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	<title>neuland21 &#8211; Neuland21</title>
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		<title>Meet the Team: Unser Programmbereich Digitale Bildung stellt sich vor</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/meet-the-team-unser-programmbereich-digitale-bildung-stellt-sich-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2022 10:13:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Meet the Team: Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen und zeigen euch, wer hinter unseren Projekten steckt! Diesmal im Interview: Josefine vom Programmbereich Digitale Bildung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wie kann man digitale Bildungsangebote einsetzen, um Kinder und Jugendliche in ländlichen Regionen fit zu machen, die Zukunft mitzugestalten? Josefine Theden-Schow stellt unseren Programmbereich Digitale Bildung vor.</strong></p>



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<p><strong>1) Stellt doch einmal kurz euren Programmbereich vor: Wer seid ihr und an welchen Projekten arbeitet ihr gerade?</strong></p>



<p>Damit der Zugang zu digitalen Kompetenzen keine Frage des Wohnorts ist, setzen wir uns im Programmbereich Digitale Bildung mit unserer Arbeit für mehr digitale Bildungsangebote in ländlichen Räumen ein, die in Städten schon längst Standard sind. Dabei berichten wir von Vorreiter:innen und innovativen Praxisbeispielen, erstellen Leitfäden für Multiplikator:innen und entwickeln eigene Bildungsprojekte – damit wir alle an der Gestaltung unserer Zukunft teilhaben können. Mit unserem von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt geförderten Projekt “Land programmiert engagiert” schaffen wir Programmierwerkstätten (sogenannte CoderDojos) für Kinder und Jugendliche an Orten, die selbst nicht die Kapazitäten dafür aufbringen können. Unser neues Projekt FläMINT, welches im September gestartet ist, ermöglicht uns gemeinsam mit der Stadt Bad Belzig und der TH Wildau einen MINT-Makerspace zu eröffnen, um noch mehr MINT-Bildungsangebot in die Region Fläming zu holen.&nbsp;</p>



<p><strong>2) Warum braucht es im Bereich Digitale Bildung die Projekte von neuland21?</strong></p>



<p>Insbesondere hochschulfernen Kommunen fehlt es oftmals an außerschulischen Bildungsangeboten, in denen Kinder und Jugendliche digitale Lernerfahrungen machen können und Medienkompetenz erlangen können. Mit den CoderDojos und dem entstehenden MINT-Makerspace in Bad Belzig wollen wir Strukturen und Räume schaffen, in denen Kinder sich digital kreativ austoben können. Hier wollen wir ihnen ermöglichen spielerisch wichtige Zukunftsskills zu erlernen, um die Welt von morgen mitzugestalten.</p>



<p><strong>3) Auf welche Herausforderungen stoßt ihr in eurer Arbeit immer wieder?</strong></p>



<p>Die Projekte im Programmbereich Digitale Bildung hängen stark von der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ab, sowie vom Engagement Ehrenamtlicher. Da wir mit unseren CoderDojos lediglich ein Anstoßangebot in der Kommune leisten, steht und fällt die langfristige Verstetigung mit dem Engagement der Kommune und Ehrenamtlichen vor Ort. Die Akquise von Ehrenamtlichen stellt dabei unsere größte Herausforderung dar, da viele Interessierte davon ausgehen, dass für die Durchführung einer Programmierwerkstatt Vorwissen im Informatikbereich benötigt wird. Jedoch starten die meisten teilnehmenden Kinder ebenfalls ohne Vorwissen und die Tutorials, die wir mitbringen und anbieten, sind problemlos ohne Vorwissen zu bewältigen – quasi Learning by Doing.&nbsp;</p>



<p><strong>4) In welchen Momenten hattet ihr bislang das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können?</strong></p>



<p>Insbesondere die Durchführung unserer CoderDojos gibt uns immer wieder das Gefühl, in der Kommune einen echten Mehrwert für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Das positive Feedback der Kinder, nachdem sie in kürzester Zeit ihre eigenen Spiele programmiert haben und diese stolz der Gruppe präsentieren, zeigt uns immer wieder, wie wichtig und relevant unsere Arbeit ist.</p>



<p>Auch Projekttage an den Schulen sorgen immer wieder für Aha-Momente bei den Lehrkräften, wie einfach und vielfältig digitale Tools und Informatik in den Unterricht Einzug halten können. Mit unseren Trainingstagen können wir nicht nur Lehrkräften Aha-Momente ermöglichen, sondern auch Menschen aus der Jugendarbeit oder generell Interessierten die Grundlagen für die Durchführung digitaler Bildungsangebote beibringen und Inspiration für digitale Projekte geben.</p>



<p><br>Wollt ihr noch mehr zum Programmbereich wissen? Schickt uns einfach eine Mail an <a href="&#x6d;&#97;i&#x6c;&#116;o&#x3a;&#110;i&#x63;&#x6f;&#108;&#x61;&#x69;&#46;h&#x65;&#114;t&#x6c;&#101;&#64;&#x6e;&#x65;&#117;&#x6c;&#x61;&#110;d&#x32;&#49;&#46;&#x64;&#101;">nicolai&#46;hert&#108;&#101;&#64;&#110;&#101;&#117;&#108;&#97;&#110;&#100;&#50;&#49;&#46;&#100;&#101;</a>!</p>
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		<title>Meet the Team: Unser Programmbereich Verwaltung &#038; Open Data stellt sich vor</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/meet-the-team-unser-programmbereich-verwaltung-open-data-stellt-sich-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 16:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#OpenDataLand]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Meettheteam]]></category>
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					<description><![CDATA[Meet the Team: Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen und zeigen euch, wer hinter unseren Projekten steckt! Diesmal im Interview: Diana vom Programmbereich Verwaltung &#038; Open Data.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Vor welchen Herausforderungen stehen die Verwaltungen in ländlichen Räumen und welche Chancen spielen Open Data und digitale Möglichkeiten dabei? Diana Krebs stellt unseren Programmbereich Verwaltung &amp; Open Data stellt sich vor.</strong></p>



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<p><strong>1) Stelle doch einmal kurz euren Programmbereich vor: An welchen Projekten arbeitet ihr gerade?</strong></p>



<p>Bei unserem Forschungsprojekt zu Herausforderungen und Potentialen von Open Data im ländlichen Raum geht es gerade in die Schluss- und damit Auswertungsphase. Das wird sehr spannend. Wir evaluieren unseren bisherigen Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen für Kommunen,  die mit Open Data vorwärts machen wollen. Z.B. beschäftigen wir uns noch einmal eingehender mit Lizenzen und der Frage, welche Empfehlungen wir Kommunen dabei an die Hand geben können. Kompliziert wird es da nämlich, wenn Datensätze mit unterschiedlichen Open-Data oder Geodaten-Lizenzen miteinander verschnitten werden sollen. Auch gehen wir der Frage nach, von welchen Daten ländliche Regionen gerade jetzt besonders profitieren, um soziale und digitale Innovation voranzutreiben. Außerdem planen wir eine Abschlusskonferenz zu Ende des Jahres und mehrere Veröffentlichungen in verwaltungsnahen Publikationen.<br><br>Eine Abschlusskonferenz in Form eines Barcamps steht auch beim Regionalen Open Government Labor “Alles auf offen” an. Nach fast drei Jahren Laborarbeit in Bad Belzig und Wiesenburg haben wir so die Möglichkeit, unsere Erfahrungen und Outcomes zu teilen und uns mit den Akteur:innen auszutauschen. Das OK Lab Fläming, das nach wie vor das einzige ländliche OK Lab in Deutschland ist, hat uns mit tollen Akteur:innen in Verbindung gebracht, deren Projektideen wir eventuell durch die Beantragung weiterer Förderprojekte unterstützen können. Zur Zeit erarbeiten wir außerdem auch einen Leitfaden für Kommunen, um den Start in die Open Government Arbeit zu erleichtern. Das ist ja für viele ja noch immer eine sehr abstrakter Begriff.<br><br>Daneben unterstützen wir auch die anderen Programmbereiche, wenn es darum geht, Förderanträge zu stellen in denen Verwaltung, Digitalisierung und/oder Open Data Themen sind. Das ist das Schöne an meinem Programmbereich: Themen wie Open Data, Sensorik, Open Source als Möglichkeit der gemeinwohlorientierten Digitalisierung sowie analoge und digitale Bürger:innen-Beteiligung sind mittlerweile Querschnittsthemen in nahezu allen unserer Programmbereichen.</p>



<p><br><strong>2) Warum braucht es im Bereich Verwaltung &amp; Open Data die Projekte von neuland21</strong>?</p>



<p>Unsere Projekte ebnen den Weg zu einem neuem Verständnis dafür, was Digitalisierung in Verwaltungen und damit Kommunen bewirken kann. Natürlich geht es dabei um die Umsetzung innovativer Projekte zur Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge. Aber wir möchten auch das Gemeinwohl gestärkt sehen, indem wir die digitale Souveränität einer Gemeinde oder Stadt im Blick haben und diese wahren. In unseren Projekten erarbeiten wir daher auch Empfehlungen zu Open Source oder Open Data. Damit geben wir denjenigen Kommunen Orientierungshilfen an die Hand, die bei der Umsetzung ihrer Digitalstrategien auf proprietäre Lösungen verzichten und Digitalisierung inklusiver und gemeinwohlorientierter gestalten möchten. Das umfasst auch die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen kommunalen Akteuren in ko-produktiv und ko-kreativ Formaten.</p>



<p><strong>3) Warum braucht es mehr Digitalisierung in der Verwaltung in ländlichen Räumen?</strong></p>



<p>Die Erwartungen an die kommunale Verwaltung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Für einen Großteil der Bürger:innen ist Digitalisierung und die Nutzung digitaler Dienste und Services nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken. Während der Pandemie wurden die Vorteile der Digitalisierung noch einmal richtig deutlich, denn vielen Menschen ermöglichte sie das Arbeiten von zu Hause aus. Auch Gemeinderäte und Stadtverordnete nutzten erfolgreich Videokonferenzen für ihre Sitzungen. Da fragen sich natürlich die Bürger:innen, warum viele Bürgerdienste noch nicht orts- und zeitunabhängig in Form von Online Services zur Verfügung stehen. Das Online-Zugangsgesetz will da natürlich Abhilfe schaffen, aber es ist noch ein weiter Weg.<br><br>Aber auch über das Online-Zugangsgesetz hinaus gibt es großartige Möglichkeiten für Verwaltungen, besser mit Bürger:innen, der Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Politik zu interagieren. Ich denke da an Digitalisierungsprojekte, die neue Formate der Zusammenarbeit fördern, z.B. Online-Plattformen wie beteiligung.bad-belzig.de. denn Digitalisierung bzw. IT allein löst noch keine Probleme. Zumal die kommunalen Herausforderungen mittlerweile so komplex sind, dass eine Gruppe alleine hier nur beschränkt flächendeckende Lösungen erarbeiten kann. Aber wenn Digitalisierung auch ko-produktive und ko-kreative Prozess unterstützt und die verschiedenen Akteure zusammenbringt, dann kann`s gut werden.&nbsp;</p>



<p><br><strong>4) Auf welche Herausforderungen stoßt ihr in eurer Arbeit immer wieder?</strong></p>



<p>Digitalisierung und damit verbundene Transformationsthemen wie Open Data oder digitale Bürger:innenbeteiligung sind häufig angstbesetzt und stoßen daher nicht selten auf Misstrauen. Das zieht sich übrigens durch alle Sektoren und ist nicht unbedingt ein verwaltungsspezifisches Problem. Wenn aber Verwaltungen nicht reagieren, so hat das Konsequenzen für die Lebens- und Arbeitsqualität in den Kommunen. Das sehen wir und müssen in unseren Projekten darauf achten, nicht zu ungeduldig oder fordernd aufzutreten. Menschen, die aus strengeren Arbeits- und Rechtsstrukturen heraus Veränderung gestalten wollen oder müssen, haben häufig viel weniger Spielraum, als wir es uns in unseren Projekten erhoffen. Wir müssen also auch an unserer eigenen Erwartungshaltung schrauben.</p>



