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	<title>#Zivilgesellschaft &#8211; Neuland21</title>
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	<description>Landleben für das 21. Jahrhundert</description>
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	<title>#Zivilgesellschaft &#8211; Neuland21</title>
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		<title>Der Maibaum der Generationen – Was uns fast 300 Zukunftsträume über Wandel, Werte und Wünsche verraten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 12:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Wovon träumt deine Generation? Auf der re:publica 25 haben wir mit einer interaktiven Maibaum-Installation fast 300 Träume gesammelt – von den Traditionals bis zur Generation Alpha. Die Auswertung zeigt: Generationen denken unterschiedlich, aber auch überraschend ähnlich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich eine ländliche Tradition wie der Maibaum inmitten einer der größten Digitalkonferenzen Europas wiederfindet, entsteht mehr als ein kultureller Kontrast. Es entsteht ein Möglichkeitsraum: für Fragen, Gespräche und Visionen. Genau das haben wir bei neuland21 mit unserer Installation „Maibaum der Generationen – Deine Träume für die Zukunft“ auf der <a href="https://re-publica.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">re:publica 25</a> geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Tage lang haben Besucher:innen ihre Zukunftswünsche an unseren Maibaum gehängt – bunt beschriftet, manchmal politisch, manchmal persönlich. Entstanden ist eine beeindruckende Sammlung aus fast 300 handschriftlichen Träumen. Von der Generation Alpha bis zu den Babyboomern waren alle Altersgruppen vertreten. Sogar eine Person der sogenannten „Traditionals“, geboren 1939, hat sich beteiligt – und ihren Wunsch auf den Punkt gebracht: Frieden.</p>



<section id="spacer-block_22394500b253b54d09ac671019052777" class="wp-block-spacer"></section>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zur Einordnung: Was Generationen eigentlich (nicht) sagen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einteilung in Generationen – von den „Traditionals“ bis zur „Generation Alpha“ – ist ein gängiges Ordnungssystem, das gesellschaftliche Entwicklungen in grobe zeitliche Abschnitte fasst. Es beschreibt keine festen Eigenschaften, sondern dient vor allem als Orientierung. Auch wir haben diese Kategorisierung genutzt, um die gesammelten Träume grob einzuordnen. Dabei war uns bewusst: Menschen lassen sich nicht allein durch ihr Geburtsjahr erklären. Die Vielfalt innerhalb jeder Altersgruppe ist groß – und Lebensrealitäten sind oft vielschichtiger als generational beschreibbar.<br>Trotzdem hat uns diese Perspektive geholfen, Muster und Unterschiede sichtbar zu machen – ohne sie zu stark zu verallgemeinern. Die folgende Grafik zeigt, welche Jahrgänge wir welcher Generation zugeordnet haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="350" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1-1024x350.png" alt="Grafik: Generationenzugehörigkeit: Wer ist wann geboren?" class="wp-image-15525" title="Grafik: Generationenzugehörigkeit: Wer ist wann geboren?" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1-1024x350.png 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1-300x102.png 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1-768x262.png 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1-1536x525.png 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/unbenannt-1.png 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<section id="spacer-block_482e7ba4cbcaa129f319070a64d4f36f" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Menschen bewegt: Die häufigsten Begriffe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben die aufgeschriebenen Generationenträume ausgewertet, kontextualisiert – und analysiert, welche Themen, Werte und Begriffe dabei immer wieder auftauchen. Im Folgenden geben wir Einblick in die zentralen Ergebnisse unserer Auswertung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mit Abstand häufigste Begriff in den gesammelten Träumen war: Frieden. Insgesamt 47-mal wurde er genannt – in Variationen wie „Weltfrieden“, „keine Kriege“, „friedliches Miteinander“ oder einfach nur: Frieden. Dieses Wort zieht sich durch alle Altersgruppen und verweist auf ein tiefes kollektives Bedürfnis nach Sicherheit, Stabilität und Verständigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere häufig genannte Begriffe waren unter anderem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Liebe</li>



<li>Zukunft</li>



<li>Gerechtigkeit</li>



<li>Respekt</li>



<li>Natur</li>



<li>Leben</li>



<li>Gemeinschaft</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Vielfalt der aufgeschriebenen Zukunftswünsche besser erfassen zu können, haben wir wiederkehrende Begriffe thematisch gebündelt. Daraus ergeben sich zentrale Cluster – etwa „Gerechtigkeit &amp; Frieden“ oder „Beziehungen &amp; Gemeinschaft“. Die folgende Übersicht zeigt, welche dieser Themen bei den einzelnen Generationen besonders stark vertreten waren – ergänzt durch konkrete Stichworte, die exemplarisch für diese Cluster stehen:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Generation</strong></td><td><strong>Wichtigste Themencluster</strong></td><td><strong>Genannte&nbsp; Stichworte</strong></td></tr><tr><td>Alpha</td><td>Beziehungen &amp; Gemeinschaft, Wohlstand &amp; Arbeit</td><td>Liebe, Freundschaft, Zuhause, Geld, Reichtum</td></tr><tr><td>Z</td><td>Gerechtigkeit &amp; Frieden, Umwelt &amp; Nachhaltigkeit</td><td>Frieden, Respekt, Vielfalt, Natur, Klimaschutz</td></tr><tr><td>Y</td><td>Gerechtigkeit &amp; Frieden, Beziehungen &amp; Gemeinschaft</td><td>Empathie, Gerechtigkeit, Frieden, Gemeinschaft</td></tr><tr><td>X</td><td>Gerechtigkeit &amp; Frieden, Umwelt &amp; Nachhaltigkeit</td><td>Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit, Natur</td></tr><tr><td>Babyboomer</td><td>Gerechtigkeit &amp; Frieden, Gesundheit &amp; Teilhabe</td><td>Demokratie, Sicherheit, Teilhabe, Gesundheit</td></tr><tr><td>Traditionals</td><td>Gerechtigkeit &amp; Frieden</td><td>Frieden</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading"></h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gerechtigkeit und Frieden als verbindende Themen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die Generationen X und Y benennen sehr häufig Begriffe wie „Frieden“, „Respekt“, „Gerechtigkeit“ oder „gegen Rassismus“. Dieser Cluster war in diesen beiden Gruppen besonders stark ausgeprägt – teilweise doppelt so häufig wie in anderen Generationen. Die Träume dieser Altersgruppen spiegeln ein starkes Bewusstsein für gesellschaftliche Spannungen und demokratische Fragestellungen wider.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Beziehungen, Gemeinschaft  &amp;<strong> materielle Wünsche</strong></strong> <strong>im Fokus der Jüngsten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Generation Alpha dominieren Begriffe wie „Liebe“, „Freundschaft“, „Zuhause“ oder „verstanden werden“. Diese Träume kreisen stärker um emotionale und soziale Sicherheit, häufig in Ich-Form formuliert, aber oft mit einem kollektiv gedachten Unterton. Auch die Generation Z äußert sich ähnlich – etwa mit Begriffen wie „Empathie“, „Verbindung“ oder „mehr Miteinander“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant war auch, dass junge Menschen der Generation Alpha in mehreren Fällen Wünsche äußerten, die sich explizit auf materiellen Wohlstand beziehen: „Geld haben“, „reich werden“, „Millionär sein“. In einer Generation, die meist noch im Schulalter ist, formulieren sich hier Träume, die zwischen pragmatischem Wunschdenken und gesellschaftlich geprägten Leitbildern oszillieren. Dies ergänzt das Bild dieser Altersgruppe um eine wichtige Dimension: Neben Beziehungen und Gemeinschaft ist auch ökonomische Sicherheit ein Thema.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Umwelt und Zukunft bei der Generation Z</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generation Z bringt – neben sozialen Themen – auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsanliegen besonders häufig ein. Begriffe wie „gesunde Natur“, „Klimaschutz“, „keine weitere Zerstörung“ oder „Zukunft für alle“ tauchen hier geballt auf. Damit wird deutlich: Es geht dieser Generation nicht nur um das Hier und Jetzt, sondern auch um das &#8222;Morgen&#8220;.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Arbeit, Technik und Teilhabe – subtil, aber relevant</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Begriffe aus dem Cluster „Wohlstand und Arbeit“ tauchen seltener auf, aber wenn, dann häufig in polarisierter Form. Zwischen „Anerkennung für unsere Arbeit“ und „Kapitalismus abschaffen“ zeigt sich ein Spannungsfeld, das gesellschaftlich wie individuell gelesen werden kann. Die Babyboomer hingegen äußern sich hierzu vergleichsweise zurückhaltend, mit klaren Werten wie Demokratie, Sicherheit und Zusammenhalt – weniger emotional, aber deutlich positioniert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwischen den Generationen: ein leiser Dialog</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den thematischen Unterschieden haben uns vor allem zwei Träume besonders berührt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Von Erwachsenen verstanden werden“ (Gen Z)</li>



<li>„Von Jüngeren akzeptiert werden“ (Babyboomer)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sie stehen stellvertretend für ein zentrales Thema, das sich durch viele der Beiträge zieht – teils direkt benannt, teils zwischen den Zeilen: <strong>das Bedürfnis nach Verständigung zwischen den Generationen</strong>. In diesen zwei kurzen Sätzen steckt ein ganzer Dialog: über Perspektiven, Zugehörigkeit und gegenseitige Anerkennung. Der Wunsch, gesehen zu werden – und der Wunsch, nicht ausgeschlossen zu sein – verbindet hier zwei Altersgruppen, die gesellschaftlich oft gegensätzlich gelesen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wir mitnehmen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesammelten Träume zeigen: Beteiligung braucht nicht immer digitale Tools – manchmal genügt ein symbolischer Ort, an dem man gehört und gesehen wird. Der Maibaum war genau das: eine Einladung zum Nachdenken, zum Schreiben, zum Teilen – und für viele auch: zum Manifestieren.<br>Ein Moment, in dem Gedanken zu Worten, Wünsche zu Handlungen und Perspektiven zu Botschaften wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für uns bei neuland21 zeigt sich darin ein Prinzip, das unsere Arbeit im ländlichen Raum leitet: Zukunft beginnt mit dem Sichtbarmachen von Perspektiven.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img decoding="async" width="683" height="1024" data-id="15502" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-15502" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1-683x1024.jpg 683w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1-200x300.jpg 200w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1-768x1151.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1-1025x1536.jpg 1025w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/06/54549034236-12b976cd93-o-1.jpg 1334w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Jan Michalko/re:publica</figcaption></figure>



