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	<title>Anna Momburg &#8211; Neuland21</title>
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	<description>Landleben für das 21. Jahrhundert</description>
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	<title>Anna Momburg &#8211; Neuland21</title>
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	<item>
		<title>Tun, was man wirklich, wirklich will – Zum Gedenken an Frithjof Bergmann</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/zum-gedenken-an-frithjof-bergmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 13:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachruf auf den im Mai im Alter von 91 Jahren verstorbenen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, Vordenker des New-Work-Konzepts.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-turkis-color has-text-color">New Work (dt. Neue Arbeit) ist heute in aller Munde. Nun verstarb im Mai im Alter von 91 Jahren der Mann, der diesen Begriff geprägt und mit ihm eine ganze Bewegung begründet hat. Werfen wir einen erinnernden Blick auf den deutsch-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann und seine Anliegen, die er mit dem New-Work-Konzept ein Leben lang verfolgte. Die Vision dahinter ist nach wie vor brisant, weil sie ein tiefes Umdenken bezüglich unseres Verständnisses von Arbeit und Wirtschaft erfordert.</p>



<p><strong>Freiheit</strong><strong> und Erkenntnis</strong></p>



<p>Fangen wir mit der Freiheit an, denn Bergmanns Neudefinition des Begriffs legte den Grundstein für seinen Theorien zu New Work. An die Illusion einer schrankenlosen und hindernisfreien Welt glaubte er nicht. Und Freiheit war für ihn auch nicht Entscheidungsfreiheit zwischen (sinnlosen) Alternativen. Wahre Freiheit war für Bergmann Handlungsfreiheit:&nbsp;<strong>Wenn der Mensch weiß, was er wirklich, wirklich tun möchte und diese Erkenntnis auch umsetzen kann.&nbsp;</strong></p>



<p>Lasst uns mal kurz nachdenken: Wissen wir eigentlich immer, was wir wirklich wirklich wollen und setzen wir es um? Wir gelangen zu einem weiteren seiner Kerngedanken. Der lautet: Die Menschen wissen nicht, was sie wollen. Sie sind “arm an Begierde”, so nannte das Bergmann, und leben in Selbstunkenntnis. Es ist also nicht so, dass wir Menschen immer wissen, was wir wollen und manchmal nur unfähig sind, zu erreichen, wonach wir streben. Nein, wir wissen es nicht, weil wir es nicht lernen oder auch, weil wir es sehr früh verlernen.</p>



<p>In einem Interview erzählte Bergmann einmal, dass er lange Zeit selbst nicht wusste, was er wollte, oder überhaupt die Bedeutung von “etwas zu wollen” nicht erfassen konnte. Das wirkliche Wollen musste auch er sich erst mühsam beibringen. Und um diesen wichtigen Schritt anderen ebenfalls zu ermöglichen, hat Bergmann das “Center of New Work” (dt. Zentrum für Neue Arbeit) gegründet, damit Menschen dort lernen, wie das geht – das wirkliche Wollen.&nbsp;</p>



<p><strong><br>Von der Theorie zur Praxis</strong></p>



<p>Das erste Zentrum entstand in den 1980er Jahren in Flint, Michigan, USA – eine Stadt, die damals am Tropf des Automobilgiganten General Motors hing und in der sich die ganze Misere der klassischen Lohnarbeit offenbarte: massive Arbeitslosigkeit, extreme Armut und körperlich und emotional müde und frustrierte Menschen. Bergmann hielt die Lohnarbeit für ein krankhaftes und krankmachendes System und propagierte einen kulturellen Wandel – hin zu mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmung des Einzelnen, gemeinschaftlicher Teilhabe und einem guten (Arbeits-)Leben entlang der individuellen Bedürfnisse und Stärken – zentrale Werte von New Work.</p>



<p>Bei General Motors in Flint hat Bergmann seine Theorie in die Praxis umgesetzt: Der Automobilhersteller wollte technisch aufrüsten und im Zuge dessen massiv Personal abbauen. Gegen die Massenentlassungen hat Bergmann dem Unternehmen und seinen Arbeitern folgende Alternative angeboten: Anstatt die Hälfte der Belegschaft zu entlassen, sollten alle bleiben. Die Leute sollten dafür im Wechsel nur noch ein halbes Jahr im Betrieb arbeiten und im zweiten Halbjahr mit dem neu gegründeten „Center of New Work“ zusammenarbeiten. Gemeinsam mit dem Center sollten die Arbeiter einerseits herausfinden, welche Art von Arbeit sie wirklich, wirklich gerne machen würden. Andererseits sollte sie das Center bei dem Versuch unterstützen, mit dem, was sie wirklich gerne täten, auch ihr Einkommen zu erwirtschaften.&nbsp;</p>



<p>Der Versuch brachte persönliche Erfolge für zahlreiche Arbeiter und jede Menge Erkenntnisse, die Bergmann in seine weiteren “New-Work”-Projekte mitnahm. Diese Projekte befassten sich dabei oft mit jenen ganz am Rand der amerikanischen Gesellschaft, wie Obdachlosen oder gefährdeten Jugendlichen. Seine Vision war eine Gesellschaft, in der Menschen ihrer Berufung, d. h. einer Aufgabe, die sie liebten und die sie mit Leidenschaft erfüllte, nachgehen können. Die alten Arbeitsmodelle gaben solche Möglichkeiten in Bergmanns Augen nicht her, standen dem sogar entgegen. New Work war sein Gegenmodell.&nbsp;</p>



