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	<title>#Publikationen &#8211; Neuland21</title>
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	<description>Landleben für das 21. Jahrhundert</description>
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	<title>#Publikationen &#8211; Neuland21</title>
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		<title>Neue Publikation: Wachsender Flächendruck auf dem Land &#8211; Das Quadrilemma in der Landnutzung</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/neuigkeiten/neue-publikation-wachsender-flaechendruck-auf-dem-land-das-quadrilemma-in-der-landnutzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luise Ruge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 12:27:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Urbanisierung und der wachsende Flächenbedarf sind nicht nur in den großen Städten ein Problem, sondern betreffen zunehmend auch ländliche Regionen. Unsere jüngste Publikation aus dem Kooperationsprojekt „Land ohne Land“, zusammen mit der Wüstenrot Stiftung, beleuchtet diese Problematik und zeigt auf, wie die wachsenden Ansprüche an die ländlichen Flächen bundesweit ein komplexes Spannungsfeld schaffen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Urbanisierung und der wachsende Flächenbedarf sind nicht nur in den großen Städten ein Problem, sondern betreffen zunehmend auch ländliche Regionen. Unsere jüngste Publikation aus dem Kooperationsprojekt „Land ohne Land“, zusammen mit der Wüstenrot Stiftung, beleuchtet diese Problematik und zeigt auf, wie die wachsenden Ansprüche an die ländlichen Flächen bundesweit ein komplexes Spannungsfeld schaffen.</p>



<p><strong>Das Quadrilemma des steigenden Flächendrucks</strong></p>



<p>Ländliche Räume werden zunehmend zum Schauplatz konkurrierender Flächennutzungen. Neben der Siedlungs- und Verkehrsausdehnung stehen der Klima- und Naturschutz, die Landwirtschaft und die Energiewende im direkten Wettbewerb um die begrenzte Ressource Boden. Besonders der Ausbau erneuerbarer Energien, wie Windräder und Photovoltaikanlagen, bringt neue Herausforderungen mit sich, da die benötigten Flächen oftmals in ländlichen Gebieten liegen.</p>



<p>Unsere Publikation zeigt, dass Entscheidungen über die Flächennutzung heute komplexer sind als je zuvor. Einerseits muss genügend Platz für neue Wohn- und Gewerbegebiete geschaffen werden, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. Andererseits erfordert die Energiewende Räume für nachhaltige Energieerzeugung. Gleichzeitig wird Fläche für landwirtschaftliche Produktion benötigt, um eine unabhängige und nachhaltige Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Schließlich spielen auch der Klima- und Umweltschutz eine zentrale Rolle, der durch Renaturierungsprojekte, Ausgleichsflächen und Schutzgebiete zusätzlichen Raum beansprucht.</p>



<p><strong>Die Rolle der ländlichen Regionen</strong></p>



<p>Während in Städten Fragen zu Flächennutzungskonflikten bereits intensiv erforscht werden und der Umgang mit knappem Raum immer wieder neu ausgehandelt wird, fehlt bisweilen ein grundlegendes Verständnis dafür, welche konkreten Konflikte Kommunen auf dem Land erleben, welche Akteur:innen, Interessen und Treiber dabei eine wichtige Rolle spielen und welche Verfahren und Konzepte für einen gerechten Interessenausgleich sorgen können.&nbsp;</p>



<p>Dies gilt insbesondere für Regionen, die verstärkt von der Energiewende betroffen sind. Die Installation von Windkraft- und Photovoltaikanlagen in ländlichen Gebieten erfordert nicht nur planerisches Geschick, sondern auch die Berücksichtigung lokaler Bedürfnisse und Interessen.</p>