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		<title>Tradition im Wandel: Der Maibaum als Symbol für Gemeinschaft</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/dorfleben/tradition-im-wandel-der-maibaum-als-symbol-fuer-gemeinschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 10:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der Mai beginnt, werden in vielen Dörfern Deutschlands Maibäume aufgestellt – bunt geschmückt, aufgerichtet von der Dorfgemeinschaft, begleitet von Musik, Tanz und einem zünftigen Fest. Für viele ist es ein vertrautes Ritual, für andere ein lebendiges kulturelles Erbe, das über Generationen hinweg Gemeinschaft stiftet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Mai beginnt, werden in vielen Dörfern Deutschlands Maibäume aufgestellt – bunt geschmückt, aufgerichtet von der Dorfgemeinschaft, begleitet von Musik, Tanz und einem zünftigen Fest. Für viele ist es ein vertrautes Ritual, für andere ein lebendiges kulturelles Erbe, das über Generationen hinweg Gemeinschaft stiftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was passiert, wenn man diesen traditionsreichen Maibaum aus dem Dorf herausnimmt – und ihn auf eine der größten Digitalkonferenzen Europas stellt?</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light-1024x576.png" alt="" class="wp-image-15429" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light-1024x576.png 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light-300x169.png 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light-768x432.png 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light-1536x864.png 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/rp25-keyvisual-1920x1080-light.png 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Genau das tun wir in diesem Jahr: Mit unserer Installation „Maibaum der Generationen – Deine Träume für die Zukunft“ sind wir vom 26. bis 28. Mai 2025 auf der <a href="re:publica" target="_blank" rel="noreferrer noopener">re:publica</a> 25 in der STATION Berlin vertreten. Und wir bringen nicht nur den Birkenstamm und einen Kranz mit, sondern auch Lust auf Austausch – über Traditionen, Generationenfragen und das, was die verschiedenen Generationen heute und morgen prägt.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="RegionalerCharakter"><strong>Eine Tradition mit regionalem Charakter</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Maibaum ist nicht überall gleich. Während im bayerischen Raum häufig hohe, entrindete Baumstämme mit Zunftzeichen aufgestellt und „bewacht“ werden, bevor sie feierlich in die Höhe gezogen werden, sind es in Teilen Nord- und Ostdeutschlands eher kleinere, geschmückte Birken, die in Vorgärten oder an öffentlichen Plätzen landen – teils auch heimlich als &#8222;Liebesmaien&#8220; &#8211; eine romantische Geste. In Nordrhein-Westfalen kennt man das „Maibaumklauen“, andernorts wiederum ist das Aufstellen vor allem ein Gemeinschaftsakt von Feuerwehr, Sportverein oder Jugendclub.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vielfalt zeigt: Der Maibaum ist kein starrer Brauch, sondern wird in verschiedenen Regionen unterschiedlich gelebt – mit eigenen Regeln, Bedeutungen und Symboliken. Auch wenn seine äußere Form oft stabil bleibt, lässt sich beobachten, dass sich sein Stellenwert und seine Funktion mit der Zeit verändern. Vielleicht ist der Maibaum gerade deshalb ein spannendes Symbol: Weil er offen genug ist, um immer wieder neue Fragen daran zu knüpfen – und weil er zeigt, dass Tradition und Wandel sich nicht ausschließen müssen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="15438" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/maypole-244353-1920-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-15438" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/maypole-244353-1920-1-768x1024.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/maypole-244353-1920-1-225x300.jpg 225w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/maypole-244353-1920-1-1152x1536.jpg 1152w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/maypole-244353-1920-1.jpg 1440w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img decoding="async" width="1024" height="682" data-id="15440" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-15440" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1-1024x682.jpg 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1-300x200.jpg 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1-768x512.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1-1536x1024.jpg 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2025/05/pexels-helen1-31898210-1.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading MaibaumRe:publika"><strong>Maibaum trifft re:publica</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In unserer Installation hängen neben den typischen bunten Bändern auch farbige Kärtchen mit Zukunftsträumen – gesammelt und formuliert von den Besucher:innen der re:publica. Was bewegt die Generationen X, Y und Z? Was sind ihre Hoffnungen für die Welt von morgen? Und wie unterschiedlich oder ähnlich sind diese Visionen wirklich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Maibaum wird hier zum Ort der Begegnung: ein temporärer, symbolischer Treffpunkt, an dem Menschen ihre Perspektiven sichtbar machen – und vielleicht ins Gespräch kommen über das, was sie verbindet oder unterscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="LändlicherRaum"><strong>Was das mit dem ländlichen Raum zu tun hat</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei neuland21 beschäftigen wir uns tagtäglich mit der Frage, wie digitale und soziale Innovationen den ländlichen Raum lebenswerter, gerechter und zukunftsfähiger machen können. Dabei stellen wir immer wieder fest: Es braucht neue Ideen – aber auch ein tiefes Verständnis für das, was schon da ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionen wie der Maibaum können genau das sein: Ankerpunkte, an denen sich neue Formen von Beteiligung, Begegnung und Gemeinschaft entwickeln lassen. Sie schaffen Identität und Zusammenhalt – und sie geben uns die Möglichkeit, Transformation nicht nur zu gestalten, sondern auch zu verorten. Gerade im ländlichen Raum ist das entscheidend: Wenn Wandel gelingt, dann nicht im luftleeren Raum, sondern auf dem Boden gewachsener Kultur und gelebter Praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Frage lautet also: Wie lassen sich solche gewachsenen Symbole für neue Formen der Beteiligung fruchtbar machen? Könnte ein digitaler Maibaum beispielsweise auf einer digitalen Ehrenamtsplattform &#8222;aufgestellt&#8220; werden –  eine Gruppe oder ein Space als Projektionsfläche für Zukunftswünsche, als Treffpunkt für Generationengespräche, als  Format für Jugendbeteiligung oder Dorfentwicklung? Wir glauben: Solche Brücken zwischen Tradition und Innovation verdienen mehr Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei muss Transformation nicht immer radikal oder vollständig neu gedacht sein. Manchmal reicht eine behutsame Erweiterung, eine kreative Abwandlung oder eine gezielte Kommunikation des Bestehenden. So, wie wir unseren Maibaum mit den bunten Bändern um die Zukunftsträume der Besucher:innen ergänzt haben, könnten auch in ländlichen Räumen bestehende Traditionen neu inszeniert oder kontextualisiert werden. Der Maibaum ließe sich etwa stärker als das sichtbar machen, was er vielerorts ohnehin schon ist: ein lebendiges Symbol dörflicher Gemeinschaft, Zusammenhalt und Teilhabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum nicht bewusster darüber sprechen, was der Maibaum heute bedeutet – für Junge wie Alte, für Alteingesessene wie Zugezogene? Warum ihn nicht auch medial – lokal oder digital – begleiten, dokumentieren oder als Anlass für Gespräche über das „Wir“ im Dorf nutzen? Solche Impulse müssen nicht groß oder aufwändig sein – oft reicht ein neuer Blickwinkel, um aus einer traditionellen Praxis einen Resonanzraum für Zukunftsfragen zu machen. Denn gerade im ländlichen Raum steckt in diesen scheinbar alltäglichen Ritualen ein enormes Potenzial: für Verständigung, für Teilhabe – und für das, was wir gesellschaftliche Innovation nennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="MaibaumDenkfigur"><strong>Der Maibaum als Denkfigur</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit unserem Maibaum auf der re:publica möchten wir zeigen: Tradition und Innovation schließen sich nicht aus – sie können sich gegenseitig befruchten. Der Maibaum wird so zur Denkfigur: ein Symbol für Wandel, der nicht alles Alte über Bord wirft, sondern mit dem Bestehendes neu gedeutet und weiterentwickelt werden kann. Vielleicht inspiriert unser Maibaum auch andere Menschen oder Orte – zu neuen Formen des Austauschs, zu mehr generationenübergreifendem Miteinander oder einfach zu einem neuen Blick auf das, was längst da ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://re-publica.com/de/session/maibaum-der-generationen-deine-traeume-fuer-die-zukunft" target="_blank" rel="noopener">Maibaum der Generationen: Deine Träume für die Zukunft<br></a>re:publica 25 – STATION Berlin, Expo Area / Halle 3</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrenamtsplattform digital.verein.t: Ein Blick auf das Transferprojekt zu Jahresbeginn</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/ehrenamtsplattform-digital-verein-t-ein-blick-auf-das-transferprojekt-zum-jahresbeginn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 10:31:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[#Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>
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		<category><![CDATA[digital.verein.t]]></category>
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		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamtsplattform]]></category>
		<category><![CDATA[ländlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=14167</guid>