<p>Eine weitere Erfahrung gerade im Bereich von kommunalen Open Government ist, dass man zwar unter einem guten Stern startet, aber es auch mal zum Halt auf freier Strecke kommen kann. Denn irgendwas ist immer! Z.B. hat man zwar das offizielle “Go” von Politik und Verwaltung und damit ein echtes Zugeständnis, dass diese neuen Formate und Angebote der kommunalen&nbsp; Mitgestaltung wichtig und notwendig sind – Im Laufe eines Projekts kann sich aber das politische Klima oder die Umstände, in die eine Kommune eingebettet sind, schnell verändern. Aktuell müssen die Kommunen die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs abfangen, sich Gedanken zu ihrer lokalen Klimapolitik machen oder Strategien für den Fachkräftemangel in der Verwaltung entwickeln. Zu diesen akuten Problemen, die im Grunde eine sofortige Aktion benötigen, kommt noch das kommunale Tagesgeschäft hinzu.&nbsp; Da rutschen Themen wie Open Data, die anfänglich viel Zuspruch und Neugierde erfahren haben, in der Prioritätenliste schon mal ab. Es ist deshalb wichtig, dass wir diese Projekte so niederschwellig und gewinnbringend wie möglich in Kommunen umsetzen, um den Mehrwert dieser sozialen und digitalen Innovationsprojekte deutlich sichtbar zu machen.</p>



<p><br>Wollt ihr noch mehr zum Programmbereich wissen? Schickt uns einfach eine Mail an <a href="m&#97;&#105;&#x6c;&#x74;&#x6f;:&#100;&#105;&#x61;&#x6e;&#x61;&#46;k&#114;&#x65;&#x62;&#x73;&#64;n&#101;&#117;&#x6c;&#x61;&#x6e;d&#50;&#49;&#x2e;&#x64;&#x65;">&#100;&#x69;&#97;&#x6e;a&#x2e;k&#114;&#x65;&#98;&#x73;&#64;&#x6e;e&#117;&#x6c;&#97;&#x6e;d&#x32;1&#46;&#x64;&#101;</a>!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meet the Team: Unser Programmbereich Arbeit &#038; Wirtschaft stellt sich vor</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/meet-the-team-unser-programmbereich-arbeit-wirtschaft-stellt-sich-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 13:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Heim[at]office]]></category>
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		<category><![CDATA[Teamvorstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Meet the Team: Wir geben euch einen Blick hinter die Kulissen und zeigen euch, wer hinter unseren Projekten steckt! Diesmal im Interview: Unser Programmbereich Arbeit &#038; Wirtschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wie können und wollen wir in Zukunft in ländlichen Räumen arbeiten und welche Rolle spielen digitale Möglichkeiten dabei? Unser Programmbereich Arbeit &amp; Wirtschaft stellt sich vor.</strong></p>



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<p><strong>1) Stellt doch einmal kurz euren Programmbereich vor: Wer seid ihr und an welchen Projekten arbeitet ihr gerade?</strong></p>



<p>Im Moment befindet sich unser Brandenburger Modellprojekt Heim[at]office in den Endzügen. Gemeinsam mit Brandenburger Unternehmen und Remote-Arbeitenden wollten wir herausfinden, welche Potenziale die Arbeitswelt 4.0 für ländliche Regionen entfalten kann. Entstanden sind vielfältige Formate rund um die Themen Neues Arbeiten und Leben auf dem Land: Wir denken an die Online-Konferenz Brandenburg Remote, an unsere Heim[at]office-Community, an die neuen Coworking-Spaces in der S-Bahn im Coconat und das im Bahnhof Wiesenburg (“Gleis 21”), an Touren durch Brandenburger Regionen, an die Heim[at]office-Website mit Jobbörse und Lernplattform und noch vieles mehr. Wir sind: Anna, Madeleine, Antonia und Janine und teilen die Freude an einem wundervollen Nebeneffekt unserer Arbeit: Lässt es die Zeit zu, können wir all die innovativen Orte – Gründerzentren, Coworking&nbsp; und Workation Spaces –, die derzeit in ländlichen Räumen entstehen und mit denen wir teils zusammenarbeiten, auch besuchen und ausprobieren.&nbsp;</p>



<p><strong>2) Warum braucht es im Bereich Arbeit &amp; Wirtschaft das Engagement/die Projekte von neuland21?</strong></p>



<p>Es braucht noch viel mehr Sichtbarkeit sowie ein stärkeres Bewusstsein für die Vorteile der Remote-Arbeit für ländliche Regionen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sind mit dem Konzept mobiler Arbeit oft nicht vertraut oder haben es noch nicht ausprobiert. Auch Arbeitnehmer:innen haben oft noch nie remote gearbeitet oder sind unsicher, ob und unter welchen Bedingungen Arbeitgeber:innen den Modus akzeptieren würde. Dementsprechend groß ist die Skepsis gegenüber Remote-Arbeit beider Gruppen und die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen hinken der technischen Entwicklung häufig noch hinterher.&nbsp;&nbsp;Es gilt, ländliche Räume als Innovationsraum für neuartige Arbeitsorte, flexible Arbeitsformen und innovative Arbeitgeber zu stärken. Dafür braucht es auch noch mehr Vernetzung und fachlichen Austausch von Multiplikatoren aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.</p>



<p><strong>3) Welche Chancen bietet mehr Digitalisierung im Bereich Arbeit &amp; Wirtschaft in ländlichen Räumen?</strong></p>



<p>Im Wesentlichen ermöglicht uns die digitale Arbeit, orts- und zeitunabhängig zu arbeiten. Das hat den Vorteil, dass digitale Arbeit die Wahl des Wohnortes unabhängig vom Arbeitsort macht. Dadurch werden für ländliche Unternehmen ganz neue Möglichkeiten in der Gewinnung von Fachkräften geschaffen und digital arbeitende Zuzügler:innen und Rückkehrer:innen können angezogen werden. Berufsbedingter Pendelverkehr wird reduziert, die Attraktivität ländlicher Kommune sowohl für Unternehmen als auch für potentielle Fachkräfte steigt und dem demografischen Wandel in peripheren Regionen kann aktiv entgegengewirkt werden. Neben dem Potential der Telearbeit, können digitale Technologien außerdem Prozesse und Vertriebsmöglichkeiten der klassischen Branche verändern und ganz neue Geschäftsfelder schaffen.</p>



<p><strong>4) <strong>Auf welche Herausforderungen stoßt ihr in eurer Arbeit immer wieder?</strong></strong></p>



<p>Immer wieder ist es schwer, Unternehmen oder Arbeitgeber:innen in ländlichen Regionen aufzuspüren, die digitale Arbeitsmodelle eingeführt haben oder nutzen. Für viele Betriebe und Kommunen ist es noch schwer, die Chancen des dezentralen Arbeitens für sich wahrzunehmen. Häufig ​​fehlt es noch an praktikablen Ansätzen, um organisationsbezogene und technische Lösungen für ortsunabhängiges Arbeiten sinnvoll umzusetzen.</p>



<p><br>Wollt ihr noch mehr zum Programmbereich wissen? Schickt uns einfach eine Mail an <a href="&#x6d;a&#x69;&#108;&#x74;&#111;:&#x61;n&#x6e;&#97;&#x2e;&#109;o&#x6d;&#98;&#x75;&#114;g&#x40;n&#x65;&#117;&#x6c;&#97;n&#x64;2&#x31;&#46;&#x64;&#x65;">&#x61;&#x6e;&#x6e;&#97;&#46;mo&#x6d;&#x62;&#x75;&#114;&#103;&#64;n&#x65;&#x75;&#x6c;&#97;&#110;d2&#x31;&#x2e;&#x64;&#101;</a>!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Läden braucht das Land: Warum ein Dorfladen mehr als Lebensmittel bietet</title>
		<link>https://neuland21.de/nahversorgung/neue-dorflaeden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 13:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Nahversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsförderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum sind Dorfläden wichtig für ländliche Räume? Welche unterschiedlichen Konzepte gibt es für eine zukunftsfähige Nahversorgung mit Lebensmitteln auf dem Land? Das hat Nora Hartmann in ihrer Masterarbeit untersucht. In diesem Gastbeitrag gibt sie Tipps, wie neue Dorfläden entstehen können, was bei der Planung bedacht werden muss und welche Aufgaben auf Politik und Regionalentwicklung zukommen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Dieser Gastbeitrag von Nora Hartmann beruht auf Erkenntnissen, die im Rahmen der Masterarbeit „Zukunftsfähige Konzepte zur Lebensmittelnahversorgung in Dörfern – eine sozial-empirische Analyse moderner Konzepte in Deutschland“ gewonnen wurden. Dafür wurden leitfadengestütze Interviews durchgeführt. Die Arbeit wurde von Ulrich Harteisen (HAWK Göttingen) und Mathias Großklaus (neuland21) betreut. Die Autorin ist unter <a href="&#x6d;a&#x69;&#108;&#x74;&#x6f;:&#x6e;&#111;&#x72;&#x61;&#46;&#x68;&#97;&#x72;&#x74;m&#x61;&#110;&#x6e;&#x40;h&#x61;&#119;&#x6b;&#x2e;d&#x65;">&#110;&#x6f;&#x72;a&#46;&#x68;a&#114;&#x74;&#x6d;&#97;&#x6e;&#x6e;&#64;&#104;&#x61;w&#107;&#x2e;&#x64;&#101;</a> erreichbar.</strong></p>



<p>Gastbeitrag von Nora Hartmann</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Dörfliche Lebensmittelversorgung und demographischer Wandel: Viele Herausforderungen!</strong></h2>



<p>Vor 50 Jahren hatte noch jedes Dorf seine eigene Lebensmittelnahversorgung. Es gab oft mehr als nur einen Laden, der mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgte. Heute ist es schon etwas besonderes, wenn in einem kleineren Ort ein Laden zu finden ist. Das liegt am demographischen Wandel: durch Abwanderung und Überalterung verändert sich die Struktur und das Volumen der Nachfrage nach Lebensmitteln. Aber auch die steigende Anforderungen der Konsument:innen an Auswahl, Qualität und Preis erschweren das Fortbestehen der kleinen Läden auf dem Land. Sie haben wenig Chancen, mit großen Supermärkten oder Discountern zu konkurrieren. Dazu kommt, dass viele Menschen auf dem Land ihr eigenes Auto besitzen. Sie können so ganz bequem ihren Einkauf im Supermarkt der nächsten Stadt tätigen.&nbsp;</p>



<p>Doch nicht nur auf der Seite der Konsument:innen hat sich die Situation in den letzten Jahrzehnten verändert. Das Betreiben eines kleinen Dorfladens hat sich immer weiter erschwert. Heute dominieren nur sechs Großanbieter mit 90 % des Marktanteils den Lebensmitteleinzelhandel. Ein typischer Supermarkt hat ein Einzugsgebiet von über 5.000 Menschen. Die kleinen Läden sind dieser Konkurrenz nicht gewachsen. Und auch die Lieferkonditionen haben sich für den einzelnen Laden verschlechtert.</p>



<p>Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation gibt es jedoch auch heute noch Dörfer mit eigenem Laden. Für die Regionalentwicklung in ländlich geprägten Gegenden ist es außerordentlich wichtig, diese zu erhalten und das Entstehen neuer Läden anzuschieben. Das hat Gründe, die weit über die unmittelbare Lebensmittelversorgung hinausgehen.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Warum das Land Dorfläden braucht</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Dorfläden sind ein sozialer Dorfmittelpunkt</h3>



