglicht eine breite Verwertbarkeit in der gesamten kommunalen Landschaft. Zudem lassen sich individuelle Anpassungen der Ehrenamtsplattform mit verhältnismäßig geringem Aufwand vornehmen.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Mit der Einführung der Ehrenamtsplattform in den genannten Regionen&nbsp; wollen wir das Ehrenamt vor Ort stärken und Ortsgemeinschaften aktivieren. Die Plattform bietet vielfältige Vorteile, darunter die Möglichkeit, individuelle Gruppen- und Vereinsprofile anzulegen, Beiträge zu verfassen sowie Veranstaltungen zu erstellen und zu veröffentlichen. Dies steigert die Sichtbarkeit der Vereine und Gruppen und präsentiert Engagementangebote gezielt für Interessierte. In den kommenden Monaten wird die Ehrenamtsplattform jeweils für die drei Transferregionen in Zusammenarbeit mit zwei Softwaredienstleistern aufgesetzt und angepasst.</p>
</div>
</div>



<p>Das Transferprojekt „Ehrenamtsplattform digital verein.t“ wird im Rahmen der dritten Staffel von <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/heimat20-ergebnistransfer/_node.html" target="_blank" rel="noopener">Heimat 2.0</a> gefördert, welche darauf abzielt, Erkenntnisse aus vorherigen Modellprojekten zu verbreiten und von ihnen zu lernen. Um den Worten Taten folgen zu lassen, fand Anfang September die Transferwerkstatt der Förderinitiative Heimat 2.0 in Schleswig (Schleswig-Holstein) statt. In einem inspirierenden Gallery Walk konnten sich alle Modellprojekte vorstellen und ihre Ergebnisse präsentieren. Lisann von neuland21 hielt einen Impulsvortrag über Partizipations- und Kommunikationsmethoden, inspiriert von unserer <a href="https://neuland21.de/projekte/klimawerkstatt/">Klimawerkstatt Fläming</a>. Beim World Café tauschten wir uns mit anderen Projekten aus, lernten voneinander und gaben unsere Erfahrungen weiter. Als Sahnehäubchen stand ein Besuch im Wikinger Museum in Haithabu an und am Abend genossen wir das Norden-Festival in Schleswig.</p>



<p>Am 16. September 2023 fand zum zweiten Mal in der Transferregion Havelland der Havelländische „Tag der Vereine“ statt. Dort wurde die Ehrenamtsplattform als Teil der neuen App „Mein HVL&#8220;, der App des Landkreis Havelland, ebenfalls vorgestellt. 62 Vereine und Initiativen nutzten die Möglichkeit, sich zu präsentieren, über ihr Schaffen und Wirken zu berichten und auch um neue Mitglieder zu werben. Die Teilnahme an diesem Tag bot eine ideale Gelegenheit, die Ehrenamtsplattform vorzustellen und die Vereine des Havellandes über ihre Nutzungsmöglichkeiten zu informieren. Zahlreiche Interessierte erhielten Einblicke in die Funktionalitäten der Plattform und konnten sich direkt vor Ort einen Eindruck verschaffen. Die positive Resonanz und das Interesse der Vereine stärkten das Team von digital.verein.t in ihrem Vorhaben, das Ehrenamt und die Vereinslandschaft im Havelland mithilfe der Ehrenamtsplattform zu unterstützen.</p>



<p>Ein weiterer Meilenstein im Projekt war das Bereisungsgespräch im November. Dabei wurden Rahmenbedingungen, Ressourcen, Methoden und technische Lösungen des Plattform-Transfers gemeinsam mit den Transferregionen, dem Fördermittelgeber und der Forschungsassistenz besprochen. Im nächsten Schritt planen die Transferregionen sogenannte Infopunkte als Anlaufstellen in der Region rund um das Projekt, sowohl für spezifische als auch übergreifende Themen der Bürgerbeteiligung und des Ehrenamts. Parallel dazu soll die technische Umsetzung des Plattformtransfers erfolgen.</p>



<p>Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ehrenamtsplattform erhielten auch die Vereine aus Rüdersdorf bei Berlin im Rahmen des Vereinsstammtisches am 18. Januar 2024. Alexander Reetz, Referent der Bürgermeisterin, präsentierte dort das Projekt und beantwortete die Fragen der Interessierten Enangierten.&nbsp;</p>



<p>Am 22. Januar 2024 fand die Auftaktveranstaltung der Ehrenamtsplattform in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg statt. Über 35 Vereinsvertreterinnen waren dabei, als Bürgermeister Harald Westrich und neuland21-Mitarbeiterinnnen Antonia Schumann und Claudia Haas die Pläne für die digitale Plattform vorstellten. Die Auftaktveranstaltung war nicht nur informativ, sondern auch interaktiv! Die Teilnehmerinnen hatten die Chance, Potentiale der Plattform für den eigenen Verein zu erarbeiten und Wünsche für zukünftige Funktionen zu äußern.</p>



<p>Im Laufe des Frühjahrs werden die Auftaktveranstaltungen auch in den beiden anderen Transferregionen stattfinden, ebenso wie weitere Workshops und Expert*innenrunden.</p>



<p>„Ehrenamtsplattform digital.verein.t&#8220; startet mit vielen spannenden Plänen in das neue Jahr 2024!</p>



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</figure>



<p>  </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Förderaufruf: Regionen für die Einführung einer Ehrenamtsplattform gesucht!</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/aufruf-regionen-fuer-die-einfuehrung-einer-ehrenamtsplattform-gesucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2023 10:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[#Aktuelle Events]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamtsplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Smart-Village-App]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=12924</guid>

					<description><![CDATA[Wir suchen Kommunen oder Landkreise in ländlichen strukturschwachen Regionen, die unsere Ehrenamtsplattform "digital.verein.t" und die Smart-Village-App mit unserer Begleitung bei sich einführen wollen.  Die Interessensbekundung kann bis zum 17.3.2023 eingereicht werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Verpassen Sie nicht die Infoveranstaltung zum Förderaufruf am 22.02.2023, 10-13 Uhr! </strong><br>(Anmeldungen bitte an&nbsp;<a href="&#x6d;a&#x69;&#108;t&#x6f;&#58;&#x70;&#x61;m&#x65;&#108;a&#x2e;&#115;&#x61;&#110;w&#x61;&#108;d&#x40;&#98;&#x62;&#114;&#46;&#x62;&#117;&#x6e;&#x64;&#46;&#x64;&#101;">&#x70;&#97;m&#x65;&#108;a&#x2e;&#115;a&#x6e;&#x77;&#97;&#x6c;&#x64;&#64;b&#x62;&#114;&#46;&#x62;&#117;n&#x64;&#x2e;&#100;&#x65;</a> richten)</p>



<p></p>



<p>In dem <a href="https://herzbergdigitalvereint.de/" target="_blank" rel="noopener">Projekt Herzberg digital.verein.t</a> haben wir in den letzten zwei Jahren eine Ehrenamtsplattform entwickelt, auf der sich Engagierte vernetzen und Informationen zu ihrem Verein oder ihrer ehrenamtlichen Gruppe mit der regionalen Öffentlichkeit teilen können – seien es Veranstaltungseinladungen, Mitgliedsgesuche oder einfach die Zusammenfassung der Aktivitäten des Vereins. Die Ehrenamtsplattform ist eingebettet in die <a href="https://smart-village.app/" target="_blank" rel="noopener">Smart-Village-App</a>, in der die Nutzer:innen viele weitere praktische Informationen zu ihrer Stadt oder Region erhalten: von Verkehrsinfos über Freizeitaktivitäten bis hin zu Neuigkeiten aus der Verwaltung.</p>



<p>Nun soll erprobt werden, ob die Plattform auch den Engagierten in anderen Regionen eine Hilfe in ihrer alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit sein kann. <strong>Dafür haben bis zu drei Kommunen oder Landkreise die Möglichkeit, die Smart-Village-App mit der Ehrenamtsplattform bei sich einzuführen</strong> – mit Unterstützung von neuland21, im Austausch mit der Stadt Herzberg (Elster) und finanziert durch die Förderinitiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen des Programms&nbsp;<em>Region gestalten</em>.</p>



<p><strong>Warum sollte Ihre Region teilnehmen?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine der drei geförderten Kommune hat die Chance, sich die Einführung einer Stadt-App durch die Förderung finanzieren zu lassen.</li>



<li> Für alle drei Kommunen werden die Kosten für das Aufsetzen der Ehrenamtsplattform übernommen.</li>



<li>Die Einführung digitaler Lösungen ist oft mit vielen Unsicherheiten verbunden, mit der Teilnahme am Transferprojekt ist die Kommune bei dieser Aufgabe nicht auf sich allein gestellt, sondern erhält durch neuland21 Unterstützung, die auf die Bedarfe vor Ort abgestimmt ist. </li>



<li>Wohl die wenigsten Kommunen haben die Möglichkeit, die Einführung einer Softwarelösung über einen längeren Zeitraum nach der Übergabe durch den Softwaredienstleister zu begleiten. Dabei sind es gerade diese Begleitung, die flankierenden Veranstaltungen und Beratungen, die eine nachhaltige Nutzung fördern. </li>



<li>Ganz nebenbei kann dieses gemeinsame Vorhaben von Kommune und Ehrenamtlichen die Netzwerke und Verbindungen vor Ort stärken. </li>



<li>Das Projekt zielt zudem durch die Bereitstellung einer nützlichen und niederschwelligen Plattform und Weiterbildungen darauf ab, die Digitalkompetenzen der Ehrenamtlichen und evtl. Verwaltungsmitarbeitenden zu fördern bzw. ihr Interesse an digitalem Handwerkszeug zu wecken.</li>



<li>Dadurch, dass drei Kommunen parallel betreut werden und auch Herzberg (Elster) weiterhin involviert bleibt, können Netzwerk- und Austauschformate veranstaltet werden, die den Beteiligten die Chance geben, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.</li>
</ul>



<p><strong>Klingt spannend? </strong></p>



<p><strong>Füllen Sie bis zum 17.03.2023 eine Interessensbekundung aus!</strong> Das Einreichen eines Zuwendungsantrags ist erst in der zweiten Runde, voraussichtlich bis Mai 2023, notwendig. Am 22.03.2023 findet eine Infoveranstaltung statt, in der Sie all Ihre Fragen direkt an die Projektverantwprtlichen von neuland21, Herzberg (Elster) und BMWSB/BBSR stellen können.</p>



<p><a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/heimat-2-0-foerderaufruf" target="_blank" rel="noopener">Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderaufruf</a>. Sie wollen mehr zum Vorhaben Heimat2.0 erfahren? <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/heimat20/_node.html" target="_blank" rel="noopener">Klicken Sie hier</a>.</p>



