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	<title>#Mobilität &#8211; Neuland21</title>
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	<description>Landleben für das 21. Jahrhundert</description>
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	<title>#Mobilität &#8211; Neuland21</title>
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		<title>Brandenburgs Mitfahrbänke: Digitalisierung als Treiber der Nutzung</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/brandenburgs-mitfahrbaenke-digitalisierung-als-treiber-der-nutzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2023 09:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Mobilität]]></category>
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		<category><![CDATA[Potsdam-Mittelmark]]></category>
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					<description><![CDATA[In ganz Brandenburg stehen sie: Mitfahrbänke. Ein Treffpunkt für die Entstehung spontaner Mitnahmen auf gleicher Strecke. Leider werden die Bänke noch nicht in hohem Ausmaß genutzt. Um das zu ändern entsteht in Potsdam-Mittelmark  ein digitaler Service zu Unterstützung der Annahme. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-f3ab6a55 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="602" height="615" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2023/06/karte-mitfahrbaenke-brandenburg.png" alt="" class="wp-image-13463" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2023/06/karte-mitfahrbaenke-brandenburg.png 602w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2023/06/karte-mitfahrbaenke-brandenburg-294x300.png 294w" sizes="(max-width: 602px) 100vw, 602px" /></figure>
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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph" style="font-size:9px">Standorte und Anzahl der Mitfahrbänke in Brandenburg (Stand Juni 2023; Kein Anspruch auf Vollständigkeit), Darstellung: datawrapper.de&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Mobilität im ländlichen Raum zu verbessern, setzen viele Gemeinden auf ein einfaches Konzept: die Mitfahrbank. Die Idee ist genial und simpel. Durch das Sitzen auf der Bank wird signalisiert, dass ein Mitfahrwunsch besteht. Oft können auch gewünschte Richtungen aus einem Schilderkatalog ausgewählt und angezeigt werden. So wissen vorbeifahrende Autos, dass und wohin jemand mitfahren möchte. Hat ein vorbeifahrendes Auto das gleiche Ziel, kann die Fahrt spontan und unkompliziert geteilt werden.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Gemeinden in Brandenburg haben bereits Mitfahrbänke aufgestellt. Oft beantragt eine Initiative Fördermittel und stellt einzelne Bänke auf. Häufig werden die Bänke aber auch im Rahmen größerer Projekte geplant und an vielen strategisch wichtigen Punkten im Landkreis aufgestellt, um eine Art “Mitfahrbank-Netzwerk” zu schaffen. Nach eigenen Recherchen gibt es in Brandenburg ca. 70 Bänke. Da nicht immer online über neue Bänke berichtet wird und oft auch neue Bänke hinzukommen, ist die Zahl nicht als abschließend zu bewerten. Sie zeigt jedoch, dass Mitfahrbänke eine weit verbreitete Mobilitätslösung darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso erstaunlicher ist es, dass die Brandenburger:innen die Bänke gar nicht kennen oder sich teilweise auf ihnen aufhalten, ohne das Schild zu beachten oder den Sinn dahinter zu erkennen. Umfragen, wie beispielsweise in Ebersberg oder im Landkreis Potsdam-Mittelmark, zeigen immer wieder, dass viele Menschen bereit sind, andere im privaten Auto mitzunehmen, wenn sie ohnehin die gleiche Strecke fahren, aber nur eine Minderheit sich vorstellen kann, von der Bank mitgenommen zu werden. Insgesamt hat fast niemand beides, das Mitnehmen und das Mitfahren, ausprobiert. Zur Erklärung dieses Phänomens können nur Vermutungen angestellt werden, da es kaum belastbare Daten über die Anzahl der über die Mitfahrbank vermittelten Fahrten oder gar über die Akzeptanz der Bänke in der Bevölkerung gibt. In einer von Fraunhofer IESE, als Teil des Modellvorhabens &#8222;Smarte.Land.Regionen&#8220;, durchgeführten Umfrage in Potsdam-Mittelmark mit 220 Teilnehmenden wurden vor allem Sicherheitsbedenken und die Ungewissheit der Abholung als Hauptgründe für die Nichtnutzung genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Belebung der Mitfahrbänke haben verschiedene Kommunen und Landkreise bereits unterschiedliche digitale Lösungen entwickelt. So gibt es bereits zwei Apps. Eine wird in Hürup bei Flensburg vom Verein Boben op Klima- und Energiewende e.V. eingesetzt, eine weitere in Altenpleen vom Amt Altenpleen. Weitere digitale Unterstützung gibt es in Form von Chatgruppen, Online-Karten und digitalen Zielanzeigen an der Mitfahrbank. Eine solche wird auch für den Landkreis Potsdam-Mittelmark von Fraunhofer IESE entwickelt. Ziel ist es, Sicherheitsbedenken durch eine Nutzer:innenregistrierung abzubauen und die Unsicherheit über Wartezeiten durch datenbasierte Aufbereitungen, wie z.B. die durchschnittliche Wartezeit an der jeweiligen Bank bis zur Abholung, zu reduzieren. Zusätzlich können die Bänke wieder beworben werden und ein größeres Bewusstsein für die Existenz und den Nutzen von Mitfahrbänken im Allgemeinen geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein digitaler Service allein wird vermutlich nicht ausreichen, um die Mitfahrbank zu einer echten Mobilitätslösung zu machen. Es gibt viele Einflussfaktoren wie den Standort, die Sichtbarkeit, die Beschilderung, den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde sowie Vertrauen und Erfahrungen der Bevölkerung. Die Erprobung der digitalen Services mit Mitfahrbänken wird aber auf jeden Fall helfen, eine bessere Datengrundlage bezüglich der Nutzung der einzelnen Bänke zu generieren und damit auch die oben genannten Einflussfaktoren besser bewerten zu können. Eines ist jedoch klar: Das Prinzip ist einfach umsetzbar und kann eine echte Lösung für den Übergang vom Individual- zum Gemeinschaftsverkehr darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.hauptstadt.tv/sendeformate/130/Zuhause_in_Brandenburg/8012/Zuhause_in_Brandenburg_Die_Mitfahrbank.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.hauptstadt.tv/sendeformate/130/Zuhause_in_Brandenburg/8012/Zuhause_in_Brandenburg_Die_Mitfahrbank.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">   &#8212;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Becker, Josef, et al. &#8222;Erfolgsfaktor Mitfahrbank?!: Wissenschaftliche Untersuchung der Akzeptanz und des Nutzens von Mitfahrbänken.&#8220; (2019): <a href="https://www.frankfurt-university.de/fileadmin/standard/Hochschule/Fachbereich_1/FFin/Neue_Mobilitaet/Veroeffentlichungen/2020/Schlussbericht_Mitfahrbaenke_19-12-09.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schlussbericht Mitfahrbänke 19-12-09.docx (frankfurt-university.de)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Knorr, Melanie, and Stephanie Lelanz. &#8222;Von der Mitfahrbank zur erfolgreichen Mobilitätsalternative.&#8220;&nbsp;<em>Nahverkehrs-Praxis, Ausgabe</em>&nbsp;11 (2018): 12-2018.: <a href="https://www.energieagentur-ebe-m.de/data/dokumente/sonstige/2021-07-14_Umfrageauswertung_Mitfahrbnke.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umfrageauswertung Mitfahrbänke (energieagentur-ebe-m.de)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Umfrageauswertung Mitfahrbänke im Landkreis Ebersberg und der Region, Ebersberg, 2021: <a href="https://www.energieagentur-ebe-m.de/data/dokumente/sonstige/2021-07-14_Umfrageauswertung_Mitfahrbnke.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umfrageauswertung Mitfahrbänke (energieagentur-ebe-m.de)</a></p>