<p>Viele kleine Ortschaften gelten heute als sogenannte „Schlafdörfer“. Das sind Orte, in denen die Menschen lediglich den Rückzugsraum der eigenen Wohnung nutzen, alle Aktivitäten – wie Arbeit, Hobbys oder soziale Begegnungen – finden außerhalb des Wohnortes statt. Dorfläden können hier einen Gegentrend setzen und dazu beitragen, einen Ort (wieder) zu beleben. Ein Dorfladen kann als Begegnungsstätte, als Treffpunkt dienen. Auch für neu Zugezogene kann der Kontakt mit anderen erleichtert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfläden schaffen regionale Wertschöpfung</h3>



<p>Viele Dorfläden setzen einen besonderen Schwerpunkt auf Produkte aus der Region. Für die Konsument:innen eröffnet dies die (verhältnismäßig einfache) Möglichkeit, regionale Produkte zu beziehen. Durch den persönlichen Kontakt zu Landwirt:innen und Produzent:innen der Ladenbetreibenden sowie die kurzen Wege ist die Herkunft der Produkte gut nachvollziehbar. Bewusster Konsum wird erlebbar und eine Identifikation mit dem eigenen Ort und der eigenen Region durch persönlichen Bezug möglich. Und möglicherweise entstehen sogar Arbeitsplätze.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Dorfläden sind multifunktionale Zentren (oder können es werden)</h3>



<p>Ist erst einmal ein Ort der Begegnung geschaffen (und dafür braucht es nicht viel), macht der Dorfladen möglicherweise Lust auf mehr. Viele Dorfläden integrieren zusätzliche Angebote. Sind Struktur und Räumlichkeit erst mal vorhanden, gliedert auch verhältnismäßig einfach ein Café an, eine Kunstausstellung findet ihren Platz, eine Carsharing-Initiative kann ihre Anlaufstelle andocken oder einfach nur eine Austauschbörse für Nachhilfestunden am Schwarzen Brett stattfinden. Ob der Dorfladen einem typischen Tante-Emma-Laden gleicht oder doch gleich ein ganzes Dorfzentrum mit Kinder- oder Altenbetreuung oder einem Coworking-Space entsteht, hängt von den individuellen Bedarfen einer Dorfgemeinschaft ab. Ein wirklich erfolgreicher Dorfladen kann auch ein Katalysator für das Interesse der Bürger:innen für den eigenen Ort sein. Und warum dann nicht weitere Projekte im Dorf wagen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Dorfläden schaffen kurze Wege für das Klima … und das eigene Wohlbefinden</h3>



<p>Nicht zuletzt ermöglicht das Einkaufen im eigenen Ort, das Auto ab und zu mal stehen zu lassen. Gerade in Zeiten von Homeoffice ist es oft gar nicht mehr jeden Tag nötig, den Weg in die nächste Stadt zu machen&nbsp; –&nbsp; wenn die Produkte des täglichen Bedarfs auch ein paar Straßen weiter zu finden sind. Dies entlastet nicht nur das Klima, sondern auch die vollen Straßen und den eigenen Terminkalender. Und durch den Fokus auf regionale Produkte werden (zumindest teilweise) weite Transportstrecken eingespart.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Dorfläden schaffen barrierearme Teilhabeemöglichkeiten</h3>



<p>Ein Dorfladen ermöglicht weniger mobilen Menschen eine Möglichkeit zur sozialen Teilhabe und Selbstständigkeit. In Anbetracht des demografischen Wandels und der Alterung unserer Gesellschaft wird das ein zunehmend wichtiger Aspekt. Gerade ältere Menschen sind aufgrund der Entfernung zu Infrastruktur auf dem Dorf häufig auf Hilfe angewiesen.Doch auch jüngere Menschen (etwa Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Behinderung) profitieren von örtlichen Angeboten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Dorfläden steigern die Standortattraktivität</h3>



<p>Unter einem dörflichen Idyll stellen sich viele eine intakte Gemeinschaft mit einem lebendigen Ort vor. Bestehende Infrastruktur ist da ein wichtiger Aspekt. So kann ein ein Dorfladen mit dazu beitragen dem Problem der Landflucht, der Bevölkerungsabnahme, der Überalterung entgegenzuwirken. Und auch für Rückkehrer:innen oder neu Zuziehende macht es den Ort attraktiver.</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading"><strong>Gründen eines neuen Dorfladens: Was sollte bedacht werden?</strong></h2>



<p>Trotz der vielen Vorteile für Dörfer und Dorfgemeinschaften: Die Gründung eines Dorfladens (oder die Erneuerung des Konzepts eines bestehenden) ist nicht ohne Hürden. Viele Fehler lassen sich jedoch durch ein bedachtes Vorgehen leicht vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#1 Planung, Planung, Planung</h3>



<p>Eine gute Planung ist das A und O. Es nützt nichts, wenn es den schönsten Dorfladen in einem Ort gibt und niemand geht hin. Darum empfiehlt sich, vorab die Machbarkeit zu klären und Bedarfe zu erkunden. Es sollten einige grundlegende Fragen im Vorfeld geklärt werden: Was wünschen sich die Menschen des Ortes von einem Laden? Und unter welchen Bedingungen gehen sie dort einkaufen? In diesem Zuge sollten die Bedürfnisse der potenziellen Kundschaft abgefragt werden. Außerdem muss geprüft werden, welche anderen Nahversorgungsinitiativen in eine Konkurrenzsituation kommen könnten oder ob vielleicht nicht sogar Kooperationen möglich sind. Auch im Laufe des Bestehens des Ladens sollten immer wieder die Bedürfnisse der Kundschaft abgeglichen werden. Ein flexibles Reagieren auf die Wünsche der Kund:innen ist Voraussetzung für ein langfristiges Bestehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#2 Dorfladen ist nicht gleich Dorfladen: Geeignete Form finden</h3>



<p>Dorfläden sind so unterschiedlich wie die Dörfer. Jeder (erfolgreiche) Dorfladen ist einzigartig und auf die Begebenheiten und Bedürfnisse des Ortes zugeschnitten. Jedes Dorf muss selbst herausfinden, welche Aspekte vor Ort wichtig sind, welche Schwerpunkte gelegt werden sollen oder welche Wirtschaftsform die geeignetste ist. In der folgenden Tabelle finden sich typische Beispiele von Dorfläden aus ganz Deutschland.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="470" src="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png" alt="" class="wp-image-10441" srcset="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1024x470.png 1024w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-300x138.png 300w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-768x352.png 768w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405-1536x704.png 1536w, https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/04/screenshot-2022-04-19-105405.png 1579w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">#3 Gute Beispiele kennenlernen – und Unterstützung einholen</h3>



<p>Das Rad muss nicht neu erfunden werden! Es gibt bereits viele erfolgreiche Dorfläden mit den unterschiedlichsten Konzepten. Einfach mal umhören und nachfragen! Oft wird gerne geholfen. In einigen Bundesländern oder auch Regionen (etwa LEADER-Regionen) gibt es auch Vernetzungsstellen. Die haben vorhandene Expertise bereits zusammengetragen und können weitervermitteln. Auch für die Planung eines Ladens gibt es häufig Unterstützung von der regionalen Wirtschaftsförderung oder anderen Instanzen – auch wenn keine expliziten Angebote bestehen, kann hier meist unterstützt werden. Zudem können Fördermittel eine große Erleichterung darstellen. Fördermittelstellen für Dorfläden können an unterschiedlichen Stellen angesiedelt sein: Kommune, Land, LEADER, Modellregionen, Pilotprojekte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#4 Verantwortliche Person(en) finden</h3>



<p>Eine stabile Finanzierung und ausreichend Kundschaft nützt nichts, wenn es keine Menschen gibt, die bereit sind den Laden zu betreiben. Es müssen also Menschen gefunden werden, die den Laden führen möchten und ihn am Laufen halten. Gibt es dafür ehrenamtliches Potenzial oder können die Personalkosten abgedeckt werden? Dafür sollte stets eine langfristige Perspektive mitbedacht werden. Ehrenämter stoßen schnell an ihre zeitlichen Grenzen und verpflichten sich oft nicht über Jahre hinweg. Die Führung eines Ladens sollte nicht unterschätzt werden. Kaufmännisches Wissen ist unabdingbar für ein gutes Gelingen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">#5 Kosten sparen, gut wirtschaften</h3>



<p>Ein zentraler Punkt ist natürlich die Wirtschaftlichkeit. Schon bei der Ausrichtung des Ladens muss eine wirtschaftlich tragbares Konzept vorhanden sein. Eine Abgrenzung zum Supermarkt ist hier entscheidend. Es muss klar herausgearbeitet werden, warum Menschen in diesem Laden einkaufen möchten und nicht woanders. Die Konkurrenz zu anderen kleinen Läden oder Initiativen sollte unbedingt vermieden werden. Es darf jedoch nicht an der falschen Stelle gespart werden. Kostenreduktion durch zu kurze Öffnungszeiten kann dem Laden auch zum Verhängnis werden. Diese sollten unbedingt auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner:innen abgestimmt werden. Es sollte geklärt werden, ob etwa die Gemeinde Ladenfläche zu besonderen Konditionen vermieten oder sogar zur Verfügung stellen kann. Ebenso sollte geprüft werden, ob dauerhafte Fördermöglichkeiten bestehen. Wenn sich nicht genügend Personal findet oder die Einstellung neuer Mitarbeitenden nicht zu stemmen ist, gibt es viele Möglichkeiten: Eingespart werden können Kosten zum Beispiel beim Personal (Ein personalloses 24h-Laden-Konzept, ein ehrenamtliches Betriebermodell oder ein Angebot über Automaten. Ehrenamt, Automaten, Internethandel).</p>



<h3 class="wp-block-heading">#6 Passende Räumlichkeiten finden</h3>



<p>Wichtig für den Erfolg eines Dorfladens ist dessen Lage. Der Laden sollte sich zentral im Ort befinden und nach Möglichkeit an einer Durchgangsstraße um Pendelverkehr und Menschen auch von außerhalb zu erreichen. Vielleicht gibt es noch eine Immobilie eines ehemaligen Ladens. Das schafft Identifikation. Oder es kann eine andere Immobilie umgenutzt werden. Genügend Parkplätze sind ebenso ein wichtiger Faktor. Auch die Innenraumausstattung ist wichtig für einen erfolgreichen Laden. Sie sollte modern und ansprechend sein und eine warme Atmosphäre schaffen, den Einkauf angenehm machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">#7 Risiken streuen</h3>



<p>Häufig trägt sich das Angebot von ausschließlich Lebensmitteln in einem kleinen Ort nicht. Und der Dorfladen sticht besonders als Ort der Begegnung heraus. Da bietet sich die Integration weiterer Angebote an. Beispiele hierfür sind: ein Café, eine Paketannahmestelle/Post, ein kulturelles Angebot, Internetzugang, Leihlastenräder, Carsharing. Oder kann der Laden vielleicht mit anderen (bereits vorhandenen oder zukünftigen) Strukturen kombiniert werden (Coworking-Space, Ärztehaus, Gemeindezentrum)? Welche Ideen gibt es noch?</p>



<h3 class="wp-block-heading">#8 Die kleinen Fragen nicht vergessen</h3>



<p>Weitere wichtige Fragen für die Planung eines Dorfladens sind: Ist eine Internetpräsenz geplant? Wie können besonders junge Menschen angesprochen werden? Kann der Laden sich wandeln/ ist er flexibel? Soll der Laden Teil eines Netzwerks werden? Was kann der Laden bieten, was der Supermarkt nicht kann? Gibt es einen geeigneten Platz für ein schwarzes Brett?</p>



<h2 class="is-style-box wp-block-heading">Was die Politik tun kann</h2>



<p>Gute Planung und Vorbereitung kann vieles möglich machen. Dennoch liegt es nicht am Engagement der Menschen vor Ort, dass es Dorfläden vielerorts schwer haben. Hier ist die Politik gefragt. Welche Weichen sollten also gestellt werden?</p>