<p><strong>Zukunftsperspektiven und Handlungsmöglichkeiten</strong></p>



<p>Als erste von drei Publikationen im Rahmen des Projekts „Land ohne Land“ zeigen wir in unserem nun veröffentlichten„Problemaufriss“, dass die Konflikte um Flächen oft unausweichlich erscheinen.  In dieser Publikation geben wir einen Überblick über aktuelle Trends, Herausforderungen und Konfliktlinien der ländlichen Flächennutzungskonflikten und geben einen Ausblick in die regionale Planung und Entscheidungsfindung.  </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:32% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="506" height="705" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/09/screenshot-2024-09-22-at-14-24-32-ein-problemaufriss-das-quadrilemma-des-steigenden-flaechendrucks-in-laendlichen-raeumen-buch-wuestenrot-stiftung.png" alt="" class="wp-image-14684 size-full" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/09/screenshot-2024-09-22-at-14-24-32-ein-problemaufriss-das-quadrilemma-des-steigenden-flaechendrucks-in-laendlichen-raeumen-buch-wuestenrot-stiftung.png 506w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/09/screenshot-2024-09-22-at-14-24-32-ein-problemaufriss-das-quadrilemma-des-steigenden-flaechendrucks-in-laendlichen-raeumen-buch-wuestenrot-stiftung-215x300.png 215w" sizes="(max-width: 506px) 100vw, 506px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2024/09/land-ohne-land-problemaufriss.pdf">Die vollständige Publikation „Ein Problemaufriss“ als PDF-Download </a></p>
</div></div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Coworking auf dem Land mehr als ein Trend</title>
		<link>https://neuland21.de/publikationen/neue-studie-coworking-auf-dem-land-mehr-als-ein-trend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 14:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Projektteam „Zukunft der Arbeit“ der Bertelsmann Stiftung und die CoWorkLand Genossenschaft haben in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Zukunftsorte kürzlich ihre neue Studie „Coworking im ländlichen Raum“ präsentiert. Wir haben uns die Studie näher angeschaut und einige ihrer wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Coworking Spaces in ländlichen Räumen</strong></p>



<p>Das urbane Raumkonzept der Coworking Spaces hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf die ländlichen Räume verlagert. Die Zahl der Coworking Spaces abseits der Metropolen und Städte ist stark gestiegen und die neuen Arbeitsorte sind nicht mehr wegzudenken. Corona scheint den gegenwärtig zu beobachtenden Trend zu verstärken.&nbsp;Die ländliche Perspektive eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten und Funktionen der Coworking Spaces.&nbsp;</p>



<p>Fest steht: Coworking Spaces können die Daseinsvorsorge in peripheren ländlichen Räumen stärken und erste belebende Effekte für die Ortsgemeinschaft sind zu erkennen. Aber wer sind eigentlich die Zielgruppen der Coworking Spaces, wer sind die Gründerinnen und Gründer und wie entstehen die flexiblen Arbeitsmodelle im ländlichen Raum?</p>



<p><strong>400 Neugierige schalten sich Online-Präsentation zu</strong></p>



<p>Mitte November wurde die Studie zum ersten Mal in einer Online-Session vorgestellt. Über 400 Interessierte hatten sich zugeschaltet und erhielten dort erste wertvolle Einblicke und Einschätzungen der vier Autoren und Autorinnen Ulrich Bähr, Juli Biemann, Philipp Hentschel und Jule Lietzau. Eine aufregende und feierliche Stimmung war während der Präsentation zu spüren. Denn hinter der Studie stecken über zwei Jahre Arbeit und mehr als 200 Interviews mit Nutzerinnen und Nutzern sowie Gründerinnen und Gründern von ländlichen Coworking Spaces deutschlandweit. Die Teilnehmenden wurden zu Beginn mit einer Videobotschaft aus dem Coworking Space „Echtland“ in Pfaffenhofen abgeholt. Zumindest virtuell konnte jeder in den modernen Arbeitsort auf dem Land eintauchen.</p>



<p><strong>Coworking Spaces auf dem Land erreichen breite Zielgruppe</strong></p>



<p>Die Studie zeigt: Coworking kann wichtige Impulse für die wirtschaftliche Wiederbelebung strukturschwacher Regionen geben. Dabei ist jeder einzelne Coworking Space auf dem Land als ein Unikat zu betrachten und das Angebot ist so vielfältig, wie der Bedarf der arbeitenden Menschen vor Ort. „Es war für mich überraschend und erkenntnisreich, dass das Spektrum auch Branchen abdeckt, die man nicht unbedingt in einem Coworking Space erwartet hätte, wie beispielsweise Lehrer:innen oder Handwerker:innen”, erzählt Jule Lietzau von CoWorkLand.</p>



<p>Im Vergleich zur Stadt funktionieren die neuen Orte auf dem Land vielfältiger und andere Geschäftsmodelle werden genutzt. Zudem gibt es eine starke Nachfrage nach Gemeinschaft, sodass die Arbeitsorte vor allem als integrierendes Netzwerk funktionieren. „Um rurale Coworking Spaces entwickeln zu können, ist die Einbettung in ein Netzwerk und der damit verbundene Austausch in der Community of Practice elementar. Dies kann beispielsweise ein Austausch mit anderen Space-Betreiber:innen oder das gegenseitige Besuchen in Coworking-Spaces sein. Auch der Beitritt zu regionalen Gruppen und alteingesessenen Gruppierungen wie den Landfrauen und anderen Vereine können helfen und als Multiplikation fungieren. Die Strukturen sind da, man muss sie sich nur zunutze machen“, berichtet Jule Lietzau.&nbsp;</p>