					<description><![CDATA[Während das Jahr 2023 nun hinter uns liegt, denken wir an den Beginn unseres Transferprojektes “Ehrenamtsplattform digital.verein.t” im August des vorangegangenen Jahres zurück. Trotz des vergleichsweise kurzen Zeitraums haben wir bisher bereits einige Fortschritte erzielt, die es wert sind, in diesem Rückblick betrachtet zu werden. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unser Ziel bei „<a href="https://neuland21.de/projekte/ehrenamtsplattform-digital-vereint/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://neuland21.de/projekte/ehrenamtsplattform-digital-vereint/" rel="noreferrer noopener">Ehrenamtsplattform digital verein.t</a>“ besteht darin, die Plattform, die im Modellprojekt „<a href="https://neuland21.de/projekte/herzberg-digitalvereint/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herzberg digital.verein.t</a>” entwickelt wurde, in die existierende Systemumgebung der Transferregionen Rüdersdorf bei Berlin, Havelland und Otterbach-Otterberg zu integrieren. Als Ergänzung zur Smart-Village-App basiert sie auf der quelloffenen Browser-Plattform HumHub. Diese Offenheit ermöglicht eine breite Verwertbarkeit in der gesamten kommunalen Landschaft. Zudem lassen sich individuelle Anpassungen der Ehrenamtsplattform mit verhältnismäßig geringem Aufwand vornehmen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f3ab6a55 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Einführung der Ehrenamtsplattform in den genannten Regionen&nbsp; wollen wir das Ehrenamt vor Ort stärken und Ortsgemeinschaften aktivieren. Die Plattform bietet vielfältige Vorteile, darunter die Möglichkeit, individuelle Gruppen- und Vereinsprofile anzulegen, Beiträge zu verfassen sowie Veranstaltungen zu erstellen und zu veröffentlichen. Dies steigert die Sichtbarkeit der Vereine und Gruppen und präsentiert Engagementangebote gezielt für Interessierte. In den kommenden Monaten wird die Ehrenamtsplattform jeweils für die drei Transferregionen in Zusammenarbeit mit zwei Softwaredienstleistern aufgesetzt und angepasst.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Transferprojekt „Ehrenamtsplattform digital verein.t“ wird im Rahmen der dritten Staffel von <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/heimat20-ergebnistransfer/_node.html" target="_blank" rel="noopener">Heimat 2.0</a> gefördert, welche darauf abzielt, Erkenntnisse aus vorherigen Modellprojekten zu verbreiten und von ihnen zu lernen. Um den Worten Taten folgen zu lassen, fand Anfang September die Transferwerkstatt der Förderinitiative Heimat 2.0 in Schleswig (Schleswig-Holstein) statt. In einem inspirierenden Gallery Walk konnten sich alle Modellprojekte vorstellen und ihre Ergebnisse präsentieren. Lisann von neuland21 hielt einen Impulsvortrag über Partizipations- und Kommunikationsmethoden, inspiriert von unserer <a href="https://neuland21.de/projekte/klimawerkstatt/">Klimawerkstatt Fläming</a>. Beim World Café tauschten wir uns mit anderen Projekten aus, lernten voneinander und gaben unsere Erfahrungen weiter. Als Sahnehäubchen stand ein Besuch im Wikinger Museum in Haithabu an und am Abend genossen wir das Norden-Festival in Schleswig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. September 2023 fand zum zweiten Mal in der Transferregion Havelland der Havelländische „Tag der Vereine“ statt. Dort wurde die Ehrenamtsplattform als Teil der neuen App „Mein HVL&#8220;, der App des Landkreis Havelland, ebenfalls vorgestellt. 62 Vereine und Initiativen nutzten die Möglichkeit, sich zu präsentieren, über ihr Schaffen und Wirken zu berichten und auch um neue Mitglieder zu werben. Die Teilnahme an diesem Tag bot eine ideale Gelegenheit, die Ehrenamtsplattform vorzustellen und die Vereine des Havellandes über ihre Nutzungsmöglichkeiten zu informieren. Zahlreiche Interessierte erhielten Einblicke in die Funktionalitäten der Plattform und konnten sich direkt vor Ort einen Eindruck verschaffen. Die positive Resonanz und das Interesse der Vereine stärkten das Team von digital.verein.t in ihrem Vorhaben, das Ehrenamt und die Vereinslandschaft im Havelland mithilfe der Ehrenamtsplattform zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Meilenstein im Projekt war das Bereisungsgespräch im November. Dabei wurden Rahmenbedingungen, Ressourcen, Methoden und technische Lösungen des Plattform-Transfers gemeinsam mit den Transferregionen, dem Fördermittelgeber und der Forschungsassistenz besprochen. Im nächsten Schritt planen die Transferregionen sogenannte Infopunkte als Anlaufstellen in der Region rund um das Projekt, sowohl für spezifische als auch übergreifende Themen der Bürgerbeteiligung und des Ehrenamts. Parallel dazu soll die technische Umsetzung des Plattformtransfers erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ehrenamtsplattform erhielten auch die Vereine aus Rüdersdorf bei Berlin im Rahmen des Vereinsstammtisches am 18. Januar 2024. Alexander Reetz, Referent der Bürgermeisterin, präsentierte dort das Projekt und beantwortete die Fragen der Interessierten Enangierten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. Januar 2024 fand die Auftaktveranstaltung der Ehrenamtsplattform in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg statt. Über 35 Vereinsvertreterinnen waren dabei, als Bürgermeister Harald Westrich und neuland21-Mitarbeiterinnnen Antonia Schumann und Claudia Haas die Pläne für die digitale Plattform vorstellten. Die Auftaktveranstaltung war nicht nur informativ, sondern auch interaktiv! Die Teilnehmerinnen hatten die Chance, Potentiale der Plattform für den eigenen Verein zu erarbeiten und Wünsche für zukünftige Funktionen zu äußern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe des Frühjahrs werden die Auftaktveranstaltungen auch in den beiden anderen Transferregionen stattfinden, ebenso wie weitere Workshops und Expert*innenrunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ehrenamtsplattform digital.verein.t&#8220; startet mit vielen spannenden Plänen in das neue Jahr 2024!</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="794" height="1123" data-id="14229" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/02/1.jpg" alt="" class="wp-image-14229" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/02/1.jpg 794w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/02/1-212x300.jpg 212w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/02/1-724x1024.jpg 724w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/02/1-768x1086.jpg 768w" sizes="(max-width: 794px) 100vw, 794px" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Potenzial von Nutzungsdaten für digitale Bürger:innen-Beteiligungsprojekte</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/das-potenzial-von-nutzungsdaten-fuer-digitale-buergerinnen-beteiligungsprojekte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hanna Kribbel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 13:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nutzungsdaten entstehen bei jedem digitalen Beteiligungsprojekt: angefangen mit Anzahl und Zeitpunkt der Seitenaufrufe, über Aufenthaltsdauer und Zugriffsorte auf die Seite bis hin zu demografischen Daten der Nutzenden &#8211; sofern sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nutzungsdaten entstehen bei jedem digitalen Beteiligungsprojekt: angefangen mit Anzahl und Zeitpunkt der Seitenaufrufe, über Aufenthaltsdauer und Zugriffsorte auf die Seite bis hin zu demografischen Daten der Nutzenden &#8211; sofern sie erhoben werden. Diese Daten können eine wertvolle Quelle für die Auswertung und Interpretation von durchgeführten Beteiligungsaktionen,&nbsp; aber auch für die Steuerung zukünftiger digitaler Bürger:innen-Beteiligungsprojekte sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast alle Beteiligungsplattformen erheben Zugriffszahlen und -zeitpunkte, sowohl auf die Startseite als auch auf die Seiten einzelner Beteiligungsprojekte. Mit diesen Daten ist es bereits möglich, eine zeitliche Verknüpfung von Beteiligungszahlen mit externen Einflussfaktoren wie Öffentlichkeitsarbeit oder Social-Media-Aktionen herzustellen. So kann ermittelt werden, ob bestimmte Marketingmaßnahmen einen Anstieg der Beteiligungszahlen bewirken. Ein konkretes Beispiel aus dem Projekt zeigte uns durch die Analyse der Seitenaufrufe einer Umfrage, dass es eine signifikante Zunahme der abgegebenen Stimmen nach einem bestimmten Wochenende gab. Im Gespräch mit der Beteiligungsbeauftragten hat sich herausgestellt, dass an diesem Wochenende ein Stadtfest stattfand und die Beteiligungsaktion wahrscheinlich durch Mundpropaganda beworben wurde und es so zu dem Beteiligungsanstieg kam. Diese Information kann für die Planung zukünftiger Öffentlichkeitsarbeit sehr wertvoll sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Beteiligungsplattformen gehen noch einen Schritt weiter und bieten umfassende Informationen zu Websiteaufrufen an, darunter Aufenthaltsdauer, Zugriffsorte, Aktionen und mehr. Solche detaillierten Daten erlauben eine tiefergehende Analyse der Plattformnutzung. Zum Beispiel kann über den Zugriffsort festgestellt werden, aus welchen Gemeinden einer Kleinstadt die Teilnehmer:innen einer Beteiligungsaktion stammen und so die Betroffenheit der Teilnehmer:innen nachverfolgt werden: Sind es vorwiegend Anwohner:innen des Neubaugebiets, die sich an der Bürger:innenbefragung beteiligt haben? Darüber hinaus können auffällige Konzentrationen nachverfolgt werden: Hat sich eine Nachbarschaft zusammengetan, um ein Projekt voranzutreiben oder zu verhindern? Natürlich lässt sich nicht davon ausgehen, dass die Teilnehmenden immer von ihrem Wohnort aus an einem Angebot teilnehmen, dennoch lassen sich Tendenzen ablesen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aussagekräftig sind die demografischen Daten der Teilnehmer:innen. Plattformen, die eine Registrierung erfordern, können hier zusätzliche Informationen abfragen. Diese Pflichtangaben bei der Registrierung können meist von der Kommune bestimmt werden und ermöglichen es, Ergebnisse der Beteiligungsprozesse nach unterschiedlichen personenbezogenen Faktoren auszuwerten. So kann beispielsweise nachverfolgt werden, ob die anvisierte Zielgruppe einer Beteiligungsaktion auch wirklich erreicht wurde: In welchem Alter waren beispielsweise die Teilnehmer:innen der Ideensammlung zur Entwicklung einer neuen Parkanlage mit Spielplatz?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der vielen Potenziale gibt es auch Herausforderungen und Grenzen bei der Interpretation von Nutzungsdaten. So ist häufig die Datengrundlage zu gering, um aussagekräftige Schlüsse zu ziehen. Auch ist für eine gewinnbringende Auswertung der Daten eine klare Definition der Beteiligungsziele oder -strategien notwendig: Wenn zu Beginn des Beteiligungsprojekts keine Zielgruppe definiert wurde, ist eine nachträglicher Abgleich von anvisierter und erreichter ZIelgruppe hinfällig.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine klare Grenze hinsichtlich der Auswertungsmöglichkeiten bildet auch der Datenschutz. Obwohl Tools wie Google Analytics äußerst aussagekräftige Ergebnisse liefern könnten, ist ihre Verwendung im Kontext von Beteiligungsplattformen oft nicht zulässig. Beispielsweise erhebt Google Analytics standardmäßig auch IP-Adressen, die als personenbezogene Daten betrachtet werden, da sie zur Identifizierung von Einzelpersonen führen können. Für die Auswertung von Nutzungsdaten müssen also Webanalyse-Tools, die datenschutzkonform konzipiert sind, genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem erfordert die Analyse von Nutzungsdaten bestimmte Kompetenzen und Ressourcen seitens der Verantwortlichen, die nicht immer in ausreichendem Maße vorhanden sind. Da Beteiligungsprojekte meist eine Zusatzaufgabe zum gängigen Tätigkeitsbereich von Verwaltungsmitarbeiter:innen sind, fehlt es häufig an Zeit, sich in das Thema einzuarbeiten und die Projekte mit der notwendigen Vorbereitung, Betreuung und Nachbereitung auszuführen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswertung von Nutzungsdaten ein wertvolles Instrument ist, um Bürger:innen-Beteiligungsprojekte zu evaluieren und zu verbessern. Klare Zielsetzungen, ausreichende Datengrundlagen und ausreichend Kapazitäten auf Seiten der Verantwortlichen&nbsp; sind jedoch essentiell, um das volle Potenzial dieser Daten zu auszuschöpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&nbsp;</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f3ab6a55 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%"></div>



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		<item>
		<title>Förderaufruf: Regionen für die Einführung einer Ehrenamtsplattform gesucht!</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/zivilgesellschaft/aufruf-regionen-fuer-die-einfuehrung-einer-ehrenamtsplattform-gesucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2023 10:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[#Aktuelle Events]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lösung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamtsplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Smart-Village-App]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=12924</guid>