<p>Übrigens können Sie sich auch für den Transfer anderer digitaler Lösungen bewerben, die im Vorhaben Heimat 2.0 entwickelt wurden – <a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/heimat-2-0-foerderaufruf-steckbriefe-dl.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5" target="_blank" rel="noopener">die Steckbriefe aller Projekte finden Sie hier</a>.</p>



<p>Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern direkt:<a href="&#x6d;&#97;&#105;l&#x74;&#x6f;&#58;a&#x6e;&#x74;&#111;ni&#x61;&#46;&#115;c&#x68;&#x75;&#109;a&#x6e;&#x6e;&#64;&#110;e&#x75;&#x6c;&#97;n&#x64;&#x32;&#49;&#46;&#x64;&#x65;"> &#x61;&#x6e;&#x74;&#x6f;&#x6e;&#x69;&#x61;&#x2e;&#115;&#99;&#104;&#117;&#109;&#97;&#110;n&#64;ne&#x75;&#x6c;&#x61;&#x6e;&#x64;&#x32;&#x31;&#x2e;&#x64;&#101;</a>.</p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Anne Pahl</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/interview-mit-anne-pahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hanna Kribbel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 08:47:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AppVel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=12281</guid>

					<description><![CDATA[Im folgenden Interviewausschnitt erzählt Anne, wie die Einführung von digitalen Tools in ehrenamtlichen Organisationen gelingt und welche Rolle die Organisationskultur dabei spielt.&#160; neuland21: Ein Thema, das wir in unserer Umfrage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Im folgenden Interviewausschnitt erzählt Anne, wie die Einführung von digitalen Tools in ehrenamtlichen Organisationen gelingt und welche Rolle die Organisationskultur dabei spielt.&nbsp;</h4>



<p><strong>neuland21:</strong> Ein Thema, das wir in unserer Umfrage zur Digitalisierung im ländlichen Ehrenamt untersucht haben, sind Faktoren, die die Digitalisierung ehrenamtlicher Organisationen fördern oder hemmen können. Welche Faktoren sind deiner Erfahrung nach hier ausschlaggebend?&nbsp;</p>



<p><strong>Anne:</strong> Ich glaube, da gibt es vielfältige Faktoren und auch Theorien dazu. Während der Pandemie war die Digitalisierung in vielen Organisationen eher ein reaktives Tun &#8211; wir müssen jetzt irgendwie digitaler werden, wir müssen dezentrale Zusammenarbeit ermöglichen. Da ging es um die Einführung von Tools, also Werkzeugen. Aber die Frage, die für mich viel wichtiger ist, ist das Wie. Also, auf welche Art und Weise werden digitale Werkzeuge in die Organisation hineingetragen? Kommt jemand und stülpt sie über, oder gibt es demokratische Verfahren dazu? Damit verknüpft ist die Frage: Wer entscheidet das und wie wird die Entscheidung in der Organisation verankert?&nbsp; Und nicht zuletzt: Welche Fragestellungen werden in der Organisation an die Digitalisierung herangetragen? Auf was soll sie die Antwort sein? Es geht nicht darum, digitale Tools einzuführen, sondern auch darum, eine Organisationskultur zu verändern.</p>



<p><strong>neuland21: </strong>Das klingt nach einer zeitintensiven und herausfordernden Aufgabe. Gerade Zeit ist im Ehrenamt ein knappes Gut.&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-682x1024.jpeg" alt="eeeeee" class="wp-image-12311" width="290" height="435" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-682x1024.jpeg 682w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-200x300.jpeg 200w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-768x1152.jpeg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-1024x1536.jpeg 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3.jpeg 1333w" sizes="(max-width: 290px) 100vw, 290px" /><figcaption>©Sebastian Schütz</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p><strong>Anne: </strong>Ja, und gerade da gibt es häufig das Problem, dass Digitalisierung für viele eine Sache ist, die immer noch “on-top” kommt „Das müssen wir jetzt auch noch machen,” heißt es dann. Die Digitalisierung einer Organisation ist ein sehr grundsätzlicher Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn man ihn ernst nimmt. Ich erlebe aber zumindest ab und zu, dass er nicht so ernst genommen wird, oder, dass der Ärger schnell groß ist, wenn dieser Prozess nicht gut vorbereitet ist und nicht gut moderiert wird. Dann ist das Frustrationspotenzial sehr hoch und man droht Menschen zu verlieren, die sich nicht gut mitgenommen fühlen, insbesondere auch Ehrenamtliche.</p>
</div>
</div>



<p><strong>neuland21: </strong>Würdest Du sagen, dass so eine Umstellung eher erfolgreich ist, wenn sie bottom-up, also ausgehend von den Engagierten, oder wenn sie top-down, vom Vorstand initiiert, abläuft?&nbsp;</p>



<p><strong>Anne: </strong>Darauf habe ich keine eindeutige Antwort. Ich finde, das ist stark abhängig davon, wie die Organisation strukturiert ist, wie hierarchisch sie ist. Denn wir wissen, Digitalisierung hat viel Potenzial, hierarchische Strukturen zu demokratisieren. Und das heißt, wenn die Organisation von vornherein nicht starr hierarchisch organisiert ist, dann ist es meiner Meinung nach egal, ob eine Neuerung von unten kommt und einzelne Ehrenamtliche die Initiative ergreifen, oder ob der Vorstand kommt und sagt: „Hey, ich habe hier das und das gemacht”, das dann den Engagierten vorschlägt und sich alle gemeinsam dafür entscheiden. Gleichzeitig, wenn es sehr eingefahrene Strukturen gibt, wie in manchen Vereinen, kann es sehr viel schwieriger sein. Da merkt man dann auch, dass sich junge Leute, die in eine festgefahrene Organisation reinkommen, auch schnell wieder verabschieden.</p>



<p><strong>neuland21:</strong> Und konntest du in den letzten Jahren Veränderungen wahrnehmen hinsichtlich der Einstellung zur Digitalisierung in ehrenamtlichen Organisationen, vielleicht durch Corona bedingt, oder auch unabhängig davon?</p>



<p><strong>Anne:</strong> Ja. Eine Beobachtung, die ich mache ist, dass selbst die Leute, die sagen: „Ich habe gar keine Lust auf irgendwas Digitales&#8220;, sich trotzdem zu einem gewissen Grade damit beschäftigen und dann eine mündige Antwort haben: „Deshalb habe ich keine Lust da drauf.“ Es ist nicht mehr so ein diffuses „Oh, dieses Digitale, das ist nichts für mich“, wie man es vor vielleicht drei, vier, fünf Jahren noch oft gehört hat, sondern es ist ein: „Wir haben uns das angeschaut und wir haben uns bewusst dagegen entschieden.“ Das sehe ich schon als eine positive Entwicklung.&nbsp;</p>



<p><strong>neuland21: </strong>Danke für das Gespräch, Anne!</p>



<p><em>Das Interview wurde am 2.6.2022 via Zoom geführt.&nbsp;</em></p>



<p><em>Das Forschungsprojekt “Zwischen Appstore und Vereinsregister – Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter” (AppVeL) wird von neuland21 und dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung durchgeführt und im Rahmen des Programms “Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen” vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.</em></p>



<p><strong>&nbsp;</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%"></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p></p>
</div>
</div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>“Krisenfest in die Zukunft” &#8211; Zwei Tage Vernetzung und Austausch rund um resiliente Stadtentwicklung</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/krisenfest-in-die-zukunft-resiliente-stadtentwicklung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2022 07:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[#Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[PopUp Prignitz]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstandsbelebung]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Corona-Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Prignitz]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wittenberge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=11702</guid>

					<description><![CDATA[Vergangene Woche kamen alle im Projektaufruf “Post-Corona-Stadt” geförderten Projekte zwei Tage in Wittenberge zusammen, um dort in einem leerstehenden ehemaligen Kaufhaus über resiliente Stadtentwicklung, agile Strukturen sowie krisenfeste Ansätze zur Leerstandsbelebung zu diskutieren. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das erste persönliche Vernetzungstreffen stand unter dem Motto “Krisenfest in die Zukunft”. Denn Ziel des Post-Corona-Stadt-Förderprogramms des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ist die Erarbeitung von innovativen und krisenfesten Lösungen und Ansätzen für eine resiliente Stadtentwicklung nach der Pandemie. Bis 2024 stehen den 17 ausgewählten Pilotprojekten &#8211; eines davon unsere Zwischennutzungsagentur PopUp Prignitz &#8211; insgesamt 5 Millionen Euro zur Verfügung.</p>



<p><strong>PopUp Veranstaltungsort: Tagung in leerstehendem Kaufhaus</strong></p>



<p>Gemeinsam mit unserem Partner, dem <a href="https://tgz-prignitz.de" target="_blank" rel="noopener">TGZ Prignitz</a>, waren wir Gastgeber-Projekt des Treffens. Um die Möglichkeiten der temporären Nutzung von Leerständen für alle Teilnehmenden anschaulich zu gestalten, wurde das ehemalige Kaufhaus in der Bahnstraße 51 in Wittenberge als Tagungsort ausgewählt. Das mehrgeschossige Gebäude steht aktuell leer, ist jedoch durch seine Größe und präsente Lage durchaus stadtbildprägend. Im letzten Jahr wurde es deshalb durch die Stadt Wittenberge selbst erworben, um in den kommenden Jahren zur Stadtbibliothek umgestaltet zu werden. Der Einzug der Stadtbibliothek in das Kaufhaus soll künftig zur Belebung der Innenstadt beitragen und gemeinsam mit den umliegenden Gebäuden wie dem Kultur- und Festspielhaus gegenüber zu einer “Neuen Mitte” Wittenberges werden.</p>



<p><strong>Vernetzung und Austausch der bundesweit ansässigen Projekte</strong></p>



<p>Nach einführenden Grußworten durch das Team von <a href="http://www.urbancatalyst.de/de/aktuell.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Urban Catalyst</a>, das die Projekte im Auftrag des Förderers begleitet, Tilman Buchholz und Heiko Glockmann vom BMWSB, Dr. Katharina Hackenberg und Dr. Andrea Jonas vom Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister von Wittenberge, konnte auch Leerstandsmanager Jens Knauer vom TGZ Prignitz unser gemeinsames Pilotprojekt PopUp Prignitz vorstellen.&nbsp;</p>