<p>Zunächst sollten Dorfläden auf allen politischen Ebenen gezielt unterstützt und gefördert werden. So könnte den Kommunen mehr Entscheidungsspielräume zubilligen, da diese am besten die Situation vor Ort und die Bedürfnisse der Menschen einschätzen können. Gefördert werden sollte auch die interkommunale Zusammenarbeit, da manche Konzepte sich besser in einem größeren Verband verwirklichen lassen, wie etwa ein mobiler Dorfladen, und die Vernetzung einzelner Läden von Vorteil sein kann. Auch das Zusammendenken von verschiedenen Nahversorgungskonzepten und ländlichen Akteur:innen kann sehr erfolgreich sein. Vielleicht kann in einem Gebäude Lebensmittelversorgung und eine Arztpraxis untergebracht werden? Oder es kann eine Kooperation mit dem Dorfverschönerungsverein entstehen?&nbsp;</p>



<p>Konkrete Hilfestellungen für Dorfläden können eigene Beratungsstellen geben (die z.B. in der Wirtschaftsförderung angesiedelt werden könnten). Aber auch das Finanzieren oder Bezuschussen einer Machbarkeitsstudie kann für einen erfolgreichen Dorfladen der erste Schritt sein. Finanzielle Unterstützungen, gerade in der Anfangsphase, sind für kleine Projekte oft maßgeblich. Oft scheitert es jedoch schon an der Antragstellung. Hier bedarf es Hilfe durch geschultes Personal oder im besten Falle einen Abbau von bürokratischen Hürden.&nbsp;</p>



<p>Auch sind Prozesse oft sehr langwierig, ein Laden braucht bei der Eröffnung aber das Aktionspotenzial und kann sich nicht immer mehrjährige Antragsstellungsprozesse leisten. Ebenso ist der Erhalt von Fördermitteln häufig auch an Bedingungen geknüpft, die nicht für jedes Geschäftsmodell passend sind. Die Bedingungen für den Erhalt einer Förderung sollten gegebenenfalls geprüft und angepasst werden.</p>



<p>Schwer haben es die Dorfläden auch, weil für sie in vielerlei Hinsicht die gleichen Vorschriften und Hygieneauflagen wie für den Großhandel gelten. Eine Erleichterung oder Sonderregelungen von politischer Seite für den Kleinsthandel könnten hier Ansatzpunkte sein.&nbsp;</p>



<p>Und schließlich kann das Etablieren eines Dorfladennetzwerkes und die Gewährleistung dessen langfristigen Fortbestehens eine gute Stütze für die einzelnen Läden sein.</p>



<section id="spacer-block_62455fc44c07c" class="wp-block-spacer is-style-leaf-right"></section>


<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Links</h3>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/" target="_blank" rel="noopener">dorfladen-netzwerk.de</a> (bundesweites Netzwerk multifunktionaler Dorfläden)</li><li><a href="https://markttreff-sh.de/" target="_blank" rel="noopener">markttreff-sh.de</a> (Landesweites Dorfladennetzwerk Schleswig-Holstein)</li><li><a href="https://www.m-punkt-rlp.de/" target="_blank" rel="noopener">m-punkt-rlp.de</a> (Beratungsstelle Dorfläden Rheinland-Pfalz)</li><li><a href="https://meck-schweizer.de/" target="_blank" rel="noopener">meck-schweizer.de</a> (Regionalvermarktunginitiative Mecklenburgische Schweiz)</li><li><a href="https://www.dorv.de/" target="_blank" rel="noopener">dorv.de</a> (multifunktionale Nahversrogung)</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Literatur</h3>



<p>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hrsg.). (2014). <em>Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen. Impulse für die Praxis.</em></p>



<p>Neu, C., &amp; Nikolic, L. (2015). Versorgung im ländlichen Raum der Zukunft: Chancen und Herausforderungen. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>



<p>Küpper, P., &amp; Tautz, A. (2015). Sicherung der Nahversorgung in ländlichen Räumen Europas: Strategien ausgewählter Länder im Vergleich. <em>Europa Regional</em>, <em>3</em>(21.2013), 138–155.</p>



<p>Zibell, B., Revilla Diez, J., Heineking, I., Preuß, P., Bloem, H., &amp; Sohns, F. (2015). Zukunft der Nahversorgung in ländlichen Räumen: Bedarfsgerecht und maßgeschneidert. In <em>Gerontologie und ländlicher Raum: Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten</em>. Springer VS.</p>


<p><em>Foto:&nbsp;<a href="https://unsplash.com/@ragonesco?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Raul Gonzalez Escobar</a><a href="https://unsplash.com/photos/smgTvepind4?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditShareLink" target="_blank" rel="noopener"> on </a><a href="https://unsplash.com/s/photos/food-shopping?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></em></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>We ❤ Dorf macht Zukunft</title>
		<link>https://neuland21.de/blog/dorfleben/we-%e2%9d%a4-dorf-macht-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 13:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Verwaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus dem Studium heraus haben Julia Senft und Isabella Tober ihre Firma PrototypingFutures gegründet. Wir sind mit den beiden über ihre Toolbox zusammengekommen, die inhaltlich sowie methodisch Städten und Gemeinden beim Thema "Innovation im ländlichen Raum" neue und spannende Werkzeuge und Formate an die Hand gibt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Innovation im Interview</h2>



<p><strong>Wir sprechen wir mit den beiden Neuland21-Mitgliedern pünktlich zum Relaunch ihrer Webseite auf&nbsp;<a href="https://dorf-macht-zukunft.de/" target="_blank" rel="noopener">https://dorf-macht-zukunft.de.</a></strong></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Woher kam euer Antrieb einen Werkzeugkoffer für die Innovationen von ländlichen Regionen zu erstellen? Wie ist eure Verbindung zu dem Thema?</strong></h4>



<p>Isabella: Vor allem besteht ein großes persönliches Interesse an dem Thema. Ich komme aus einem Dorf in Niederbayern und bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Ort auf dem Land zum kreativen Arbeiten und gemeinschaftlichen Wohnen. Julia interessiert sich besonders für das transformatorische Potenzial und die Unterschiedlichkeiten ländlicher Regionen und hat sich daher in den letzten Jahren in ihren Studienarbeiten viel mit dem Thema beschäftigt.</p>



<p>Wir haben gemeinsam in Braunschweig im Masterstudiengang Transformation Design studiert, in dem es unter anderem darum geht, wie eine wünschenswerte Zukunft mitgestaltet werden kann. Wir sehen die Zukunftspotentiale, aber auch Herausforderungen ländlicher Regionen. Als größtes Potenzial sehen wir allerdings die Menschen vor Ort. So entstand die Idee, ein Format zu entwickeln, das es Bürgerinnen und Bürgern erleichtert gemeinsam eine wünschenswerte Zukunftsvision für ihr Dorf zu entwerfen. Denn ein gemeinsames Ziel kann motivieren und den Tatendrang der Gemeinschaft bündeln.</p>



<p>Das Thema Bürgerbeteiligung ist unserer Meinung nach ein wichtiger Faktor für die Zukunftstauglichkeit von Veränderungsprozessen, dafür, dass man sichergehen kann, dass die Veränderungen von der Dorfgemeinschaft gewünscht sind und die Ergebnisse auch genutzt und gepflegt werden. Wir wollten ein Format entwickeln, das zudem Spaß macht und Ideen und “Werkzeuge” an die Hand gibt.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2020/08/Julia-Senft_Isabella-Tober-Bildrechte_Karina_Scholz-1.jpg" alt="Julia Senft und Isabella Tober (Bildrechte: Karina Scholz)" class="wp-image-5625" title="Julia Senft_Isabella Tober-Bildrechte_Karina_Scholz"/><figcaption>Bild: Julia Senft und Isabella Tober (Bildrechte: Karina Scholz)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Für wen genau ist das Toolkit geeignet?</strong></h4>



<p>Julia: Die Workshopformate, die wir mit dem Toolkit anbieten, sind zum einen geeignet für die Verwaltungsebene, um konstruktive Beteiligungsprozesse mit uns anzubieten. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Orte vor strategischen Zukunftsentscheidungen stehen oder bereits von Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, betroffen sind und darauf reagieren müssen bzw. wollen. Aber auch eine Gruppe von engagierten Menschen im Dorf, die aktiv etwas verändern möchte, kann von unseren Workshops profitieren. Das Format ist sowohl dafür geeignet, große “Masterpläne” zu entwickeln, als auch die kleinen aber feinen Projekte, die schon am nächsten Tag umgesetzt werden können.</p>



<p>Dafür haben wir unser Format in klare Phase unterteilt: Am Anfang eines Beteiligungsprozesses, um Bedürfnisse und Ziele zu definieren, das ist die Visionsphase. Wenn bereits Vorstellungen vorhanden sind, wo es hingehen soll, aber die Ideen fehlen gehen wir in die Projektentwicklungsphase. Ideen die entwickelt werden oder bereits vorhanden sind werden in der Kommunikationspahse auf kreative Art und Weise prototypisch getestet und mit dem Rest des Dorfes geteilt und weiterentwickelt. Letzteres ist besonders relevant, wenn noch mehr Menschen aktiviert werden sollen, sich einzubringen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Könnt ihr mir einmal beschreiben, wie ein Workshop mit dem Toolkit abläuft?</strong></h4>



<p>Isabella: Im Vorgespräch wird geklärt, auf welche Themen sich im Workshop fokussiert werden soll. Soll es zum Beispiel um Mobilität gehen, gibt es im Bereich Nahversorgung Verbesserungspotential, sollen Freizeit oder Wirtschaft eine größere Rolle vor Ort spielen? Danach übernehmen die Ansprechpartner*innen vor Ort die Kommunikation mit den potentiellen Teilnehmenden, sie sprechen Akteure gezielt an oder verteilen Einladungen. In der Zwischenzeit bereiten wir einen individuellen Workshopablauf vor. Da jedes Dorf andere Bedürfnisse hat, läuft jeder Workshop mit uns etwas anders ab.</p>



<p>Ein klassischer Ablauf wäre die Abfolge von Visionsphase, Projektentwicklungsphase und Kommunikationsphase. Dies bedeutet, dass es zunächst darum geht, die “Schätze und Baustellen” vor Ort zu definieren und darauf aufbauend eine wünschenswerte Zukunftsvision zu entwickeln. Hier arbeiten wir vor allem mit den “Trendkarten”, die aktuelle – teils größere, teils kleinere – gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen und erklären.</p>



<p>Sobald die gemeinsame Handlungsrichtung geklärt ist, werden konkrete Ideen und Projektansätze entwickelt. Dafür bringen wir eine Sammlung von über 100 positiven Beispielen mit, die inspirieren und zum gemeinsamen Verständnis beitragen. Das Ergebnis ist eine Bandbreite an denkbaren Projektideen, die es daraufhin gilt, zu konkretisieren und bestimmte Ideen zu priorisieren.</p>



<p>Wenn nun einige Ideen als testenswert erachtet werden, beginnt die Kommunikationsphase. Hier werden kreative Konzepte erarbeitet, wie die Ideen mit einfachsten Mitteln entweder ausprobiert oder zum Beispiel im öffentlichen Raum simuliert werden können. So wird ermöglicht, dass die Bewohnerinnen und Bewohner die Idee, beziehungsweise die Zukunftsvision quasi selbst erleben können. Die Diskussion wird aus der kleinen Gruppe geöffnet und die gesamte Dorfgemeinschaft wird zum Weiterentwickeln der Ideen eingeladen.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2020/08/Workshop_Woltershausen-Bildrechte_Karina_Scholz-1.jpg" alt="Workshop in Woltershausen" class="wp-image-5627" title="Workshop_Woltershausen-Bildrechte_Karina_Scholz"/><figcaption>Bild: Workshop in Woltershausen (Bildrechte: Karina Scholz)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Auf welche Methoden habt ihr euch bei der Erstellung gestützt?</strong></h4>