<section id="spacer-block_73c8f7e01ba0b3d55db976b140d5e8bb" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<p class="wp-block-paragraph">Das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zum Ziel, ein digitales Ökosystem für ländlich geprägte Landkreise in ganz Deutschland zu schaffen. Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen rund 20 digitale Lösungen für die ländliche Daseinsvorsorge entstehen, die später als Open-Source-Lösungen verfügbar sind. Sieben Landkreise sind als Modellregionen in die Entwicklung zentraler digitaler Dienste in den Bereichen Mobilität, Arbeit und Bildung, Gesundheit und Ehrenamt eingebunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Begleitet und unterstützt wird das Modellvorhaben vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Umsetzung des digitalen Ökosystems fördert das BMEL das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Die Prozessbegleitung ist durch das Fraunhofern IESE beauftragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/digitales/smarte-landregionen/mud-smarte-landregionen.html" target="_blank" rel="noopener">hier</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Workshop am 18.6.21 @ Digitaltag 2021: Wish you were here! Utopien des digitalen Landlebens</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/workshop-am-18-6-21-digitaltag-2021-wish-you-were-here-utopien-des-digitalen-landlebens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 12:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[#Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[#Nahversorgung]]></category>
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		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der ländliche Raum ist mehr als Idylle oder Ödnis! Es wird Zeit, neue Perspektiven aufzuzeigen und die Geschichte der Digitalisierung im ländlichen Raum in die Zukunft fortzuschreiben. Was können positive Zukunftsentwürfe sein? Welchen Beitrag kann Digitalisierung leisten? Spielerisch entwickeln wir im Workshop Utopien für ländliche Arbeits- und Lebensformen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Workshop findet am 18.06.2021 um 14:00-16:30 Uhr online im Rahmen des&nbsp;<a href="https://digitaltag.eu/" target="_blank" rel="noopener">Digitaltages 2021</a>&nbsp;statt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung via Mail an&nbsp;<a href="&#x6d;&#x61;&#105;&#108;t&#x6f;&#x3a;&#x6c;&#97;&#117;r&#x61;&#x2e;&#x68;&#101;&#121;m&#x40;&#x6e;&#x65;&#117;&#108;a&#x6e;&#x64;&#x32;&#49;&#46;d&#x65;">&#108;&#x61;&#x75;r&#97;&#x2e;h&#101;&#x79;&#x6d;&#64;&#110;&#x65;u&#108;&#x61;&#x6e;d&#50;&#x31;&#46;&#100;&#x65;</a>&nbsp;(Betreff: „Anmeldung Digitaltag-Workshop“)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In the meantime…</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">…träumen Städter vom Land, vom eigenen Garten, von blühenden Apfelbäumen – träumen sich raus der Enge der Stadt. Bei Vogelgezwitscher, schaukelnd in der Hängematte, klappen sie ihren Laptop auf, verbinden naturnahes Leben und neues Arbeiten und erfahren so das Beste aus beiden Welten. Ein romantisch verklärtes Bild vom Landleben? Für Menschen vom Land kann diese Sicht befremdlich wirken, sind sie doch mit realen Herausforderungen wie Landflucht, Überalterung, Strukturschwäche und mangelhafter Daseinsvorsorge konfrontiert. Der ländliche Lebensraum galt zudem im öffentlichen Diskurs lange als „sterbender Raum“. Was trifft es denn jetzt? Fest steht, der ländliche Raum ist viel mehr als Idylle oder Ödnis – und die Digitalisierung bietet innovative Ansätze, seine Potenziale zu wecken und zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch unsere Haltung zur Digitalisierung ist von Ambivalenz geprägt: Gerade in den letzten Jahren hat sie sich von ihrer dunklen Seite gezeigt, die Zukunftsszenarien der digitalisierten Gesellschaft sind zumeist dystopisch. Auch im ländlichen Raum erfüllt die Digitalisierung die Menschen nach wie vor mit Argwohn und Ängsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird Zeit, neue Perspektiven aufzuzeigen und die Geschichte der Digitalisierung im ländlichen Raum in die Zukunft fortzuschreiben. Wovon träumen wir? Wie wollen wir leben? Was können positive Zukunftsentwürfe für ein Leben auf dem Land sein? Welchen Beitrag kann die Digitalisierung leisten? Und was ist unsere eigene Rolle auf dem Weg zu diesen Utopien?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Fragen wollen wir im Workshop nachgehen. “In the meantime” entwickeln wir gemeinsam mit Euch spielerisch neue Utopien für neue ländliche Arbeits- und Lebensformen. Auf einem digitalen Whiteboard machen wir unsere Gedanken greifbar und visualisieren unsere Ideen. Dabei ist jeder und jede willkommen, egal, ob du auf dem Land aufgewachsen bist oder den ländlichen Raum nur aus Erzählungen kennst, ob du schon häufig Online-Workshops mitgemacht hast oder es zum ersten Mal tust.</p>



<section id="spacer-block_6256cc6abf16e" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p class="wp-block-paragraph">Der Workshop ist kostenlos und findet online statt. Die Zugangsdaten werden den Teilnehmenden vor dem Workshop per Mail zugesandt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du bei dem Workshop mitmachen möchtest, schreibe einfach eine kurze Mail mit deinem Namen und&nbsp; dem Betreff „Anmeldung Digitaltag-Workshop“ an&nbsp;</strong><a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#x6c;&#116;&#111;:%2&#x30;&#x6c;&#x61;&#x75;&#114;&#97;&#46;he&#x79;&#x6d;&#x40;&#x6e;&#101;&#117;&#108;an&#x64;&#x32;&#x31;&#x2e;&#100;&#101;"><strong>&#x6c;&#97;u&#x72;&#x61;&#46;h&#x65;&#x79;&#109;&#64;&#x6e;&#x65;&#117;l&#x61;&#x6e;&#100;2&#x31;&#46;&#100;e.</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf das Zukunftsgeschichte(n) schreiben mit euch!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Workshop am 20.5.21 @ re:publica: Wish you were here! Utopien des digitalen Landlebens</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/workshop-am-20-5-21-republica-wish-you-were-here/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Madeleine Lee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 13:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[#Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[#Nahversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der ländliche Raum ist mehr als Idylle oder Ödnis! Es wird