<p>Um diese Vielfalt und besondere Dynamik der Nutzerinnen und Nutzer der Coworking Spaces in ländlichen Räumen zu erfassen, wurden Typen gebildet, deren Arbeitsformen sehr unterschiedlich ausfallen können. Insgesamt umfassen zwölf Typen die Bandbreite der sogenannten “neuen Landarbeiter:innen”, deren Arbeitsmodelle nur durch die Digitalisierung möglich sind. Neben den klassischen Coworkerinnen und Coworkern aus der Kreativ-, Digital- und IT-Wirtschaft sind auch Handwerker und Handwerkerinnen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Berater und Beraterinnen in ländlichen Räumen vertreten. „Die Corona-Pandemie transformiert die Arbeitswelt gerade sehr schnell. Ein Teil dieser Transformation ist der Weg hinzu ortsunabhängigem Arbeiten – und das selbst bei Branchen, bei denen man es bisher nicht kannte. Die Nutzer:innenvielfalt in Spaces wird demnach zukünftig noch weiter steigen”, so Jule Lietzau.&nbsp;</p>



<p><strong>Im ländlichen Raum entfaltet sich derzeit eine dynamische Coworking-Landschaft&nbsp;</strong></p>



<p>Zudem kommen neue Erscheinungsformen der ländlichen Coworking Spaces hinzu, indem neue Angebote für spezielle Zielgruppen entwickelt werden. Die Studie unterscheidet sieben Typen, die die vielfältigen Erscheinungsformen und Geschäftsmodelle der Coworking Spaces berücksichtigen.&nbsp;</p>



<p>Einer der Typen spiegelt die klassische Interpretation des Coworkings im ländlichen Raum mit einigen Besonderheiten wider. Zum Beispiel fällt der Flächenbedarf von ländlichen Coworking Spaces im Durchschnitt geringer aus, aufgrund der vergleichsweise geringeren Nachfrage und Nutzerinnendichte. Umso relevanter ist eine funktionierende Community, die Raum für Vernetzung, Wissensaustausch und persönliche Beziehungen bietet. Weitere Typen der neuen Arbeitsorte sind der Pendlerhafen, Bottom Hub, Retreat, Workation, Neue Dorfmitte und Wohn- und Arbeitsprojekte.</p>



<p>In Zukunft gibt es „ein dichtes Netz ruraler Coworking-Spaces, das Arbeiten und Wohnen in ländlichen Räumen wieder zusammenbringt, wodurch ein Trittstein in der Verbindung zwischen Stadt und Land geleistet wird”, erwartet Jule Lietzau: „ländliche Coworking Spaces leisten somit einen unterstützenden Beitrag zu zukunftsfesten, ländlichen Räumen.”</p>



<p><strong>Ein Großteil der ländlichen Coworking Spaces wird von engagierten Gemeinschaften gegründet.<br>Ihr gemeinsames Ziel: eine zukunftsgerichtete Arbeitsgestaltung.</strong></p>



<p>Ein weiterer wichtiger Baustein der Untersuchung ist die Betrachtung und Einordnung der Gründungs- und Organisationsformen von ländlichen Coworking Spaces. Die vier häufigsten Gründungsformen sind Unternehmens-Spin-offs, engagierte Gemeinschaft, kommunale Gründungen und Wirtschaftsförderung und Gründungszentren. Eine der häufigsten Gründerinnengruppen von ländlichen Coworking-Spaces sind Unternehmer und Unternehmerinnen, die Coworking Spaces neben ihrem Hauptgeschäft gründen. Die Implementierung eines Coworking Space kann vielfältige positive Effekte auf ein privates Geschäftsmodell haben, indem Bürokosten gesenkt werden und die Qualität der Arbeitsatmosphäre zunimmt. Ein Großteil der Coworking Spaces jenseits der urbanen Gebiete ist jedoch auf das Engagement von kleinen Gründungsteams zurückzuführen. Diese Initiativen sind zum Teil genossenschaftlich oder als lokaler Verein organisiert. Auch immer mehr Kommunen schätzen die neuen Arbeitsorte. Sie erhoffen sich durch die Gründung von Coworking Spaces positive Effekte auf Dorfkerne und die lokale Wirtschaftsstruktur. Eine weitere typische Erscheinung sind die Gründungen von Coworking Spaces in bestehenden Gründungszentren, oftmals durch Wirtschaftsförderung initiiert. Das bestehende Angebot sowie die Infrastruktur des Gründungszentrums bietet viele Anknüpfungspunkte für einen Coworking Space. Schließlich lassen sich die Bedarfe der Zielgruppen und entsprechende Angebote gut ergänzen.&nbsp;</p>