<p>In den anschließenden Austauschrunden sprachen wir ausführlich über unsere Erfahrungen mit der Projektarbeit während der Corona-Pandemie. Schwierige Aspekte, wie die mangelnde Präsenzarbeit vor Ort, Herausforderungen durch Parallelstrukturen oder anfängliche Vorbehalte gegenüber neuen Ideen, aber auch positive Aspekte, wie das Entstehen digitaler Strukturen und Angebote, der vereinfachte Online-Austausch mit Netzwerkpartnern über große Distanzen oder die niedrigen Hürden zur Teilnahme an Online-Workshops, kamen dabei zur Sprache. Auch wenn die Projekte bundesweit sowohl in kleinen Orten wie Neuruppin oder Rendsburg als auch in den großen Städten wie München, Stuttgart, Hamburg oder Berlin ansässig sind &#8211; die Themen rund um den Aufbau und die Etablierung innovativer (Stadtentwicklungs-)Projekte sind doch oftmals sehr ähnlich!</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="11721" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-5-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11721" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-5-1-768x1024.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-5-1-225x300.jpg 225w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-5-1-1152x1536.jpg 1152w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-5-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="765" height="1024" data-id="11712" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2-765x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11712" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2-765x1024.jpg 765w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2-224x300.jpg 224w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2-768x1027.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2-1148x1536.jpg 1148w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-2.jpg 1495w" sizes="(max-width: 765px) 100vw, 765px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" data-id="11713" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11713" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9-819x1024.jpg 819w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9-240x300.jpg 240w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9-768x960.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9-1229x1536.jpg 1229w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-9.jpg 1440w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



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<p><strong> </strong></p>



<p></p>



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<p><strong>Planung als Change Management: Agil auf Transformationsprozesse reagieren und krisenfeste Strukturen etablieren</strong></p>



<p>Nach einem gemütlichen Beisammensein mit viel Austausch und Vernetzung beim gemeinsamen Abendessen direkt an der Elbe ging es am zweiten Tag ganz gezielt um neue Ansätze aus den Themenfeldern New Work und agilem Management, um besser auf die immer häufiger auftretenden Krisen und Disruptionen zu reagieren.Denn nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch Themen wie&nbsp; Klimawandel und Migration machen tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungsprozesse notwendig und erfordern, dass&nbsp;Planungs- und Verwaltungshandeln agiler werden. Wie können wir in unseren Projekten daran mitarbeiten, krisenfeste räumliche Strukturen aufzubauen und zu etablieren? Wie können Mitarbeiter:innen aus Kommunalverwaltung und Regionalplanung zu Change Manager:innen werden und auf disruptive Ereignisse schnell und flexibel reagieren oder diese sogar planerisch steuern? Welche Ansätze aus New Work und agilem Management lassen sich auf die Strukturen unserer Pilotprojekte übertragen?</p>



<p>Zu diesen Fragen gaben uns zunächst Nora Berg-Krebs und Sandra Würlich von <a href="https://www.denkmodell.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">denkmodell</a> aus Berlin mit der Präsentation des agilen Modells der Organisationsentwicklungs-Schleife neuen Input.</p>



<p>In selbstmoderierten Gruppen diskutierten wir anschließend über Chancen und Möglichkeiten agiler Projektorganisation zu den Themenkomplexen “Neue Kooperationen und Allianzen”, “Schnell entscheiden und Ideen umsetzen” sowie “Interne Projektorganisation”. Aus den Gesprächen wurde deutlich:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Funktionierende Kooperationen brauchen gute Kooperationsstrukturen und geeignete Formate für eine gute Zusammenarbeit sowie eine neue Fehlerkultur, die einer experimentellen Herangehensweise mehr Raum gibt. Dabei sollten Zugangsbarrieren weitestgehend abgebaut werden, sodass möglichst vielen Akteuren und Bürger:innen die Mitgestaltung von Anfang an ermöglicht wird &#8211; beispielsweise im Format des Runden Tisches. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Schlagworte wie Verbindlichkeit, Diversität, Selbstwirksamkeit sowie Transparenz.</li><li>Um Ideen möglichst einfach und schnell umsetzen zu können, lohnt es sich, die kurzen Zeiträume von PopUp-Formaten zu nutzen, Projektideen bei Bedarf auch während des Prozesses immer wieder anzupassen und Nutzer:innen als Multiplikator:innen einzusetzen. Häufig kann es sinnvoll sein, zunächst die begeisterungsfähigen Akteure und Bürger:innen ins Projekt einzubeziehen und im weiteren Projektverlauf Best Practices als Inspirationsquelle für kritische Stimmen zu nutzen.&nbsp;</li><li>Die interne Projektorganisation kann durch Formate für Selbstreflexion und kontrollierte Feedbackschleifen sowie die Anerkennung von und Offenheit für Disruptionen ausgebaut werden. Besonders wichtig erschien uns auch das frühzeitige Denken an das “Danach” &#8211; denn alle Projekte sind zeitlich begrenzt gefördert. Die Erkenntnisse und Ergebnisse der Projekte sollten also beispielsweise durch Toolboxen oder Broschüren gesichert werden. Nur so können sie als Modell und Inspiration für andere Kommunen und Städte dienen.</li></ul>



<p>Wir haben den Austausch und den Input dieser zwei inspirierenden Tage in Wittenberge sehr genossen und und freuen uns schon darauf, viele der Projekte beim Bundeskongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik im September diesen Jahres in Berlin wiederzusehen!&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" data-id="11720" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11720" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6-819x1024.jpg 819w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6-240x300.jpg 240w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6-768x960.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6-1229x1536.jpg 1229w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-6.jpg 1440w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="11722" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-4-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11722" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-4-1-768x1024.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-4-1-225x300.jpg 225w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-4-1-1152x1536.jpg 1152w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-4-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" data-id="11719" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11719" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8-819x1024.jpg 819w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8-240x300.jpg 240w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8-768x960.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8-1229x1536.jpg 1229w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/05/vernetzungstreffen-8.jpg 1440w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>
</figure>



<p>  </p>



<p>Einen Rückblick auf die Vernetzungswerkstatt gibt es auch auf dem Stadtportal von Wittenberge: &#8222;<a href="https://www.wittenberge.de/news/1/734541/nachrichten/post-corona-stadt-wittenberge-begrüßte-15-städte-zur-vernetzungswerkstatt.html" target="_blank" rel="noopener">Wittenberge begrüßte 15 Städte zur Vernetzungswerkstatt</a>&#8222;</p>



<p>Bei Fragen und Anmerkungen zu unserem Projekt <a href="https://neuland21.de/projekte/popup-prignitz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PopUp Prignitz &#8211; Agentur für Freiräume</a> oder unserem Programmbereich <a href="https://neuland21.de/themen/wohnen-raumentwicklung/">Wohnen &amp; Raumentwicklung</a> meldet euch gerne bei Felicitas Nadwornicek unter <a href="&#109;a&#105;l&#116;o&#x3a;f&#x65;l&#x69;c&#x69;t&#x61;s&#x2e;n&#x61;d&#x77;o&#x72;n&#x69;&#99;&#x65;&#107;&#x40;&#110;&#x65;&#117;&#x6c;&#97;&#x6e;&#100;&#x32;&#49;&#x2e;&#100;&#x65;">&#x66;e&#x6c;&#105;&#x63;&#x69;t&#x61;&#115;&#x2e;&#x6e;a&#x64;&#119;&#x6f;&#x72;n&#x69;&#99;&#x65;&#x6b;&#64;&#x6e;&#101;&#x75;&#x6c;a&#x6e;&#100;&#x32;&#x31;&#46;&#x64;&#101;</a>.   </p>



<p><em>(Autorin: Felicitas Nadwornicek)</em></p>



<p>   </p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Läden braucht das Land: Warum ein Dorfladen mehr als Lebensmittel bietet</title>
		<link>https://neuland21.de/nahversorgung/neue-dorflaeden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 13:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Nahversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10174</guid>

					<description><![CDATA[Warum sind Dorfläden wichtig für ländliche Räume? Welche unterschiedlichen Konzepte gibt es für eine zukunftsfähige Nahversorgung mit Lebensmitteln auf dem Land? Das hat Nora Hartmann in ihrer Masterarbeit untersucht. In diesem Gastbeitrag gibt sie Tipps, wie neue Dorfläden entstehen können, was bei der Planung bedacht werden muss und welche Aufgaben auf Politik und Regionalentwicklung zukommen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Dieser Gastbeitrag von Nora Hartmann beruht auf Erkenntnissen, die im Rahmen der Masterarbeit „Zukunftsfähige Konzepte zur Lebensmittelnahversorgung in Dörfern – eine sozial-empirische Analyse moderner Konzepte in Deutschland“ gewonnen wurden. Dafür wurden leitfadengestütze Interviews durchgeführt. Die Arbeit wurde von Ulrich Harteisen (HAWK Göttingen) und Mathias Großklaus (neuland21) betreut. Die Autorin ist unter <a href="&#109;&#x61;&#x69;&#108;&#x74;&#x6f;&#58;&#x6e;&#x6f;&#114;&#x61;&#x2e;&#104;&#x61;&#x72;&#116;&#x6d;&#x61;&#110;&#x6e;&#x40;&#104;&#x61;&#x77;&#107;&#x2e;&#x64;e">&#x6e;&#111;r&#x61;&#x2e;&#104;a&#x72;&#x74;&#109;a&#x6e;&#110;&#64;&#x68;&#x61;&#119;k&#x2e;&#x64;&#101;</a> erreichbar.</strong></p>



<p>Gastbeitrag von Nora Hartmann</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Dörfliche Lebensmittelversorgung und demographischer Wandel: Viele Herausforderungen!</strong></h2>



<p>Vor 50 Jahren hatte noch jedes Dorf seine eigene Lebensmittelnahversorgung. Es gab oft mehr als nur einen Laden, der mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgte. Heute ist es schon etwas besonderes, wenn in einem kleineren Ort ein Laden zu finden ist. Das liegt am demographischen Wandel: durch Abwanderung und Überalterung verändert sich die Struktur und das Volumen der Nachfrage nach Lebensmitteln. Aber auch die steigende Anforderungen der Konsument:innen an Auswahl, Qualität und Preis erschweren das Fortbestehen der kleinen Läden auf dem Land. Sie haben wenig Chancen, mit großen Supermärkten oder Discountern zu konkurrieren. Dazu kommt, dass viele Menschen auf dem Land ihr eigenes Auto besitzen. Sie können so ganz bequem ihren Einkauf im Supermarkt der nächsten Stadt tätigen.&nbsp;</p>



<p>Doch nicht nur auf der Seite der Konsument:innen hat sich die Situation in den letzten Jahrzehnten verändert. Das Betreiben eines kleinen Dorfladens hat sich immer weiter erschwert. Heute dominieren nur sechs Großanbieter mit 90 % des Marktanteils den Lebensmitteleinzelhandel. Ein typischer Supermarkt hat ein Einzugsgebiet von über 5.000 Menschen. Die kleinen Läden sind dieser Konkurrenz nicht gewachsen. Und auch die Lieferkonditionen haben sich für den einzelnen Laden verschlechtert.</p>



<p>Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation gibt es jedoch auch heute noch Dörfer mit eigenem Laden. Für die Regionalentwicklung in ländlich geprägten Gegenden ist es außerordentlich wichtig, diese zu erhalten und das Entstehen neuer Läden anzuschieben. Das hat Gründe, die weit über die unmittelbare Lebensmittelversorgung hinausgehen.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Warum das Land Dorfläden braucht</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Dorfläden sind ein sozialer Dorfmittelpunkt</h3>