<p>Julia: Wir arbeiten zum einen viel mit Methoden aus dem Bereich Partizipation und Kreativitätsmethoden wie sie zum Beispiel auch im Design Thinking genutzt werden. Zum Teil haben wir selbst Methoden entwickelt und einige Methoden haben wir für unsere Bedarfe angepasst. Über die Zeit ist ein vielseitiger und bunter Koffer an Methoden entstanden aus dem wir uns bedienen. Jede Workshopgruppe ist anders – da kann man nicht nach Schema F immer dieselben nutzen.</p>



<p>Zum anderen nutzen wir Methoden aus der Zukunftsforschung, arbeiten beispielsweise mit Trends oder Good Practice-Analysen.</p>



<p>Eine weitere Strömung aus dem Design, die uns in der Konzeption stark beeinflusst hat, ist das Speculative Design, in dem sogenannte Design Fictions entworfen werden. Diese Herangehensweise nutzen wir, um den Zukunftsvisionen und Ideen ein Gesicht zu verleihen, diese sichtbar, verstehbar und somit besser diskutierbar zu machen. Daraus entstand die Idee des prototypischen Umsetzen – “Prototyping the Future”.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was für Ideen sind in euren Workshops entstanden und sind diese jetzt umgesetzt?</strong></h4>



<p>Isabella: Im Rahmen der Masterarbeit haben wir mit zwei Dörfern im Landkreis Hildesheim zusammengearbeitet. Daraus entstanden sehr vielfältige Ideen. Die Ideen die weiter verfolgt wurden, waren ein “Haus des Dorfes”, eine Mitfahrbank, eine Dorf-App und eine Online-Plattform zur Vernetzung des Dorfes.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was braucht es neben dem Toolkit noch, um den Prozess zu starten?</strong></h4>



<p>Julia: Vor allem braucht es eine zukunftsorientierte Verwaltung, eine motivierte Dorfgemeinschaft, etwas Zeit und eine positive Atmosphäre. Wichtig ist allerdings auch das&nbsp; Umsetzungscommitment von Seiten der Politik, Wirtschaft oder des Ehrenamts.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann ich als Entscheider*in mit euch in Kontakt treten?</strong></h4>



<p>Isabella: Am einfachsten geht das über unsere Website&nbsp;<a href="https://neuland21.de/we-love-dorf-macht-zukunft/www.dorf-macht-zukunft.de,">www.dorf-macht-zukunft.de</a>, per Mail oder Telefon. Wir sind aber auch bei verschiedenen Veranstaltungen vertreten. Beispielsweise kann man uns Ende September beim Forum für Demokratie und Bürgerbeteiligung in Loccum treffen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit was für Kosten ist ein Workshop verbunden?</strong></h4>



<p>Julia: Das kommt auf den Umfang der Workshops und die Mittel der Kommune an.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie sieht derzeit euer Arbeitsalltag aus?</strong></h4>



<p>Julia: In Zeiten von Corona müssen auch wir kreativ werden. Wir haben die letzten Wochen genutzt, um unsere Online-Präsenz zu schärfen. Diese Woche gehen wir mit unserem neuen “Dorf macht Zukunft”-Magazin an den Start. Hier berichten wir regelmäßig über die Themen Dorfentwicklung und Bürgerbeteiligung sowie wegweisende Projekte in ländlichen Regionen.</p>



<p>Des weiteren wollen wir prüfen, inwiefern analoge Formate der Bürgerbeteiligung mit digitalen Formaten ergänzt bzw. auch wenn nötig ersetzt werden können. Dazu wollen wir einen Mix aus digitaler und analoger Beteiligung entwickeln und sind dafür auch auf der Suche nach Kooperarionsdörfern.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Letzte Frage: Das Toolkit hat ein wunderbares Design: Habt ihr das selbst gemacht oder mit einer Agentur gearbeitet?</strong></h4>



<p>Isabella: Vielen Dank, das freut uns. Die gesamte Entwicklung, über Konzeption, Recherche, Aufarbeitung der Inhalte bis zu Gestaltung des Toolkits haben wir selbst übernommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Allerletzte Frage: Habt ihr eine Lieblingskarte?</strong></h4>



<p>Isabella: Da gibt es sehr viele! Mir gefallen vor allem Konzepte, die eine Win-Win-Win Situation herstellen, zum Beispiel die Wächterhöfe. Das Konzept holt neue Leute in den Ort, gibt Menschen mit frischen Ideen und Motivation die Möglichkeit einen leerstehenden Hof auf dem Land wiederzubeleben, nahezu kostenlos zu nutzen und gleichzeitig werden die Gebäude vor dem Verfall gerettet.</p>



<p>Julia: Ich bin immer wieder fasziniert davon wie Menschen kreative Lösungen finden um ihr Ziel zu erreichen. Beim Museum mit Bewirtungsmöglichkeit wurde ein Förderprogramm für Museen genutzt um einen leerstehenden Gasthof wieder zu beleben.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2020/08/Dorf-macht-Zukunft-Toolkit_Bildreche_PrototypingFutures-1.jpg" alt="" class="wp-image-5623" title="Dorf-macht-Zukunft-Toolkit_Bildreche_PrototypingFutures"/><figcaption>Das Toolkit</figcaption></figure>



<p>Bild: Mehr Informationen zum Toolkit gibt es unter&nbsp;<a href="https://dorf-macht-zukunft.de/" target="_blank" rel="noopener">https://dorf-macht-zukunft.de.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kann ich Land?</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/kann-ich-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 14:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10493</guid>

					<description><![CDATA[Vom 19.-21. September findet die nächste LANDWÄRTS-Zukunftsschmiede statt. Diesmal in Stolpe in der Uckermark. Workshop-Leiterin Nadine Binias hat für uns aufgeschrieben, wie sie persönlich den Weg aufs Land gefunden hat und was sie mit der Zukunftsschmiede im alten Betonwerk Stolpe vorhat! Vorsicht - Landsehnsucht in Bildern! :D]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Wie es ist, sich&nbsp;wirklich&nbsp;für das Dorfleben zu entscheiden</h2>



<p>Gastautorin: Nadine Binias</p>



<p><strong>Vom 19.-21. September findet die nächste LANDWÄRTS-Zukunftsschmiede statt. Diesmal in Stolpe in der Uckermark. Workshop-Leiterin Nadine Binias hat für uns aufgeschrieben, wie sie persönlich den Weg aufs Land gefunden hat und was sie mit der Zukunftsschmiede im alten Betonwerk Stolpe vor hat! Vorsicht – Landsehnsucht in Bildern! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg" alt="" class="wp-image-4551"/></a><figcaption><em>Alle Fotos in der Galerie: Sven Hagolani</em></figcaption></figure>



<p>Seit Juni 2019 wohne ich in Stolzenhagen, einem kleinen Sackgassendorf mit rund 230 Einwohnern. Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Alles fing mit einem Yoga-Retreat auf dem Gut Stolzenhagen an. Die komplexen Strukturen und Besitzverhältnisse des genossenschaftlich organisierten Guts und seiner Bewohner durchblickte ich zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise und sie waren mir auch egal. Wichtig war mir nur eine Erkenntnis: Stolzenhagen fühlte sich an wie zu Hause.&nbsp;</p>



<p>Sechs Sommer später zog ich dann mit Sack und Pack und einer Freundin endlich an den Rand der Uckermark mitten in den Nationalpark Unteres Odertal auf das Gut Stolzenhagen. Bis jetzt habe ich keine Sekunde bereut. Das liegt natürlich auch daran, dass ich das Glück habe, für viele unterschiedliche Projekte und Akteure vor Ort arbeiten zu können. Und dass es die Vielzahl an Initiativen überhaupt gibt. Denn eine Sorge potentieller Land-Zuzieher ist ganz sicher, ob sie vor Ort einerseits Arbeit finden und andererseits einige Gleichgesinnnte, vielleicht sogar Freunde.</p>



<p>Der ideale Ort, um solche Menschen zu finden, sich auszuprobieren und vielleicht auch mal das Landleben auf Zeit zu erproben, ist das alte Betonwerk in Stolpe. Dort entsteht in den nächsten Jahren auf 4,5 Hektar Industriebrache ein Ort, der ein Modell werden soll für gemeinschaftliches, nachhaltiges Wohnen und Arbeiten auf dem Dorf. Von der Reaktivierung der alten Dorfkneipe über Renaturierung und Kunst-Performances bis hin zur Ansiedlung von Handwerk und Gewerbe ist dort Raum für Experimente. Natürlich vorzugsweise unter enger Einbindung der lokalen Bevölkerung – denn wer aufs Dorf zieht, muss mit Nachbarn rechnen. Und die sind in Brandenburg immer ein wenig schwieriger, netter, rechter, linker, stummer oder redseliger als man gedacht hätte. Wer offen und herzlich ist bekommt aber ganz sicher Unterstützung auf ganzer Linie.</p>



<p>Der Kulturpark Stolpe bietet durch seinen riesigen, gefühlt leeren Raum die perfekte Projektionsfläche für Ideen und Visionen jeglicher Art. Kunst und Kultur werden in der Region ebenso hoch geschätzt wie klassisches Handwerk oder „Kopfarbeit“. Überall dort, wo es bereits schnelles Netz gibt, ist natürlich auch digitales Arbeiten möglich, das hat bereits jetzt viele Kreative in die Gegend gelockt.</p>



<p>Ganz abgesehen von dem Mega-Potenzial des alten Betonwerk-Geländes ist aber auch die ganze Region attraktiv. Der ausgesprochen engagierte Bürgermeister Frederik Bewer aus Angermünde treibt in angemessenem Tempo und mit dem richtigen Ton, die Entwicklung seiner kleinen Stadt und der zahlreichen zugehörigen, umliegenden Dörfer vorbildlich voran. Das Rathaus ist für ihn ein Haus des Rats und er lädt glaubwürdig ein, sich diesen dort vor Ort auch auf jeden Fall zu holen.</p>



<p>Die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit dem Dorf, dem Landleben, genossenschaftlichen Strukturen, Vereinsleben, Fördermitteln, Leerstand, Angst vor Gentrifizierung, Zuzug, Wegzug, sinnvollem Netzwerken und Existenzgründung auf dem Land gemacht habe, werde ich für die LANDWÄRTS-Zukunftsschmiede im September bündeln.</p>



<p>Gemeinsam werden wir an drei Tagen – jeder für sich und alle zusammen – eine persönliche Vision entwickeln, wie das eigene Leben auf dem Land aussehen kann. Was braucht man eigentlich dafür? Job? Familie? Haus? Oder nur einen Camper, eine Idee und etwas Geld auf der hohen Kante? Kann man beim Bäcker auch mit 40 noch in die Lehre gehen oder ungelernt Tiny Houses bauen, vielleicht mit dem lokalen Tischler?&nbsp; Dabei spielt es letztlich keine Rolle, ob der gewählte Wohnort dann Stolpe, Stolzenhagen, die Uckermark oder der Barnim oder doch Buxtehude ist – wichtig ist, dass man seinem Traum ein wenig näher kommt. Ein Gedankenspiel mit Gleichgesinnten. Ein Erfahrungsaustausch mit ein wenig Beratungscharakter. Und ein schönes Wochenende unter neuen Freunden!</p>



<p><strong>Wir freuen uns auf Eure&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/landwarts-zukunftsschmiede-in-angermunde-stolpe-tickets-67696597345" target="_blank" rel="noopener">Anmeldungen</a>! Mehr Infos zur Zukunftsschmiede gibt es&nbsp;<a href="https://www.eventbrite.de/e/landwarts-zukunftsschmiede-in-angermunde-stolpe-tickets-67696597345" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</strong></p>
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		<title>Presse-Kit “Urbane Dörfer” – Alle Infos auf einen Blick</title>
		<link>https://neuland21.de/presse/presse-kit-urbane-dorfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 15:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Presse]]></category>
		<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Urbane Dörfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Pressemitteilung, Projektübersicht, Zusammenfassung und Volltext der Studie, außerdem Kurzinfo und Ansprechpartner der zwei Forschungseinrichtungen. Hier findet ihr die wichtigsten Inhalte der Pressemappe online.]]></description>
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<p><strong>Pressemitteilung, Projektübersicht, Zusammenfassung und Volltext der Studie, außerdem Kurzinfo und Ansprechpartner der zwei Forschungseinrichtungen. Hier findet ihr die wichtigsten Inhalte der Pressemappe online.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Landlust 4.0</h3>