<p>Die Gründung von ländlichen Coworking Spaces kann dementsprechend ganz unterschiedliche Motive und Ursachen aufweisen, um die vielfältigen Herausforderungen im ländlichen Raum zu bewältigen.</p>



<section id="spacer-block_62581eb188f6c" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Die in den letzten zwei Jahren geleistete Arbeit der Studie kann sich sehen lassen! Die Einordnung in unterschiedliche Typen ist ein wunderbares Werkzeug für Laien sowie Experten und Expertinnen, um die vielfältigen Erscheinungsformen ländlicher Coworking Spaces einzuordnen. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, wie die Typen ausdifferenziert werden können. Gleichwohl sind weitere Untersuchungen für eine nachhaltige Entwicklung von Coworking Spaces im ländlichen Räumen notwendig, um Gründerinnen und Gründer beim Aufbau gezielt zu unterstützen. „Wissenschaftliche (Begleit-)Forschung zu dem Thema ist rar und der Bedarf ist anscheinend mehr als da,” so Jule Lietzau. Auch die Herausforderung der Wirtschaftlichkeit bedarf einer tiefgreifenden Aufarbeitung, um das Arbeitsmodell attraktiver für kommunale Träger zu gestalten.</p>



<p>Liebe Julia, vielen Dank für deine Einschätzungen.</p>



<p><strong><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/coworking-im-laendlichen-raum-all" target="_blank" rel="noopener">Zum Download der Studie „Coworking im ländlichen Raum“</a>&nbsp;</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Presse-Kit “Urbane Dörfer” – Alle Infos auf einen Blick</title>
		<link>https://neuland21.de/presse/presse-kit-urbane-dorfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 15:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Presse]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Urbane Dörfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Pressemitteilung, Projektübersicht, Zusammenfassung und Volltext der Studie, außerdem Kurzinfo und Ansprechpartner der zwei Forschungseinrichtungen. Hier findet ihr die wichtigsten Inhalte der Pressemappe online.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Pressemitteilung, Projektübersicht, Zusammenfassung und Volltext der Studie, außerdem Kurzinfo und Ansprechpartner der zwei Forschungseinrichtungen. Hier findet ihr die wichtigsten Inhalte der Pressemappe online.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Landlust 4.0</h3>



<p>In Ostdeutschland kämpfen vor allem ländliche Gebiete fern der Großstädte mit Abwanderung und einem anhaltenden Bevölkerungsrückgang. Dieser Trend lässt sich nur stoppen, wenn die Dörfer sich neu erfinden und ein urbanes Klientel für sich begeistern. Seit Kurzem erprobt eine kreative urbane Szene mit innovativen Wohn- und Arbeitsprojekten, wie sich neue Formen digitaler Arbeit mit dem Landleben verbinden lassen.<br>Bislang zeigt sich in vielen entlegenen Landstrichen im Osten das gleiche Bild: Dörfer und Kleinstädte erleben einen schleichenden Bevölkerungsschwund, die Bevölkerung altert stark und die Orte verlieren weiter an Attraktivität. Was aber können diese Regionen tun, um den Abwärtstrend zu stoppen und sich dem Sog der Großstädte entgegenzustemmen? Diese Frage beschäftigt betroffene Kommunen und vermehrt auch die Bundespolitik.</p>



<p>Sicher ist, dass Dörfer ein eigenes Profil auf Basis ihrer Vorteile – Naturnähe, mehr Freiräume, günstiger Wohnraum – gegenüber der Stadt entwickeln müssen. „Das neue Dorf lässt sich allerdings nicht am Reißbrett erfinden,“ meint Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. „Lebenswerte Orte entstehen dort, wo sich Menschen mit neuen Ideen und Projekten ans Werk machen und eine Perspektive für sich und andere schaffen.“ Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und der Think Tank Neuland 21 haben 18 solcher Projekte untersucht und die Ergebnisse in der Studie „Urbane Dörfer – wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann“ zusammengefasst.</p>



<p>Die Projekte zeigen, wie das Landleben neuerdings in den Fokus eines traditionell urban geprägten Milieus rückt: Stadtmüde treffen sich auf sogenannten Meetups und besprechen, wie sich flexible Formen digitalen Arbeitens mit einem Leben fernab der Großstädte verbinden lassen. „Dass nun junge Kreative und digital affine Städter das Land für sich entdecken, birgt für demografisch angeschlagene Regionen eine große Chance,“ sagt Silvia Hennig, Gründerin von Neuland 21: „Sie entwickeln und erproben in den Dörfern und Kleinstädten gemeinschaftliche Wohnformen und innovative Arbeitsmodelle. Damit könnten sie Pioniere einer neuen Bewegung sein, die mit digitalen Ideen das Leben auf dem Land wieder für mehr Menschen attraktiv machen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Arbeit als Umzugshelfer</h3>