<p>Viele kleine Ortschaften gelten heute als sogenannte „Schlafdörfer“. Das sind Orte, in denen die Menschen lediglich den Rückzugsraum der eigenen Wohnung nutzen, alle Aktivitäten – wie Arbeit, Hobbys oder soziale Begegnungen – finden außerhalb des Wohnortes statt. Dorfläden können hier einen Gegentrend setzen und dazu beitragen, einen Ort (wieder) zu beleben. Ein Dorfladen kann als Begegnungsstätte, als Treffpunkt dienen. Auch für neu Zugezogene kann der Kontakt mit anderen erleichtert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfläden schaffen regionale Wertschöpfung</h3>



<p>Viele Dorfläden setzen einen besonderen Schwerpunkt auf Produkte aus der Region. Für die Konsument:innen eröffnet dies die (verhältnismäßig einfache) Möglichkeit, regionale Produkte zu beziehen. Durch den persönlichen Kontakt zu Landwirt:innen und Produzent:innen der Ladenbetreibenden sowie die kurzen Wege ist die Herkunft der Produkte gut nachvollziehbar. Bewusster Konsum wird erlebbar und eine Identifikation mit dem eigenen Ort und der eigenen Region durch persönlichen Bezug möglich. Und möglicherweise entstehen sogar Arbeitsplätze.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Dorfläden sind multifunktionale Zentren (oder können es werden)</h3>



<p>Ist erst einmal ein Ort der Begegnung geschaffen (und dafür braucht es nicht viel), macht der Dorfladen möglicherweise Lust auf mehr. Viele Dorfläden integrieren zusätzliche Angebote. Sind Struktur und Räumlichkeit erst mal vorhanden, gliedert auch verhältnismäßig einfach ein Café an, eine Kunstausstellung findet ihren Platz, eine Carsharing-Initiative kann ihre Anlaufstelle andocken oder einfach nur eine Austauschbörse für Nachhilfestunden am Schwarzen Brett stattfinden. Ob der Dorfladen einem typischen Tante-Emma-Laden gleicht oder doch gleich ein ganzes Dorfzentrum mit Kinder- oder Altenbetreuung oder einem Coworking-Space entsteht, hängt von den individuellen Bedarfen einer Dorfgemeinschaft ab. Ein wirklich erfolgreicher Dorfladen kann auch ein Katalysator für das Interesse der Bürger:innen für den eigenen Ort sein. Und warum dann nicht weitere Projekte im Dorf wagen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Dorfläden schaffen kurze Wege für das Klima … und das eigene Wohlbefinden</h3>



<p>Nicht zuletzt ermöglicht das Einkaufen im eigenen Ort, das Auto ab und zu mal stehen zu lassen. Gerade in Zeiten von Homeoffice ist es oft gar nicht mehr jeden Tag nötig, den Weg in die nächste Stadt zu machen&nbsp; –&nbsp; wenn die Produkte des täglichen Bedarfs auch ein paar Straßen weiter zu finden sind. Dies entlastet nicht nur das Klima, sondern auch die vollen Straßen und den eigenen Terminkalender. Und durch den Fokus auf regionale Produkte werden (zumindest teilweise) weite Transportstrecken eingespart.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Dorfläden schaffen barrierearme Teilhabeemöglichkeiten</h3>



<p>Ein Dorfladen ermöglicht weniger mobilen Menschen eine Möglichkeit zur sozialen Teilhabe und Selbstständigkeit. In Anbetracht des demografischen Wandels und der Alterung unserer Gesellschaft wird das ein zunehmend wichtiger Aspekt. Gerade ältere Menschen sind aufgrund der Entfernung zu Infrastruktur auf dem Dorf häufig auf Hilfe angewiesen.Doch auch jüngere Menschen (etwa Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Behinderung) profitieren von örtlichen Angeboten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Dorfläden steigern die Standortattraktivität</h3>



<p>Unter einem dörflichen Idyll stellen sich viele eine intakte Gemeinschaft mit einem lebendigen Ort vor. Bestehende Infrastruktur ist da ein wichtiger Aspekt. So kann ein ein Dorfladen mit dazu beitragen dem Problem der Landflucht, der Bevölkerungsabnahme, der Überalterung entgegenzuwirken. Und auch für Rückkehrer:innen oder neu Zuziehende macht es den Ort attraktiver.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Gründen eines neuen Dorfladens: Was sollte bedacht werden?</strong></h2>



<p>Trotz der vielen Vorteile für Dörfer und Dorfgemeinschaften: Die Gründung eines Dorfladens (oder die Erneuerung des Konzepts eines bestehenden) ist nicht ohne Hürden. Viele Fehler lassen sich jedoch durch ein bedachtes Vorgehen leicht vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Planung, Planung, Planung</h3>



<p>Eine gute Planung ist das A und O. Es nützt nichts, wenn es den schönsten Dorfladen in einem Ort gibt und niemand geht hin. Darum empfiehlt sich, vorab die Machbarkeit zu klären und Bedarfe zu erkunden. Es sollten einige grundlegende Fragen im Vorfeld geklärt werden: Was wünschen sich die Menschen des Ortes von einem Laden? Und unter welchen Bedingungen gehen sie dort einkaufen? In diesem Zuge sollten die Bedürfnisse der potenziellen Kundschaft abgefragt werden. Außerdem muss geprüft werden, welche anderen Nahversorgungsinitiativen in eine Konkurrenzsituation kommen könnten oder ob vielleicht nicht sogar Kooperationen möglich sind. Auch im Laufe des Bestehens des Ladens sollten immer wieder die Bedürfnisse der Kundschaft abgeglichen werden. Ein flexibles Reagieren auf die Wünsche der Kund:innen ist Voraussetzung für ein langfristiges Bestehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfladen ist nicht gleich Dorfladen: Geeignete Form finden</h3>



<p>Dorfläden sind so unterschiedlich wie die Dörfer. Jeder (erfolgreiche) Dorfladen ist einzigartig und auf die Begebenheiten und Bedürfnisse des Ortes zugeschnitten. Jedes Dorf muss selbst herausfinden, welche Aspekte vor Ort wichtig sind, welche Schwerpunkte gelegt werden sollen oder welche Wirtschaftsform die geeignetste ist. In der folgenden Tabelle finden sich typische Beispiele von Dorfläden aus ganz Deutschland.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="470" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png" alt="" class="wp-image-10441" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-300x138.png 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-768x352.png 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1536x704.png 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405.png 1579w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Gute Beispiele kennenlernen – und Unterstützung einholen</h3>



<p>Das Rad muss nicht neu erfunden werden! Es gibt bereits viele erfolgreiche Dorfläden mit den unterschiedlichsten Konzepten. Einfach mal umhören und nachfragen! Oft wird gerne geholfen. In einigen Bundesländern oder auch Regionen (etwa LEADER-Regionen) gibt es auch Vernetzungsstellen. Die haben vorhandene Expertise bereits zusammengetragen und können weitervermitteln. Auch für die Planung eines Ladens gibt es häufig Unterstützung von der regionalen Wirtschaftsförderung oder anderen Instanzen – auch wenn keine expliziten Angebote bestehen, kann hier meist unterstützt werden. Zudem können Fördermittel eine große Erleichterung darstellen. Fördermittelstellen für Dorfläden können an unterschiedlichen Stellen angesiedelt sein: Kommune, Land, LEADER, Modellregionen, Pilotprojekte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Verantwortliche Person(en) finden</h3>



<p>Eine stabile Finanzierung und ausreichend Kundschaft nützt nichts, wenn es keine Menschen gibt, die bereit sind den Laden zu betreiben. Es müssen also Menschen gefunden werden, die den Laden führen möchten und ihn am Laufen halten. Gibt es dafür ehrenamtliches Potenzial oder können die Personalkosten abgedeckt werden? Dafür sollte stets eine langfristige Perspektive mitbedacht werden. Ehrenämter stoßen schnell an ihre zeitlichen Grenzen und verpflichten sich oft nicht über Jahre hinweg. Die Führung eines Ladens sollte nicht unterschätzt werden. Kaufmännisches Wissen ist unabdingbar für ein gutes Gelingen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Kosten sparen, gut wirtschaften</h3>



<p>Ein zentraler Punkt ist natürlich die Wirtschaftlichkeit. Schon bei der Ausrichtung des Ladens muss eine wirtschaftlich tragbares Konzept vorhanden sein. Eine Abgrenzung zum Supermarkt ist hier entscheidend. Es muss klar herausgearbeitet werden, warum Menschen in diesem Laden einkaufen möchten und nicht woanders. Die Konkurrenz zu anderen kleinen Läden oder Initiativen sollte unbedingt vermieden werden. Es darf jedoch nicht an der falschen Stelle gespart werden. Kostenreduktion durch zu kurze Öffnungszeiten kann dem Laden auch zum Verhängnis werden. Diese sollten unbedingt auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner:innen abgestimmt werden. Es sollte geklärt werden, ob etwa die Gemeinde Ladenfläche zu besonderen Konditionen vermieten oder sogar zur Verfügung stellen kann. Ebenso sollte geprüft werden, ob dauerhafte Fördermöglichkeiten bestehen. Wenn sich nicht genügend Personal findet oder die Einstellung neuer Mitarbeitenden nicht zu stemmen ist, gibt es viele Möglichkeiten: Eingespart werden können Kosten zum Beispiel beim Personal (Ein personalloses 24h-Laden-Konzept, ein ehrenamtliches Betriebermodell oder ein Angebot über Automaten. Ehrenamt, Automaten, Internethandel).</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Passende Räumlichkeiten finden</h3>



<p>Wichtig für den Erfolg eines Dorfladens ist dessen Lage. Der Laden sollte sich zentral im Ort befinden und nach Möglichkeit an einer Durchgangsstraße um Pendelverkehr und Menschen auch von außerhalb zu erreichen. Vielleicht gibt es noch eine Immobilie eines ehemaligen Ladens. Das schafft Identifikation. Oder es kann eine andere Immobilie umgenutzt werden. Genügend Parkplätze sind ebenso ein wichtiger Faktor. Auch die Innenraumausstattung ist wichtig für einen erfolgreichen Laden. Sie sollte modern und ansprechend sein und eine warme Atmosphäre schaffen, den Einkauf angenehm machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#7 Risiken streuen</h3>



<p>Häufig trägt sich das Angebot von ausschließlich Lebensmitteln in einem kleinen Ort nicht. Und der Dorfladen sticht besonders als Ort der Begegnung heraus. Da bietet sich die Integration weiterer Angebote an. Beispiele hierfür sind: ein Café, eine Paketannahmestelle/Post, ein kulturelles Angebot, Internetzugang, Leihlastenräder, Carsharing. Oder kann der Laden vielleicht mit anderen (bereits vorhandenen oder zukünftigen) Strukturen kombiniert werden (Coworking-Space, Ärztehaus, Gemeindezentrum)? Welche Ideen gibt es noch?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#8 Die kleinen Fragen nicht vergessen</h3>