<p>In Ostdeutschland kämpfen vor allem ländliche Gebiete fern der Großstädte mit Abwanderung und einem anhaltenden Bevölkerungsrückgang. Dieser Trend lässt sich nur stoppen, wenn die Dörfer sich neu erfinden und ein urbanes Klientel für sich begeistern. Seit Kurzem erprobt eine kreative urbane Szene mit innovativen Wohn- und Arbeitsprojekten, wie sich neue Formen digitaler Arbeit mit dem Landleben verbinden lassen.<br>Bislang zeigt sich in vielen entlegenen Landstrichen im Osten das gleiche Bild: Dörfer und Kleinstädte erleben einen schleichenden Bevölkerungsschwund, die Bevölkerung altert stark und die Orte verlieren weiter an Attraktivität. Was aber können diese Regionen tun, um den Abwärtstrend zu stoppen und sich dem Sog der Großstädte entgegenzustemmen? Diese Frage beschäftigt betroffene Kommunen und vermehrt auch die Bundespolitik.</p>



<p>Sicher ist, dass Dörfer ein eigenes Profil auf Basis ihrer Vorteile – Naturnähe, mehr Freiräume, günstiger Wohnraum – gegenüber der Stadt entwickeln müssen. „Das neue Dorf lässt sich allerdings nicht am Reißbrett erfinden,“ meint Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. „Lebenswerte Orte entstehen dort, wo sich Menschen mit neuen Ideen und Projekten ans Werk machen und eine Perspektive für sich und andere schaffen.“ Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und der Think Tank Neuland 21 haben 18 solcher Projekte untersucht und die Ergebnisse in der Studie „Urbane Dörfer – wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann“ zusammengefasst.</p>



<p>Die Projekte zeigen, wie das Landleben neuerdings in den Fokus eines traditionell urban geprägten Milieus rückt: Stadtmüde treffen sich auf sogenannten Meetups und besprechen, wie sich flexible Formen digitalen Arbeitens mit einem Leben fernab der Großstädte verbinden lassen. „Dass nun junge Kreative und digital affine Städter das Land für sich entdecken, birgt für demografisch angeschlagene Regionen eine große Chance,“ sagt Silvia Hennig, Gründerin von Neuland 21: „Sie entwickeln und erproben in den Dörfern und Kleinstädten gemeinschaftliche Wohnformen und innovative Arbeitsmodelle. Damit könnten sie Pioniere einer neuen Bewegung sein, die mit digitalen Ideen das Leben auf dem Land wieder für mehr Menschen attraktiv machen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Arbeit als Umzugshelfer</h3>



<p>Viele der neuen Landbewohner arbeiten in Wissens- und Kreativberufen – von den klassischen Digitalarbeitern wie Programmierern und Grafikdesignern über Architekten und Journalisten, bis hin zu Sozialwissenschaftlern oder Kulturmanagern. Sie können örtlich flexibel ihrem Job nachgehen – also auch vom heimischen Computer auf dem Land aus. Doch sie wollen nicht jeden Tag allein am eigenen Schreibtisch arbeiten, sondern suchen den Kontakt zu Gleichgesinnten. „Die ländlichen Digitalarbeiter bringen ein Raumkonzept aus den Städten mit aufs Land: Coworking Spaces,“ sagt Silvia Hennig. „Wie in der Stadt können sich hier Freiberufler und Selbständige vorübergehend Schreibtische mieten, um gemeinschaftlich zu arbeiten.“ Einige dieser Coworking Spaces entstehen sogar mit angeschlossenen Unterkünften. Hier können sich gestresste Stadtbewohner während längerer Aufenthalte in einer ruhigen Umgebung auf die Arbeit konzentrieren. „Das lockt nicht nur Besucher in den Ort, sondern schafft auch Arbeitsplätze und bringt Geld in die Kassen der Projekte,“ sagt Manuel Slupina, Mitautor der Studie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In der Mitte und nicht am Rand</h3>



<p>Die Wohn- und Arbeitsprojekte zieht es in der Regel nicht in Neubauten am Stadt- oder Dorfrand. Die Umzugswilligen interessieren sich eher für alte und baufällige Gebäude in der Ortsmitte. Sie verwirklichen ihre Ideen in stillgelegten Fabriken und Mühlen, Krankenhäusern und Berufsschulen, Klosteranlagen und Landgütern. „Sie bringen frisches Leben in Gebäude, die mitunter lange leer standen und die Ortskerne verschandelt haben,“ sagt Manuel Slupina. „Sie wirken damit einem der drängensten Probleme ländlicher Räume entgegen: dem Entstehen von sogenannten Donut-Dörfern.“ Dieses Phänomen, bei dem die Ostkerne verfallen, während am Ortsrand die Neubaugebiete wuchern, lässt sich in Deutschland nahezu flächendeckend beobachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachahmer und Unterstützer gesucht</h3>



<p>„Auch wenn die neue Landbewegung den entlegenen Regionen nicht überall aus der Misere helfen wird, wäre die Politik gut beraten, die Motive und Bedürfnisse der jungen Landlustigen besser kennenzulernen,“ sagt Reiner Klingholz, „gerade jetzt, da sie ein neues Interesse an einem Ausgleich zwischen Stadt und Land gefunden hat.“ Denn die Stadt-Land-Wanderer bringen nicht nur Einwohner, Steuer- und Gebührenzahler aufs Land, sondern auch neue Ideen: Sie suchen nach Möglichkeiten, wie man auch ohne Auto auf dem Dorf mobil bleiben kann, denken über Hofläden zur Verbesserung der Nahversorgung nach, eröffnen Galerien und organisieren Festivals. Vor allem aber schaffen sie digitale Inseln, die einen Weg zum Dorf der Zukunft weisen und dabei zu demografischen Speckwürfeln in der Peripherie werden können.<br>Die Politik sollte diese Pioniere unterstützen und sie von bürokratischen Hürden entlasten. Vor allem muss sie den ländlichen Raum endlich flächendeckend mit einem schnellen Internetzugang versorgen. Denn ohne ein leistungsfähiges Kabel haben die Dörfer im Wettbewerb um Einwohner gegenüber den Städten keine Chance.</p>



<section id="spacer-block_625ed1f22f4bd" class="wp-block-spacer is-style-node-right"></section>


<h3 class="wp-block-heading">Weitere Pressematerialien</h3>



<p>Diese&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/PM_UrbaneD%C3%B6rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pressemitteilung als PDF</a>.</p>



<p>Das Wichtigste in Kürze und eine&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Das-Wichtigste-in-Ku%CC%88rze_UrbaneDo%CC%88rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übersicht der Projekte als PDF</a>.</p>



<p>Der Volltext der&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2020/10/N21_UrbaneDoerfer_Online.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie gratis zum Download</a>.</p>



<p>Mehr über das Berlin-Institut könnt ihr&nbsp;<a href="https://www.berlin-institut.org/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>&nbsp;erfahren.&nbsp;Uns kennt ihr ja eigentlich schon.&nbsp;Wir haben trotzdem noch mal das Wichtigste über uns in einem&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Flyer_Neuland21.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neuland21-Flyer</a>&nbsp;für euch zusammengefasst.</p>



<p>Alle Autoren und Ansprechpartner zur Studie findet ihr auf dem&nbsp;<a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/08/Kontakt_UrbaneD%C3%B6rfer.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktblatt</a>.</p>
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		<title>Neue Studie: Urbane Dörfer – wie digitales Arbeiten Städter aufs Land bringen kann</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/neue-studie-urbane-doerfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Dörfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einem Jahr Forschung stellen wir heute unsere erste Studie vor. Das Thema liegt uns am Herzen: Es geht darum, wie digitales Arbeiten helfen kann den ländlichen Raum wieder zu beleben. Und wo und wie das schon geschieht. Dieser Blogbeitrag fasst das Wichtigste in Kürze für euch zusammen und ist ein Ausschnitt aus der Studie. Schaut rein! Sagt’s weiter! Macht’s nach!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Nach einem Jahr Forschung stellen wir heute unsere erste Studie vor. Das Thema liegt uns am Herzen.</h3>



<p><strong>Es geht darum, wie digitales Arbeiten helfen kann den ländlichen Raum wieder zu beleben. Und wo und wie das schon geschieht. Dieser Blogbeitrag fasst das Wichtigste in Kürze für euch zusammen und ist ein Ausschnitt aus der Studie. Schaut rein! Sagt’s weiter! Macht’s nach!</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Trendwende am Horizont?</h3>



<p>Bislang zeigt sich in vielen entlegenen Landstrichen Ostdeutschlands das gleiche Bild: Dörfer und Kleinstädte erleben einen schleichenden Bevölkerungsschwund und die Bevölkerung altert stark. Dem Sog in die Großstädte, dem vor allem die jungen Menschen folgen, scheinen sie bislang kaum etwas entgegensetzen zu können. Mit dem wachsenden Bildungsstand könnte sich dieser Trend künftig noch verschärfen, denn Universitäten gibt es auf dem Land kaum und Akademiker finden bislang vor allem in den Städten Arbeit.<br>Einige Landkreise im südlichen Brandenburg, in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen, die schon in der Vergangenheit starke demografische Verluste verbuchen mussten, dürften bis 2035 noch einmal rund ein Viertel ihrer heutigen Bewohner einbüßen.</p>



<p>Doch es tut sich etwas: Das Landleben rückt neuerdings in den Fokus eines urban geprägten Milieus. Man trifft sich auf der Digital-Konferenz re:publica in Berlin und diskutiert, wie sich neue, flexible Formen digitalen Arbeitens mit dem Landleben verbinden lassen. Auf sogenannten Meetups planen Stadtmüde, wie sie ihren Traum vom gemeinschaftlichen Wohnen und Arbeiten auf dem Land in die Tat umsetzen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Pioniere</h3>



<p>Einige von ihnen sind schon mittendrin: Sie entwickeln und erproben in Dörfern und Kleinstädten gemeinschaftliche Wohnformen und innovative Arbeitsmodelle. Sie könnten Pioniere einer neuen Bewegung sein, die mit digitalen Ideen das Leben auf dem Land neu erfindet. Diese Studie hat 18 solcher Projekte untersucht. Darunter waren einige, die noch am Anfang stehen, aber auch solche, die bereits im dörflichen Alltag angekommen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beengte Städte sorgen für neue Landlust</h3>



<p>Ein großer Teil der neuen Wohn- und Arbeitsprojekte hat sich im näheren und weiteren brandenburgischen Umland von Berlin angesiedelt. Das rasante Wachstum der Hauptstadt hat dafür gesorgt, dass derartige Wohnprojekte gerade jetzt auf dem Land entstehen. Berlin ist in den letzten Jahren voller, beengter und deutlich teurer geworden. Vor allem der Platz und die Freiräume auf dem Land locken die Berliner ins ländliche Brandenburg. In ostdeutschen Regionen, in denen die Städte selbst noch ausreichend Platz bieten, sind gemeinschaftliche Wohnprojekte von kreativen und digital affinen Menschen auf dem Land hingegen noch selten. In Sachsen-Anhalt und Sachsen finden sich bislang nur wenige, in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen so gut wie keine der neuartigen Initiativen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Frisches Leben in alten Gemäuern</h3>