<p>Auch an anderen Orten entstanden Zentren für Neue Arbeit. Nicht jedes ist heute noch aktiv, doch insbesondere im deutschsprachigen Raum hat sich mittlerweile eine vielfältige New-Work-Szene etabliert, die den New-Work-Gedanken in die Unternehmen und somit in unsere Arbeitswelt trägt.&nbsp;</p>



<p><strong>Die Utopie eines gelingenden Lebens</strong></p>



<p>Auf die Frage, ob er Philosoph oder eher Ökonom sei, gab Bergmann mal die Antwort: Philosoph, denn sein Ansatz sei der Versuch eine Utopie zu konzipieren und das sei nun einmal etwas Philosophisches. Mit dem utopischen Denken hatte er früh begonnen, als er 18-jährig an einem Schreibwettbewerb zum Thema “Die Welt, die wir wollen“ teilnahm und mit seinem Aufsatz prompt gewann. Für ein Jahr durfte er auf ein amerikanisches College gehen – das war der Preis. Aus dem einen Jahr wurde der Rest seines Lebens. Und im Grunde – so formulierte er es selbst einmal in einem Interview – schrieb er diesen Aufsatz, den er damals begonnen hatte, sein Leben lang fort.</p>



<p>Warum aber widmete sich Bergmann insbesondere dem Bereich Arbeit? Warum nicht, sagen wir, der Lebensführung oder der Freizeit? Er war der Auffassung, dass im Bereich der Arbeit der Kontrast zwischen Indifferenz, also Gleichgültigkeit, und echtem Verlangen stärker sei als in jedem anderen menschlichen Streben. Arbeit könne für den Menschen entsetzlich sein. Sie könne ihn körperlich und emotional krank machen und entstellen. Doch es gebe auch den Gegenpol: Arbeit könne einen Menschen maßlos begeistern, inspirieren, energetisieren und lebendig machen. Zu zeigen, dass sinnvolles Arbeiten möglich ist, gehört zu den großen Errungenschaften von Frithjof Bergmann und seiner mittlerweile weltweit vertretenen New-Work-Bewegung.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Wir sagen Danke und R.I.P, Frithjof Bergmann!</p>



<p><em><strong>Autorin:&nbsp;</strong>Anna Momburg</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Project Bay: Workation auf der Insel? Wir haben es ausprobiert!</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/project-bay-workation-auf-der-insel-wir-haben-es-ausprobiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 13:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Innovative Orte im ländlichen Raum – Gründerzentren, Coworking und Workation Spaces– entstehen nicht nur auf dem Festland. Ein Reise– und Erlebnisbericht einer Woche Workation  im Coworking &#038; Living Space Project Bay auf Rügen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-turkis-color has-text-color"><strong><strong>Ein wundervoller Nebeneffekt unserer Arbeit bei neuland21 ist, dass wir all die innovativen Orte – Gründerzentren, Coworking und Workation Spaces –, die derzeit im ländlichen Raum entstehen und mit denen wir teils in Projekten zusammenarbeiten, auch besuchen und ausprobieren dürfen.<br>Spontan habe ich mich mit zwei Kolleginnen diesmal auf den Weg nach Rügen gemacht – für eine Woche Workation im&nbsp;<a href="https://project-bay-coworking.de/" target="_blank" rel="noopener">Coworking &amp; Living Space Project Bay</a>. Dieser liegt direkt zwischen dem großen und dem kleinen Jasmunder Bodden im Dörfchen Lietzow.</strong></strong></p>



<p>Schon als wir am Abend aus dem Zug steigen – ja, Project Bay ist praktischerweise an eine Bahnlinie angebunden, das Auto kann man also zuhause lassen – bekommen wir die ganze Magie dieses Ortes zu spüren. Über dem Bodden spielt sich ein überwältigender Sonnenuntergang ab, der für uns über Monate eingesperrte Stadtkinder wie eine Erlösung wirkt. Der Spaziergang am Strand entlang einer saftig grünen Buchenwaldkante gibt uns das Gefühl in einer Art Zauberwelt gelandet zu sein. Und wer Waldbaden bisher noch nicht für sich entdeckt hat – in diesem Buchenwald lernt man es lieben.</p>



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<p>Das Gebäude, in dem Project Bay sich angesiedelt hat, ist eher faszinierend als schön im klassischen Sinne. Der „Glaspalast“ wurde noch zu DDR-Zeiten als Seemannsheim geplant, doch bis zur Wende nicht mehr fertig gebaut. Viele Jahre stand er leer und war dem Verfall preisgegeben, bis ein Callcenter mit mehreren hundert Beschäftigten dort seine Heimat fand. Doch irgendwann wurde Personal abgebaut und die ca. 3000 Quadratmeter Fläche wurden frei. Was nun damit anfangen? Der Eigentümer, die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) und andere Player in der Region sahen bereits das Potenzial für die Entwicklung eines Innovations- und Kreativzentrums. Als dann die Rüganer Hannes Trettin und Toni Gurski ihre Idee eines Coworking &amp; Living Space auf den Tisch legten, war der Glaspalast ihrer. Heute zeigt sich: Mit den beiden wurden die richtigen Kandidaten gefunden, um etwas Wegweisendes zu erschaffen.&nbsp;</p>