<p>Weitere wichtige Fragen für die Planung eines Dorfladens sind: Ist eine Internetpräsenz geplant? Wie können besonders junge Menschen angesprochen werden? Kann der Laden sich wandeln/ ist er flexibel? Soll der Laden Teil eines Netzwerks werden? Was kann der Laden bieten, was der Supermarkt nicht kann? Gibt es einen geeigneten Platz für ein schwarzes Brett?</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading">Was die Politik tun kann</h2>



<p>Gute Planung und Vorbereitung kann vieles möglich machen. Dennoch liegt es nicht am Engagement der Menschen vor Ort, dass es Dorfläden vielerorts schwer haben. Hier ist die Politik gefragt. Welche Weichen sollten also gestellt werden?</p>



<p>Zunächst sollten Dorfläden auf allen politischen Ebenen gezielt unterstützt und gefördert werden. So könnte den Kommunen mehr Entscheidungsspielräume zubilligen, da diese am besten die Situation vor Ort und die Bedürfnisse der Menschen einschätzen können. Gefördert werden sollte auch die interkommunale Zusammenarbeit, da manche Konzepte sich besser in einem größeren Verband verwirklichen lassen, wie etwa ein mobiler Dorfladen, und die Vernetzung einzelner Läden von Vorteil sein kann. Auch das Zusammendenken von verschiedenen Nahversorgungskonzepten und ländlichen Akteur:innen kann sehr erfolgreich sein. Vielleicht kann in einem Gebäude Lebensmittelversorgung und eine Arztpraxis untergebracht werden? Oder es kann eine Kooperation mit dem Dorfverschönerungsverein entstehen?&nbsp;</p>



<p>Konkrete Hilfestellungen für Dorfläden können eigene Beratungsstellen geben (die z.B. in der Wirtschaftsförderung angesiedelt werden könnten). Aber auch das Finanzieren oder Bezuschussen einer Machbarkeitsstudie kann für einen erfolgreichen Dorfladen der erste Schritt sein. Finanzielle Unterstützungen, gerade in der Anfangsphase, sind für kleine Projekte oft maßgeblich. Oft scheitert es jedoch schon an der Antragstellung. Hier bedarf es Hilfe durch geschultes Personal oder im besten Falle einen Abbau von bürokratischen Hürden.&nbsp;</p>



<p>Auch sind Prozesse oft sehr langwierig, ein Laden braucht bei der Eröffnung aber das Aktionspotenzial und kann sich nicht immer mehrjährige Antragsstellungsprozesse leisten. Ebenso ist der Erhalt von Fördermitteln häufig auch an Bedingungen geknüpft, die nicht für jedes Geschäftsmodell passend sind. Die Bedingungen für den Erhalt einer Förderung sollten gegebenenfalls geprüft und angepasst werden.</p>



<p>Schwer haben es die Dorfläden auch, weil für sie in vielerlei Hinsicht die gleichen Vorschriften und Hygieneauflagen wie für den Großhandel gelten. Eine Erleichterung oder Sonderregelungen von politischer Seite für den Kleinsthandel könnten hier Ansatzpunkte sein.&nbsp;</p>



<p>Und schließlich kann das Etablieren eines Dorfladennetzwerkes und die Gewährleistung dessen langfristigen Fortbestehens eine gute Stütze für die einzelnen Läden sein.</p>



<section id="spacer-block_62455fc44c07c" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Links</h3>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/" target="_blank" rel="noopener">dorfladen-netzwerk.de</a> (bundesweites Netzwerk multifunktionaler Dorfläden)</li><li><a href="https://markttreff-sh.de/" target="_blank" rel="noopener">markttreff-sh.de</a> (Landesweites Dorfladennetzwerk Schleswig-Holstein)</li><li><a href="https://www.m-punkt-rlp.de/" target="_blank" rel="noopener">m-punkt-rlp.de</a> (Beratungsstelle Dorfläden Rheinland-Pfalz)</li><li><a href="https://meck-schweizer.de/" target="_blank" rel="noopener">meck-schweizer.de</a> (Regionalvermarktunginitiative Mecklenburgische Schweiz)</li><li><a href="https://www.dorv.de/" target="_blank" rel="noopener">dorv.de</a> (multifunktionale Nahversrogung)</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Literatur</h3>



<p>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hrsg.). (2014). <em>Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen. Impulse für die Praxis.</em></p>



<p>Neu, C., &amp; Nikolic, L. (2015). Versorgung im ländlichen Raum der Zukunft: Chancen und Herausforderungen. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>



<p>Küpper, P., &amp; Tautz, A. (2015). Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen Europas: Strategien ausgewählter Länder im Vergleich. <em>Europa Regional</em>, <em>3</em>(21.2013), 138–155.</p>



<p>Zibell, B., Revilla Diez, J., Heineking, I., Preuß, P., Bloem, H., &amp; Sohns, F. (2015). Zukunft der Nahversorgung in ländlichen Räumen: Bedarfsgerecht und maßgeschneidert. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>


<p><em>Foto:&nbsp;<a href="https://unsplash.com/@ragonesco?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Raul Gonzalez Escobar</a><a href="https://unsplash.com/photos/smgTvepind4?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditShareLink" target="_blank" rel="noopener"> on </a><a href="https://unsplash.com/s/photos/food-shopping?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></em></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Daten (be)greifbar machen – Auf einen Datenspaziergang mit dem OK Lab Fläming</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/alles-auf-offen/datenspaziergang-mit-dem-ok-lab-flaeming/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 07:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alles auf offen]]></category>
		<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Daten (be)greifbar machen.
Auf einen Datenspaziergang mit dem OK Lab Fläming.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eines vorneweg: Verschiedene, bislang positiv konnotierte Begriffe, haben in den vergangenen zwei Jahren eine unerwartete Uminterpretation erfahren. Beispielsweise das Wort “Spaziergang”. Was gerade noch als unschuldige Freizeitaktivität daherkam, steht jetzt für die wöchentliche Mobilisierung von Menschen mit einer speziellen Einstellung zu Fakten, Wissenschaft und Solidarität.</p>



<p>Der Datenspaziergang des OK Lab Flämings hat aber etwas ganz anderes im Sinn.<br>Daten- und Digitalinteressierte finden hier zusammen, um mit dem Einsammeln von Daten wichtige Informationslücken in ihrer Gemeinde zu schließen.</p>



<p><strong>Warum ist das wichtig?</strong></p>



<p>Offene Verwaltungsdaten auf dem Land sind noch sehr dünn gesät. Aber gerade Kommunen im ländlichen, strukturschwachen Raum, sind auf eine flächendeckende, aktuelle und frei zugängliche Datenbasis angewiesen, damit beispielsweise die Regionalplanung punktgenau und nachhaltig wirken kann. Mit Open Data entsteht z.B. eine bessere Entscheidungsgrundlage für Fragen zu Mobilität auf dem Land oder lokalen Klimaschutzmaßnahmen, bietet aber auch die Verbesserung von Digitalservices. Im OK Lab Fläming diskutieren die Teilnehmenden regelmäßig darüber, dass es mehr Daten für z.B. die Smart Village Apps, bessere Klimadashboards oder umfassende BBNavi-Anwendungen benötigt. Dafür gibt es unterschiedliche Wege, zu solchen Daten zu kommen.</p>



<p>Im OK Lab Fläming am 29.03., haben die Teilnehmenden des OK Labs den Crowdsourcing-Ansatz des Datenspaziergangs ausprobiert: Mit der auf&nbsp;<a href="https://www.openstreetmap.de/" target="_blank" rel="noopener">OpenStreetMap (OSM)</a>&nbsp;basierenden App&nbsp;<a href="https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:StreetComplete" target="_blank" rel="noopener">StreetComplete</a>&nbsp;wurde die Nachbarschaft rund ums Coconat in Klein Glien gemapped. Die App ist für Nutzer:innen gedacht, die sich mit der Verwendung von Schlüsseln und Werten in OSM-Datensätzen nicht auskennen, aber neugierig sind, wie das mit nutzergenerierten offenen Daten denn so funktioniert.</p>



<p>StreetComplete greift dafür auf den Gamification-Ansatz zurück: Es werden einfache Fragen gestellt, deren Antworten direkt zur Bearbeitung und Verbesserung von OpenStreetMap-Daten verwendet werden. Da geht es zum Beispiel darum, ob ein bestimmter Wegabschnitt über Straßenbeleuchtung verfügt (Thema sicherer Nachhauseweg), ob ein leerstehendes Ladengeschäft mittlerweile wiederbelebt wurde (Thema Leerstandsmanagement) oder über welchen Belag ein Wegabschnitt verfügt (Thema Barrierefreiheit). Aber es werden noch viele andere Informationen abgefragt, die zu einem besseren Informationsstand für alle möglichen Ziel- und Interessensgruppen führen können. Das kann das Bauamt sein, Programmierer von Mobilitäts- oder Pflanzenbestimmungs-Apps, aber auch Regionalplaner und Tourismusunternehmen.</p>



<p>Der Datenspaziergang funktioniert in Wien und Berlin ebenso wie in Klein Glien. Nicht nur lassen sich damit wichtige Informationslücken schließen. Über dieses gesellige Format werden Daten als Teil der unmittelbaren Umgebung erlebbar und begreiflich. So sind sie keine entfernte und vom Alltag losgelöste Größe mehr, sondern können verschiedene Zielgruppen in den Gemeinden in ihrem Alltag unterstützen. Schulklassen und Verwaltungsmitarbeitende lassen sich für den Datenspaziergang ebenso mobilisieren, wie Gemeinderäte oder Unternehmer:innen. Gerade jetzt im Frühling macht es Spaß, sich mit Interessierten zu treffen und gemeinsam auf Datensafari zu gehen. Und zwar für einen richtig sinnvollen Zweck.</p>