<p>Die Wohn- und Arbeitsprojekte zieht es meist nicht in Neubauten am Stadt- oder Dorfrand. Die Umzugswilligen interessieren sich eher für alte und baufällige Gebäude in den Ortskernen. Sie verwirklichen ihre Ideen in alten Fabriken und Mühlen, Krankenhäusern und Berufsschulen, Klosteranlagen und Landgütern bis hin zum ehemaligen Dorfkonsum und Plattenbauten der LPG. Sie bringen damit frisches Leben in sonst kaum vermittelbare Immobilien und in den Ort. Auch für Gemeinden kann das ein Gewinn sein. Denn sie müssen alte, baufällige Gebäude oft auf eigene Rechnung abreißen lassen. Für die Landlustigen sind diese Immobilien hingegen ideal, denn sie bieten viel Platz, nicht nur zum Wohnen, sondern auch um weitere Ideen umzusetzen – vom Café über eine eigene Kita, von Werkstätten bis hin zum Coworking Space, in dem sich Freiberufler und Selbständige temporär Schreibtische mieten können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Arbeit als Umzugshelfer</h3>



<p>Viele der neuen Landbewohner arbeiten in Wissens- und Kreativberufen – von den klassischen Digitalarbeitern wie Programmierern und Grafikdesignern über Architekten und Journalisten, bis hin zu Sozialwissenschaftlern oder Kulturmanagern. Sie bringen eine wichtige Voraussetzung für das Landleben mit: Sie können einen Großteil ihrer Arbeit von überall her erledigen – also auch am heimischen Computer auf dem Land. Neben jenen, die örtlich flexibel arbeiten können, sind unter den Projektteilnehmern aber auch solche mit ortsgebundenen Berufen, wie Lehrer und Sozialpädagogen, Ärzte oder Handwerker. Die Möglichkeiten, den neuen Wohnsitz auf dem Land mit dem eigenen Arbeitsleben zu vereinbaren, lassen sich in vier Kategorien aufteilen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Personen, die digital arbeiten können, nutzen diese Chance und arbeiten ganz oder teilweise von zuhause aus. Dies sind einerseits Angestellte, die mit ihren Arbeitgebern Homeoffice- und Teilzeitvereinbarungen treffen und andererseits Freiberufler und Selbständige wie Mediengestalter, Architekten oder Journalisten, die ihre Arbeit einfach mit raus aufs Land nehmen.</li><li>Wer in einem Beruf arbeitet, der auch im ländlichen Raum gefragt ist, kann sich vor Ort eine neue Stelle suchen. Gelungen ist dies vor allem Lehrern und Sozialpädagogen, aber auch Erziehern und Pflegekräften.</li><li>Wem diese Möglichkeit nicht offen steht, pendelt regelmäßig zur Arbeit in die Stadt. Doch im Unterschied zu vielen klassischen Umlandwanderern, bei denen Pendeln als notwendiges Übel zum Alltag gehört, möchten viele der neuen Landbewohner lieber früher als später auf die tägliche Fahrerei Verzichten.</li><li>Einige der neuen Landbewohner gehen mit ihrem Umzug raus aus der Stadt auch beruflich neue Wege. Handwerker oder Heilpraktiker beispielsweise erfüllen sich im Gemeinschaftsprojekt den Traum von der eigenen Werkstatt oder Praxis. Kreativ- und Wissensarbeiter wie Projektmanager oder Kommunikationsberater wechseln in eine freiberufliche Tätigkeit. Einige machen sich mit einer neuen Geschäftsidee selbständig und gründen, oft im Kontext des Projekts, ein eigenes Unternehmen.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Schreibtisch und Büro mit anderen teilen</h3>



<p>Um ihre Arbeit nicht allein am heimischen Schreibtisch erledigen zu müssen, bringen die ländlichen Digitalarbeiter ein Raumkonzept aus den Städten mit: Coworking Spaces. In Städten sind diese offen gestalteten Arbeitsorte weit verbreitet, auf dem Land sucht man sie bislang meist vergebens. Dies ändert sich nun, denn in den meisten Wohnprojekten gehört ein gemeinsamer Arbeitsraum zum Konzept. Er erleichtert den Austausch, eröffnet den Kontakt mit anderen Kreativarbeitern und spart Geld.</p>



<p>Einige dieser Coworking Spaces stehen nicht nur den Projektbewohnern zur Verfügung, sondern auch Selbständigen aus der Region oder Gästen von weiter her. Angeschlossene Unterkünfte ermöglichen es in einigen Projekten gestressten Stadtbewohnern, sich während längerer Aufenthalte in einer ruhigen Umgebung auf die Arbeit zu konzentrieren. Dies lockt nicht nur Besucher in den Ort, sondern ist auch eine zusätzliche Einnahmequelle der Projekte, um weitere Renovierungs- und Ausbauarbeiten zu finanzieren und zu beschleunigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit kreativen Ideen aufs Land</h3>



<p>Die ländlichen Gemeinschaftsprojekte werden selten als reine Wohnprojekte geplant, denn die neuen Landbewohner bringen aus den Städten bestimmte Ansprüche an ihr neues Wohnumfeld mit. Zwar erwartet niemand auf dem Land die gleichen vielfältigen Angebote wie in dicht besiedelten Ballungsräumen. Mit einer lückenhaften Versorgung wollen sich viele aber auch nicht abfinden. Sie suchen nach Möglichkeiten, wie man auch ohne Auto auf dem Dorf mobil bleiben kann, vom Carsharing bis zur Mitfahr-App. Sie denken über Hofläden zur Verbesserung der Nahversorgung mit regionalen Lebensmitteln nach oder betreiben ein Café, eröffnen Galerien und organisieren Kulturfestivals. Andere planen, zusammen mit der Dorfbevölkerung, die alte Scheune als gemeinschaftlichen Treffpunkt und Veranstaltungsort wiederzubeleben. Die neuen Landbewohner verbessern mit ihrem Einsatz die Lebensbedingungen vor Ort – im Idealfall für alle Dorfbewohner.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fehlender Anschluss an die Zukunft</h3>



<p>Ohne eine schnelle Internetverbindung werden sich allerdings kaum neue Bewohner aufs Land wagen. Denn ein leistungsfähiges Netz ist für sie eine Grundvoraussetzung, damit sie auf dem Land leben, arbeiten oder ein Gewerbe eröffnen können. Auch Coworking Spaces, Seminar- und Gästehäuser lassen sich nur mit einem breitbandigen Internetzugang betreiben. Trotz aller Absichtserklärungen der Politik, dass spätestens 2018 selbst im letzten Winkel Deutschlands die Menschen mit Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein können, offenbart ein Blick in den Breitbandatlas weiterhin große Lücken – vor allem in entlegenen und dünn besiedelten Regionen. Wo ein leistungsfähiges Kabel unter der Erde weiterhin nicht verfügbar ist, werden die Dörfer im Wettbewerb um Einwohner mit den Städten chancenlos bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Periphere Speckwürfel als Chance</h3>



<p>Ob das gewachsene Interesse von urban geprägten, digital arbeitenden Menschen ein Zeichen für eine neue Bewegung „raus aufs Land“ ist, lässt sich mit der vorliegenden Studie nicht abschließend beantworten. Zu frisch ist das Phänomen und viele Projekte stehen noch am Anfang. Ob sie in einigen Jahren noch bestehen, weiteren Zuzug erfahren oder Nachahmer an anderen Orten finden, muss sich erst noch zeigen.</p>



<p>Auch wenn die neue Landbewegung den entlegenen Regionen gewiss nicht flächendeckend aus der Misere helfen wird, kann sie für einzelne Dörfer eine große Chance sein. Schon jetzt zeigt sich, dass auch Orte, die in einer generell schrumpfenden Region liegen, demografisch stabil bleiben oder sogar wachsen können, wenn sie es schaffen die neue Klientel für sich zu begeistern. Bei der Suche nach einem Grund für die Stabilität stößt man vor Ort immer wieder auf Menschen, die mit ihrem Tatendrang und Ideenreichtum ein Wir-Gefühl erzeugen und anderen zeigen, dass es sich auf dem Land zwar anders als in der Stadt, auf alle Fälle aber gut oder sogar besser leben lässt.</p>



<p>Deshalb können Orte, in denen die Menschen den Chancen der Digitalisierung offen gegenüberstehen, von den neuen Formen ländlichen Wohnens und Arbeitens profitieren und sich im besten Fall eine günstigere demografische Zukunft erschließen. Sie können sich damit von der allgemeinen demografischen Entwicklung vieler entlegener, ländlicher Region abheben und zu Speckwürfeln in der Peripherie werden. Die Politik, die ein wachsendes Interesse an einem Ausgleich zwischen Stadt und Land gefunden hat, sollte sich mit den Bedürfnissen, Motiven und Fähigkeiten der neuen Landbewohner auseinandersetzen und den richtigen Rahmen für ihre Vorhaben schaffen, damit den heutigen Pionieren möglichst viele Nachahmer folgen.</p>



<p>Die Studie steht gratis als <a href="https://neuland21.de/wp-content/uploads/2022/06/n21-urbanedoerfer-online.pdf">Download</a> zur Verfügung.</p>



<p>Mehr über unseren Forschungspartner, das Berlin-Institut, könnt ihr&nbsp;<a href="http://www.berlin-institut.org/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>&nbsp;erfahren.&nbsp;Uns kennt ihr ja schon.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das neue Leben auf dem Lande wird erörtert</title>
		<link>https://neuland21.de/presse/das-neue-leben-auf-dem-lande/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jul 2019 15:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Presse]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neuland21.de/?p=10506</guid>

					<description><![CDATA[Die MAZ war so nett unser Sommer-Barcamp groß in der Lokalzeitung anzukündigen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Titel:&nbsp;</strong>Das neue Leben auf dem Lande wird erörtert</p>



<p><strong>Autor:</strong>&nbsp;René Gaffron</p>



<p><strong>Erschienen am:</strong>&nbsp;25.07.2019</p>



<p><strong>Erschienen in:&nbsp;</strong>Märkische Allgemeine Zeitung</p>



<p><strong>Link:&nbsp;</strong><a href="https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Bad-Belzig/Seminar-ueber-Landleben-auf-dem-Gutshof-Klein-Glien" target="_blank" rel="noopener">https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Bad-Belzig/Seminar-ueber-Landleben-auf-dem-Gutshof-Klein-Glien</a></p>



<p>Am letzten Juli-Wochenende werden sich Neuland21-Mitglieder, solche die es werden wollen und hoffentlich zahlreiche Interessierte von nah und fern für unser Sommer Barcamp im Coconat in Klein Glien versammeln. Wir wollen picknicken und über die Zukunft des Landlebens im Digitalen Zeitalter reden. Dank der beherzten Ankündigung in der Fläming-Ausgabe der MAZ dürfen wir hoffentlich auch einige Fläminger zum Barcamp begrüßen.</p>



<p>Hier geht’s zum&nbsp;<a href="https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Bad-Belzig/Seminar-ueber-Landleben-auf-dem-Gutshof-Klein-Glien" target="_blank" rel="noopener">Artikel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wir müssen wieder Anker setzen im ländlichen Raum – Interview mit Marco Beckendorf</title>
		<link>https://neuland21.de/arbeit/wir-muessen-wieder-anker-setzen-im-laendlichen-raum-interview-mit-marco-beckendorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[neuland21]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2019 15:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[#Dorfleben]]></category>
		<category><![CDATA[#Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[#Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Marco Beckendorf ist Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Zusammen mit Bad Belzig ist Wiesenburg „Smart Village“. Die beiden Gemeinden zählen mit einer Vielzahl von Projekten zu den kreativsten Regionen in Brandenburg. Das Interview führt unser Mitglied Frederik Fischer, der in Wiesenburg das erste KoDorf plant und selbst überlegt dorthin umzuziehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gastautor: Frederik Fischer</p>



<p><strong>Marco Beckendorf ist Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Zusammen mit Bad Belzig ist Wiesenburg „Smart Village“. Die beiden Gemeinden zählen mit einer Vielzahl von Projekten zu den kreativsten Regionen in Brandenburg. Das Interview führt unser Mitglied Frederik Fischer, der in Wiesenburg das erste KoDorf plant und selbst überlegt dorthin umzuziehen.</strong></p>



