Gründen auf dem Land

Analysen, Konzepte und Handlungsempfehlungen zur Förderung ländlicher Gründerinnen und Gründer

Vom Startup-Boom des digitalen Zeitalters haben bislang vor allem Metropolen profitiert. Doch muss das so sein? Wer aufs Land zieht, wagt dort oft den beruflichen Neuanfang – nicht selten als Gründerin oder Gründer. Digitale Geschäftsmodelle funktionieren ortsunabhängig. Und viele Startups nutzen ländliche Standortvorteile oder tragen zur Verknüpfung von Stadt und Land bei. Wir gehen der neuen ländlichen Gründungsdynamik auf die Spur.

 

 

Fragestellung

Wer sind eigentlich diese Gründer im ländlichen Raum, von denen immer alle reden und die immer alle fördern wollen? Gibt es sie überhaupt? Und wenn ja, wo? Was treibt sie um? Was treibt sie an? Wie wollen sie arbeiten? Wo brauchen sie Unterstützung? Und wie baut man eigentlich eines dieser Innovationsökosysteme auf einer grünen Wiese?

Das Potenzial innovativer Gründungen für die ländliche wirtschaftliche Entwicklung ist unbestritten. Doch man weiß erstaunlich wenig darüber, wie sich Startups in städtischen und ländlichen Räumen voneinander unterscheiden. Kommunen wollen ihre Gründerinnen und Gründer gezielt fördern, doch genaue Daten darüber, wer im ländlichen Raum gründet, gibt es kaum. Dabei wäre es oft hilfreich zu wissen, nach welchen demografischen Zielgruppen man eigentlich Ausschau hält oder welche persönlichen Motive und Hintergründe bei ländlichen Gründungen eine Rolle spielen. 

Viele Wirtschaftsförderer suchen zudem Gründungsideen, die besonders gut zu ihrer Region passen, doch innovative ländliche Geschäftsmodelle werden kaum systematisch erfasst. Nicht selten schlummern unerkannte Cluster in ländlichen Regionen, weil Gründungen unter dem Radar von Wirtschaftsförderung und Kammern stattfinden. Und auch das Wissen über Finanzierungs- und Unterstützungsbedarfe ländlicher Gründerinnen und Gründer ist rar. 

Regelmäßig wälzen wir daher die jährlichen Gründungsstatistiken, beobachten die Branchenentwicklung in ländlichen Regionen und analysieren deren Herausforderungen und Chancen im 21. Jahrhundert. Gespannt verfolgen wir innovative Ansätze zur Förderung ländlicher Gründerinnen und Gründer im ländlichen Raum – seien es Beratungs- und Ausbildungsformate, Gründungs- oder Innovationszentren, Labs, Inkubatoren oder Acceleratoren. Eng verknüpft mit unseren Forschungsaktivitäten zu ländlichen Innovationssystem feilen wir gemeinsam mit regionalen Partnern in ländlichen, strukturschwachen oder hochschulfernen Regionen am Aufbau geeigneter Förderungs- und Begleitstrukturen für innovative ländliche Gründungen und digitale Startups.

Partner

Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg mbH
Das kreiseigene Unternehmen koordiniert die Gründungsförderung in Ludwigslust-Parchim und baut das Startup- und Gründerzentrum DEVELUP in Ludwigslust auf. Website

Technische Hochschule Brandenburg
Als Gründerhochschule fördert die Hochschule nicht nur Entrepreneurship unter den eigenen Studierenden, sondern in ganz Westbrandenburg.  Website

Hochschule Nordhausen
Mit dem BMWi-geförderten Inkubatoren-Programm Harz Startups will die Hochschule Ideen für nachhaltige und digitale Geschäftsmodelle in Nordthüringen fördern.  Website

Kontakt

Ansprechpartnerin

Madeleine Lee

Programmleiterin Arbeit & Wirtschaft

madeleine.lee@neuland21.de