<p>Wer die Project-Bay-Räumlichkeiten betritt, spürt gleich, hier weht ein frischer, spritziger Seewind. Da wird nicht lange gefackelt, da wird gemacht, umgesetzt, die Ideen sprudeln nur so hervor und die Visionen sind groß. Inzwischen ist Project Bay Digitaler Innovationsraum MV und der Ausbau einer weiteren Coliving-Fläche bereits in Planung. Viel Zeit blieb den beiden Gründern und ihren Unterstützern im letzten Jahr wahrlich nicht, um die Fläche zum Coworking und Living Space auszubauen, das meiste davon in eigener Handarbeit. Kurz nach der Eröffnung begann sich die Corona-Pandemie über Europa auszubreiten – von null auf hundert und zurück. Doch sie haben es geschafft: der Ort lebt weiter und dieser Sommer wird für Project Bay mit Sicherheit der Sommer aller Sommer werden!</p>



<p>Die Ausstattung des Coworking Space ist professionell und es herrscht neben großer Gastfreundlichkeit und Serviceorientierung eine zugleich anregende wie ruhige Arbeitsatmosphäre. Im dritten Stock sitzt man wortwörtlich über den Dingen und der weite Blick auf den Bodden lädt dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen und auch mal die Perspektive zu wechseln.&nbsp;&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="915" data-id="10208" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/projectbay4-1.webp" alt="" class="wp-image-10208" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/projectbay4-1.webp 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/projectbay4-1-300x268.webp 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/projectbay4-1-768x686.webp 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<p>Ein weiteres Highlight: Jeder hat ja seine eigenen Morgenrituale – den Kaffee, die Dusche, die Yoga-Session -, doch um sieben Uhr in der Frühe in das kühle Nass des Boddens zu tauchen hat uns tagtäglich ein fantastisches Aufwachen bereitet und. Ebenfalls zu empfehlen ist die Traditionsräucherei auf der anderen Seite der Bahnlinie, wo es erstklassige Fischbrötchen gibt. Und das ist noch nicht alles&nbsp; – hier kann man Windsurfen, Paddle-Boards oder Fahrräder ausleihen. Zum Nationalpark Jasmund und den berühmten Kreidefelsen braucht man nur rund 50 Minuten – mit dem Fahrrad, nicht mit dem Surfbrett natürlich.</p>



<p>In der großen Selbstversorgerküche trifft man abends beim Kochen auf andere, die sich ebenfalls für ein paar Tage zum konzentrierten Arbeiten auf der Insel eingemietet haben. Tagsüber kommen lokale Coworker aus der Region dazu. So entsteht ein interessanter Reigen von Freelancern, Digitalnomaden, Unternehmern und Kreativen und sagen wir mal so: Der Gesprächsstoff geht hier selten aus.</p>



<p>Doch genug geschwärmt! Am besten probiert ihr es selbst mal aus. Wir sind nach unseren fünf Tagen in Lietzow jedenfalls sehr beglückt wieder zurück nach Berlin gefahren. Vielen Dank an Hannes, Toni und Philipp!</p>



<p><em><strong>Autorin:</strong>&nbsp;Anna Momburg</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umfrage: Wie mobil arbeitet der Fläming? &#8211; Arbeitgeber antworten</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/umfrage-wie-mobil-arbeitet-der-flaeming-arbeitgeber-antworten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 13:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Frühjahr haben wir via Umfrage die flämischen Arbeitgeber zu Mobilen Arbeitsmodellen befragt. Wir wollten wissen, welche Bedeutung sie haben und welche Zukunftsperspektiven sich daraus für die Region ergeben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-turkis-color has-text-color"><strong>Bereits im vergangenen Herbst 2020 haben wir in einer Online-Umfrage&nbsp;<a href="https://neuland21.de/unser-arbeitsalltag-im-flaeming-in-zeiten-von-corona-ergebnisse-unserer-umfrage/">“Unser Arbeitsalltag im Fläming in Zeiten von Corona”</a>&nbsp;&nbsp;Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus dem Fläming zu ihren Erfahrungen mit Homeoffice und mobilem Arbeiten befragt. In diesem Frühjahr haben wir von Februar bis Mai via Umfrage die flämischen Arbeitgeber&nbsp; kontaktiert. Wir wollten von ihnen wissen, welche Bedeutung mobile Arbeitsmodelle für sie haben und welche Zukunftsperspektiven sich daraus für die Region ergeben.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="773" height="720" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/mobiles-arbeiten.webp" alt="" class="wp-image-10190" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/mobiles-arbeiten.webp 773w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/mobiles-arbeiten-300x279.webp 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/mobiles-arbeiten-768x715.webp 768w" sizes="(max-width: 773px) 100vw, 773px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Besser arbeiten im Homeoffice? Tipps von Menschen, die es tun!</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/besser-arbeiten-im-homeoffice-tipps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2021 10:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben vor einigen Wochen im Rahmen unserer Kampagne “Home Office - My Desk is my Castle” gefragt, wie wir unser Arbeitsleben zuhause besser gestalten können und was uns dabei unterstützt, fokussiert, motiviert und zufrieden zu bleiben. Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-turkis-color has-text-color"><strong><strong>Wir haben vor einigen Wochen im Rahmen unserer&nbsp;<a href="https://medium.com/coconat/kampagne-campaign-home-office-my-desk-is-my-castle-1b9bca43c935" target="_blank" rel="noopener">Kampagne “Home Office – My Desk is my Castle”</a>&nbsp;gefragt, wie wir unser Arbeitsleben zuhause besser gestalten können und was uns dabei unterstützt, fokussiert, motiviert und zufrieden zu bleiben. Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.<br>Wir danken allen, die uns von ihren persönlichen Erfahrungen im Homeoffice berichtet haben –</strong></strong>&nbsp;<a href="https://medium.com/coconat/heim-at-office/home" target="_blank" rel="noopener">hier geht’s zu den Stories.</a></p>