<p><strong>Marco, du bist vor vier Jahren zum Bürgermeister gewählt worden, kommst aber eigentlich aus einer ganz anderen Ecke Brandenburgs: Der Prignitz. Was hat dich nach Wiesenburg geführt?</strong></p>



<p>Da muss ich direkt etwas ausholen, weil das mit meiner Wendeerfahrung zu tun hat. Ich bin 1982 geboren und in Perleberg groß geworden. Perleberg hat heute ein schönes historisches Stadtzentrum, aber während meiner Schulzeit in der DDR war da alles trist und grau. Dann kam die Wende und durch die Städtebauförderung wurde alles schick gemacht. Das hat mich als Kind geprägt. Diese Aufbruchsstimmung. Selbst die Spielzeugläden waren bunter und hatten plötzlich Lego. Ich hab die Wende also eher positiv wahrgenommen. Dieses Gefühl, etwas aufbauen zu können, hat mich bis in die Abi-Zeit hineingetragen.</p>



<p>Da war klar, dass ich etwas studieren möchte, um dann zurückzukommen und diese positive Stimmung weiter voranzubringen und die Brachen wiederzubeleben, die so ab 1993/1994 überall entstanden. 2001 gab es dann diese Gemeindezusammenschlüsse, weil die Gemeinden so stark geschrumpft waren. Mein Jahrgang, die sogenannte verlorene Generation, ist dann auch massiv abgewandert Anfang der 00er. Ich wollte das irgendwann als Bürgermeister verändern.&nbsp; 2003 habe ich in Potsdam Regionalwissenschaften studiert, mit dem Schwerpunkt „Gemeinden mit sinkenden Einwohnerzahlen und steigender Verschuldung“. Nach dem Studium habe ich dann verschiedene Jobs übernommen, die mich Schritt für Schritt auf das Bürgermeisteramt vorbereiteten.</p>



<p>2014 hab ich dann eher durch Zufall erfahren, dass meine Vorgängerin Barbara Klembt vorzeitig aufhört und die Gemeinde Wiesenburg einen neuen Bürgermeister sucht. Ich habe mich mit Frau Klembt getroffen und mich über Wiesenburg informiert. Das hat für mich alles perfekt gepasst. Wiesenburg hatte Probleme, aber für mich überwogen klar die Chancen. Ich war mir sicher, dass Wiesenburg die idealen Voraussetzungen hatte, um eine positive Entwicklung zu nehmen. Also ließ ich mich aufstellen, wurde gewählt und bin seitdem Wiesenburger.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/06/64929248_2266445723439361_2624848355049603072_o.jpg" alt="" class="wp-image-4274"/><figcaption>Marco Beckendorf im Gespräch –<em>&nbsp;Foto: Katrin Frische</em></figcaption></figure></div>



<p><strong>Seit deinem Amtsantritt ist viel passiert. In der Nachbargemeinde Bad Belzig hat sich das Coconat angesiedelt. Auch neuland21 wird nach Bad Belzig ziehen. In Wiesenburg gibt es die innovativen Rückkehrer- und Ansiedlungsprojekte Landwärts, bzw. Neuland Hoher Fläming. Direkt am Bahnhof entsteht ein Naturgolfplatz und nun kommt noch das KoDorf dazu. Wie erklärst du dir die Aufbruchsstimmung?</strong>&nbsp;</p>



<p>Hier kam vieles zusammen. Mit der Wahl von Robert Leisegang, dem Bürgermeister von Bad Belzig und mir, erfolgte ein Generationenwechsel in den Verwaltungen. Mit dem Coconat, den Projekten von Franka Kohler (LANDWÄRTS), Barbara Klembt (Neuland Hoher Fläming) und jetzt mit euch oder den Golfern, ist hier eine kritische Masse an Akteuren, die den Weg ebnen für einen Wandel in der Region. Das passt alles wunderbar zusammen. Jetzt geht es mir darum, diese Akteure untereinander zu vernetzen und dafür zu sorgen, dass auch die Bewohner hier von den neuen Angeboten profitieren.&nbsp;</p>



<p><strong>Wiesenburg und Bad Belzig stehen mit ihrer Entwicklung vorbildhaft für den peripheren Raum in Brandenburg. Wird das auch von der Landesregierung erkannt und unterstützt?</strong>&nbsp;</p>



<p>Die Landesregierung ist sehr offen für die neuen Ideen und Impulse wie Coworking oder neue Wohnmodelle.&nbsp; Bei der Finanzierung muss sich aber einiges ändern. Die Mittel aus dem Finanzausgleich sind sehr wichtig für Kommunen. Genau hier gibt es aber einen Denkfehler, denn je weniger Einwohner eine Gemeinde hat, desto geringer sind die Mittel aus dem Finanzausgleich. So setzt schnell eine Abwärtsspirale ein. Gerade schrumpfende Gemeinden müssten Möglichkeiten haben, gegenzusteuern. Stattdessen wird der Handlungsspielraum immer geringer. Wenn wir jetzt vom Haushalt bei einer schwarzen Null sind, heißt das: Uns geht es nicht schlecht aber wir können auch nicht investieren. Die Landespolitik muss hier weg von dem „Stärken stärken“-Prinzip und stattdessen fragen: „Was braucht ihr denn eigentlich, damit ihr die Abwärtsspirale aufhalten könnt?“ Und da sagen wir: „Wir brauchen Mittel um wieder Anker zu setzen und die Bevölkerungszahl zumindest zu stabilisieren, damit der Abwasserpreis konstant bleibt und die Kitas und Schulen nicht schließen müssen. An Wachstum denken wir gar nicht mehr.“&nbsp;</p>



<p><strong>Welche andere Form der Unterstützung wünschst du dir?</strong></p>



<p>Eine Förderung für die Nachnutzung von VEB-Brachen wäre eine gute Investition. Mit dem Thema beschäftige ich mich seit dem Studium. Du musst verstehen, dass selbst in der Gemeinde Wiesenburg/Mark von rund 4.000 Einwohnern rund 1.000 in den vier großen VEBs hier beschäftigt waren. Viele davon leben immer noch hier und fahren täglich an diesen Brachen vorbei. Das sind offene Wunden für diese Menschen. Solange diese Wunden schwelen, wird es keine echte Einheit geben zwischen Ost und West. Deshalb ist mir das KoDorf auch so wichtig. Ihr baut nicht einfach auf der grünen Wiese neu, sondern revitalisiert mit dem Sägewerk einen ehemaligen Volkseigenen Betrieb und macht damit einen Neustart möglich. Man muss hier auch klar zwischen dem Speckgürtel von Berlin und dem eher peripheren ländlichen Raum unterscheiden. In Teltow zum Beispiel wäre so ein Sägewerk längst von privaten Investoren entwickelt worden.</p>



<p><strong>Es heißt doch aber immer, es wäre Geld genug da. Das Problem ist vielmehr, dass die Mittel nicht abgerufen werden.</strong></p>



<p>Das stimmt auch teilweise. Einige Fördertöpfe sind wirklich gut gefüllt. Es fehlt aber auf allen Ebenen an Personal und Eigenmitteln für den Abruf. Meine Mitarbeiter haben alle genug zu tun. Die meisten werden auch nicht dafür bezahlt einen langwierigen und komplizierten Förderantrag zu stemmen. Ich hab aber auch nicht die Mittel, einen Mitarbeiter im gehobenen Dienst einzustellen, der sich mit Fördermitteln auskennt. Umgekehrt gibt es auf Landes- und Bundesebene auch keine Mitarbeiter, die die Kommunen im Blick haben und proaktiv anrufen, um uns auf geeignete Förderprogramme hinzuweisen. Dann kommt noch der Eigenanteil dazu, der bei vielen Fördermitteln notwendig ist. Auch wenn wir nur 25 Prozent aus eigenen Mitteln stemmen müssen: Bei einem Projekt, das eine Million kostet, sind das 250.000 Euro. Das ist für eine Gemeinde wie Wiesenburg viel Geld.&nbsp; Dafür müssten wir einen Kredit aufnehmen, aber eine schrumpfende Gemeinde bekommt natürlich nicht mal so eben einen Kredit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1350+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/06/62544912_2265611233530228_5803013361113235456_o.jpg" alt="" class="wp-image-4272"/><figcaption>Stadtansicht Wiesenburg/Mark –<em>&nbsp;Foto: Katrin Frisch</em>e</figcaption></figure></div>



<p><strong>Berliner strömen momentan in Massen nach Brandenburg. Spürt ihr schon etwas von der neuen Landflucht?</strong>&nbsp;</p>



<p>Was wir merken, sind vermehrte Anfragen von Rückkehrern. Menschen also, die aus der Region kommen, in Städten wie Berlin studiert haben und nun wieder eine Sehnsucht nach der Heimat verspüren. Ansonsten: Schon seit zwanzig Jahren kaufen sich Berliner hier günstige Wochenendhäuser. Das läuft aber an uns vorbei. Dieser Entwicklung können wir nur entgegenwirken, wenn wir wieder selbst verstärkt Immobilien erwerben, denn dann können wir bestimmen, was damit passieren soll. Dann entscheidet das beste Konzept und nicht der dickste Geldbeutel. Dass Menschen jetzt die Verwaltung kontaktieren, nach Grundstücken fragen und sich hier richtig mit Familien und Projekten ansiedeln wollen, hat eine neue Qualität. So zielorientiert ist es erst seitdem Projekte wie das Coconat, Landwärts oder eben ihr Werbung macht für die Region.</p>



<p><strong>Was würdest du Großstädtern empfehlen, die in Wiesenburg neue Wohnmodelle oder andere neuartige Projekte umsetzen wollen?</strong></p>



<p>Mein Rat wäre, die Verwaltung für die eigene Idee zu begeistern. Eine motivierte Verwaltung kann gerade bei so großen Projekten wie dem KoDorf den Prozess um gut zwei Jahre beschleunigen, indem sie ihre Netzwerke nutzt und sich bei anderen Behörden für das Projekt einsetzt, zum Beispiel bei der Regionalplanung, bei der Landesplanung, bei der unteren Bodenschutzbehörde oder bei der Forstbehörde. Die Verwaltung nutzt ihre Netzwerke gerne, aber die Idee muss passen und auch rechtzeitig an uns herangetragen werden.</p>



<p><strong>Marco, vielen Dank für das Gespräch.</strong></p>



<p><em>Das Gespräch führte Frederik Fischer im Juni 2019.<br>Beitragsfoto: Thomas Kralinski</em></p>



<p><strong>Seid ihr neugierig geworden?</strong></p>



<p><strong><a href="https://www.wiesenburgmark.de/" target="_blank" rel="noopener">Hier</a>&nbsp;geht’s zur Website der Stadt Wiesenburg/Mark.</strong></p>



<p><strong>Oder wollt ihr mehr über das KoDorf wissen? Infos zum KoDorf Wiesenburg findet ihr&nbsp;<a href="https://spark.adobe.com/page/slwg6WWYiSlgp/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>. Wenn ihr euch zum allgemeinen KoDorf-Newsletter anmelden wollt, seid ihr herzlich eingeladen, das&nbsp;<a href="https://tinyletter.com/ko-dorf" target="_blank" rel="noopener">hier</a>&nbsp;zu tun. Und wusstet ihr, dass man im Sommer in Wittenberge KoDorf-Probewohnen kann? Alle Infos dazu&nbsp;<a href="https://spark.adobe.com/page/5YQEY0y5VzaTm/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="https://cdn.shortpixel.ai/spai/q_lossless+w_1280+to_webp+ret_img/https://neuland21.de/wp-content/uploads/2019/06/Schloss_Wiesenburg_Schlosspark_01-1.jpg" alt="" class="wp-image-4278"/><figcaption>Schloss Wiesenburg mit Park –<em>&nbsp;Foto: Wikimedia /&nbsp;SBirre [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 2.0</a>]</em></figcaption></figure></div>
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