					<description><![CDATA[Wir suchen Kommunen oder Landkreise in ländlichen strukturschwachen Regionen, die unsere Ehrenamtsplattform "digital.verein.t" und die Smart-Village-App mit unserer Begleitung bei sich einführen wollen.  Die Interessensbekundung kann bis zum 17.3.2023 eingereicht werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verpassen Sie nicht die Infoveranstaltung zum Förderaufruf am 22.02.2023, 10-13 Uhr! </strong><br>(Anmeldungen bitte an&nbsp;<a href="&#109;&#97;&#x69;l&#116;&#x6f;&#x3a;p&#97;&#x6d;&#x65;l&#97;&#x2e;s&#97;&#x6e;&#x77;a&#108;&#x64;&#x40;b&#98;&#x72;&#46;&#98;&#x75;&#x6e;d&#46;&#x64;&#x65;">pam&#101;&#108;&#97;&#x2e;&#x73;&#x61;&#x6e;&#x77;&#x61;ld&#64;&#98;&#98;&#114;&#46;&#x62;&#x75;&#x6e;&#x64;&#x2e;&#x64;e</a> richten)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem <a href="https://herzbergdigitalvereint.de/" target="_blank" rel="noopener">Projekt Herzberg digital.verein.t</a> haben wir in den letzten zwei Jahren eine Ehrenamtsplattform entwickelt, auf der sich Engagierte vernetzen und Informationen zu ihrem Verein oder ihrer ehrenamtlichen Gruppe mit der regionalen Öffentlichkeit teilen können – seien es Veranstaltungseinladungen, Mitgliedsgesuche oder einfach die Zusammenfassung der Aktivitäten des Vereins. Die Ehrenamtsplattform ist eingebettet in die <a href="https://smart-village.app/" target="_blank" rel="noopener">Smart-Village-App</a>, in der die Nutzer:innen viele weitere praktische Informationen zu ihrer Stadt oder Region erhalten: von Verkehrsinfos über Freizeitaktivitäten bis hin zu Neuigkeiten aus der Verwaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun soll erprobt werden, ob die Plattform auch den Engagierten in anderen Regionen eine Hilfe in ihrer alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit sein kann. <strong>Dafür haben bis zu drei Kommunen oder Landkreise die Möglichkeit, die Smart-Village-App mit der Ehrenamtsplattform bei sich einzuführen</strong> – mit Unterstützung von neuland21, im Austausch mit der Stadt Herzberg (Elster) und finanziert durch die Förderinitiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen des Programms&nbsp;<em>Region gestalten</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum sollte Ihre Region teilnehmen?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine der drei geförderten Kommune hat die Chance, sich die Einführung einer Stadt-App durch die Förderung finanzieren zu lassen.</li>



<li> Für alle drei Kommunen werden die Kosten für das Aufsetzen der Ehrenamtsplattform übernommen.</li>



<li>Die Einführung digitaler Lösungen ist oft mit vielen Unsicherheiten verbunden, mit der Teilnahme am Transferprojekt ist die Kommune bei dieser Aufgabe nicht auf sich allein gestellt, sondern erhält durch neuland21 Unterstützung, die auf die Bedarfe vor Ort abgestimmt ist. </li>



<li>Wohl die wenigsten Kommunen haben die Möglichkeit, die Einführung einer Softwarelösung über einen längeren Zeitraum nach der Übergabe durch den Softwaredienstleister zu begleiten. Dabei sind es gerade diese Begleitung, die flankierenden Veranstaltungen und Beratungen, die eine nachhaltige Nutzung fördern. </li>



<li>Ganz nebenbei kann dieses gemeinsame Vorhaben von Kommune und Ehrenamtlichen die Netzwerke und Verbindungen vor Ort stärken. </li>



<li>Das Projekt zielt zudem durch die Bereitstellung einer nützlichen und niederschwelligen Plattform und Weiterbildungen darauf ab, die Digitalkompetenzen der Ehrenamtlichen und evtl. Verwaltungsmitarbeitenden zu fördern bzw. ihr Interesse an digitalem Handwerkszeug zu wecken.</li>



<li>Dadurch, dass drei Kommunen parallel betreut werden und auch Herzberg (Elster) weiterhin involviert bleibt, können Netzwerk- und Austauschformate veranstaltet werden, die den Beteiligten die Chance geben, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klingt spannend? </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Füllen Sie bis zum 17.03.2023 eine Interessensbekundung aus!</strong> Das Einreichen eines Zuwendungsantrags ist erst in der zweiten Runde, voraussichtlich bis Mai 2023, notwendig. Am 22.03.2023 findet eine Infoveranstaltung statt, in der Sie all Ihre Fragen direkt an die Projektverantwprtlichen von neuland21, Herzberg (Elster) und BMWSB/BBSR stellen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/heimat-2-0-foerderaufruf" target="_blank" rel="noopener">Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderaufruf</a>. Sie wollen mehr zum Vorhaben Heimat2.0 erfahren? <a href="https://www.region-gestalten.bund.de/Region/DE/vorhaben/heimat20/_node.html" target="_blank" rel="noopener">Klicken Sie hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens können Sie sich auch für den Transfer anderer digitaler Lösungen bewerben, die im Vorhaben Heimat 2.0 entwickelt wurden – <a href="https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/heimat-2-0-foerderaufruf-steckbriefe-dl.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5" target="_blank" rel="noopener">die Steckbriefe aller Projekte finden Sie hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern direkt:<a href="&#109;&#97;&#x69;l&#116;&#x6f;&#x3a;a&#110;&#x74;&#x6f;n&#105;&#x61;&#x2e;s&#99;&#x68;&#x75;m&#97;&#x6e;&#x6e;&#64;&#110;&#x65;u&#108;&#97;&#x6e;d&#50;&#x31;&#x2e;d&#101;"> &#97;&#x6e;t&#111;&#x6e;i&#x61;&#x2e;&#115;&#x63;h&#117;&#x6d;a&#110;&#x6e;&#64;&#x6e;e&#117;&#x6c;a&#110;&#x64;&#50;&#x31;&#x2e;&#100;&#x65;</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Interview mit Anne Pahl</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/interview-mit-anne-pahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hanna Kribbel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 08:47:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AppVel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=12281</guid>

					<description><![CDATA[Im folgenden Interviewausschnitt erzählt Anne, wie die Einführung von digitalen Tools in ehrenamtlichen Organisationen gelingt und welche Rolle die Organisationskultur dabei spielt.&#160; neuland21: Ein Thema, das wir in unserer Umfrage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Im folgenden Interviewausschnitt erzählt Anne, wie die Einführung von digitalen Tools in ehrenamtlichen Organisationen gelingt und welche Rolle die Organisationskultur dabei spielt.&nbsp;</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>neuland21:</strong> Ein Thema, das wir in unserer Umfrage zur Digitalisierung im ländlichen Ehrenamt untersucht haben, sind Faktoren, die die Digitalisierung ehrenamtlicher Organisationen fördern oder hemmen können. Welche Faktoren sind deiner Erfahrung nach hier ausschlaggebend?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anne:</strong> Ich glaube, da gibt es vielfältige Faktoren und auch Theorien dazu. Während der Pandemie war die Digitalisierung in vielen Organisationen eher ein reaktives Tun &#8211; wir müssen jetzt irgendwie digitaler werden, wir müssen dezentrale Zusammenarbeit ermöglichen. Da ging es um die Einführung von Tools, also Werkzeugen. Aber die Frage, die für mich viel wichtiger ist, ist das Wie. Also, auf welche Art und Weise werden digitale Werkzeuge in die Organisation hineingetragen? Kommt jemand und stülpt sie über, oder gibt es demokratische Verfahren dazu? Damit verknüpft ist die Frage: Wer entscheidet das und wie wird die Entscheidung in der Organisation verankert?&nbsp; Und nicht zuletzt: Welche Fragestellungen werden in der Organisation an die Digitalisierung herangetragen? Auf was soll sie die Antwort sein? Es geht nicht darum, digitale Tools einzuführen, sondern auch darum, eine Organisationskultur zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>neuland21: </strong>Das klingt nach einer zeitintensiven und herausfordernden Aufgabe. Gerade Zeit ist im Ehrenamt ein knappes Gut.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f3ab6a55 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-682x1024.jpeg" alt="eeeeee" class="wp-image-12311" width="290" height="435" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-682x1024.jpeg 682w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-200x300.jpeg 200w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-768x1152.jpeg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3-1024x1536.jpeg 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/09/portrait-anne-sophie-pahl-2021-1365x2048-3.jpeg 1333w" sizes="(max-width: 290px) 100vw, 290px" /><figcaption>©Sebastian Schütz</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anne: </strong>Ja, und gerade da gibt es häufig das Problem, dass Digitalisierung für viele eine Sache ist, die immer noch “on-top” kommt „Das müssen wir jetzt auch noch machen,” heißt es dann. Die Digitalisierung einer Organisation ist ein sehr grundsätzlicher Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn man ihn ernst nimmt. Ich erlebe aber zumindest ab und zu, dass er nicht so ernst genommen wird, oder, dass der Ärger schnell groß ist, wenn dieser Prozess nicht gut vorbereitet ist und nicht gut moderiert wird. Dann ist das Frustrationspotenzial sehr hoch und man droht Menschen zu verlieren, die sich nicht gut mitgenommen fühlen, insbesondere auch Ehrenamtliche.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>neuland21: </strong>Würdest Du sagen, dass so eine Umstellung eher erfolgreich ist, wenn sie bottom-up, also ausgehend von den Engagierten, oder wenn sie top-down, vom Vorstand initiiert, abläuft?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anne: </strong>Darauf habe ich keine eindeutige Antwort. Ich finde, das ist stark abhängig davon, wie die Organisation strukturiert ist, wie hierarchisch sie ist. Denn wir wissen, Digitalisierung hat viel Potenzial, hierarchische Strukturen zu demokratisieren. Und das heißt, wenn die Organisation von vornherein nicht starr hierarchisch organisiert ist, dann ist es meiner Meinung nach egal, ob eine Neuerung von unten kommt und einzelne Ehrenamtliche die Initiative ergreifen, oder ob der Vorstand kommt und sagt: „Hey, ich habe hier das und das gemacht”, das dann den Engagierten vorschlägt und sich alle gemeinsam dafür entscheiden. Gleichzeitig, wenn es sehr eingefahrene Strukturen gibt, wie in manchen Vereinen, kann es sehr viel schwieriger sein. Da merkt man dann auch, dass sich junge Leute, die in eine festgefahrene Organisation reinkommen, auch schnell wieder verabschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>neuland21:</strong> Und konntest du in den letzten Jahren Veränderungen wahrnehmen hinsichtlich der Einstellung zur Digitalisierung in ehrenamtlichen Organisationen, vielleicht durch Corona bedingt, oder auch unabhängig davon?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anne:</strong> Ja. Eine Beobachtung, die ich mache ist, dass selbst die Leute, die sagen: „Ich habe gar keine Lust auf irgendwas Digitales&#8220;, sich trotzdem zu einem gewissen Grade damit beschäftigen und dann eine mündige Antwort haben: „Deshalb habe ich keine Lust da drauf.“ Es ist nicht mehr so ein diffuses „Oh, dieses Digitale, das ist nichts für mich“, wie man es vor vielleicht drei, vier, fünf Jahren noch oft gehört hat, sondern es ist ein: „Wir haben uns das angeschaut und wir haben uns bewusst dagegen entschieden.“ Das sehe ich schon als eine positive Entwicklung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>neuland21: </strong>Danke für das Gespräch, Anne!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Interview wurde am 2.6.2022 via Zoom geführt.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Forschungsprojekt “Zwischen Appstore und Vereinsregister – Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter” (AppVeL) wird von neuland21 und dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung durchgeführt und im Rahmen des Programms “Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen” vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&nbsp;</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f3ab6a55 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%"></div>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meet the Team: Unser Programmbereich Zivilgesellschaft &#038; Ehrenamt stellt sich vor</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/meet-the-team-zivilgesellschaft-ehrenamt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2022 10:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Meettheteam]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[Teamvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=11841</guid>