Zeit, neue Perspektiven aufzuzeigen und die Geschichte der Digitalisierung im
ländlichen Raum in die Zukunft fortzuschreiben. Was können positive
Zukunftsentwürfe sein? Welchen Beitrag kann Digitalisierung leisten? Spielerisch
entwickeln wir im Workshop Utopien für ländliche Arbeits- und Lebensformen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Workshop findet am 20.05.2021 um 16:00-18:30 Uhr online als Off-Stage-Veranstaltung im Rahmen der Digitalmesse&nbsp;<a href="https://re-publica.com/de" target="_blank" rel="noopener">re:publica 2021</a>&nbsp;statt. Ihr findet&nbsp;<a href="https://neuland21.de/workshop-republica21/%C3%9Cbrigens,%20hier%20findet%20ihr%20unser%20Event%20auf%20der%20re:publica-Seite:https://re-publica.tv/de/sideevent/wish-you-were-here-utopien-des-digitalen-landlebens">unser Event auch auf der re:publica-Seite</a>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung bis zum 18. Mai via Mail an&nbsp;<a href="&#x6d;&#97;i&#x6c;&#116;o&#x3a;&#108;a&#x75;&#x72;&#97;&#x2e;&#x68;&#101;y&#x6d;&#64;n&#x65;&#117;l&#x61;&#x6e;&#100;&#x32;&#x31;&#46;d&#x65;">&#x6c;&#97;&#x75;&#x72;&#97;&#x2e;&#x68;&#101;&#x79;&#x6d;&#64;&#x6e;&#x65;u&#x6c;&#x61;n&#x64;&#50;1&#x2e;&#100;e</a>&nbsp;(Betreff: „Anmeldung re:publica-Workshop“).</strong></p>



<section id="spacer-block_6256cb6c71ecf" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>In the meantime…</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">…träumen Städter vom Land, vom eigenen Garten, von blühenden Apfelbäumen – träumen sich raus der Enge der Stadt. Bei Vogelgezwitscher, schaukelnd in der Hängematte, klappen sie ihren Laptop auf, verbinden naturnahes Leben und neues Arbeiten und erfahren so das Beste aus beiden Welten. Ein romantisch verklärtes Bild vom Landleben? Für Menschen vom Land kann diese Sicht befremdlich wirken, sind sie doch mit realen Herausforderungen wie Landflucht, Überalterung, Strukturschwäche und mangelhafter Daseinsvorsorge konfrontiert. Der ländliche Lebensraum galt zudem im öffentlichen Diskurs lange als „sterbender Raum“. Was trifft es denn jetzt? Fest steht, der ländliche Raum ist viel mehr als Idylle oder Ödnis – und die Digitalisierung bietet innovative Ansätze, seine Potenziale zu wecken und zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch unsere Haltung zur Digitalisierung ist von Ambivalenz geprägt: Gerade in den letzten Jahren hat sie sich von ihrer dunklen Seite gezeigt, die Zukunftsszenarien der digitalisierten Gesellschaft sind zumeist dystopisch. Auch im ländlichen Raum erfüllt die Digitalisierung die Menschen nach wie vor mit Argwohn und Ängsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird Zeit, neue Perspektiven aufzuzeigen und die Geschichte der Digitalisierung im ländlichen Raum in die Zukunft fortzuschreiben. Wovon träumen wir? Wie wollen wir leben? Was können positive Zukunftsentwürfe für ein Leben auf dem Land sein? Welchen Beitrag kann die Digitalisierung leisten? Und was ist unsere eigene Rolle auf dem Weg zu diesen Utopien?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Fragen wollen wir im Workshop nachgehen. “In the meantime” entwickeln wir gemeinsam mit Euch spielerisch neue Utopien für neue ländliche Arbeits- und Lebensformen. Auf einem digitalen Whiteboard machen wir unsere Gedanken greifbar und visualisieren unsere Ideen. Dabei ist jeder und jede willkommen, egal, ob du auf dem Land aufgewachsen bist oder den ländlichen Raum nur aus Erzählungen kennst, ob du schon häufig Online-Workshops mitgemacht hast oder es zum ersten Mal tust.</p>



<section id="spacer-block_6256cbc071ed8" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<p class="wp-block-paragraph">Der Workshop ist kostenlos und findet online statt. Die Zugangsdaten werden den Teilnehmenden vor dem Workshop per Mail zugesandt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du bei dem Workshop mitmachen möchtest, schreibe einfach bis zum 18.Mai eine kurze Mail mit deinem Namen und dem Betreff „Anmeldung re:publica-Workshop“ an&nbsp;</strong><a href="&#x6d;&#x61;&#105;lt&#x6f;&#x3a;&#37;&#50;0&#x6c;&#x61;&#117;&#114;a&#x2e;&#x68;&#x65;&#121;m&#64;&#x6e;&#x65;&#117;&#108;a&#x6e;&#x64;&#50;&#49;&#46;&#x64;&#x65;"><strong>&#x6c;&#97;u&#x72;&#x61;&#46;h&#x65;&#x79;&#109;&#64;&#x6e;&#x65;&#117;l&#x61;&#x6e;&#100;2&#x31;&#46;&#100;e.</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf das Zukunftsgeschichte(n) schreiben mit euch!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stellenausschreibung: ProgrammleiterIn Neue Mobilität</title>
		<link>https://neuland21.de/mobilitaet/stellenausschreibung-programmleiterin-neue-mobilitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silvia Hennig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2019 15:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Mobilität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10489</guid>

					<description><![CDATA[Digitale und technische Innovationen für mehr Mobilität im ländlichen Raum - Berlin/Brandenburg]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Digitale und technische Innovationen für mehr Mobilität im ländlichen Raum Berlin/Brandenburg 39h (Teilzeit möglich, angelehnt an TVöD)</h3>



<p class="has-turkis-color has-text-color wp-block-paragraph"><strong>Du brennst für neue Technologien und digitale Innovationen, die öffentliche Mobilität im Alltag nicht nur einfacher und effizienter, sondern auch umweltfreundlicher machen? Deine Begeisterung für neue Mobilitätsangebote und die Systeme und Plattformen, die dahinter stecken, ist ansteckend? Du kannst dir innovative Mobilitätslösungen vorstellen, die nicht nur in der Stadt, sondern auch im ländlichen Raum funktionieren? Und du traust dir zu, mit deinen Ideen auch Dorfbürgermeister und Landbewohner abzuholen? Du hast Lust zu gestalten und selbst Projekte zu entwickeln und voranzutreiben? Dann bist du bei uns genau richtig.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wer wir sind</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Neuland 21 ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Think &amp; Do Tank für digitale Innovationen im ländlichen Raum. Während alle Welt über smarte Städte redet, wollen wir smarte ländliche Regionen voranbringen. Dazu erforschen wir, wie die Digitalisierung helfen kann, Mobilität und Nahversorgung, Politik und Verwaltung, Arbeit und gesellschaftliches Leben in ländlichen Gemeinden nicht nur neu, sondern endlich auch nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Wir spüren die besten digitalen und sozialen Innovationen für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum auf, entwickeln selbst Konzepte und Modellprojekte und helfen gute Praxis zu verbreiten. Kurz: Wir erfinden Landleben für das 21. Jahrhundert neu. Und: wir hätten dich gern dabei!