<p><strong>Homeoffice braucht Gestaltung neuer Routinen</strong></p>



<p>Die meisten Unternehmen und Organisationen stellen ihren Mitarbeitenden Büroräumlichkeiten und Arbeitsplätze zur Verfügung, die diesen ein eher starres Verhalten abverlangen: Der Schreibtisch mit PC, an den man sich morgens setzt und den man erst abends wieder verlässt. Dazwischen gibt’s den einen oder anderen Gang zum Kaffeeautomaten oder in die Kaffeeküche, womöglich geht‘s noch für einen Plausch ins benachbarte Büro, aber das war’s dann auch schon.</p>



<p>Auch ich habe lange so gearbeitet, wobei ich dafür jeden Tag erst einmal einen Teil von mir an der Bürotür abgeben musste, um überhaupt in diese Routine zu passen. Beispielsweise gab es immer so gegen zwei Uhr nachmittags einen Moment, wo ich mich sehr gerne einfach mal nur für zehn Minuten hingelegt hätte, um mich mit einem Powernap zu erfrischen. Aber dafür gab es bei meinem damaligen Arbeitgeber partout keinen Platz – da stand kein Sofa zur Entspannung in unseren Räumen, denn diese waren vollständig aufs „Schaffen“ ausgerichtet. Ich habe es dann mal mit einer Yoga-Matte unterm Tisch versucht, aber gemütlich ist wirklich etwas anderes.</p>



<p>Homeoffice ist für einige von uns eine neue Erfahrung hinsichtlich: Ich kann mir meine Arbeit räumlich und zeitlich stärker selbst gestalten. Denn wenn wir nicht gerade in einem Start-Up mit New-Work-Mentalität oder in einem agil operierenden Unternehmen mit entsprechendem Workspace arbeiten, begegnen uns flexible Raum- und Zeitkonzepte noch eher selten. Homeoffice ermöglicht uns dabei die Entwicklung neuer Routinen, die unseren individuellen Bedürfnissen näher kommen.</p>



<h3 class="has-turkis-color has-text-color wp-block-heading"><strong>#1 Finde deinen Weg</strong></h3>



<p>Wie frei wir uns darin schon bewegen, ist recht unterschiedlich. Ich selbst hielt auch im Homeoffice noch sehr lange an dem einen Platz fest, den ich morgens aufsuchte und abends wieder verließ, so sehr hatte sich bei mir dieses Arbeitssetting als das „einzig Wahre“ eingebrannt. Damit ich da rauskommen konnte, musste ich zunächst mit einigen Glaubenssätzen aufräumen vom „richtigen“ Arbeiten: Nur weil ich jetzt mit meinem Laptop auf dem Sofa und nicht am Schreibtisch sitze, heißt es nicht, dass das keine Arbeit mehr ist, was ich da tue. Oder auch: Weil ich mir zwei statt einer Stunde Mittagspause für den nächsten Energieschub einräume, bedeutet das nicht, dass ich nun alles schleifen lasse und meine Arbeit nicht mehr auf die Reihe kriege – im Gegenteil.</p>



<p>Im Homeoffice Arbeiten erlaubt uns mehr Gestaltungsspielraum und zeitliche wie räumliche Beweglichkeit. Das bedarf mitunter einer Revision der Vorstellung davon, wie, wann und wo Arbeiten „richtig“ ist oder zu passieren hat, damit wir es auch wirklich „Arbeit“ nennen können. Und es bedarf der Offenheit, zu experimentieren und Neues zu testen, um herauszufinden, was wir persönlich brauchen, um uns wohlzufühlen und gut zu arbeiten.</p>



<p><br>Also los, raus aus den alten Vorstellungen und ab an die frische Luft – die Tür ist offen!</p>



<h3 class="has-turkis-color has-text-color wp-block-heading"><strong>#2 Schaffe dir eine Morgenroutine</strong></h3>



<p>Eine morgendliche Routine unterstützt uns dabei, leichter in den Tag zu kommen und in den Arbeitsmodus umzuschalten. Aufstehen ist dabei natürlich der erste Schritt. Manchmal stehen Bett und Schreibtisch nah beieinander.&nbsp; Da hilft es, sich erst einmal ganz aus den eigenen vier Wänden rauszubewegen.</p>



<p>Warum den Tag nicht mit Bewegung an der frischen Luft beginnen? Im Homeoffice sparen wir uns zwar den Arbeitsweg ins Büro, womöglich fällt dadurch aber auch ein wichtiger Teil unserer täglichen Bewegung weg.&nbsp; Eine Runde laufen oder zwanzig Sonnengrüße – Bewegung macht den Körper wach und unterstützt, dass auch unser Geist leichter folgen kann.</p>



<p>Wer Kinder hat, dessen Morgen gleicht vermutlich eher einem&nbsp; “Aufwachen und Loslegen“. Doch nachdem die Liebsten versorgt sind und sich der erste Sturm gelegt hat, sollten wir uns erst einmal eine Atempause gönnen und uns Zeit nehmen, um den weiteren Tag zu planen. Bei einem Kaffee oder Tee können wir dann in Ruhe die To-Do-Liste durchgehen und uns die Frage stellen: Was möchte ich heute erreichen? So gelingt es uns, die Aufgaben für den Tag noch einmal genauer zu priorisieren und unterstützende Fristen zu setzen.</p>



<p>Apropos Tee: Eine stete Kanne heißer Tee ist eine sehr angenehme Begleitung durch einen Tag im Homeoffice.</p>