					<description><![CDATA[Meet the Team: Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen und zeigen euch, wer eigentlich hinter all unseren Projekten steckt! Den Anfang macht heute unser Programmbereich Zivilgesellschaft und Ehrenamt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen und zeigen euch, wer eigentlich hinter all unseren Projekten steckt! Den Anfang macht heute unser Programmbereich Zivilgesellschaft und Ehrenamt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">     </p>



<div class="wp-block-group has-small-font-size is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-492a6e6a wp-block-group-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-medium"><img decoding="async" width="300" height="300" data-id="11845" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/07/bild-textfeld-1-300x300.jpg" alt="" class="wp-image-11845" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/07/bild-textfeld-1-300x300.jpg 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/07/bild-textfeld-1-1024x1024.jpg 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/07/bild-textfeld-1-768x768.jpg 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/07/bild-textfeld-1.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph">       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1) Stellt doch einmal kurz euren Programmbereich vor: Wer seid ihr und an welchen Projekten arbeitet ihr gerade?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan laufen in unserem Programmbereich zwei große Projekte: Berit Barutzki, Hanna Kribbel und Janine Hoelzmann forschen im Projekt “Zwischen Appstore und Vereinsregister – Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter” gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung, wie digital das Ehrenamt auf dem Land ist. Praktisch erprobt wird die Digitalisierung im Ehrenamt im Projekt “Herzberg digital.verein.t”, in dem Susann Nitzsche, Antonia Schumann und Laura Heym eine Ehrenamtsplattform konzipieren und in der Kleinstadt Herzberg (Elster) etablieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2) Warum braucht es im Bereich Zivilgesellschaft &amp; Ehrenamt das Engagement/die Projekte von neuland21?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen mit unseren Projekten eine Brücke zwischen den aktuellen Debatten und der Realität der Engagierten vor Ort schlagen. “Digitalisierung” wirkt oft abstrakt und furchteinflößend &#8211; mit unseren Aktivitäten können wir die Menschen da abholen, wo sie gerade stehen und gemeinsam digitale Lösungen entwickeln, die wirklich auf die Interessen der Nutzenden ausgerichtet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3) Warum braucht es mehr Digitalisierung im Ehrenamt in ländlichen Räumen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in abgelegenen und strukturschwächeren Räumen bieten digitale Hilfsmittel oder auch Formen des digitalen Engagements großes Potenzial, das Ehrenamt zukunftsfähig aufzustellen. Und gerade hier ist das Ehrenamt eine der zentralen gesellschaftlichen Säulen. Durch neue Strukturen und Engagementmöglichkeiten könnte man vielleicht sogar dem Vereinssterben entgegenwirken. Dafür ist es aber auch wichtig zu wissen, welchen Herausforderungen Vereine begegnen und mit welchen Barrieren sie bei der Digitalisierung zu kämpfen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wollt ihr noch mehr zum Programmbereich wissen? Schickt uns einfach eine Mail an &#x62;&#101;&#114;i&#x74;&#x2e;&#98;a&#x72;&#x75;&#116;z&#x6b;&#x69;&#64;n&#x65;&#x75;&#108;a&#x6e;&#x64;&#50;1&#x2e;&#x64;&#101; oder &#x6c;&#x61;&#x75;&#x72;&#x61;&#x2e;&#x68;&#101;&#121;&#109;&#64;&#110;eula&#x6e;&#x64;&#x32;&#x31;&#x2e;&#x64;&#x65; &#8211; wir freuen uns auf eure Fragen!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrenamt im digitalen Zeitalter: Mit Interviews zu vertieften Erkenntnissen!</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/appvel/ehrenamt-im-digitalen-zeitalter-mit-interviews-zu-vertieften-erkenntnissen%ef%bf%bc/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 14:34:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AppVel]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[digital.verein.t]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10226</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem Frühlingsstart fiel auch der Startschuss für die nächste Phase im Forschungsprojekt AppVeL (Zwischen Appstore und Vereinsregister – ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter). Seit Mitte Januar ist die Frist für die Online-Befragung zum Stand der Digitalisierung des ehrenamtlichen Engagement in ländlichen Räumen abgelaufen und insgesamt sind über 2800 Antworten von ehrenamtlichen Organisationen eingegangen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">von Berit Barutzki &amp; Janine Hoelzmann</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Frühlingsbeginn fiel auch der Startschuss für die nächste Phase im Forschungsprojekt&nbsp;<a href="https://neuland21.de/projekte/digital-im-ehrenamt/">Zwischen Appstore und Vereinsregister – Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter (AppVeL)</a><em>.</em>&nbsp;Seit Mitte Januar ist die&nbsp;<a href="https://neuland21.de/appvel-online-befragung/">Online-Befragung</a>&nbsp;zum Stand der Digitalisierung des ehrenamtlichen Engagement in ländlichen Räumen abgeschlossen und insgesamt sind über 2800 Antworten von ehrenamtlichen Organisationen eingegangen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Auswertung der Ergebnisse läuft, sprechen wir bereits mit ländlichen Vereinen, freiwilligen Feuerwehren, Kirchengemeinden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich an der Befragung beteiligt haben. Dabei wollen wir mehr über die Motivationen und Bedürfnisse der Engagierten sowie Chancen und Herausforderungen für die Zivilgesellschaft im Kontext des digitalen Wandels erfahren: Was erhoffen sich ehrenamtliche Organisationen durch den Einsatz digitaler Technologien und was sind dabei die größten Herausforderungen? Wie und wofür setzen sie bereits digitale Technologien ein? Welche Rolle spielt dabei die Verortung im ländlichen Raum?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Vertreter:innen ausgewählter Organisationen werden deutschlandweit ca. 20 Interviews durchgeführt. Bei der Auswahl der Interviewpartner:innen wurde darauf geachtet, ein nach Raumtypen und Organisationsstrukturen möglichst differenziertes Bild zu erfassen und ein tiefgehendes Verständnis zum Einsatz digitaler Technologien im Ehrenamt und dem Umgang damit zu gewinnen. Zusätzlich werden Interviews mit Expertinnen und Experten, u. a. mit Vertreter:innen aus bundes-/ und landesweiten Ehrenamtsverbünden, der Ehrenamtsforschung und weiteren politischen Akteuren der ländlichen Entwicklung durchgeführt. Mithilfe der Expert:innen-Interviews sollen insbesondere Erkenntnisse zum digitalen Engagement und zum Ehrenamt für die Digitalisierung im ländlichen Raum gewonnen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönliche Gespräche und Einblicke in Alltagssituationen der Vereine bieten die Möglichkeit, die Erkenntnisse aus der Online-Befragung noch besser einordnen und verstehen zu können. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einer Publikation aufbereitet, die Anfang des Jahres 2023 in Zusammenarbeit mit dem IRS veröffentlicht wird. Wir freuen uns, Einblicke in die Erfahrungswelten der ländlichen Ehrenamtsakteure und digitalen Methoden zu gewinnen. Denn schlussendlich wollen wir Antworten darauf finden, wie ländliche Vereine und Organisationen bestmöglich unterstützt werden können, um auch in Zukunft ihre wichtige Arbeit weiterzuführen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Für Rückfragen zur Interviewphase können Sie sich direkt an Berit Barutzki (<a href="&#x6d;&#97;&#105;l&#x74;&#x6f;&#58;b&#x65;&#x72;&#105;t&#x2e;&#x62;&#97;r&#x75;&#x74;&#122;k&#x69;&#x40;&#110;e&#x75;&#x6c;&#97;&#110;d&#x32;&#x31;&#46;d&#x65;">&#x62;e&#x72;&#105;&#x74;&#46;&#x62;&#x61;r&#x75;&#116;&#x7a;&#107;&#x69;&#64;n&#x65;&#117;&#x6c;&#97;&#x6e;&#100;2&#x31;&#46;&#x64;&#101;</a>) wenden.&nbsp;</em></p>



<section id="spacer-block_625591ba1cfc4" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Forschungsprojekt&nbsp; “Zwischen Appstore und Vereinsregister &#8211; Ländliches Ehrenamt auf dem Weg ins digitale Zeitalter” (AppVeL) wird von neuland21 und dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung durchgeführt und im Rahmen des Programms “Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen” vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Foto:&nbsp;neuland21 e.V.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Läden braucht das Land: Warum ein Dorfladen mehr als Lebensmittel bietet</title>
		<link>https://neuland21.de/nahversorgung/neue-dorflaeden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 13:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Nahversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10174</guid>

