Digitale Teams

Modellprojekt

Digitale Teams

Wie lässt sich die Digitalisierung für verteilte und virtuelle Teams in ländlichen Regionen nutzen?

Großstädte sind die Zentren unserer heutigen Wirtschaft und Wissensgesellschaft. Doch immer mehr Menschen zieht es trotz des städtischen Arbeitsplatzes ins Umland oder in die Peripherie, wo die Immobilien noch günstig und die Gärten groß sind. Die Folge: Inzwischen pendeln mehr als 18 Millionen Deutsche zu ihrem Arbeitsplatz, in einigen Städten sogar mehr als zwei Drittel aller Beschäftigten.

Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachteile dieses täglichen Rituals werden immer offensichtlicher: Berufsbedingtes Pendeln belastet Umwelt und Verkehrsinfrastruktur. Betroffene Arbeitnehmer erleben Stress und gesundheitliche Belastungen und haben weniger Zeit für Familie, Hobbies oder ehrenamtliches Engagement. Gemeinden, in denen besonders viele Pendler leben, werden zu Schlafdörfern.

Statistisch gesehen pendeln insbesondere gut ausgebildete Fachkräfte und Wissensarbeiter weite Strecken zur Arbeit  und das, obwohl nach Schätzungen des DIW inzwischen rund 40 Prozent aller Arbeitskräfte ihre Arbeit zumindest teilweise von zuhause verrichten könnten. Doch viele Arbeitgeber haben die Abkehr von Büroalltag und Präsenzkultur noch nicht gewagt – auch weil sie Verluste für Organisationskultur, Teamkommunikation und Produktivität befürchten oder der digitalen Entgrenzung des Arbeitslebens nicht noch weiteren Vorschub leisten wollen.

Um hier einen Kulturwandel einzuläuten, der dem Wunsch vieler Beschäftigten nach mehr Flexibilität und Home Office gerecht wird, braucht es digitale Arbeitsumgebungen, die die Produktivität digital und verteilt arbeitender Teams fördern und deren Kollaboration und Kommunikation einfacher und natürlicher gestalten.

Der Aufbau einer offenen Ökosystem-Plattform mit neuartigen Diensten, die genau das leisten, steht im Zentrum des Projekts “Digitale Teams”. Unternehmen und ihre ortsflexibel arbeitenden Mitarbeiter werden dabei auf drei Ebenen unterstützt: (1) Community-Apps helfen Firmen und Remote-Arbeitern sich online und im richtigen Leben besser zu vernetzen. (2) Durch optimierte Ende-zu-Ende-integrierte Applikationsunterstützung wird digitalen Teams ihre tägliche Arbeit erleichtert. (3) Optionale Plattformdienste, die Nutzungsdaten auswerten, geben Empfehlungen zur langfristigen Verbesserung von Zusammenarbeit und Produktivität im Team. Das Projekt legt dabei einen Fokus auf die speziellen Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die besonderen Gegebenheiten von Beschäftigten, die im ländlichen Raum leben und digital arbeiten.  

Neuland21 unterstützt das Projekt, das vom Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering initiiert wurde, als assoziierter Partner bei der Erfassung der Bedürfnisse digitaler Teams im ländlichen Raum und der Ausgestaltung der Funktionalitäten der neuen Plattform  damit das tägliche Pendeln zum städtischen Arbeitsplatz bald der Vergangenheit angehört und freie Zeit den ländlichen Gemeinden zugute kommt, in denen viele Menschen heute arbeiten und leben wollen.

Mehr Informationen unter: www.digitale-teams.de  

Ein Projekt von:

In Assoziation mit:

Ansprechpartnerin

Silvia Hennig

Programmleitung „Arbeit“
silvia.hennig@neuland21.de