<h3 class="has-turkis-color has-text-color wp-block-heading"><strong>#3 Gestalte und bewege dich dabei</strong></h3>



<p>Gerade in letzter Zeit sind viele Blogartikel mit Überlebenstipps zum Homeoffice entstanden. Auch Lifestyle-und Wohnmagazine sind voll mit Einrichtungsideen und -produkten für den optimalen Arbeitsplatz zuhause. Häufig lesen wir die Empfehlung, sich den einen festen Platz zum Arbeiten zuzulegen. Doch trifft das so immer zu?&nbsp; Beim Lesen eurer Erfahrungsberichte stellen wir fest: Nicht unbedingt.</p>



<p>Wenn der Wohnraum bisher komplett auf relaxen und gemütlich ausgerichtet war, dann stellt sich natürlich zunächst die Frage, wo ist bei mir zuhause dieser Ort des Arbeitens? Und welche technische Ausstattung benötige ich? Wenn ich einen klassischen Bildschirmarbeitsplatz möchte, brauche ich dafür einen festen Ort. Es ist ein Frage der Selbstfürsorge, sich diesen möglichst praktikabel und angenehm zu gestalten. Und manchmal muss man dazu seine Wohnraumgestaltung neu denken.</p>



<p>Viele von uns arbeiten zuhause aber auch häufig mit einem Laptop und das birgt tatsächlich einen neuen Spielraum. „Ich bin nicht so wirklich der Schreibtisch-Typ“, schreibt uns Jonathan. Passt, denn im Homeoffice dürfen wir auch mal Abschied vom Schreibtisch nehmen. Wir können uns bewegen und unsere teils vielfältigen Aufgaben flexibel mit verschiedenen Orten verbinden – zum Beispiel so: Zum Lesen oder Recherchieren setze ich mich aufs Sofa. Für die Videokonferenz mit meinem Team befinde ich mich an meinem Schreibtisch. Konzentrierte Konzeptarbeit erledige ich im Hängesessel oder am Küchentisch mit Blick ins Grüne. Das Seminar halte ich am Stehtisch. Beim Telefonieren spaziere ich durch die Wohnung.</p>



<p>Anstatt über Stunden an einem Platz festzukleben, bringen wir auf diese Weise immer wieder gesunde Bewegung in unseren Organismus und wechseln gleichzeitig auch mal die Perspektive.</p>



<h3 class="has-turkis-color has-text-color wp-block-heading"><strong><strong>#4 Trenne Arbeit und Freizeit bewusst</strong></strong></h3>



<p>Im Homeoffice können Grenzen leicht verschwimmen. Wenn auch du dazu tendierst, abends kein Ende zu finden, dann solltest du dir dieses bewusst setzen. Schon mal vorweg: Rituale sind nicht nur am Morgen gut, sondern helfen auch, die Arbeit für den Tag einzutüten und das Freizeitprogramm einzuläuten.</p>



<p>Grundsätzlich sind wir eh produktiver, wenn wir uns realistische Deadlines setzen und diese mit konkreten Zeiten versehen. Ein solch bewusst formuliertes Ziel könnte sein: Heute schreibe ich zwei Kapitel für mein Konzept XY und bin bis 19 Uhr mit dieser Tätigkeit fertig.</p>



<p>Nach getaner Arbeit kann dann bewusst der Feierabend mit einem Ritual eingeläutet werden, z.B. mit einem Spaziergang, einer entspannenden Dusche oder mit Kochen, um aus dem Arbeitsmodus vollständig raus zu zoomen und wieder in den privaten Modus rein zu zoomen. Letztlich geht es darum, die Trennung bzw. den Übergang dieser beiden Bereiche zu gestalten. Und sich an die zeitlichen Verabredungen zu halten, die man mit sich selbst getroffen hat.</p>



<p>Wenn alles an einem Ort stattfindet, ist die zeitliche Trennung von Arbeit und Freizeit umso wichtiger.</p>



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<p><strong>Hast auch du Lust, mit uns deine Lessons Learnt aus dem Home Office zu teilen?</strong>&nbsp;Dann schreibe uns. Hier findest du Infos zu unserer&nbsp;<a href="https://medium.com/coconat/heim-at-office/home" target="_blank" rel="noopener">Kampagne „Home Office – My Desk is My Castle“.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview – Mobiles Arbeiten: das “New Normal”?</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/interview-mobiles-arbeiten-das-new-normal/</link>
					<comments>https://neuland21.de/arbeit/interview-mobiles-arbeiten-das-new-normal/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 12:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
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					<description><![CDATA[Spätestens seit Corona ist mobiles Arbeiten nicht mehr aus unserer Arbeitswelt wegzudenken. Welche Chancen und Perspektiven das “neue Normal” auch für den ländlichen Raum bereithält und eröffnet, darüber sprachen wir ausführlich mit Hans-Peter Sander. Hans-Peter ist Vorstand des Coworking Space Ammersee Denkerhaus e.G. und leitet das CoWorkLand Büro Bayern. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Hans-Peter, CoWorkLand und andere Initiativen haben im August 2020 ein&nbsp;<a href="https://www.coworking-germany.org/wp-content/uploads/2020/08/Recht_auf_Mobiles_Arbeiten_03_08_2020.pdf" target="_blank" rel="noopener">Positionspapier</a>&nbsp;herausgebracht. Darin geht es um ein Recht auf mobiles Arbeiten. Was fordert ihr da genau?&nbsp;</strong></p>