					<description><![CDATA[Warum sind Dorfläden wichtig für ländliche Räume? Welche unterschiedlichen Konzepte gibt es für eine zukunftsfähige Nahversorgung mit Lebensmitteln auf dem Land? Das hat Nora Hartmann in ihrer Masterarbeit untersucht. In diesem Gastbeitrag gibt sie Tipps, wie neue Dorfläden entstehen können, was bei der Planung bedacht werden muss und welche Aufgaben auf Politik und Regionalentwicklung zukommen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dieser Gastbeitrag von Nora Hartmann beruht auf Erkenntnissen, die im Rahmen der Masterarbeit „Zukunftsfähige Konzepte zur Lebensmittelnahversorgung in Dörfern – eine sozial-empirische Analyse moderner Konzepte in Deutschland“ gewonnen wurden. Dafür wurden leitfadengestütze Interviews durchgeführt. Die Arbeit wurde von Ulrich Harteisen (HAWK Göttingen) und Mathias Großklaus (neuland21) betreut. Die Autorin ist unter <a href="&#109;&#x61;i&#x6c;&#x74;&#111;&#x3a;n&#111;&#x72;&#97;&#x2e;h&#97;&#x72;t&#x6d;a&#110;&#x6e;&#64;&#x68;&#x61;&#119;&#x6b;&#46;&#100;&#x65;">&#x6e;&#111;&#x72;&#x61;&#46;&#x68;&#x61;&#114;&#x74;&#x6d;&#97;&#x6e;&#x6e;&#64;&#x68;&#x61;w&#x6b;&#46;d&#x65;</a> erreichbar.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gastbeitrag von Nora Hartmann</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Dörfliche Lebensmittelversorgung und demographischer Wandel: Viele Herausforderungen!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 50 Jahren hatte noch jedes Dorf seine eigene Lebensmittelnahversorgung. Es gab oft mehr als nur einen Laden, der mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgte. Heute ist es schon etwas besonderes, wenn in einem kleineren Ort ein Laden zu finden ist. Das liegt am demographischen Wandel: durch Abwanderung und Überalterung verändert sich die Struktur und das Volumen der Nachfrage nach Lebensmitteln. Aber auch die steigende Anforderungen der Konsument:innen an Auswahl, Qualität und Preis erschweren das Fortbestehen der kleinen Läden auf dem Land. Sie haben wenig Chancen, mit großen Supermärkten oder Discountern zu konkurrieren. Dazu kommt, dass viele Menschen auf dem Land ihr eigenes Auto besitzen. Sie können so ganz bequem ihren Einkauf im Supermarkt der nächsten Stadt tätigen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur auf der Seite der Konsument:innen hat sich die Situation in den letzten Jahrzehnten verändert. Das Betreiben eines kleinen Dorfladens hat sich immer weiter erschwert. Heute dominieren nur sechs Großanbieter mit 90 % des Marktanteils den Lebensmitteleinzelhandel. Ein typischer Supermarkt hat ein Einzugsgebiet von über 5.000 Menschen. Die kleinen Läden sind dieser Konkurrenz nicht gewachsen. Und auch die Lieferkonditionen haben sich für den einzelnen Laden verschlechtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation gibt es jedoch auch heute noch Dörfer mit eigenem Laden. Für die Regionalentwicklung in ländlich geprägten Gegenden ist es außerordentlich wichtig, diese zu erhalten und das Entstehen neuer Läden anzuschieben. Das hat Gründe, die weit über die unmittelbare Lebensmittelversorgung hinausgehen.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Warum das Land Dorfläden braucht</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Dorfläden sind ein sozialer Dorfmittelpunkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele kleine Ortschaften gelten heute als sogenannte „Schlafdörfer“. Das sind Orte, in denen die Menschen lediglich den Rückzugsraum der eigenen Wohnung nutzen, alle Aktivitäten – wie Arbeit, Hobbys oder soziale Begegnungen – finden außerhalb des Wohnortes statt. Dorfläden können hier einen Gegentrend setzen und dazu beitragen, einen Ort (wieder) zu beleben. Ein Dorfladen kann als Begegnungsstätte, als Treffpunkt dienen. Auch für neu Zugezogene kann der Kontakt mit anderen erleichtert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfläden schaffen regionale Wertschöpfung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Dorfläden setzen einen besonderen Schwerpunkt auf Produkte aus der Region. Für die Konsument:innen eröffnet dies die (verhältnismäßig einfache) Möglichkeit, regionale Produkte zu beziehen. Durch den persönlichen Kontakt zu Landwirt:innen und Produzent:innen der Ladenbetreibenden sowie die kurzen Wege ist die Herkunft der Produkte gut nachvollziehbar. Bewusster Konsum wird erlebbar und eine Identifikation mit dem eigenen Ort und der eigenen Region durch persönlichen Bezug möglich. Und möglicherweise entstehen sogar Arbeitsplätze.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Dorfläden sind multifunktionale Zentren (oder können es werden)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ist erst einmal ein Ort der Begegnung geschaffen (und dafür braucht es nicht viel), macht der Dorfladen möglicherweise Lust auf mehr. Viele Dorfläden integrieren zusätzliche Angebote. Sind Struktur und Räumlichkeit erst mal vorhanden, gliedert auch verhältnismäßig einfach ein Café an, eine Kunstausstellung findet ihren Platz, eine Carsharing-Initiative kann ihre Anlaufstelle andocken oder einfach nur eine Austauschbörse für Nachhilfestunden am Schwarzen Brett stattfinden. Ob der Dorfladen einem typischen Tante-Emma-Laden gleicht oder doch gleich ein ganzes Dorfzentrum mit Kinder- oder Altenbetreuung oder einem Coworking-Space entsteht, hängt von den individuellen Bedarfen einer Dorfgemeinschaft ab. Ein wirklich erfolgreicher Dorfladen kann auch ein Katalysator für das Interesse der Bürger:innen für den eigenen Ort sein. Und warum dann nicht weitere Projekte im Dorf wagen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Dorfläden schaffen kurze Wege für das Klima … und das eigene Wohlbefinden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zuletzt ermöglicht das Einkaufen im eigenen Ort, das Auto ab und zu mal stehen zu lassen. Gerade in Zeiten von Homeoffice ist es oft gar nicht mehr jeden Tag nötig, den Weg in die nächste Stadt zu machen&nbsp; –&nbsp; wenn die Produkte des täglichen Bedarfs auch ein paar Straßen weiter zu finden sind. Dies entlastet nicht nur das Klima, sondern auch die vollen Straßen und den eigenen Terminkalender. Und durch den Fokus auf regionale Produkte werden (zumindest teilweise) weite Transportstrecken eingespart.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Dorfläden schaffen barrierearme Teilhabeemöglichkeiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Dorfladen ermöglicht weniger mobilen Menschen eine Möglichkeit zur sozialen Teilhabe und Selbstständigkeit. In Anbetracht des demografischen Wandels und der Alterung unserer Gesellschaft wird das ein zunehmend wichtiger Aspekt. Gerade ältere Menschen sind aufgrund der Entfernung zu Infrastruktur auf dem Dorf häufig auf Hilfe angewiesen.Doch auch jüngere Menschen (etwa Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Behinderung) profitieren von örtlichen Angeboten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Dorfläden steigern die Standortattraktivität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unter einem dörflichen Idyll stellen sich viele eine intakte Gemeinschaft mit einem lebendigen Ort vor. Bestehende Infrastruktur ist da ein wichtiger Aspekt. So kann ein ein Dorfladen mit dazu beitragen dem Problem der Landflucht, der Bevölkerungsabnahme, der Überalterung entgegenzuwirken. Und auch für Rückkehrer:innen oder neu Zuziehende macht es den Ort attraktiver.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Gründen eines neuen Dorfladens: Was sollte bedacht werden?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der vielen Vorteile für Dörfer und Dorfgemeinschaften: Die Gründung eines Dorfladens (oder die Erneuerung des Konzepts eines bestehenden) ist nicht ohne Hürden. Viele Fehler lassen sich jedoch durch ein bedachtes Vorgehen leicht vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Planung, Planung, Planung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Planung ist das A und O. Es nützt nichts, wenn es den schönsten Dorfladen in einem Ort gibt und niemand geht hin. Darum empfiehlt sich, vorab die Machbarkeit zu klären und Bedarfe zu erkunden. Es sollten einige grundlegende Fragen im Vorfeld geklärt werden: Was wünschen sich die Menschen des Ortes von einem Laden? Und unter welchen Bedingungen gehen sie dort einkaufen? In diesem Zuge sollten die Bedürfnisse der potenziellen Kundschaft abgefragt werden. Außerdem muss geprüft werden, welche anderen Nahversorgungsinitiativen in eine Konkurrenzsituation kommen könnten oder ob vielleicht nicht sogar Kooperationen möglich sind. Auch im Laufe des Bestehens des Ladens sollten immer wieder die Bedürfnisse der Kundschaft abgeglichen werden. Ein flexibles Reagieren auf die Wünsche der Kund:innen ist Voraussetzung für ein langfristiges Bestehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfladen ist nicht gleich Dorfladen: Geeignete Form finden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dorfläden sind so unterschiedlich wie die Dörfer. Jeder (erfolgreiche) Dorfladen ist einzigartig und auf die Begebenheiten und Bedürfnisse des Ortes zugeschnitten. Jedes Dorf muss selbst herausfinden, welche Aspekte vor Ort wichtig sind, welche Schwerpunkte gelegt werden sollen oder welche Wirtschaftsform die geeignetste ist. In der folgenden Tabelle finden sich typische Beispiele von Dorfläden aus ganz Deutschland.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="470" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png" alt="" class="wp-image-10441" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-300x138.png 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-768x352.png 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1536x704.png 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405.png 1579w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Gute Beispiele kennenlernen – und Unterstützung einholen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rad muss nicht neu erfunden werden! Es gibt bereits viele erfolgreiche Dorfläden mit den unterschiedlichsten Konzepten. Einfach mal umhören und nachfragen! Oft wird gerne geholfen. In einigen Bundesländern oder auch Regionen (etwa LEADER-Regionen) gibt es auch Vernetzungsstellen. Die haben vorhandene Expertise bereits zusammengetragen und können weitervermitteln. Auch für die Planung eines Ladens gibt es häufig Unterstützung von der regionalen Wirtschaftsförderung oder anderen Instanzen – auch wenn keine expliziten Angebote bestehen, kann hier meist unterstützt werden. Zudem können Fördermittel eine große Erleichterung darstellen. Fördermittelstellen für Dorfläden können an unterschiedlichen Stellen angesiedelt sein: Kommune, Land, LEADER, Modellregionen, Pilotprojekte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Verantwortliche Person(en) finden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine stabile Finanzierung und ausreichend Kundschaft nützt nichts, wenn es keine Menschen gibt, die bereit sind den Laden zu betreiben. Es müssen also Menschen gefunden werden, die den Laden führen möchten und ihn am Laufen halten. Gibt es dafür ehrenamtliches Potenzial oder können die Personalkosten abgedeckt werden? Dafür sollte stets eine langfristige Perspektive mitbedacht werden. Ehrenämter stoßen schnell an ihre zeitlichen Grenzen und verpflichten sich oft nicht über Jahre hinweg. Die Führung eines Ladens sollte nicht unterschätzt werden. Kaufmännisches Wissen ist unabdingbar für ein gutes Gelingen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Kosten sparen, gut wirtschaften</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt ist natürlich die Wirtschaftlichkeit. Schon bei der Ausrichtung des Ladens muss eine wirtschaftlich tragbares Konzept vorhanden sein. Eine Abgrenzung zum Supermarkt ist hier entscheidend. Es muss klar herausgearbeitet werden, warum Menschen in diesem Laden einkaufen möchten und nicht woanders. Die Konkurrenz zu anderen kleinen Läden oder Initiativen sollte unbedingt vermieden werden. Es darf jedoch nicht an der falschen Stelle gespart werden. Kostenreduktion durch zu kurze Öffnungszeiten kann dem Laden auch zum Verhängnis werden. Diese sollten unbedingt auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner:innen abgestimmt werden. Es sollte geklärt werden, ob etwa die Gemeinde Ladenfläche zu besonderen Konditionen vermieten oder sogar zur Verfügung stellen kann. Ebenso sollte geprüft werden, ob dauerhafte Fördermöglichkeiten bestehen. Wenn sich nicht genügend Personal findet oder die Einstellung neuer Mitarbeitenden nicht zu stemmen ist, gibt es viele Möglichkeiten: Eingespart werden können Kosten zum Beispiel beim Personal (Ein personalloses 24h-Laden-Konzept, ein ehrenamtliches Betriebermodell oder ein Angebot über Automaten. Ehrenamt, Automaten, Internethandel).</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Passende Räumlichkeiten finden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig für den Erfolg eines Dorfladens ist dessen Lage. Der Laden sollte sich zentral im Ort befinden und nach Möglichkeit an einer Durchgangsstraße um Pendelverkehr und Menschen auch von außerhalb zu erreichen. Vielleicht gibt es noch eine Immobilie eines ehemaligen Ladens. Das schafft Identifikation. Oder es kann eine andere Immobilie umgenutzt werden. Genügend Parkplätze sind ebenso ein wichtiger Faktor. Auch die Innenraumausstattung ist wichtig für einen erfolgreichen Laden. Sie sollte modern und ansprechend sein und eine warme Atmosphäre schaffen, den Einkauf angenehm machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#7 Risiken streuen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig trägt sich das Angebot von ausschließlich Lebensmitteln in einem kleinen Ort nicht. Und der Dorfladen sticht besonders als Ort der Begegnung heraus. Da bietet sich die Integration weiterer Angebote an. Beispiele hierfür sind: ein Café, eine Paketannahmestelle/Post, ein kulturelles Angebot, Internetzugang, Leihlastenräder, Carsharing. Oder kann der Laden vielleicht mit anderen (bereits vorhandenen oder zukünftigen) Strukturen kombiniert werden (Coworking-Space, Ärztehaus, Gemeindezentrum)? Welche Ideen gibt es noch?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#8 Die kleinen Fragen nicht vergessen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere wichtige Fragen für die Planung eines Dorfladens sind: Ist eine Internetpräsenz geplant? Wie können besonders junge Menschen angesprochen werden? Kann der Laden sich wandeln/ ist er flexibel? Soll der Laden Teil eines Netzwerks werden? Was kann der Laden bieten, was der Supermarkt nicht kann? Gibt es einen geeigneten Platz für ein schwarzes Brett?</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading">Was die Politik tun kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Planung und Vorbereitung kann vieles möglich machen. Dennoch liegt es nicht am Engagement der Menschen vor Ort, dass es Dorfläden vielerorts schwer haben. Hier ist die Politik gefragt. Welche Weichen sollten also gestellt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst sollten Dorfläden auf allen politischen Ebenen gezielt unterstützt und gefördert werden. So könnte den Kommunen mehr Entscheidungsspielräume zubilligen, da diese am besten die Situation vor Ort und die Bedürfnisse der Menschen einschätzen können. Gefördert werden sollte auch die interkommunale Zusammenarbeit, da manche Konzepte sich besser in einem größeren Verband verwirklichen lassen, wie etwa ein mobiler Dorfladen, und die Vernetzung einzelner Läden von Vorteil sein kann. Auch das Zusammendenken von verschiedenen Nahversorgungskonzepten und ländlichen Akteur:innen kann sehr erfolgreich sein. Vielleicht kann in einem Gebäude Lebensmittelversorgung und eine Arztpraxis untergebracht werden? Oder es kann eine Kooperation mit dem Dorfverschönerungsverein entstehen?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Hilfestellungen für Dorfläden können eigene Beratungsstellen geben (die z.B. in der Wirtschaftsförderung angesiedelt werden könnten). Aber auch das Finanzieren oder Bezuschussen einer Machbarkeitsstudie kann für einen erfolgreichen Dorfladen der erste Schritt sein. Finanzielle Unterstützungen, gerade in der Anfangsphase, sind für kleine Projekte oft maßgeblich. Oft scheitert es jedoch schon an der Antragstellung. Hier bedarf es Hilfe durch geschultes Personal oder im besten Falle einen Abbau von bürokratischen Hürden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch sind Prozesse oft sehr langwierig, ein Laden braucht bei der Eröffnung aber das Aktionspotenzial und kann sich nicht immer mehrjährige Antragsstellungsprozesse leisten. Ebenso ist der Erhalt von Fördermitteln häufig auch an Bedingungen geknüpft, die nicht für jedes Geschäftsmodell passend sind. Die Bedingungen für den Erhalt einer Förderung sollten gegebenenfalls geprüft und angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwer haben es die Dorfläden auch, weil für sie in vielerlei Hinsicht die gleichen Vorschriften und Hygieneauflagen wie für den Großhandel gelten. Eine Erleichterung oder Sonderregelungen von politischer Seite für den Kleinsthandel könnten hier Ansatzpunkte sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich kann das Etablieren eines Dorfladennetzwerkes und die Gewährleistung dessen langfristigen Fortbestehens eine gute Stütze für die einzelnen Läden sein.</p>