<p>Viele der neuen Landbewohner arbeiten in Wissens- und Kreativberufen – von den klassischen Digitalarbeitern wie Programmierern und Grafikdesignern über Architekten und Journalisten, bis hin zu Sozialwissenschaftlern oder Kulturmanagern. Sie können örtlich flexibel ihrem Job nachgehen – also auch vom heimischen Computer auf dem Land aus. Doch sie wollen nicht jeden Tag allein am eigenen Schreibtisch arbeiten, sondern suchen den Kontakt zu Gleichgesinnten. „Die ländlichen Digitalarbeiter bringen ein Raumkonzept aus den Städten mit aufs Land: Coworking Spaces,“ sagt Silvia Hennig. „Wie in der Stadt können sich hier Freiberufler und Selbständige vorübergehend Schreibtische mieten, um gemeinschaftlich zu arbeiten.“ Einige dieser Coworking Spaces entstehen sogar mit angeschlossenen Unterkünften. Hier können sich gestresste Stadtbewohner während längerer Aufenthalte in einer ruhigen Umgebung auf die Arbeit konzentrieren. „Das lockt nicht nur Besucher in den Ort, sondern schafft auch Arbeitsplätze und bringt Geld in die Kassen der Projekte,“ sagt Manuel Slupina, Mitautor der Studie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In der Mitte und nicht am Rand</h3>



<p>Die Wohn- und Arbeitsprojekte zieht es in der Regel nicht in Neubauten am Stadt- oder Dorfrand. Die Umzugswilligen interessieren sich eher für alte und baufällige Gebäude in der Ortsmitte. Sie verwirklichen ihre Ideen in stillgelegten Fabriken und Mühlen, Krankenhäusern und Berufsschulen, Klosteranlagen und Landgütern. „Sie bringen frisches Leben in Gebäude, die mitunter lange leer standen und die Ortskerne verschandelt haben,“ sagt Manuel Slupina. „Sie wirken damit einem der drängensten Probleme ländlicher Räume entgegen: dem Entstehen von sogenannten Donut-Dörfern.“ Dieses Phänomen, bei dem die Ostkerne verfallen, während am Ortsrand die Neubaugebiete wuchern, lässt sich in Deutschland nahezu flächendeckend beobachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachahmer und Unterstützer gesucht</h3>



<p>„Auch wenn die neue Landbewegung den entlegenen Regionen nicht überall aus der Misere helfen wird, wäre die Politik gut beraten, die Motive und Bedürfnisse der jungen Landlustigen besser kennenzulernen,“ sagt Reiner Klingholz, „gerade jetzt, da sie ein neues Interesse an einem Ausgleich zwischen Stadt und Land gefunden hat.“ Denn die Stadt-Land-Wanderer bringen nicht nur Einwohner, Steuer- und Gebührenzahler aufs Land, sondern auch neue Ideen: Sie suchen nach Möglichkeiten, wie man auch ohne Auto auf dem Dorf mobil bleiben kann, denken über Hofläden zur Verbesserung der Nahversorgung nach, eröffnen Galerien und organisieren Festivals. Vor allem aber schaffen sie digitale Inseln, die einen Weg zum Dorf der Zukunft weisen und dabei zu demografischen Speckwürfeln in der Peripherie werden können.<br>Die Politik sollte diese Pioniere unterstützen und sie von bürokratischen Hürden entlasten. Vor allem muss sie den ländlichen Raum endlich flächendeckend mit einem schnellen Internetzugang versorgen. Denn ohne ein leistungsfähiges Kabel haben die Dörfer im Wettbewerb um Einwohner gegenüber den Städten keine Chance.</p>



<section id="spacer-block_625ed1f22f4bd" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<h3 class="wp-block-heading">Weitere Pressematerialien</h3>



<p>Diese&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/PM_UrbaneD%C3%B6rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pressemitteilung als PDF</a>.</p>



<p>Das Wichtigste in Kürze und eine&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Das-Wichtigste-in-Ku%CC%88rze_UrbaneDo%CC%88rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übersicht der Projekte als PDF</a>.</p>



<p>Der Volltext der&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2020/10/N21_UrbaneDoerfer_Online.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie gratis zum Download</a>.</p>