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<p>Es ist derzeit ein Gesetz auf dem Weg, das ein Recht auf Homeoffice festschreiben soll. Das mag gut klingen, aber wir sehen einiges anders. Homeoffice hat zum Beispiel, so die Erfahrungen aus der Coronakrise, Unzulänglichkeiten gezeigt, die nicht einfach wissend in Kauf genommen werden dürfen; schon gar nicht bei einer Gesetzgebung. Ich nenne hier nur ein paar Beispiele: die sich abzeichnende Benachteiligung von Frauen, die „zurück am Herd“ Beruf und Haushalt unter einen Hut bringen mussten; die soziale Isolation; die schlichte persönliche oder technische Überforderung der ins Homeoffice „Geschickten“ bis hin zu steuerlichen, finanziellen Schräglagen.</p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1024" height="701" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/hannes-im-denkerhaus-2020.webp" alt="" class="wp-image-10470" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/hannes-im-denkerhaus-2020.webp 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/hannes-im-denkerhaus-2020-300x205.webp 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/hannes-im-denkerhaus-2020-768x526.webp 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Hans-Peter Sander, Vorstand des Coworking Space Ammersee Denkerhaus e.G.</figcaption></figure>
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<p>Ein „Recht auf flexibles Arbeiten“ kann da bessere Angebote machen. Homeoffice gehört als ein Teil der Lösung dazu, aber anderes genauso. Die Menschen sollen selbst entscheiden können, ob sie im Firmenoffice, im Homeoffice, im Coworking Space, im ICE, in einer Bibliothek oder von mir aus auch auf einem Ammersee-Dampfer ihre Arbeit tun. Und auch, wann. Es müssen im „new normal“ entsprechende Rahmenbedingungen her, die alle flexiblen Arbeitsformen gedeihen lassen.&nbsp;</p>



<p>Der auch von mir unterstützte&nbsp;<a href="https://www.coworking-germany.org/wp-content/uploads/2020/08/Recht_auf_Mobiles_Arbeiten_03_08_2020.pdf" target="_blank" rel="noopener">Appell des „Bündnisses für neues Arbeiten auf dem Land“</a>&nbsp;ist darauf gerichtet, die Zukunft der Arbeit entsprechend zu diskutieren und zu gestalten: Einen den individuellen Bedürfnissen angemessenen Arbeitsort-Mix zu betrachten und eben nicht eingleisig nur das Homeoffice. In diesem Positionspapier wird ein Recht auf Mobiles Arbeiten gefordert und begründet. Es werden jene Stellschrauben genannt, an denen auf unterschiedlichsten Ebenen gedreht werden muss. Es gibt jede Menge zu tun und betrifft sowohl Beschäftigte, Unternehmen, Coworking-Anbieter, Kommunen und politisch Verantwortliche bis hin zur Gesetzgebung. Alle, die sich für die Zukunft der Arbeit interessieren, sollten sich mit diesem Appell beschäftigen und ihn auch unterstützen.</p>



<p><strong>Wie verändert sich die Arbeitswelt im ländlichen Raum durch Corona? Welche Chancen siehst du?</strong></p>



<p>In der großen Fläche hat sich gezeigt, dass remote work „geht“. Wir vom Ammersee Denkerhaus – Coworking Space haben bereits zwei regionale Pendlerbefragungen durchgeführt: 2018 und jetzt wieder in der Coronakrise (Mai/Juni 2020). Hatten uns in der ersten Befragung noch viele Interviewte erklärt, dass sie alternativlos täglich in die Großstadt zur Arbeit pendeln müssen – das waren z. B. Büroleute wie Immobilienmakler oder auch Hochschullehrer und Studenten – so hat sich diese Meinung in der jüngsten Umfrage grundlegend verändert. Die allermeisten Teilnehmenden haben erfahren, dass sie sehr wohl auch woanders ihre Arbeitsaufgaben erledigen können. Das war der Not gehorchend zumeist zu Hause. Wenn wir nun alle begreifen, dass flexibles Arbeiten umsetzbar ist und dass sogar alle davon profitieren können – Arbeitnehmer, Unternehmen, Kommunen – dann können wir uns auf chancenreiche Zeiten freuen. Coworking wird im kleinstädtischen und ländlichen Raum einen Aufschwung erfahren, denn es ist eine attraktive Komponente in der neuen Arbeitswelt.&nbsp;</p>



<p><strong>Welche Herausforderungen siehst du derzeit für die Unternehmen im ländlichen Raum als Arbeitgeber und welche Lösungen könnte Digitalisierung und mobiles Arbeiten für diese bereithalten?</strong></p>



<p>Unternehmen in ländlichen Regionen stehen vor allem bei der Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb mit den Firmen in den Großstädten. Da spielen Verdienst- und Karrierechancen ebenso eine Rolle wie – ich nenne es einmal „Traditionen“ – althergebrachtes Denken wie: „Nur in München zu arbeiten ist cool“. Dabei ist der ländliche Raum der Großstadt doch beim Coolness-Potenzial haushoch überlegen! Das muss aber erschlossen werden, gemeinschaftlich! Die Digitalisierung spielt hier eine wichtige Rolle: Wenn wir z. B. künftig gar nicht mehr zu physischen Meetings in die Großstädte fahren müssen, um attraktive, große Jobs zu erledigen, sondern das in verteilten Teams bzw. als Solisten in Online-Konferenzen machen, steht die Welt den Unternehmen im ländlichen Raum gleichermaßen offen.&nbsp;</p>