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Worum geht’s?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während Großstädte derzeit einen wahren Boom an immer neuen Mobilitätsangeboten erleben, sehen sich ländliche Regionen mit alten Herausforderungen konfrontiert: Lange Wege und immer weniger öffentliche Verkehrsangebote erhöhen für viele Menschen die Abhängigkeit vom privaten PKW. Doch Mobility Analytics und digital vernetzte multimodale Mobilitätsangebote, Flächen-Rufbusse und Carsharing-Plattformen bieten neue Chancen. Damit solche Angebote endlich ihren Weg aufs Land finden, braucht es neben passgenauen technischen Lösungen zumeist auch das Engagement öffentlicher Träger und überregionale Kooperationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als ProgrammleiterIn Neue Mobilität informierst du Akteure vor Ort über innovative Konzepte und Technologien, vernetzt mögliche Partner und unterstützt bei der Erarbeitung von nutzerzentrierten Lösungsansätzen und Modellprojekten.</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Deine Aufgaben</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Projektleitung und -mitarbeit in mehreren praxis- und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich digital gestützte Mobilität und autonomes Fahren in ländlichen Kommunen</li><li>Strategische und operative Projektplanung für den Programmbereich Neue Mobilität</li><li>Projektentwicklung und Fördermittelakquise für den Programmbereich Neue Mobilität</li><li>Gradueller Aufbau und Leitung eines kleinen Teams von 2-3 Projektmitarbeitern im Programmbereich Neue Mobilität</li><li>Mitverfassen von wissenschaftlichen Studien, Publikationen und Praxisleitfäden zu Mobilitätsthemen</li><li>Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von Workshops, Veranstaltungen und Bildungsangeboten zu Mobilitätsthemen</li><li>Aufbau und Pflege des Partner-Netzwerks der Organisation im Programmbereich Neue Mobilität, Anwerbung von Fellows</li><li>Thematische Beiträge zur Öffentlichkeitsarbeit der Organisation, u.a. durch öffentliche Vorträge und Präsentationen, Kuratieren und Verfassen von Blogbeiträgen sowie Beiträgen in den Social-Media-Kanälen der Organisation</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Dein Profil</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Hochschulabschluss in einem relevanten Feld der Ingenieurs-, Verkehrs-, Wirtschafts-, Verwaltungs- oder Politikwissenschaften</li><li>mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in relevanten Berufsfeldern und Arbeitszusammenhängen</li><li>Kenntnisse und Erfahrungen in Handlungsfeldern wie On-Demand-Verkehr, Digitalisierung im ÖPNV, Autonomes Fahren, innovative ländliche Mobilität, regionale Verkehrskonzepte und -strategien, Smart Cities &amp; Regions</li><li>Kenntnisse der Strukturen, Zuständigkeiten, Prozesse und Funktionsweisen von Kommunalwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik im Bereich Verkehr und ÖPNV</li><li>Kenntnisse und Erfahrungen in Projektentwicklung und Projektmanagement, nach Möglichkeit erste Erfahrung in Projektleitung und Mitarbeiterführung</li><li>Fundierte Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten, methodische Kompetenzen in qualitativer Forschung, Interviewtechniken und Datenanalyse</li><li>nach Möglichkeit Erfahrung in der Beantragung und Verwaltung von öffentlichen Fördermitteln</li><li>nach Möglichkeit Erfahrung in der Innovationsberatung bzw. der Beratung von Politik und Verwaltung, idealerweise auf kommunaler Ebene</li><li>Spaß am und Fähigkeit zum journalistischen und wissenschaftlichen Schreiben</li><li>Erfahrung im Leiten von Workshops, nach Möglichkeit Kenntnisse in Design Thinking, Scrum und anderen agilen Methoden, idealerweise zertifiziert</li><li>Erfahrungen in und Spaß an der Konzeption von Veranstaltungen, Bereitschaft zu öffentlichen Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, sympathisches Auftreten</li><li>Selbständige Arbeitsweise, Fähigkeit zur Organisation und Motivation von Mitarbeitern</li><li>Höchste soziale und kommunikative Kompetenz, Belastbarkeit bei zeitweise hohem Arbeitsaufkommen, Kreativität und Engagement</li><li>Mobilitätsbereitschaft</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Unser Angebot</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit kompetitiver Vergütung mit 39 Stunden (Teilzeit möglich, angelehnt an TVÖD)</li><li>Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem hochinnovativen und gemeinwohlorientierten Themenfeld</li><li>Raum für Kreativität und Gestaltungsspielraum in einem produktiven Arbeitsumfeld</li><li>Flache Hierarchien in einem sympathischen und motivierten Team</li><li>Ein spannendes berufliches Netzwerk mit vielfältigen, hoch engagierten und gemeinwohlorientierten Partnern und Vereinsmitgliedern</li><li>Flexible Arbeitszeitregelungen und die Möglichkeit zur Remote-Arbeit bei 10 Präsenztagen im Monat im ländlichen Coworking Space “Coconat” in Bad Belzig</li><li>24 Urlaubstage jährlich</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zum Verfahren</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bewerbungsfrist ist der&nbsp;<strong>12. Januar 2020</strong>.&nbsp; Wir freuen uns auf deine aussagekräftige Bewerbung per E-Mail an&nbsp;<a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#108;&#116;&#111;:j&#x6f;&#x62;&#x73;&#x40;&#110;&#101;ul&#x61;&#x6e;&#x64;&#x32;&#49;&#46;de?Subject=Bewerbung:%20ProgrammleiterIn%20Neue%20Mobilit%C3%A4t">j&#111;&#x62;&#x73;&#64;&#110;&#101;&#x75;&#x6c;a&#110;&#x64;&#x32;1&#46;&#100;&#x65;</a>. Bitte gib als Betreff an: “Bewerbung: ProgrammleiterIn ProgrammleiterIn Neue Mobilität”. Persönliche Gespräche mit den Kandidatinnen und Kandidaten sind für die zweite Januarhälfte geplant. Die Einstellung soll im Februar 2020 erfolgen. Bei Fragen kannst du dich jederzeit per E-Mail&nbsp;an unsere Geschäftsführerin Silvia Hennig (<a href="&#109;&#x61;i&#x6c;&#x74;&#111;&#x3a;s&#x69;&#x6c;&#118;&#x69;a&#x2e;&#x68;&#101;&#x6e;n&#x69;&#x67;&#64;&#x6e;e&#x75;&#x6c;&#97;&#x6e;d&#x32;&#x31;&#46;&#x64;e">&#115;&#x69;&#108;&#x76;&#105;&#x61;&#46;&#x68;&#101;&#x6e;&#110;&#x69;&#103;&#x40;&#110;&#x65;&#117;&#x6c;&#97;&#x6e;&#100;&#x32;&#49;&#x2e;&#100;&#x65;</a>) wenden. Die Stellenausschreibung gibt es&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/12/Stellenausschreibung-ProgrammleiterIn-Neue-Mobilit%C3%A4t_15122019.pdf">hier zum Download als PDF</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Berliner Digitalmesse &#8211; so ländlich wie nie!