<p>Mehr über das Berlin-Institut könnt ihr&nbsp;<a href="https://www.berlin-institut.org/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>&nbsp;erfahren.&nbsp;Uns kennt ihr ja eigentlich schon.&nbsp;Wir haben trotzdem noch mal das Wichtigste über uns in einem&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Flyer_Neuland21.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neuland21-Flyer</a>&nbsp;für euch zusammengefasst.</p>



<p>Alle Autoren und Ansprechpartner zur Studie findet ihr auf dem&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Kontakt_UrbaneD%C3%B6rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktblatt</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Urbane Dörfer – wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/neue-studie-urbane-doerfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Dörfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einem Jahr Forschung stellen wir heute unsere erste Studie vor. Das Thema liegt uns am Herzen: Es geht darum, wie digitales Arbeiten helfen kann den ländlichen Raum wieder zu beleben. Und wo und wie das schon geschieht. Dieser Blogbeitrag fasst das Wichtigste in Kürze für euch zusammen und ist ein Ausschnitt aus der Studie. Schaut rein! Sagt’s weiter! Macht’s nach!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Nach einem Jahr Forschung stellen wir heute unsere erste Studie vor. Das Thema liegt uns am Herzen.</h3>



<p><strong>Es geht darum, wie digitales Arbeiten helfen kann den ländlichen Raum wieder zu beleben. Und wo und wie das schon geschieht. Dieser Blogbeitrag fasst das Wichtigste in Kürze für euch zusammen und ist ein Ausschnitt aus der Studie. Schaut rein! Sagt’s weiter! Macht’s nach!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Trendwende am Horizont?</h3>



<p>Bislang zeigt sich in vielen entlegenen Landstrichen Ostdeutschlands das gleiche Bild: Dörfer und Kleinstädte erleben einen schleichenden Bevölkerungsschwund und die Bevölkerung altert stark. Dem Sog in die Großstädte, dem vor allem die jungen Menschen folgen, scheinen sie bislang kaum etwas entgegensetzen zu können. Mit dem wachsenden Bildungsstand könnte sich dieser Trend künftig noch verschärfen, denn Universitäten gibt es auf dem Land kaum und Akademiker finden bislang vor allem in den Städten Arbeit.<br>Einige Landkreise im südlichen Brandenburg, in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen, die schon in der Vergangenheit starke demografische Verluste verbuchen mussten, dürften bis 2035 noch einmal rund ein Viertel ihrer heutigen Bewohner einbüßen.</p>



<p>Doch es tut sich etwas: Das Landleben rückt neuerdings in den Fokus eines urban geprägten Milieus. Man trifft sich auf der Digital-Konferenz re:publica in Berlin und diskutiert, wie sich neue, flexible Formen digitalen Arbeitens mit dem Landleben verbinden lassen. Auf sogenannten Meetups planen Stadtmüde, wie sie ihren Traum vom gemeinschaftlichen Wohnen und Arbeiten auf dem Land in die Tat umsetzen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Pioniere</h3>



<p>Einige von ihnen sind schon mittendrin: Sie entwickeln und erproben in Dörfern und Kleinstädten gemeinschaftliche Wohnformen und innovative Arbeitsmodelle. Sie könnten Pioniere einer neuen Bewegung sein, die mit digitalen Ideen das Leben auf dem Land neu erfindet. Diese Studie hat 18 solcher Projekte untersucht. Darunter waren einige, die noch am Anfang stehen, aber auch solche, die bereits im dörflichen Alltag angekommen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beengte Städte sorgen für neue Landlust</h3>



<p>Ein großer Teil der neuen Wohn- und Arbeitsprojekte hat sich im näheren und weiteren brandenburgischen Umland von Berlin angesiedelt. Das rasante Wachstum der Hauptstadt hat dafür gesorgt, dass derartige Wohnprojekte gerade jetzt auf dem Land entstehen. Berlin ist in den letzten Jahren voller, beengter und deutlich teurer geworden. Vor allem der Platz und die Freiräume auf dem Land locken die Berliner ins ländliche Brandenburg. In ostdeutschen Regionen, in denen die Städte selbst noch ausreichend Platz bieten, sind gemeinschaftliche Wohnprojekte von kreativen und digital affinen Menschen auf dem Land hingegen noch selten. In Sachsen-Anhalt und Sachsen finden sich bislang nur wenige, in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen so gut wie keine der neuartigen Initiativen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Frisches Leben in alten Gemäuern</h3>