<section id="spacer-block_6261069b8da14" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p>Habt Ihr Interesse an einem Datenspaziergang in und um Bad Belzig?<br>Oder wollt ihr einen Feinstaubsensor bauen?<br><a href="https:&#x2f;&#x2f;&#x6e;&#x65;&#x75;&#x6c;&#x61;&#x6e;&#x64;&#x32;&#x31;&#46;&#100;&#101;&#47;&#97;&#117;&#102;-einen&#x2d;&#x64;&#x61;&#x74;&#x65;&#x6e;&#x73;&#x70;&#x61;&#x7a;&#x69;&#x65;&#114;&#103;&#97;&#110;&#103;&#45;&#109;it-dem&#x2d;&#x6f;&#x6b;&#x2d;&#x6c;&#x61;&#x62;&#x2d;&#x66;&#x6c;&#x61;&#x65;&#109;&#105;&#110;&#103;&#47;&#100;&#105;ana&#46;kr&#x65;&#x62;&#x73;&#x40;&#x6e;&#x65;&#x75;&#x6c;&#x61;&#x6e;&#x64;&#x32;&#49;&#46;&#100;&#101;">Gebt uns Bescheid!</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kinder- und Jugendbeteiligung in Bad Belzig – Wie kann dieses Vorhaben gelingen?</title>
		<link>https://neuland21.de/bildung/kinder-und-jugendbeteiligung-in-bad-belzig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Alles auf offen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10057</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem Projekt “Land programmiert engagiert – Digitalwerkstätten für Kinder und Jugendliche in Brandenburg” wollen wir kurzfristig neue digitale Bildungsangebote für Kinder- und Jugendliche in ländlichen Räumen schaffen, ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich fördern und damit langfristig die digitalen Kompetenzen und die Innovationskapazitäten ländlicher Regionen stärken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-turkis-color has-text-color"><strong>2022 legt das Open-Government-Projekt “Alles auf offen” seinen Fokus und Kinder- und Jugendbeteiligung in Bad Belzig. Gemeinsam mit dem Netzwerkpartner Projekt für Demokratie Hoher Fläming (PfD), gehen wir das in der Bad Belziger Gemeindesatzung verankerte Thema an. Doch was braucht es, damit sich Kinder und Jugendliche von analogen und digitalen Beteiligungsaktionen auch wirklich abgeholt fühlen?</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<p>Dank Modellprojekten wie dem Regionalen Open Government Labor “Alles auf offen” oder der Klimawerkstatt Fläming etablieren sich sowohl analoge als auch digitale Bürgerbeteiligungsformate immer mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil der kommunalen Mitbestimmung in der Stadt.<br>Seit vergangenem Jahr nutzen Verwaltung und Stadtgesellschaft in Bad Belzig auch beteiligung.bad-belzig.de sowie die Bad Belzig App.&nbsp; Damit kann dem Anspruch einer breiten Bürger:innen-Partizipation auch digital nachgekommen werden.</p>



<p>Dass Kinder und Jugendliche in die kommunale Planung in Bad Belzig miteinbezogen werden sollen, ist bereits in der Bad Belziger Hauptsatzung festgelegt – davon zu spüren ist in der Stadt allerdings noch wenig. Doch das soll sich 2022 ändern! Gemeinsam mit der zivilgesellschaftlichen Organisation Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming (PfD) und dem Smart-City-Büro “Zukunftsschusterei” erarbeitet das “Alles auf offen”-Team einen Prozess für Jugendbeteiligung in Bad Belzig.</p>



<p>Wie muss Kinder- und Jugendbeteiligung konzipiert und umgesetzt werden, damit junge Menschen diese Möglichkeiten der Mitbestimmung auch wirklich nutzen? Sicher ist, dass sie über die klassischen Abläufe hinausgehen undProzesse und Formate anbieten muss, die zeitgemäß sind und sich an derLebenswelt junger Menschen orientieren. Dabei sind digitale Angebote eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu aufsuchenden Angeboten, um an (politischen) Entscheidungen mitzuwirken.</p>



<p>1.&nbsp;<strong>Digitale Infrastruktur</strong>&nbsp;<strong>als Ermöglicher der Kinder- und Jugendbeteiligung</strong></p>



<p>Anfang 2020 hatte die PfD eine Umfrage an Bad Belziger Schulen durchgeführt und dort u.a. abgefragt, wie sich Kinder und Jugendliche gerne in Bad Belzig einbringen möchten. Die Antwort war eindeutig: 80% der Befragten antworteten mit “digital”. Mit der Beteilungsplattform&nbsp;<a href="https://beteiligung.bad-belzig.de/" target="_blank" rel="noopener">beteiligung.bad-belzig.de</a>&nbsp;und der&nbsp;<a href="https://www.bad-belzig.de/app" target="_blank" rel="noopener">Smart Village App</a>&nbsp;steht dafür nun die digitale Infrastruktur zur Verfügung. Denn Kinder und Jugendliche nutzen überwiegend das Smartphone für Interaktionen und Freizeit.</p>



<p>“Grundsätzlich hilft eine digitale Beteiligung dabei, mehr Jugendliche zu erreichen. In den klassischen Präsenz-Strukturen wie z.B. in Kinder- und Jugendparlamenten und Foren sind laut Untersuchungen v.a. deutsche und männliche Gymnasiasten anzutreffen.Digitale Jugendbeteiligung kann einem diverseren Publikum die Möglichkeiten der Mitentscheidung an die Hand geben”, so Nora Görisch (PfD).</p>



<p>Da beteiligung.bad-belzig.de mit der Smart Village App verknüpft ist, sehen die Projektpartner im Rahmen von “Alles auf offen” gute Voraussetzungen, dass Kinder und Jugendliche vor Ort nicht nur thematisch passgenau und ortsunabhängig abgeholt werden können, sondern auch mit der passenden digitalen Infrastruktur.<br></p>



<p>Trotzdem müsse man die digitalen Hürden im Blick behalten. “Nicht alle Familien verfügen über ausreichende technische Möglichkeiten. In manchen Gegenden fehlt es an einer ausreichenden Internetbandbreite. Gerade jüngere Kinder und Jugendliche haben oft gebrauchte Handys mit weniger Speicherplatz und Datenvolumen und es sind auch heute noch zu wenige WLAN-Hotspots verfügbar”, so Görisch.</p>



<p><strong>2. Kinder und Jugendliche haben ihre eigenen Themen</strong></p>



<p>Welche Themen beschäftigen Kinder und Jugendliche in Bad Belzig und Fläming? Wie bei den Erwachsenen ist die Spannbreite hier sehr weit: die Themenwünsche reichen von Vorschlägen zur Verbesserung des gesellschaftlichen Miteinanders bis hin zur Frage der Gestaltung des Umfelds. Und es gibt unzählige Schnittmengen zu den bereits laufenden Befragungen, die bereits im Rahmen von “Unsere Stadt der Zukunft” oder der INSEK-Fortschreibung gestellt wurden. “Wie wollen wir leben? Welche Freizeitmöglichkeiten wünschen wir uns? Was sind unsere Lieblingsorte und wie möchten wir in Zukunft gemeinschaft leben?”&nbsp; All diese sind auch Fragen, die natürlich auch die jüngere Generation umtreiben.</p>



<p>“Im Idealfall kommen die Beteiligungsthemen von den Kindern und Jugendlichen selbst. Daher ist es das Beste, wenn Jugendliche von Anfang an in die Vorbereitung eines Beteiligungsprozesses mit eingebunden werden. Dabei ist auch gesichert, dass die angesprochenen Themen und Methoden als unsinnig empfunden werden”, so Florian Görner (PfD).</p>



<p>Doch die meist für Erwachsenen entwickelten Beteiligungsformate (z.B. aufsuchende Formate auf dem Wochenmarkt; Umfragen zum Thema Auto und Parkmöglichkeiten in der Innenstadt), lassen sich nicht so ohne weiteres auf Kinder und Jugendliche übertragen. Die Mitwirkungsmöglichkeiten müssen alters- und interessenmäßig angepasst sein. Kinder und Jugendliche haben ein gutes Gespür dafür, ob die für sie entwickelten Mitentscheidungs-Angebote ernst gemeint sind oder ihre Zielgruppe bloß “mitgemeint” ist. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, ob wirklich alle Zielgruppen, d.h. auch benach­teiligte Kinder und Jugend­liche, erreicht werden. Gegebenenfalls müssen die Aktionen erweitert und modifiziert werden.</p>



<p><strong>3. Wirksame Kinder- und Jugendbeteiligung braucht echten politischen Umsetzungswillen</strong></p>



<p>Genauso wie Erwachsene, haben Kinder und Jugendliche ein feines Gespür dafür, ob Beteiligungsaktionen ernst gemeint sind oder nicht – also ob die Meinungen und Vorschläge der jungen Menschen sich auch als Initiativen oder Projekte im Stadt- oder Gemeindebild wiederfinden werden.</p>



<p>“Entscheidend ist, dass die jungen Menschen nach den digitalen Abstimmungen, Meinungsäußerungen und Ideensammlungen das Gehör von Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung finden. Junge Menschen sollten mindestens ein Feedback erhalten, am besten wäre es aber, wenn ihnen eigene Handlungskompetenzen überlassen werden. Es muss nicht sein, dass alles umgesetzt wird: ein gut begründetes „Nein“ reicht schon aus. Wichtig ist, dass man sich mit den Anliegen beschäftigt, sonst vergrault man die jungen Menschen”, so Nora Görisch, (PfD).</p>



<p>Die jungen Bürger:innen machen nicht selten die Erfahrung, dass ihre Pläne anderen kommunalen Vorhaben weichen, die von den Entscheidungsträger:innen eine höhere Priorität eingeräumt bekommen. Häufig steht Kinder- und Jugendbeteiligung noch nicht wirklich auf der Agenda der Lokalpolitiker:innen: Kommunale Projekte, die von Erwachsenen für Erwachsene gemacht werden, kommen ja schlussendlich auch Kinder- und Jugendlichen zugute, so scheint die Annahme der Lokalpolitiker:innen. Folgen den Worten also nicht auch Taten, so verspielt man sich nicht nur das Vertrauen der jungen Menschen in die Politik, sondern schlussendlich auch in die Demokratie.</p>



<p>“Alle Generationen in Bad Belzig können von dem Engagement der Jugend profitieren – aber nur wenn miteinander konstruktiv gesprochen und gehandelt wird. Erst hieraus erwächst eine Jugend, die sich mit ihrem Ort und deren Bewohnern identifizieren kann – eine Jugend, die nach der Ausbildung wieder nach Hause kommen möchte und die Region am Leben hält und diese weiterentwickelt”, so die Expert:innen der PfD.</p>



<section id="spacer-block_6256a2b4fc802" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p><strong>Und was passiert als nächstes?<br>Gemeinsam mit dem Netzwerkpartner Projekt für Demokratie Hoher Fläming (PfD) und der Zukunftsschusterei, konzipiert das “Alles auf offen”-Team eine Beteiligungsaktion für Kinder und Jugendliche zum Thema “Digital im Fläming unterwegs: Welche Formate wünscht ihr euch?” Damit werden wir Ende April an den Start gehen. Wir halten euch auf dem Laufenden.<br><br>Ihr habt Fragen? Dann wendet euch gerne an “Alles auf offen”-Projektkoordinatorin&nbsp;<a href="&#109;&#x61;&#105;&#x6c;&#116;&#x6f;:&#x64;i&#x61;n&#97;&#x2e;&#107;&#x72;&#101;&#x62;&#115;&#x40;n&#x65;u&#x6c;a&#110;&#x64;&#50;&#x31;&#46;&#x64;&#101;">Diana Krebs</a>.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick des Programmbereichs Zivilgesellschaft und Ehrenamt</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/rueckblick-zivilgesellschaft-und-ehrenamt/</link>
					<comments>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/rueckblick-zivilgesellschaft-und-ehrenamt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2022 11:50:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[AppVel]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[digital.verein.t]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.test/?p=1</guid>