</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/neuigkeiten/die-berliner-digitalmesse-so-landlich-wie-nie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2019 09:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[#Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist soweit. Der Trend zum Land ist an den urbansten aller urbanen Orte vorgedrungen: die re:publica. Auf der riesigen Digitalkonferenz, die vom 5.-7. Mai in der Station Berlin stattfand, ging es in diesem Jahr erstaunlich viel um das Neue Landleben und die Digitalisierung des ländlichen Raums. Wir haben das Wichtigste für euch zusammengefasst und verlinkt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">#rp19-Rückschau</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist soweit. Der Trend zum Land ist an den urbansten aller urbanen Orte vorgedrungen: die re:publica. Auf der riesigen Digitalkonferenz, die vom 5.-7. Mai 2019 in der Station Berlin stattfand, wurden von Agilität bis AgTech, von Fake News bis Flugtaxis und von Urheberrecht bis IoP (Internet of Plants!) auch wieder alle Digitaltrends besprochen, die Gesellschaft und Politik gerade umtreiben. Dabei ging es in diesem Jahr erstaunlich viel um das Neue Landleben und die Digitalisierung des ländlichen Raums.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil aber nicht jeder die Zeit (oder die Lust) hat, drei Tage unter der Woche mit Tausenden Digitalafficionados in Berlin rumzuhängen, um sich über soziale und technologische Trends im ländlichen Raum zu informieren, haben wir das mal für euch übernommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den dutzenden spannenden re;publica-Beiträgen, in denen es sich um digitale Innovationen und neue Lösungsansätze für den ländlichen Raum gedreht hat, haben wir das Wichtigste zur Konferenz in diesem Blogbeitrag für euch zusammengefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Auch neuland21 war dieses Jahr erstmalig im Konferenz-Programm vertreten. Über das, was in unseren Sessions, Panels und Meetups so los war, berichten wir in einem&nbsp;<a href="https://neuland21.de/neuland21-goes-republica2019/">eigenen Blogbeitrag</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Smartes Land – auf vielen Bühnen</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Stadt, Land, ..." width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/NeZNnqdCBw8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders interessant – und mit knapp 300 Konferenzteilnehmer von allen Sessions zum Thema mit am besten besucht – war das&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/stadt-land" target="_blank" rel="noopener">“Stadt, Land, …”</a>-Panel. Hier hatte unsere Gründerin,&nbsp;<strong>Silvia Hennig</strong>, Gelegenheit mit der Bundestagsabgeordneten&nbsp;<strong>Anke Domscheit-Berg</strong>, der Autorin und Regionalentwicklerin&nbsp;<strong>Eleonore Harmel</strong>&nbsp;und dem Leiter des Bucerius Labs der ZEIT-Stiftung&nbsp;<strong>Daniel Opper</strong>&nbsp;über den neuen Trend “Raus aufs Land!” und die Innovationschancen für die ländlichen Räume zu diskutieren. Moderiert wurde die Diskussion von&nbsp;<strong>Lena Buck</strong>&nbsp;vom Netzwerk Zukunftsorte. Mehr Details könnt ihr&nbsp;<a href="https://neuland21.de/neuland21-goes-republica2019/">hier nachlesen</a>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In eine ganz ähnliche Richtung wie das “Stadt, Land, …”-Panel ging auch die Session&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/smart-country-brandenburg-neue-digitale-orte-entdecken" target="_blank" rel="noopener">Smart Country Brandenburg – neue digitale Orte entdecken</a>. Kein Wunder, denn auch da saßen mit&nbsp;<strong>Annette Ochs</strong>, Mitgründerin von Happy Locals aus der Uckermark,&nbsp;<strong>Andreas Krüger</strong>&nbsp;vom Projektbüro Belius und&nbsp;<strong>Linda Ellen Kokott</strong>, Co-Gründerin des Walden, drei kreative Macher aus dem Berlin-Brandenburger Raum auf der Bühne. Moderiert wurde von&nbsp;<strong>Till Meyer</strong>, Cluster-Manager für IT, Medien und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion drehte sich vor allem um innovative und digitale Orte und all die Infrastrukturen, die in Brandenburg noch immer fehlen zum Glücklichsein – für die Einheimischen, aber auch für die Zuziehenden: Gastwirtschaften, Coworking Spaces, neue Zugänge zur Natur, vielleicht brauche es auch eine Brandenburger Späti-Bewegung, so die Überlegungen der Panelisten. Am wichtigsten – und da waren sich alle einig – seien aber integrative und inspirierende Gemeinschaften, die solche Orte schaffen, erhalten und beleben. Ein schönes Gespräch mit sehr kraftvollen Zukunftsvisionen, die in der letzten Fragerunde hervorgekitzelt wurden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Smart Country Brandenburg – neue digitale Orte entdecken" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/IBZ-xwbDgKg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie man schnell und unkompliziert einfache digitale Lösungen für Alltagsprobleme auf dem Land entwickeln kann, demonstrierten die beiden Studenten Daniel Geiger und Jonas Wagner von der Hochschule der Medien in Stuttgart in ihrem Talk&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZpWOyMiYVgU" target="_blank" rel="noopener">Smart Villages – Digitalisierung auf dem Land</a>. Im Rahmen ihres Master-Projekts überlegten sie, wie man älteren Menschen mit altersgerechten digitalen Lösungen wieder mehr persönliche Mobilität verschaffen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschaulich berichteten sie anhand einer älteren wenig mobilen Dame in einer schwäbischen Kleinstadt, mit welchen Problemen die Bewohner vieler ländlicher Gemeinden täglich konfrontiert sind, und wie man basierend auf einem nutzerzentrierten Design-Prozess mit praktischen digitalen Lösungsansätzen darauf reagieren kann. Dabei betonten die beiden Studenten, dass es nicht darum gehen könne, Lösungen lediglich für den Eigenbedarf zu entwickeln und nur lokal umzusetzen – schließlich hätten viele Orte im ländlichen Raum ähnliche Probleme. Sie riefen deshalb dazu auf, Kräfte zu bündeln, sich auszutauschen und gegenseitig mit Ideen und praktischen Lösungen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz in diesem Sinne haben sie für die Verbreitung ihres Innovationsansatzes und des dazugehörigen Prozesses die Plattform&nbsp;<a href="http://www.meindigitalesdorf.de/" target="_blank" rel="noopener">meindigitalesdorf.de</a>&nbsp;aufgebaut, auf der die Methodik für Nachahmer aufbereitet ist. Die Website soll interessierten lokal Engagierten Werkzeuge in die Hand geben und den überregionalen Austausch