<p>Die Wohn- und Arbeitsprojekte zieht es meist nicht in Neubauten am Stadt- oder Dorfrand. Die Umzugswilligen interessieren sich eher für alte und baufällige Gebäude in den Ortskernen. Sie verwirklichen ihre Ideen in alten Fabriken und Mühlen, Krankenhäusern und Berufsschulen, Klosteranlagen und Landgütern bis hin zum ehemaligen Dorfkonsum und Plattenbauten der LPG. Sie bringen damit frisches Leben in sonst kaum vermittelbare Immobilien und in den Ort. Auch für Gemeinden kann das ein Gewinn sein. Denn sie müssen alte, baufällige Gebäude oft auf eigene Rechnung abreißen lassen. Für die Landlustigen sind diese Immobilien hingegen ideal, denn sie bieten viel Platz, nicht nur zum Wohnen, sondern auch um weitere Ideen umzusetzen – vom Café über eine eigene Kita, von Werkstätten bis hin zum Coworking Space, in dem sich Freiberufler und Selbständige temporär Schreibtische mieten können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Arbeit als Umzugshelfer</h3>



<p>Viele der neuen Landbewohner arbeiten in Wissens- und Kreativberufen – von den klassischen Digitalarbeitern wie Programmierern und Grafikdesignern über Architekten und Journalisten, bis hin zu Sozialwissenschaftlern oder Kulturmanagern. Sie bringen eine wichtige Voraussetzung für das Landleben mit: Sie können einen Großteil ihrer Arbeit von überall her erledigen – also auch am heimischen Computer auf dem Land. Neben jenen, die örtlich flexibel arbeiten können, sind unter den Projektteilnehmern aber auch solche mit ortsgebundenen Berufen, wie Lehrer und Sozialpädagogen, Ärzte oder Handwerker. Die Möglichkeiten, den neuen Wohnsitz auf dem Land mit dem eigenen Arbeitsleben zu vereinbaren, lassen sich in vier Kategorien aufteilen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Personen, die digital arbeiten können, nutzen diese Chance und arbeiten ganz oder teilweise von zuhause aus. Dies sind einerseits Angestellte, die mit ihren Arbeitgebern Homeoffice- und Teilzeitvereinbarungen treffen und andererseits Freiberufler und Selbständige wie Mediengestalter, Architekten oder Journalisten, die ihre Arbeit einfach mit raus aufs Land nehmen.</li><li>Wer in einem Beruf arbeitet, der auch im ländlichen Raum gefragt ist, kann sich vor Ort eine neue Stelle suchen. Gelungen ist dies vor allem Lehrern und Sozialpädagogen, aber auch Erziehern und Pflegekräften.</li><li>Wem diese Möglichkeit nicht offen steht, pendelt regelmäßig zur Arbeit in die Stadt. Doch im Unterschied zu vielen klassischen Umlandwanderern, bei denen Pendeln als notwendiges Übel zum Alltag gehört, möchten viele der neuen Landbewohner lieber früher als später auf die tägliche Fahrerei Verzichten.</li><li>Einige der neuen Landbewohner gehen mit ihrem Umzug raus aus der Stadt auch beruflich neue Wege. Handwerker oder Heilpraktiker beispielsweise erfüllen sich im Gemeinschaftsprojekt den Traum von der eigenen Werkstatt oder Praxis. Kreativ- und Wissensarbeiter wie Projektmanager oder Kommunikationsberater wechseln in eine freiberufliche Tätigkeit. Einige machen sich mit einer neuen Geschäftsidee selbständig und gründen, oft im Kontext des Projekts, ein eigenes Unternehmen.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Schreibtisch und Büro mit anderen teilen</h3>



<p>Um ihre Arbeit nicht allein am heimischen Schreibtisch erledigen zu müssen, bringen die ländlichen Digitalarbeiter ein Raumkonzept aus den Städten mit: Coworking Spaces. In Städten sind diese offen gestalteten Arbeitsorte weit verbreitet, auf dem Land sucht man sie bislang meist vergebens. Dies ändert sich nun, denn in den meisten Wohnprojekten gehört ein gemeinsamer Arbeitsraum zum Konzept. Er erleichtert den Austausch, eröffnet den Kontakt mit anderen Kreativarbeitern und spart Geld.</p>



<p>Einige dieser Coworking Spaces stehen nicht nur den Projektbewohnern zur Verfügung, sondern auch Selbständigen aus der Region oder Gästen von weiter her. Angeschlossene Unterkünfte ermöglichen es in einigen Projekten gestressten Stadtbewohnern, sich während längerer Aufenthalte in einer ruhigen Umgebung auf die Arbeit zu konzentrieren. Dies lockt nicht nur Besucher in den Ort, sondern ist auch eine zusätzliche Einnahmequelle der Projekte, um weitere Renovierungs- und Ausbauarbeiten zu finanzieren und zu beschleunigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit kreativen Ideen aufs Land</h3>