					<description><![CDATA[Dieses Jahr hatte es mal wieder in sich! 2021 startete der Programmbereich gleich mit zwei Projekten: einem Modell- und einem Forschungsprojekt. Mit einem besonderen Blick auf die ländlichen Räume untersuchen wir dabei, welche Rolle die Digitalisierung in Engagement und Ehrenamt spielt, wie sie funktionieren und umgesetzt werden kann. Als neu gegründeter Programmbereich halten wir kurz inne und schauen zurück, was wir im Bereich Zivilgesellschaft und Ehrenamt bisher erreichen und lernen konnten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="is-style-box wp-block-heading">Jahresrückblick 2021</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">von Janine Hoelzmann und Susann Nitzsche</p>



<p>Das gemeinsame Forschungsprojekt<a href="https://neuland21.de/projekte/digital-im-ehrenamt/">&nbsp;Zwischen Appstore und Vereinsregister – Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter (AppVeL)</a>&nbsp;mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) e. V. ist im Mai 2021 angelaufen und betrachtet das ländliche Ehrenamt deutschlandweit. Im ersten Schritt untersucht das Projekt mit Hilfe einer quantitativen Erhebung den Stand der Digitalisierung im Ehrenamt in ländlichen Räumen und bezieht sich dabei auf den aktuellen Forschungsstand, basierend auf drei Diskursstränge. Es wurde kritisch beleuchtet, was aktuell in der Fachwelt diskutiert wird und welche Fragen hinsichtlich Digitalisierung des Ehrenamts, Digitalisierung der ländlichen Räume und Ehrenamt in diesen Regionen offen bleiben. Auf dieser Grundlage sollte mehr über den Status quo, Veränderungen, Bedarfe und Erwartungen der Engagierten im Kontext der digitalen Transformation ermitteln werden. Dafür startete im November die&nbsp;<a href="https://neuland21.de/appvel-online-befragung/">Online-Befragung</a>, die bis Mitte Januar 2022 läuft. Als Grundlage wurde vorab ein Engagement-Panel mit den Kontaktdaten von Vereinen, religiösen Gemeinschaften und freiwilligen Feuerwehren erstellt. Insgesamt wurde die Umfrage an über 20.000 Organisationen verschickt. Wir sind gespannt auf die Erkenntnisse und freuen uns auf die aufschlussreichen Antworten.&nbsp;</p>



<p>Auch im Modellprojekt&nbsp;<a href="https://neuland21.de/projekte/herzberg-digitalvereint/">Herzberg digital.verein.t</a>&nbsp;wurden wesentliche Meilensteine erreicht. Nachdem das Projekt im Jahr 2020 gemeinsam mit der Stadtverwaltung und vielen Engagierten in Herzberg (Elster) geplant und beantragt wurde, erhielt das Projektteam den Zuschlag im April 2021. Im März wurde die&nbsp;<a href="https://www.herzberg-elster.de/herzberg-app" target="_blank" rel="noopener">Herzberg-App</a>&nbsp;als Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt gelauncht, wodurch Herzberger:innen nun die Möglichkeit haben, alle aktuellen und wichtigen Informationen zur Stadt direkt auf ihrem Smartphone zu empfangen. Diese App ist die Grundlage für die digitale Ehrenamtsplattform, die im Projekt gemeinsam mit den Engagierten vor Ort entwickelt wird. Anfang Juni trafen sich in der hybriden Auftaktveranstaltung Interessierte aus mehr als 40 lokalen Vereinen und Gruppen. Die folgende Online-Umfrage zum Stand der Digitalisierung des Ehrenamts in Herzberg wurde von über 100 Menschen beantwortet. Dadurch konnten wichtige Erkenntnisse als Grundlage für die weiteren Projektschritte gewonnen werden werden. Seit der Eröffnung des St.adtlabors in der St. Marienkirche im August fanden bereits viele Begegnungen vor Ort und Weiterbildungen zu Themen wie Datenschutz, Homepage und Mitgliedergewinnung statt.</p>



<p>Die Entwicklung der Ehrenamtsplattform schreitet seit dem Sommer in großen Schritten voran: in Workshops wurden die genauen Bedarfe der Herzberger Ehrenamtlichen ermittelt und priorisiert. Die daraufhin durch den Softwaredienstleister entwickelten Skizzen wurden im November geprüft und ein Team an Expert:innen hat eine vorhandene Softwarelösung getestet. Derzeit wird der Prototyp der Ehrenamtsplattform auf Grundlage der verschiedenen Rückmeldungen der Engagierten umgesetzt, sodass Interessierte diese Erweiterung der Herzberg-App bereits im ersten Quartal 2022 testen können.</p>



<p>Beide Projekte vereint, was uns bei neuland21 wichtig ist: Gemeinsam mit Akteuren vor Ort werden Ideen entwickelt und umgesetzt, und so die Chancen der Digitalisierung für das Leben in ländlichen Regionen aufgespürt und weiterentwickelt. Dabei belassen wir es nicht bei der Erforschung der digitalen Wandlungsprozesse, sondern begleiten sie auch praktisch vor Ort, um Grundlagen einer nachhaltigen und wirksamen Digitalisierung in der Zivilgesellschaft zu schaffen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Nun der Blicke nach vorne! Was nehmen wir an Themen und Erkenntnissen mit aus 2021? Die wichtigsten Punkte haben wir hier zusammengefasst:</p>



<h3 class="is-style-box wp-block-heading">1. Nichts ist wichtiger als offene, transparente und inklusive Kommunikation im Engagement.</h3>



<p>Eine transparente Kommunikation nach innen und außen ist ein Muss. Die Nutzung digitaler Kommunikationsmittel schafft neue Werkzeuge, um Informationsflüsse im Verein oder der Gruppe zu verbessern und die Vernetzung der Mitglieder untereinander zu beschleunigen. Neue Technologien können dabei helfen, Arbeitsprozesse im Vorstand effizienter zu gestalten, die Zusammenarbeit mit den Zielgruppen zu optimieren und neue Engagierte zu gewinnen. Digitale Kommunikationstools machen hierbei zeitnahe Absprachen und Entscheidungen nicht nur möglich, sondern bringen sie oft auf ein neues, interaktiveres Level. Allerdings reicht die Anschaffung neuer Software-Anwendungen allein nicht aus, um die damit neuen Möglichkeiten der Kommunikation effizient nutzen zu können. Für eine transparente und inklusive Kommunikationskultur bedarf es, neben möglichen Weiterbildungsangeboten und einer gewissen Offenheit gegenüber digitalen Themen auf Seiten der Ehrenamtlichen, ein offenes Ohr für die Engagierten. Die digitalen Tools müssen zu den Organisationsstrukturen und -werten sowie den Erwartungen der Mitglieder passen Denn neu digitalisierte Kommunikationswege sollten nie dem Selbstzweck dienen, sondern einen sichtbaren Mehrwert für Engagierte in Vereinen und Organisationen bieten.&nbsp;</p>



<h3 class="is-style-box wp-block-heading">2. Beteiligte Personen frühzeitig in den Prozess einzubinden erhöht die Akzeptanz und bringt zusätzliche Motivation.&nbsp;</h3>



<p>Welche digitalen Tools kommen in der Vereinsarbeit effektiv zum Einsatz? Wo liegen die konkreten Chancen und Herausforderungen einer digitalen Entwicklung? Und welche Unterstützung bei der Realisierung von Digitalisierungsvorhaben wird gewünscht? Das sind nur wenige, aber wesentliche Fragen, um den Weg der digitalen Transformation in der eigenen Organisation zu ebnen. Wenn diese Fragen bereits zu Beginn des Prozesses gestellt und gemeinsam diskutiert werden, dann können die individuellen Anforderungen der Vereine und Gruppen bewältigt und die Möglichkeiten der Digitalisierung ausgeschöpft werden. Denn frühzeitige Beteiligungsformate, die ebenfalls auf eine breite Einbindung setzen, schaffen Transparenz und somit Vertrauen in anstehende Veränderungsprozesse.&nbsp;</p>



<h3 class="is-style-box wp-block-heading">3. Den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten benötigt einen langen Atem.&nbsp;</h3>



<p>Ein Blick in den Alltag vieler Organisationen zeigt, dass digitale Anwendungen bereits in die tägliche Arbeit von Ehrenamtlichen Einzug gehalten haben. So erleichtern zum Beispiel Cloud-Speicher die kollaborative Zusammenarbeit und mit Online-Spendenaktionen wird eine größere Bekanntheit und Reichweite erreicht. Doch um den digitalen Wandel nachhaltig mitzugestalten und langfristig in Organisationen zu etablieren, braucht es ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen. Es kommt dabei stark auf die Offenheit und innere Überzeugung der Vorstandsmitglieder oder anderer wichtigen Positionen im Verein und in der Gruppe an, um die richtigen digitalen Werkzeuge zu entdecken und einzusetzen. Damit der digitale Wandel in zivilgesellschaftlichen Organisationen gut verläuft, braucht es Mut und Selbstbewusstsein, um den zukünftigen digitalen Veränderungen gewachsen zu sein. Dabei liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allem auf gut überlegten, langfristigen Strategien, die die gesamte Organisationsentwicklung im Blick haben. Doch die Ausdauer wird belohnt!</p>



<h3 class="is-style-box wp-block-heading">4. Es besteht hoher Bedarf an Qualifizierung für ehrenamtlich Engagierte.&nbsp;</h3>



<p>Die Devise lautet, durch Qualifizierung und Beratung Potenziale zu nutzen. Im Rahmen von Workshops und vielfältigen Austauschrunden wurde deutlich, dass es sowohl der fachlichen Weiterbildung bedarf –beispielsweise im Umgang mit digitalen Tools –, gleichzeitig sind aber auch persönliche,soziale und kommunikative Kompetenzen nicht zu unterschätzen. Die Themenschwerpunkte im Kontext der Digitalisierung sind vielfältig. Sie betreffen zum einen rechtliche und technische Aspekte, z. B. Datenschutz und Open Source, als auch die Integration von Soft Skills in die ehrenamtlichen Arbeit, wie z. B. kreative Problemlösung, Kollaboration oder strategisches Vorgehen. Eine steigende Weiterbildungsnachfrage ist ein klares Anzeichen dafür, dass digital Interessierte und hochmotivierte Engagierte erreicht werden.</p>