<section id="spacer-block_62455fc44c07c" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Links</h3>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/" target="_blank" rel="noopener">dorfladen-netzwerk.de</a> (bundesweites Netzwerk multifunktionaler Dorfläden)</li><li><a href="https://markttreff-sh.de/" target="_blank" rel="noopener">markttreff-sh.de</a> (Landesweites Dorfladennetzwerk Schleswig-Holstein)</li><li><a href="https://www.m-punkt-rlp.de/" target="_blank" rel="noopener">m-punkt-rlp.de</a> (Beratungsstelle Dorfläden Rheinland-Pfalz)</li><li><a href="https://meck-schweizer.de/" target="_blank" rel="noopener">meck-schweizer.de</a> (Regionalvermarktunginitiative Mecklenburgische Schweiz)</li><li><a href="https://www.dorv.de/" target="_blank" rel="noopener">dorv.de</a> (multifunktionale Nahversrogung)</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Literatur</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hrsg.). (2014). <em>Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen. Impulse für die Praxis.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu, C., &amp; Nikolic, L. (2015). Versorgung im ländlichen Raum der Zukunft: Chancen und Herausforderungen. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Küpper, P., &amp; Tautz, A. (2015). Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen Europas: Strategien ausgewählter Länder im Vergleich. <em>Europa Regional</em>, <em>3</em>(21.2013), 138–155.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zibell, B., Revilla Diez, J., Heineking, I., Preuß, P., Bloem, H., &amp; Sohns, F. (2015). Zukunft der Nahversorgung in ländlichen Räumen: Bedarfsgerecht und maßgeschneidert. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>


<p><em>Foto:&nbsp;<a href="https://unsplash.com/@ragonesco?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Raul Gonzalez Escobar</a><a href="https://unsplash.com/photos/smgTvepind4?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditShareLink" target="_blank" rel="noopener"> on </a><a href="https://unsplash.com/s/photos/food-shopping?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></em></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sieben Mythen zur Digitalisierung im Engagement</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/digital-verein-t/sieben-mythen-digitalisierung-engagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2022 12:36:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[digital.verein.t]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AppVel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.test/?p=273</guid>