<p>Die ländlichen Gemeinschaftsprojekte werden selten als reine Wohnprojekte geplant, denn die neuen Landbewohner bringen aus den Städten bestimmte Ansprüche an ihr neues Wohnumfeld mit. Zwar erwartet niemand auf dem Land die gleichen vielfältigen Angebote wie in dicht besiedelten Ballungsräumen. Mit einer lückenhaften Versorgung wollen sich viele aber auch nicht abfinden. Sie suchen nach Möglichkeiten, wie man auch ohne Auto auf dem Dorf mobil bleiben kann, vom Carsharing bis zur Mitfahr-App. Sie denken über Hofläden zur Verbesserung der Nahversorgung mit regionalen Lebensmitteln nach oder betreiben ein Café, eröffnen Galerien und organisieren Kulturfestivals. Andere planen, zusammen mit der Dorfbevölkerung, die alte Scheune als gemeinschaftlichen Treffpunkt und Veranstaltungsort wiederzubeleben. Die neuen Landbewohner verbessern mit ihrem Einsatz die Lebensbedingungen vor Ort – im Idealfall für alle Dorfbewohner.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fehlender Anschluss an die Zukunft</h3>



<p>Ohne eine schnelle Internetverbindung werden sich allerdings kaum neue Bewohner aufs Land wagen. Denn ein leistungsfähiges Netz ist für sie eine Grundvoraussetzung, damit sie auf dem Land leben, arbeiten oder ein Gewerbe eröffnen können. Auch Coworking Spaces, Seminar- und Gästehäuser lassen sich nur mit einem breitbandigen Internetzugang betreiben. Trotz aller Absichtserklärungen der Politik, dass spätestens 2018 selbst im letzten Winkel Deutschlands die Menschen mit Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein können, offenbart ein Blick in den Breitbandatlas weiterhin große Lücken – vor allem in entlegenen und dünn besiedelten Regionen. Wo ein leistungsfähiges Kabel unter der Erde weiterhin nicht verfügbar ist, werden die Dörfer im Wettbewerb um Einwohner mit den Städten chancenlos bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Periphere Speckwürfel als Chance</h3>



<p>Ob das gewachsene Interesse von urban geprägten, digital arbeitenden Menschen ein Zeichen für eine neue Bewegung „raus aufs Land“ ist, lässt sich mit der vorliegenden Studie nicht abschließend beantworten. Zu frisch ist das Phänomen und viele Projekte stehen noch am Anfang. Ob sie in einigen Jahren noch bestehen, weiteren Zuzug erfahren oder Nachahmer an anderen Orten finden, muss sich erst noch zeigen.</p>



<p>Auch wenn die neue Landbewegung den entlegenen Regionen gewiss nicht flächendeckend aus der Misere helfen wird, kann sie für einzelne Dörfer eine große Chance sein. Schon jetzt zeigt sich, dass auch Orte, die in einer generell schrumpfenden Region liegen, demografisch stabil bleiben oder sogar wachsen können, wenn sie es schaffen die neue Klientel für sich zu begeistern. Bei der Suche nach einem Grund für die Stabilität stößt man vor Ort immer wieder auf Menschen, die mit ihrem Tatendrang und Ideenreichtum ein Wir-Gefühl erzeugen und anderen zeigen, dass es sich auf dem Land zwar anders als in der Stadt, auf alle Fälle aber gut oder sogar besser leben lässt.</p>



<p>Deshalb können Orte, in denen die Menschen den Chancen der Digitalisierung offen gegenüberstehen, von den neuen Formen ländlichen Wohnens und Arbeitens profitieren und sich im besten Fall eine günstigere demografische Zukunft erschließen. Sie können sich damit von der allgemeinen demografischen Entwicklung vieler entlegener, ländlicher Region abheben und zu Speckwürfeln in der Peripherie werden. Die Politik, die ein wachsendes Interesse an einem Ausgleich zwischen Stadt und Land gefunden hat, sollte sich mit den Bedürfnissen, Motiven und Fähigkeiten der neuen Landbewohner auseinandersetzen und den richtigen Rahmen für ihre Vorhaben schaffen, damit den heutigen Pionieren möglichst viele Nachahmer folgen.</p>



<p>Die Studie steht gratis als <a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/06/n21-urbanedoerfer-online.pdf">Download</a> zur Verfügung.</p>



<p>Mehr über unseren Forschungspartner, das Berlin-Institut, könnt ihr&nbsp;<a href="http://www.berlin-institut.org/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>&nbsp;erfahren.&nbsp;Uns kennt ihr ja schon.</p>
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