ermöglichen. Das Problem der älteren Dame wollen Daniel Geiger und Jonas Wagner übrigens mit einem einfachen Knopfdruck lösen: ihr Rollator wird mit einem Gerät ausgestattet, das das Dorftaxi per Knopfdruck an ihren Standpunkt ordern kann. So kann die alte Dame auch ohne Smartphone mobil sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit all die digitalen Macher und Kreativen ihre innovativen Projekte auch tatsächlich umsetzen können, setzte auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit seiner Session “<a href="https://19.re-publica.com/de/session/wir-sehen-land-digital-querdenker-startups-landliche-regionen" target="_blank" rel="noopener">Wir sehen Land: digital! Querdenker und Startups für ländliche Regionen</a>” ein Zeichen. Das Ministerium informierte über Fördermöglichkeiten im Rahmen des Bundesprogramms Land.digital, das Startups und Innovationen aufs Land bringen möchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lokaljournalismus 4.0</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" type="text/html"  title="#MCB19 - Ländlich, digital, sucht: Versorgung mit Infrastruktur und Medien im Lokalen" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Fbrx6aMcu0c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Panel&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/landlich-digital-sucht-versorgung-infrastruktur-medien-im-lokalen" target="_blank" rel="noopener">Ländlich, digital, sucht: Versorgung mit Infrastruktur und Medien im Lokalen</a>&nbsp;ging es um das Ende und den möglichen Neuanfang des ländlichen Lokaljournalismus im digitalen Zeitalter. Eingangs wurde festgestellt: der ländliche Raum ist zunehmend von einer lokalen Medienarmut betroffen. Während einerseits die Auflagen gedruckter Zeitungen stetig zurückgingen, während gleichzeitig noch nicht überall Onlinemedien in ausreichendem Maße und ausreichender Qualität vorhanden oder zugänglich seien. So bestünde die Gefahr, dass “weiße Flecken” entstünden – also Orte, an denen Menschen gar keinen Zugang mehr zu für die Region relevanten Informationen hätten. Ziel sei es, dem entgegenzuwirken und vielmehr die Chancen der Digitalisierung für die Medienvielfalt im ländlichen Raum zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der von Sebastian Pähler (Magazin “Was mit Medien”) moderierten Podiumsdiskussion sprachen anschließend Hendrik Fischer (Staatssekretär im&nbsp;<a href="https://mwe.brandenburg.de/de/staatssekret%C3%A4r/bb1.c.478850.de" target="_blank" rel="noopener">Ministerium für Wirtschaft und Energie Brandenburg (MWE)</a>), Ariane Sept (Wissenschaftlerin am&nbsp;<a href="https://leibniz-irs.de/personen-karriere/mitarbeiterinnen/person/ariane-sept-0605/" target="_blank" rel="noopener">Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V.</a>), Marco Plein (Redakteur bei Focus Online) und Ursula Weidenfeld (<a href="http://mabb.de/uber-die-mabb/organisation-und-struktur/medienrat.html" target="_blank" rel="noopener">freie Journalistin und Kolumnistin</a>&nbsp;und Mitglied des Medienrats der mabb) über Lokaljournalismus im ländlichen Raum und wie die Digitalisierung damit zusammenhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einig war man sich darin, dass der Bedarf und die Anfrage nach lokalen Informationen groß und berechtigt ist. Es dürfe nicht dazu kommen, dass es Regionen gäbe, in denen keine professionellen lokalen Medien mehr verfügbar und die Menschen quasi vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen seien. Marco Plein stellt fest, dass der Medienkonsum allgemein anspruchsvoller geworden sei, was diesen Trend noch befördere. Es brauche deshalb mehr Mut, lokalen Online-Journalismus zu betreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ursula Weidenfeld ist sich sicher, dass die Digitalisierung neue Möglichkeiten für journalistische Projekte bietet, nur sei gerade hier ein gute Startförderung elementar, auch um zu vermeiden, dass staatliche Institutionen selbst journalistisch tätig würden. Hendrik Fischer stellt fest, dass es lange gebraucht habe, bis in der Politik erkannt wurde, dass die Digitalisierung ein gesamtgesellschaftliches Thema sei. Mehr und mehr Gemeinden würden jetzt aber doch die Chancen darin erkennen, mit den neuen digitalen Werkzeugen die Geschichte des Ortes (weiter-) zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt müssten die geplanten Investitionsprogramme für Infrastruktur und Breitband umgesetzt sowie in der nächsten Legislaturperiode neue Wege für Förderungen gefunden werden. Die existierenden Programme, so Fischer, passten teilweise noch nicht zu den aktuellen Anforderungen. Ariane Sept betonte abschließend, dass die analoge Kommunikation enorm wichtig bleibe: Es brauche weiterhin und wieder physische Orte an denen man sich treffen kann. Solche analogen und dezentral verteilten Orte könnten durch die Digitalisierung neue Aufmerksamkeit bekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">E-Health …</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Arzt oder App? Wem vertraue ich?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/_o2TTdyr0NY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieses Jahr hatte die re;publica wieder zahlreiche Sessions und Panels aus dem Bereich der digital gestützten Gesundheitsversorgung zu bieten. Besonders spannend war hier das Podium “<a href="https://19.re-publica.com/de/session/arzt-oder-app-wem-vertraue-ich" target="_blank" rel="noopener">Arzt oder App? – Wem traue ich?</a>”. Dabei ging es darum, wie sich das Arzt-Patienten-Verhältnis im digitalen Zeitalter entwickeln könnte (und sollte), welche Anwendungen möglich und sinnvoll sind, und welche Hürden für deren Übertragung in die wortwörtliche Praxis noch zu nehmen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant war hier die Feststellung, dass Gesundheits-Apps noch viel zu oft isoliert entwickelt werden. Die Feststellung der Moderatorin, dass Ärzte keine ITler seien, wurde prompt gekontert mit: Ja, aber ITler seien eben auch keine Ärzte! Nur bei 30% der derzeit verfügbaren Apps seien Ärzte an der Entwicklung beteiligt gewesen – entsprechend schwierig sei oft die Integration in den Praxisalltag und die Regelversorgung der Patienten. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass Anwendungen, die bspw. von Fachgesellschaften auf Basis der neuesten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickelt würden, oft noch großen Nachholbedarf in Sachen nutzerfreundliches UX-Design hätten. Man war sich einig: praxisnahe IT-Anwendungen müssen viel stärker als bisher gemeinsam entwickelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Schwierigkeiten berichteten die Diskutanten auch von zahlreichen Apps, die schon jetzt auf dem Markt oder in der Entwicklung seien und zeitnah spürbare Verbesserungen für Patientinnen und Patienten, etwa im Management von chronischen Krankheiten wie Migräne oder Rheuma, bewirken könnten. Problematisiert wurde, dass bislang zu wenige App-Entwickler und Startups im E-Health-Bereich sich tatsächlich um die Zulassung ihrer Entwicklungen als Medizinprodukte bemühen oder sich gar an klinischen Studien beteiligen – eine klare Frage der (Re-)Finanzierungsmöglichkeiten von E-Health-Startups, die bislang aus verschiedenen Gründen noch suboptimal sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganze Diskussion samt den sehr anregenden Publikumsfragen ist absolut sehenswert und hier abrufbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innovative Mobilität …</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Mobil mobil? Die Mobilität der Zukunft ist mehr als ein digitales Roadmovie!" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/76FnQNdGtZY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand, der es noch nicht wüsste, aber wir wiederholen es hier einfach nochmal: Die Verkehrswende ist dringend notwendig! Der Umwelt zuliebe, aber auch den Menschen, die täglich auf wenig umweltfreundliche Mobilitätsformen angewiesen sind, weil uns der Mut und der Wille für einen systemischen Wandel scheinbar noch fehlen! Wie es anders gehen könnte – und wie vielleicht auch nicht – wurde in der Session&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/mobil-mobil-mobilitat-zukunft-mehr-digitales-roadmovie" target="_blank" rel="noopener">Mobil mobil? Die Mobilität der Zukunft ist mehr als ein digitales Roadmovie!</a>&nbsp;diskutiert. Anschauen und nachhören empfohlen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig wichtig fanden wir im Bereich Mobilität den Talk&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/stadte-mobilitat-zukunft-gestalten" target="_blank" rel="noopener">Wie Städte die Mobilität der Zukunft gestalten</a>&nbsp;von Stefan Kaufmann, der die Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm leitet. Er betonte, dass die technologischen Voraussetzungen für eine echte Verkehrswende eigentlich schon längst da seien und dass es vor allem ausreichend politischen Willen benötige, um sie auch einzuleiten. Dabei ging er kritisch mit der Vorstellung ins Gericht, dass Technologie und Privatwirtschaft allein die Lösungen dafür schon entwickeln würden. Kaufmann wies darauf hin, dass Mobilität als Daseinsvorsorge in die öffentliche Hand gehöre und – ganz nebenbei gesagt – der öffentliche Nahverkehr auch die einzig sinnvolle Plattform zum Aufbau eines nachhaltigen, umweltschonenden und allen Mobilitätsbedürfnissen gerecht werdenden Verkehrssystems sein könne. Zum nachhören: (Link:&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/en/session/stadte-mobilitat-zukunft-gestalten" target="_blank" rel="noopener">https://19.re-publica.com/en/session/stadte-mobilitat-zukunft-gestalten</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschauen und anfassen konnte man übrigens auch die ersten funktionsfähigen&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/flugtaxi-heute-schon-realitat" target="_blank" rel="noopener">E-Flugtaxis von Volocopter</a>, die inzwischen reif für die Serienproduktion sind und deren Nutzung später nicht viel teurer sein soll als die eines normalen Taxis. Die Flugtaxis werden mit einer Elektro-Batterie angetrieben. Ähnlich wie bei E-Autos können sie nach Aufladung eine Reichweite von bis zu 300 km erreichen. Besonders wirtschaftlich ist der Taxibetrieb bei Wegstrecken von 30-40km, die innerhalb weniger Minuten zurückgelegt werden können. Das macht die Flugtaxis besonders sinnvoll, um schnelle, emissionsarme Verbindungen zwischen den verstopften Zentren von Großstädten und speziellen Umland-Destinationen herzustellen, für die keine regelmäßige ÖPNV-Verbindung lohnt oder geschaffen werden kann. Profitieren könnten davon etwa Wissenschaftscampi oder Industriestandorte im Umland, aber auch ländlich gelegene touristische Ziele. Der Testbetrieb soll noch in diesem Jahr in Singapur starten. Die ersten kommerziellen Strecken sollen in drei Jahren bedient werden. Aber wer weiß: Der Vortrag machte deutlich, wie schnell sich das Innovationsökosystem rund um die Flugtaxis entwickelt – gut möglich, dass wir die runden Volocopter schon früher als gedacht am Himmel sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Digitale Verwaltung …</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Peter Parycek: (un)regierbarer digitaler Staat?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/HSe3kSyXlwM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Thema, dass dieses Mal insgesamt erstaunlich kurz kam. Aber Professor Peter Parycek stellte in seinem Vortrag&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/unregierbarer-digitaler-staat" target="_blank" rel="noopener">Unregierbarer digitaler Staat</a>&nbsp;einmal mehr die großen Potenziale einer datenbasierten Verwaltung dar. Durch die (Teil-)Automatisierung von Verwaltungshandlungen könnten Kosten gespart und staatliche Transparenz erhöht werden. Daten könnten an zahlreichen Stellen für eine evidenzbasierte Politik und Verwaltung genutzt werden und insgesamt breiten Nutzung von Daten durch Wirtschaft und Gesellschaft befördern. Voraussetzung dafür seien aber auch entsprechende technische und rechtliche Rahmenbedingungen und eine neue Verwaltungskultur, die Kooperation und Innovation ermögliche und fördere.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Digitale Bildung …</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Total begeistert waren wir wieder einmal von den digitalen Bildungsprojekten, die auf der diesjährigen re:publica Station machten. So war etwa das&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/weiter-fabmobil-verstetigungsvorhaben-zur-etablierung-regionaler-mikro-fab-labs-im" target="_blank" rel="noopener">Fabmobil des Constitute e.V.