					<description><![CDATA[Nicht erst seit der Corona-Pandemie verschieben sich immer mehr Aktivitäten in den digitalen Raum – so auch das ehrenamtliche Engagement. Obwohl uns einige Erfolgsgeschichten der Digitalisierung erreichen, hören wir auch immer wieder von Ängsten und Sorgen. Daher wollen wir kurz und knapp mit einigen Mythen rund um die Digitalisierung im Ehrenamt aufräumen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht erst seit der Corona-Pandemie verschieben sich immer mehr Aktivitäten in den digitalen Raum – so auch das ehrenamtliche Engagement. Obwohl uns einige Erfolgsgeschichten der Digitalisierung erreichen, hören wir auch immer wieder von Ängsten und Sorgen. Daher wollen wir kurz und knapp mit einigen Mythen rund um die Digitalisierung im Ehrenamt aufräumen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">von Berit Barutzki &amp; Laura Heym</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#1 Digitalisierung passt nicht zu uns und unserer Arbeit!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher? Unsere Gesellschaft wandelt sich – aus vielen Bereichen, wie zum Beispiel im Verkauf oder der Kommunikation, ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Natürlich kann und soll sich nicht jeder Verein rundum digitalisieren. Doch statt auf dem “Das haben wir schon immer so gemacht” zu beharren, gilt es, die neuen Möglichkeiten als Chance zu begreifen. Es lohnt sich, gemeinsam die Prozesse der Vereinsarbeit genau unter die Lupe zu nehmen und zu überprüfen, ob nicht an der ein oder anderen Stelle digitale Hilfsmittel sinnvoll eingesetzt werden können. Die Beschäftigung mit der Digitalisierung ist oftmals eine Auseinandersetzung mit der Organisation an sich, die neuen Schwung reinbringen kann. Und weil das Angebot an digitalen Programmen und Hilfsmitteln riesig ist, finden sich sicher einige, die zu den eigenen Bedarfen passen. So können Prozesse, die vielleicht für einige Mitglieder umständlich oder intransparent wirken – zum Beispiel in der Entscheidungsfindung oder Mitgliederverwaltung –, womöglich vereinfacht und einzelne Personen entlastet werden. Dabei ist es völlig legitim, bewusst bei bewährten analogen Prozessen zu bleiben, insofern alle Mitglieder damit gut zurecht kommen. Letztendlich definiert ihr selbst, was “Digitalisierung” in eurer Organisation bedeutet. Übrigens, auf der&nbsp;<a href="https://so-geht-digital.de/events/" target="_blank" rel="noopener">Events-Seite</a>&nbsp;von&nbsp;&nbsp;<a href="https://so-geht-digital.de/" target="_blank" rel="noopener">D3 – so geht digital</a>&nbsp;wird eine gute Übersicht über diverse Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung der Zivilgesellschaft geboten.&nbsp;</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#2 Digitales Engagement ist nur was für junge Leute!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Absolut nicht!&nbsp;Digitales Engagement für alle Altersgruppen zu ermöglichen, hat viele Vorteile: z.B. kann man auf diese Weise Personen als Freiwillige rekrutieren, die lokal nicht zur Verfügung ständen oder aufgrund von Distanzen eingeschränkt sind. Nicht nur zu Zeiten des Abstand-Haltens im Alltag kann das digitale Zusammenkommen ein Weg aus der Isolation sein. Wenn klar ist, dass die digitalen Hilfsmittel vor allem eingesetzt werden, um das Miteinander zu stärken und die Zusammenarbeit zu vereinfachen, und alle etwas davon haben, können hier die Generationen ganz neu zusammenkommen. Und keine Sorge: 78% der über 70-jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Eure Mitglieder und Zielgruppen sind vielleicht neugieriger und längst digitaler unterwegs, als ihr denkt.</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#3 Digitalisierung ist nur was für Profis!&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aller Anfang ist schwer. Aber wenn der Stein erstmal ins Rollen gebracht ist, werden auch Laien schnell überzeugt sein.&nbsp;Richtig eingerichtet und eingeführt sind digitale Anwendungen meist ganz einfach zu nutzen. Sie sollen die Vereinsarbeit ja einfacher und nicht komplizierter machen.&nbsp;Zwar braucht die Auswahl der richtigen Werkzeuge am Anfang erstmal eine gewisse Expertise – es gibt eine&nbsp;große Masse&nbsp;an Informationen über verschiedene Anwendungen und Software-Programme – doch&nbsp;hat man einmal einen ersten Überblick gewonnen, die eigenen Auswahlkriterien klar formuliert und sich vielleicht Erfahrungsberichte und Tipps eingeholt, finden sich leicht&nbsp;passende Unterstützungsangebote für die eigene Arbeit. Wer sich nicht allein durch den Dschungel der Angebote schlagen will, kann eines der vielen Hilfs-, Beratungs- und Schulungsangebote in Anspruch nehmen – zum Beispiel bei&nbsp;<a href="https://so-geht-digital.de/" target="_blank" rel="noopener">d3 – so geht digital</a>, bei der&nbsp;<a href="https://wir-tun-was.rlp.de/de/im-land/digital-in-die-zukunft/" target="_blank" rel="noopener">Initiative “Wir tun was” aus Rheinland-Pfalz</a>&nbsp;oder bei der&nbsp;<a href="https://www.digitale-nachbarschaft.de/" target="_blank" rel="noopener">“Digitalen Nachbarschaft”</a>. So fällt die Orientierung leicht, und wer will, kann sich so sogar zum Software-Profi für seinen Verein weiterbilden.&nbsp;</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#4 Alles muss digital sein!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das stimmt so nicht! Digitalisierung im Engagement umfasst ein breites Spektrum an Aktivitäten und Herangehensweisen: Werden digitale Tools “nur” verwendet, um Informationen zu teilen z.B. auf einer Organisationswebsite oder findet Engagement im digitalen Raum statt z.B. durch Online-Kampagnen zu politischen Themen? Viele von uns sind vermutlich digital unterwegs, kommunizieren über E-Mail und Messenger oder informieren sich über verschiedene Newsletter. Ein nächster Schritt wäre zum Beispiel eine digitale Mitgliederverwaltung oder – wozu uns die Corona-Pandemie quasi gezwungen hat – Videokonferenzen für Mitgliederversammlungen. Wenn Engagierte sich vor allem von Zuhause via Messenger, E-Mail, Videokonferenztool engagieren und zum Beispiel Online-Nachhilfe geben, dann ist das Engagement zwar “komplett digital” – das bedeutet jedoch nicht, dass es keine analogen Aktivitäten im Verein mehr gibt oder geben darf!&nbsp;</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#5 Digitalisierung kostet nur Zeit!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jein. Natürlich kostet es Zeit, die digitalen Hilfsmittel auszuwählen, die gut zum Zweck, den Werten und den Mitgliedern der Organisation passen. Auch die Einrichtung und Etablierung einer Anwendung können wahre Zeitfresser sein. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an alle Mitglieder in Entscheidungen einzubeziehen – das verteilt die Arbeit auf mehrere Schultern, erhöht die Akzeptanz, sichert die langfristige Nutzung und vielleicht treten ja sogar heimliche Talente zu Tage! Der gezielte und sinnvolle Einsatz von Digitalisierung kann dann dafür sorgen, dass die wertvolle Ressource Zeit statt in das Abheften und Sortieren der Ablage in die Tätigkeiten fließen, die eure Organisation eigentlich ausmachen. Online-Konferenzen wie z.B. Mitgliederversammlungen über Zoom bieten zudem die Möglichkeit, mehr Menschen an einen Tisch zu bringen, weil Pendelzeiten entfallen und Familienleben und Engagement sich besser vereinen lassen. Dabei muss jede Organisation für sich (oder Mithilfe von Expert:innen z.B.&nbsp;<a href="https://correlaid.org/de/" target="_blank" rel="noopener">CorrelAid</a>) abwägen, welche Anwendung für sie sinnvoll ist und einen echten Mehrwert schafft, sodass sich die anfangs investierte Zeit auch wirklich lohnt.&nbsp;</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#6 Im Digitalen geht die persönliche Ebene, das Gemeinschaftliche verloren!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Falsch. Natürlich ist das persönliche Treffen durch nichts zu ersetzen. Zum Einen wird aber durch die Optimierung von nervtötenden Pflichtaufgaben und komplizierten Abstimmungsrunden Zeit frei für das gemeinschaftliche Beisammensein im Sinne des Organisationszwecks. Und zum Anderen können auch neue (Spiel-)Räume für Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit entstehen, die ohne digitale Hilfsmittel gar nicht denkbar gewesen wären. Über Distanzen, Mobilitätseinschränkungen und andere Barrieren hinweg können so neue Begegnungen ermöglicht und mehr Menschen einbezogen werden.&nbsp;Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht digital einen interessanten Abend zu verbringen und die nächste Aktivität “live vor Ort” zu planen.</p>



<h2 class="is-style-default wp-block-heading"><strong>#7 Digitalisierung ist teuer!&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das kommt darauf an. Software oder Endgeräte einzukaufen und einzuführen, den Mitgliedern vielleicht sogar die Bedienung zu erklären – all das kostet finanzielle und zeitliche Ressourcen. Es macht jedoch einen Unterschied, ob man etwas Geld in die Hand nimmt und ein sicheres Produkt “direkt von der Stange” kauft, ob man werbefinanzierte Angebote nutzt oder bei vermeintlich kostenloser Software mit Daten bezahlt. Alternativ kann man aber auch etwas Zeit und Expertise investieren, um sich seine Lösung z.B. mit Open-Source-Produkten selber zu erstellen. Dafür hat man dann in der Regel seine Daten in der Hand, ist gewahrt vor versteckten Kosten und bekommt eine womöglich langfristigere Lösung, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. In jedem Fall gilt es abzuwägen “Was lohnt sich für uns?”. Manchmal kann auch eine Bezahlversion eines Porgramms sinnvoll sein und schon mit wenig Geld eine große Wirkung erzielt werden. Bei&nbsp;<a href="https://www.stifter-helfen.de/" target="_blank" rel="noopener">stifter-helfen.de</a>&nbsp;kriegt man als gemeinnütziger Verein Software zu einem vergünstigten Preis und in “<a href="https://so-geht-digital.de/ploetzlich-digital-die-sprechstunde/" target="_blank" rel="noopener">Plötzlich Digital. Die Sprechstunde</a>” wird über die Vor- und Nachteile bestimmter Anwendungen diskutiert, sodass Vereine informierte Entscheidungen treffen können. Außerdem gibt es zurzeit immer mehr Förderungen, die dem steigenden Bedarf an Ressourcen für Endgeräte und Software begegnen. Auch für kleine Vereine lohnt sich deshalb der regelmäßige Besuch der&nbsp;<a href="https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/foerderdatenbank/" target="_blank" rel="noopener">Förderdatenbank der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt</a>. Und da freut sich nicht nur die Vereinskasse!</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang des Jahres beschäftigen wir uns bei neuland21 mit der Digitalisierung von Vereinen, Stiftungen, Kirchengemeinden und Freiwilligen Feuerwehren. Mit einem besonderen Blick auf den ländlichen Raum untersuchen wir in zwei Projekten, wie die Digitalisierung des Ehrenamts funktionieren kann:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://neuland21.de/projekte/digital-im-ehrenamt/">Forschungsprojekt AppVeL</a> fokussieren wir uns  gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung auf den Einzug des Ehrenamts ins digitale Zeitalter und erarbeiten Chancen und Herausforderungen für den ländlichen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://neuland21.de/projekte/herzberg-digitalvereint/">Modellprojekt “Herzberg – digital verein.t”</a> arbeiten wir eng mit der Gemeinde Herzberg (Elster) zusammen, um eine digitale Plattform für die Vereine zu kreieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei entwickeln wir auch Mittel und Wege, die Mythen zu entkräftigen: Wir schaffen digitale Bildungsangebote in Herzberg und veröffentlichen im Herbst 2021 eine Best-Practice-Broschüre für digitale Tools in der Vereinsarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen eine breitgefächerte Expertise aufbauen an der Schnittstelle zwischen Digitalisierung, Zivilgesellschaft &amp; Ehrenamt und dem ländlichen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Habt ihr gute Tipps auf Lager oder wollt Erfahrungen mit der Einführung digitaler Tools in eurer Organisation mit uns teilen? Was sind Eure Probleme und Anregungen? Kennt ihr ländliche Vereine, die eine digitale Erfolgsgeschichte sind? Dann schreibt uns: <a href="mailto&#58;&#108;&#97;&#117;&#114;&#97;&#46;&#x68;&#x65;&#x79;&#x6d;&#x40;&#x6e;&#x65;&#x75;&#x6c;&#x61;&#x6e;&#x64;21&#46;de">laura&#46;&#104;&#101;&#121;&#109;&#64;&#110;&#101;&#x75;&#x6c;&#x61;&#x6e;&#x64;&#x32;&#x31;&#x2e;&#x64;&#x65;</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Foto:&nbsp;<a href="https://unsplash.com/photos/smgTvepind4?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditShareLink" target="_blank" rel="noopener">Chris Montgomery</a>&nbsp;on&nbsp;<a href="https://unsplash.com/search/photos/cow?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></em></p>
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