<p>Wenn Wissensarbeiter*innen selbst entscheiden, wo sie tätig sein wollen, können ländliche Regionen ihre Standortvorteile ins Spiel bringen: von der hohen Lebensqualität bis hin zu den hier – vielerorts – noch günstigeren Wohnkosten. Vorausgesetzt: Man hat die Infrastruktur und man lockt die klugen Köpfe in die Region, die sich hier vernetzen und austauschen können. Insofern können Unternehmer bzw. Start-ups im ländlichen Raum gemeinsam mit Kommunen und mit – ich nenne sie mal „Landpionieren“ – gestalten: Angebote schaffen, Vernetzungsmöglichkeiten initiieren oder aktiv unterstützen.&nbsp;</p>



<p>Was Veränderungen bei Arbeitgebern betrifft, sollten wir zusätzlich zum Gesagten die Perspektive erweitern: Wenn ich an „Arbeitgeber im ländlichen Raum“ denke, zähle ich nämlich ganz klar die Arbeitgeber in den unweiten Metropolen dazu. Tausende bei uns lebende Fachkräfte pendeln tagtäglich zu denen; verpulvern dabei Lebenszeit, die sie besser für sich, ihre Familie und die Gesellschaft einbringen könnten, verbrauchen Infrastruktur-Ressourcen, belasten die Umwelt und setzen zusätzlich auch noch einen großen Teil ihrer Kaufkraft nicht an ihrem Lebensort ein. Dass sich hier endlich etwas ändern kann, hat uns die Coronakrise gelehrt, die Fachkräfte haben am eigenen Leib erfahren, dass es „geht“. Wenn deren Arbeitgeber also weiterhin attraktiv bleiben wollen, haben sie nun die Chance entsprechende Angebote für ihre Pendlerinnen und Pendler zu machen. Ländliche Coworking Spaces stehen dabei als Partner bereit und entwickeln sich gerade in immer größerer Zahl.</p>



<p><strong>Inwiefern tragen Coworking-Räume zu einer wissensbasierten Strukturentwicklung im ländlichen Raum bei? Welche Erfahrungen hast du am Ammersee gemacht, die für andere relevant sein könnten?</strong></p>



<p>Ländliche Coworking Spaces als Orte der Vernetzung und des Zusammenarbeitens können für die Strukturentwicklung wichtige Impulse geben. Schon dadurch, dass sie die Möglichkeit schaffen, dass Wissensarbeitende im ländlichen Raum tätig sind, Knowhow ausgetauscht wird, sich Kompetenzen vernetzen können, leisten sie einen Beitrag.&nbsp;</p>



<p>Bei uns im Ammersee Denkerhaus zeigt sich, dass Coworking im ländlichen Raum geht!&nbsp;Das war für mich schon damals, als wir unser Projekt 2012/2013 gestartet haben, meine ganz persönliche Motivation: Ich wollte es probieren und beweisen, dass es tatsächlich machbar ist. In den Jahren haben wir hier viel gelernt, Manches korrigiert und Neues gestartet. Die Grunderkenntnis ist nichts Überraschendes: Es geht, wenn ein paar „positiv Verrückte“ es zusammen machen, Geduld haben und mit einem Business-Modell unterwegs sind, das diese Geduldsphase wirtschaftlich überhaupt möglich macht. Uns gibt es inzwischen im achten Jahr, vor allem weil wir unseren kleinen Coworking Space quasi ehrenamtlich fahren, weil wir nie über unsere Verhältnisse gewirtschaftet haben, weil wir uns immer wieder zu Neuem aufraffen, weil wir auf eine treue Community bauen können.</p>



<p><strong>Was müssen Arbeitnehmer beachten, wenn sie mobil arbeiten wollen? Wie können sie selbst dazu beitragen, dass Unternehmen sich für neue Arbeitsmodelle öffnen?</strong>&nbsp;</p>



<p>Natürlich gelten für sie zunächst erst einmal die Regelungen ihrer Firmen, bei denen sie angestellt sind. Dann muss auch klar sein, dass neue flexible Arbeitsmodelle in Unternehmen einzuführen in erster Linie eine entsprechende Unternehmenskultur voraussetzt. Diese zu schaffen, dazu sind Eigentümer, Manager und Beschäftigte gefordert. Impulse können Arbeitnehmer dadurch geben, dass sie ihren Chefs ihre Erwartungen auch einmal klar machen. Sie können dabei auch vorschlagen, dass die Firma im Coworking Space XYZ kostengünstig einen professionellen Arbeitsplatz mieten kann. – Probiert es!&nbsp;</p>



<p>Die Erfahrungen aus der Corona-Krise sind in jedem Fall hilfreich einen Wandel einzuleiten, aber wir stehen da erst ganz am Anfang. Wir Coworkerinnen und Coworker müssen die Chancen ergreifen, die sich für uns gerade auftun. Wir sind gut beraten, nicht auf andere zu warten, sondern alles zu tun, was in unserer eigenen Macht steht. Bereiten wir uns also auf das „New Normal“ jetzt vor.</p>



<p><strong>Hans-Peter, vielen Dank für das Gespräch.</strong>&nbsp;</p>
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		<title>Fläming Remote &#8211; Aufbau einer Community</title>
		<link>https://neuland21.de/aktuelle-events/flaming-remote-aufbau-einer-community/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Momburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2020 12:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Aktuelle Events]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
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					<description><![CDATA[Die eine möchte etwas mehr Struktur in ihr Arbeitsleben bringen. Der andere sucht Feedback zu einem bestimmten Thema. Eine Dritte hat einfach Lust, nach Tagen allein im Homeoffice mal wieder unter Leuten zu sein. Was Menschen zu unserem ersten ‚Fläming Remote‘-Community-Treff in den Coworking-Space Coconat zieht, hat unterschiedliche Beweggründe. Allen gemeinsam ist das Interesse, Gleichgesinnte kennenzulernen und am eigenen Netzwerk zu bauen.]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>‚Fläming-Remote‘-Community-Treff – zum&nbsp;</strong><strong>Aufbau einer Gemeinschaft von Remote-Arbeitenden im Fläming</strong></h2>