<p><strong>Mit diesen Learnings aus 2021 starten wir ins neue Jahr und freuen uns auf die Fortsetzung unserer Projekte in 2022 und natürlich auf neue Themen und Aufgaben! Direkt im Januar wollen wir unsere Themen mit euch diskutieren: Wir veranstalten am 27.01.2022 ein Fachforum zum Thema „Ländliches Ehrenamt im digitalen Zeitalter” beim&nbsp;<a href="https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/" target="_blank" rel="noopener">15. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung</a>. Merkt den Termin schon mal vor!</strong></p>



<section id="spacer-block_6256a527ccac1" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p><em>Habt ihr Erfahrungen aus dem Jahr, die ihr mit uns teilen wollt oder decken sie sich mit unseren? Was sind Eure Erkenntnisse und Anregungen?&nbsp;Dann schreibt uns:&nbsp;<a href="mail&#116;&#111;&#58;&#108;&#97;&#x75;&#x72;&#x61;&#x2e;&#x68;&#x65;&#x79;m&#64;ne&#117;&#108;&#97;&#110;&#100;&#x32;&#x31;&#x2e;&#x64;&#x65;">&#x6c;&#97;&#x75;&#x72;a&#x2e;&#104;e&#x79;&#109;&#64;&#x6e;&#101;&#x75;&#x6c;a&#x6e;&#100;2&#x31;&#46;d&#x65;</a></em></p>



<p><em>Foto: Herzberg digital.verein.t</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>PopUp Prignitz – Agentur für Freiräume</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/wohnen/pop-up-prignitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 12:15:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[PopUp Prignitz]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Corona-Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Prignitz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wittenberge]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischennutzungsagentur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir stellen unsere neue Agentur für Freiräume "PopUp Prignitz" vor und geben einen Einblick in die Arbeit von anderen Zwischennutzungsagenturen, die Leerstände aufspüren und ihnen wieder neues Leben einhauchen.]]></description>
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<p class="has-turkis-color has-text-color"><em>Über das Aufspüren und Lebendigmachen von Leerständen in ländlichen Räumen. Vorstellung unserer neuen Zwischennutzungsagentur PopUp Prignitz</em>.</p>



<p>Während vielerorts Kreative, Kulturschaffende, Selbstständige, Startups und Vereine nach günstigem Raum suchen, ist in der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs nach über 30 Jahren Abwanderung und Bevölkerungsschwund durch den demographischen Wandel viel leerstehender Raum vorhanden. Die&nbsp;Prignitzer Wohnungs- und Ladenleerstandsquoten von bis zu 20% gehören derzeit zu den höchsten in Brandenburg.</p>



<p>Doch das muss nicht so bleiben! Einige Prignitzer Städte haben in den letzten Jahren ein proaktives Leerstandsmanagement entwickelt und fördern Projekte, die den Prozessen des Bevölkerungsschwunds entgegenwirken und die Region wieder attraktiv für Zuzug machen. Hier setzt auch die Zwischennutzungsagentur PopUp Prignitz an, die im Herbst 2021 von&nbsp;<a href="https://neuland21.de/">neuland21</a>&nbsp;und dem&nbsp;<a href="https://tgz-prignitz.de/" target="_blank" rel="noopener">TGZ Prignitz</a>&nbsp;ins Leben gerufen wurde.</p>



<p><strong>Zwischennutzungsagenturen erwecken Leerstände zu neuem Leben</strong></p>



<p>Leerstände um- und temporär zwischenzunutzen ist kein neues Phänomen. Doch erst seit den letzten Jahrzehnten werden Zwischennutzungen nicht mehr nur toleriert, sondern als gezielte Instrumente der nachhaltigen Quartiers- und Stadtentwicklung eingesetzt. Heute wird meist dann von Zwischennutzung gesprochen, wenn eine Freifläche, sei es ein Wohnungs- und Ladenleerstand oder eine Brachfläche zeitlich befristet zu nicht marktüblichen Konditionen genutzt wird.&nbsp;Häufig kann Leerstand nicht genutzt werden, da Eigentümer:innen und potenzielle Nutzer:innen einander nicht begegnen oder Vorbehalte von Seiten der Eigentümer:innen bestehen. Dies zu ändern, ist Aufgabe von Zwischennutzungsagenturen. Sie suchen und bewerten Leerstände, kommunizieren mit den Eigentümer:innen, finden Nutzer:innen, erarbeiten Nutzungskonzepte und unterstützen bei der Klärung rechtlicher Fragen.</p>



<p><strong>Projektaufruf “Post-Corona-Stadt” fördert Ideen und Konzepte für eine resiliente Stadtentwicklung</strong></p>



<p>Im Rahmen der&nbsp;<a href="https://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/NSPWeb/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener">Nationalen Stadtentwicklungspolitik</a>&nbsp;fördert das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung“ (BBSR)&nbsp;unter dem Projektaufruf „<a href="https://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/NSPWeb/DE/Projekte/Projektaufruf/Post-Corona-Stadt/post-corona-stadt_node.html" target="_blank" rel="noopener">Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für die resiliente Stadtentwicklung</a>“ 17 Pilotprojekte, die angesichts der Covid-19-Pandemie innovative Lösungen für krisenfeste Stadt- und Quartiersstrukturen erproben.&nbsp;Denn durch die Corona-Pandemie haben die städtischen Veränderungsprozesse an Geschwindigkeit gewonnen. Der Einzelhandel vor Ort verliert vielerorts Kund:innen, oftmals werden aufgrund der Abstandsregeln größere Räumlichkeiten benötigt und es bedarf neuer Raumkonzepte, um Innenstädte als Orte der Begegnung zu erhalten.</p>



<p><strong>PopUp Prignitz macht Freiräume in der Prignitz für neue Ideen zugänglich</strong></p>



<p>Im Rahmen dieses Projektaufrufs wird auch PopUp Prignitz gefördert. Ziel des Projekts ist es, die zahlreichen Freiräume der Prignitz sichtbar und nutzbar zu machen und damit die Region nicht nur resilienter gegenüber der Pandemie aufzustellen, sondern auch über die aktuelle Krisensituation hinaus Belebung und Bereicherung zu fördern. Dabei wollen wir&nbsp;die Leerstände in der Prignitz nicht als Mangel, sondern als Potenzialraum begreifen:&nbsp;„In einer Zeit, in der „Platz“ zu einem hohen Gut avanciert ist, wollen wir die einstigen Nachteile in Standortvorteile umwandelt“, so Jens Knauer vom TGZ.&nbsp;PopUp Prignitz soll&nbsp;die Freiräume der Prignitz sichtbar, buchbar und nutzbar machen, um Kunst- und Kulturangebote sowie Kreativschaffende zu fördern, das Vereinsleben und gesellschaftlich-soziale Angebote krisenfester zu gestalten, den neuen Arbeitsalltag von Heimarbeiter:innen und Pendler:innen mit temporären Arbeitsplätzen vor Ort zu entlasten, neuen Angeboten des Einzelhandels und der Nahversorgung die Ansiedlung in den Innenstädten zu erleichtern und letztlich auch Zuzug in die Region zu fördern.</p>



<p>Dazu wollen wir Leerstände, Flächen und Veranstaltungsräume in der Prignitz systematisch erfassen und diese über eine digitale Plattform potenziellen Nutzer:innen öffentlich anbieten. Wir sehen uns dabei in einer Vermittlungsfunktion zwischen Städten und Kommunen, Eigentümer:innen sowie potenziellen Nutzer:innen und wollen Initiativen wie die&nbsp;<a href="https://elblandwerker.de/" target="_blank" rel="noopener">Elblandwerker*</a>, die vor Ort bereits Netzwerke ausgebaut, wertvolle Strukturen angelegt und Zwischennutzungen durchführen, sowie die Bürger:innen aus der Region, von Anfang an kooperativ einbinden.</p>



<p><strong>Interaktive Workshops zur Mitgestaltung</strong></p>



<p>Im ersten Projekt-Baustein wollen wir nutzbare Leerstände und Flächen erfassen und für bestimmte Arten von Zwischennutzungen kategorisieren. Umsetzbar erscheinen uns derzeit Zwischennutzungen rund um temporäres Wohnen, Pop-up-Stores für Einzelhandel, Startups, Gastronomie und Dienstleistungen, temporäre Arbeitsplätze sowie Nutzungskonzepte für Vereine, Initiativen und Kreativschaffende.&nbsp;</p>



<p>Dazu haben wir Ende November 2021 die ersten zwei Design-Thinking-Workshops durchgeführt, in denen wir mit Szene-Expert:innen, Vordenker:innen, Interessierten sowie Institutionen, Akteuren und Privatpersonen vor Ort an der Frage arbeiteten, welche Potenziale für Zwischennutzungen in der Region bestehen und wie wir bei der Umsetzung derselben unterstützen können. Im ersten Workshop haben wir an konkreten Möglichkeiten in den Bereichen flexibler Arbeitsplätze und Coworking gearbeitet und im zweiten Workshop diskutiert und überlegt, wie Leerstände durch die Bespielung mit unterschiedlichen Pop-Up-Konzepten belebt werden können. Das positive Feedback der Teilnehmenden hat uns viel Motivation für die Umsetzung der Agentur gegeben: “Das ist gelebte Baukultur. Ich freue mich sehr über dieses Projekt!” (Teilnehmerin). Die Ergebnisse der Workshops fließen direkt in unsere zukünftige Arbeit und die Programmierung der Plattform ein, die bereits im Frühling 2022 live gehen soll.</p>



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<p>Im Januar und Februar 2022 werden nochmals Workshops zu Zwischennutzungen in den Bereichen Kunst &amp; Kultur, Wohnen und Raum für Ehrenamt &amp; Vereine stattfinden. Alle, die&nbsp; Interesse daran haben, sich zu beteiligen, sind herzlich dazu eingeladen, sich per Mail bei Felicitas Nadwornicek, Projektkoordinatorin bei neuland21, per Mail anzumelden:&nbsp;<a href="&#x6d;&#97;i&#x6c;&#x74;&#111;:&#x66;&#101;l&#x69;&#x63;&#105;t&#x61;&#115;&#46;&#x6e;&#x61;&#100;w&#x6f;&#x72;&#110;&#x69;&#x63;&#101;k&#x40;&#x6e;&#101;u&#x6c;&#97;n&#x64;&#x32;&#49;&#46;&#x64;&#101;">&#x66;&#x65;&#x6c;&#x69;&#99;&#105;tas&#x2e;&#x6e;&#x61;&#x64;&#119;&#111;rni&#x63;&#x65;&#x6b;&#x40;&#110;&#101;&#117;la&#x6e;&#x64;&#x32;&#x31;&#46;&#100;&#101;</a>&nbsp;</p>



<p>Auch über Hinweise, Fragen oder Anmerkungen zum Projekt freuen wir uns jederzeit!</p>
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