</a>, das schon auf der #rp18 zugast war, wieder dabei und berichtete in diesem Jahr von der Skalierung des Projekts im ländlichen Sachsen. In der Session ging es darum, wie sich aus mobilen Projektansätzen wie dem Fabmobil beständige Innovationsorte – hier Mikrofablabs genannt – im ländlichen Raum entwickeln lassen. Wirklich inspirierend, wie sich mit überschaubaren Mitteln und einem kurzen Projektzeitraum, so dennoch nachhaltige und spürbare Effekte in einer ländlichen Region erreichen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu dabei war diesmal der&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/dem-turing-bus-durch-kleinstadtgalaxie" target="_blank" rel="noopener">Turing-Bus</a>&nbsp;der Open Knowledge Foundation. Ähnlich wie das Fabmobil ist auch der Turing-Bus ist ein Bildungsmobil, das in verschiedenen ländlichen Regionen Deutschlands junge Menschen in Workshops zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung der Gesellschaft bringt. Der Bus ist aber kein Informatiklabor auf Rädern, sondern bringt regionale Akteure und Akteurinnen aus Fablabs, OK–Labs, Hackspaces und anderen Orten des kreativen und kooperativen Lernens an Schulen und anderen Bildungsorten, um Aktionsräume- und Formate aufzuzeigen die zum Mitmachen inspirieren sollen. Derzeit tourt das Projekt durch Brandenburg. Die Termine findet ihr&nbsp;<a href="https://turing-bus.de/blog/2019/05/erste-stationen-veroeffentlicht/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend waren auch die Erfahrungsberichte einiger Veteranen der Medienbildung für Kinder und Jugendliche. Johannes Mirus zum Beispiel erklärte in seinem Talk&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/medienbildung-kinder-jugendliche" target="_blank" rel="noopener">Medienbildung für Kinder und Jugendliche</a>, wie einfach es eigentlich sei, den Kids Medien und Digitales beizubringen. Mit wenig aufwendigen Barcamps und Projekttagen vor Ort könne man schon viel bewirken. Ein schöner Nebeneffekt, so Mirus, sei es, dass die Erwachsenen – z.B. Eltern, Lehrer, Erzieher oder Betreuer – dabei auch von den jungen Menschen lernen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem wichtigen Thema Open Educational Resources (OER) widmete sich Dominik Theis in seinem Talk “<a href="https://19.re-publica.com/de/session/bildung-nicht-digitalisiert-werden-sollte" target="_blank" rel="noopener">Wie Bildung nicht digitalisiert werden sollte</a>”. Er kritisierte, dass die Politik vor allem den Ausbau von Plattformen und die Ausstattung von Schulen mit Smartboards und WLAN vorantreibe, ohne dem die entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen für das Lernen im freien Netz an die Seite zu stellen. Stellvertretend für das Bündnis Freie Bildung machte Theis Vorschläge, wie freie Inhalte, offene Infrastruktur und Software für die Bildungslandschaft verwendet werden könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das IoP – Internet der Pflanzen…</h2>



<p class="wp-block-paragraph">….unsere Lieblingsinnovation auf der diesjährigen re;publica! Zugegeben –&nbsp;etwas abseitiger, aber dafür mit großen Aha!- und Oh!-Effekten. Worum es geht? Darum, dass eure Pflanzen, mit denen ihr schon länger Gespräche führt, dank neuer digitaler Tools vielleicht auch bald antworten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Brandenburg kennen wir ja bereits die twitternde Kiefer im Barnim, die ihre Follower regelmäßig darüber informiert, ob ihr der Waldboden gerade zu feucht oder zu trocken ist. Was nach unterhaltsamer Datenvisualisierung klingt, ist ein echter Beitrag zur Waldbrandprävention. So werden Daten in Echtzeit verfügbar gemacht, die dem Naturschutz wertvolle Dienste leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der #rp19 haben wir nun festgestellt, dass unsere Kiefer lange nicht die einzige Pflanze ist, die dank Digitalisierung neue Kommunikationsmöglichkeiten mit der Menschheit gefunden hat. In der Session<a href="https://19.re-publica.com/de/session/im-auftrag-des-waldes-bekommen-walder-flusse-seen-digitalisierung-eigene-stimme" target="_blank" rel="noopener">&nbsp;Im Auftrag des Waldes – Bekommen Wälder, Flüsse und Seen mit der Digitalisierung eine eigene Stimme?</a>&nbsp;stellte das Team der Nachhaltigkeits-Plattform RESET Menschen vor, die mit neuesten Technologien digitale Lösungen für den Umwelt- und Naturschutz entwickelt haben. Meist handelt es sich dabei um smarte Schnittstellen zwischen Mensch, Natur und Technologie, die Wäldern, Flüssen und Seen eine eigene Stimme geben können. Ein Feld, das wir bei neuland21 schon aus purer Naturverbundenheit weiter intensiv beobachten werden…</p>



<h2 class="wp-block-heading">… und nicht zuletzt: die neue Plattformwirtschaft!</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" type="text/html"  title="re:publica 2019 – Plattformen, die allen gehören" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/JA-O1isuGR8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Sehr präsent war auch das Thema “Neue Plattformen”. Denn im selben Maße, in der die Frustration der Netzgemeinde mit Facebook, Amazon, Uber &amp; Co weiter zunimmt, wächst auch das Interesse an Plattformen, die im Vergleich zum Status Quo sozial gerechter, nachhaltiger, demokratischer oder genossenschaftlich organisiert sind. Auf der #rp19 stellten sich dazu die verschiedensten Akteure mit ihren Ideen vor. In der Session&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/plattformen-allen-gehoren" target="_blank" rel="noopener">Plattformen, die allen gehören</a>&nbsp;wurde zum Beispiel diskutiert, welches Ökosystem es braucht, damit auf Plattformen, die Dienstleistungen vermitteln, gerechtere und demokratischere Arbeitsbeziehungen geschaffen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ähnliche Fragen wurden auch auf der Bühne der Media Convention Berlin diskutiert, die dem Thema das Panel&nbsp;<a href="https://19.mediaconventionberlin.com/de/session/designing-better-platforms-was-nachhaltige-humanistische-digitale-plattformen-auszeichnet" target="_blank" rel="noopener">Designing Better Platforms</a>&nbsp;widmete. Passend dazu gab es Workshops zur&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/digitalisierung-welt-retten-chancen-risiken-digitaler-innovationen-nachhaltigen-konsum" target="_blank" rel="noopener">Ermöglichung von nachhaltigem Konsum durch digitale Tools</a>&nbsp;und zu&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/digitale-genossenschaften" target="_blank" rel="noopener">digitalen Genossenschaften</a>. Wir bei neuland21 finden ja besonders solche digitalen Plattformen spannend, die Angebot und Nachfrage zwischen Stadt und Land besser zusammenbringen und so regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. In den Workshops und Sessions konnten wir viele Anregungen sammeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Präsident muss es ja wissen.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das aus unserer Sicht beste Fazit zog übrigens&nbsp;<strong>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier</strong>&nbsp;noch in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen re;publica: Eindringlich forderte er “mehr Austausch zwischen der digitalen Zivilgesellschaft und den lange gewachsenen analogen Strukturen!” Das würden wir auch so unterschreiben. Und der Präsident muss es ja wissen nachdem er jetzt ein ganzes Jahr lang durch die ländlichen Räume unserer Re;publik getourt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne freuen wir uns schon auf die re:publica 2020 und hoffen den einen oder die andere von euch dort zu treffen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Foto: Jan Zappner/re:publica</em></p>
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