<p><strong>Die eine möchte etwas mehr Struktur in ihr Arbeitsleben bringen. Der andere sucht Feedback zu einem bestimmten Thema. Eine Dritte hat einfach Lust, nach Tagen allein im Homeoffice mal wieder unter Leuten zu sein. Was Menschen zu unserem ersten ‚Fläming Remote‘-Community-Treff in den&nbsp;<a href="https://coconat-space.com/de/" target="_blank" rel="noopener">Coworking-Space Coconat</a>&nbsp;zieht, hat unterschiedliche Beweggründe. Allen gemeinsam ist das Interesse, Gleichgesinnte kennenzulernen und am eigenen Netzwerk zu bauen.</strong></p>



<p>Bereits um acht Uhr morgens sitzt der erste Remote-Arbeitende aus dem Fläming vor seinem Laptop in der Stube des Coconats und schreibt E-Mails. Er hat sich schon früh auf den Weg gemacht – sein Hof liegt nur drei Dörfer weiter. Das Coconat wollte er sich immer schon mal anschauen, erzählt er uns. Neben dem Austausch mit anderen suche er auch neue Räumlichkeiten für seine Retreats und Workshops. Zu uns setzt sich eine Frau aus einem anderen Fläminger Dorf. Sie baut gerade ihre Praxis auf. Es gibt viel zu tun und zu organisieren, berichtet sie. Das meiste erledigt sie derzeit noch von zuhause. Dabei sei es nicht immer leicht, sich selbst zu organisieren und etwas Struktur von außen durch solch einen Community-Treff, ja, das erscheine ihr doch sehr hilfreich.&nbsp;</p>



<p>Nach und nach füllt sich das Coconat mit lokalen Remote-Arbeitenden und jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Der Journalist, die Event-Managerin, die Beraterin, der Scrum-Master, die Mitarbeiterin einer internationalen Organisation – zusammen mit anderen folgen sie unserem Aufruf zum ersten ‚Fläming Remote‘-Community-Treff.&nbsp;</p>



<p>Mit dieser Initiative wollen wir gemeinsam mit dem&nbsp;<a href="https://coconat-space.com/de/" target="_blank" rel="noopener">Coconat</a>&nbsp;remote-arbeitende Menschen aus dem Fläming zusammenbringen und stärker miteinander vernetzen. Dazu bieten wir Raum und Zeit für Austausch plus ganztägig freies Coworking, gemeinsames Mittagessen und auf Wunsch eine Führung durch das Coconat mit Mitgründerin Julianne Becker. Ziel ist der Aufbau einer wachsenden Gemeinschaft von Remote-Arbeitenden im Fläming, die sich regelmäßig trifft und gegenseitig unterstützt.&nbsp;</p>



<p>Das Wort „remote“ trifft bei einigen unserer Teilnehmenden erst einmal auf ein Fragezeichen. Was heißt eigentlich„Remote-Arbeit“? Remote-Arbeitende zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht mehr an das Büro eines Arbeitgebers gebunden sind. Sie können ortsunabhängig arbeiten. Diese Arbeitsweise bietet dabei eigene Möglichkeiten eines selbstbestimmten und mehr auf individuelle Bedürfnisse angepassten Arbeitens. So kann man zumeist nicht nur den Ort des Arbeitens selbst festlegen, sondern auch dem eigenen Rhythmus besser folgen.&nbsp;</p>



<p>Corona hat in den vergangenen Monaten maßgeblich dazu beigetragen, dass Remote-Arbeit Einzug in den Berufsalltag vieler Menschen gehalten hat, meistens in Form von Homeoffice. Das war für einige auch eine Herausforderung. Eine Teilnehmerin erzählt, wie sie seit Beginn des Lockdowns im März nur noch zuhause war. Erst jetzt taucht sie langsam wieder auf. Die Einladung zum ‚Fläming Remote‘-Community-Treff hat ihr dazu den letzten Anstoß gegeben. Endlich, denn neue Ideen, Kreativität und Querdenken bräuchten bei ihr immer auch den Austausch mit anderen. Darum sei sie auch der Einladung gefolgt und gekommen.&nbsp;</p>



<p>So wie ihr geht es vielen. Dir auch?&nbsp;</p>



<p><strong>Die „Fläming Remote“-Community-Treffs sind offen für alle, die Lust auf Austausch, Vernetzung und Coworking haben. Sie finden regelmäßig jeden 1. Montag im Monat im Coconat statt.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Nächste Termine</strong></p>



<p>2. November 2020, 9-20 Uhr: ,Fläming-Remote‘-Community-Treff @ Coconat</p>



<p>7. Dezember 2020, 9-20 Uhr: ,Fläming-Remote‘-Community-Treff @ Coconat<a href="https://www.naturparkverein.de/" target="_blank" rel="noopener"></a></p>



<p>Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an&nbsp;<a href="https://neuland21.de/team/anna-momburg/">Anna Momburg</a>&nbsp;vom Heim[at]office-Team bei neuland21</p>
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